Staunässe
Parabraunerde- Pdeudogley aus Lösslehm über tiefem
Zersatzsand aus Sandstein
Der
Standort weist wiederum eine relativ mächtige Lösslehmdecke (1) über
verwittertem Sandstein (2) auf. Innerhalb des Lösslehmpakets ist es zu
abwärts gerichteter Tonverlagerung gekommen. Dadurch wurden im Unterboden
alle Risse und Fugen (Poren) mit feinem Ton verfüllt, wodurch von dieser
Zone eine wasserstauende Wirkung ausgeht.
Dringt von oben her mehr Niederschlagswasser bis in den
Unterboden vor, als dieser in den Untergrund weiter zu leiten vermag, kommt
es zum Wasserrückstau bis nahe der Oberfläche. Man nennt diesen Effekt
Staunässe, der resultierende Bodentyp wird als Pseudogley bezeichnet.
Derartige Bodenprofile sind typisch für die
lössbedeckten Ebenheiten der Sächsischen Schweiz. In der unteren
Profilhälfte erkennt der Fachmann Eiskeile, Vermengungen und andere
Merkmale, die auf eine Stagnationsphase der Bodenentwicklung unter
tundraähnlichen Verhältnissen hindeuten.
Der staunasse lehmige Boden ist mit Fichten bestockt,
die durch die Säureproduktion ihrer Wurzeln und ihre saure Nadelstreu
Auswaschungsmerkmale (Podsoligkeit = beginnende Sauerbleichung) im Oberboden
erzeugen.