Die Wanderung Breite Heide ist eher ein
Spaziergang im westlichen Teil der Nikolsdorfer Wände. Als Startpunkt bietet
sich ganz hervorragend der Parkplatz in Leupoldishain zwischen dem
Tennisplatz und dem Löschteich an. Von dort geht die Wanderung in Richtung
Ortsausgang, also, wenn man vom Parkplatz kommt, nach links auf der Straße
den Hang hoch. Die
Wanderung hat ihre eigene Wanderwegmarkierung. Es ist der gelbe Punkt mit
einem großen "B"
.
Schon nach wenigen Metern verlässt die Wanderung die Straße und es geht
geradeaus zwischen Wald und Wiesen entlang. Nach ungefähr 200 Metern steht
links vom Weg ein Überbleibsel des Bergbaus: Zuerst weist ein Schild auf
Glatteisgefahr hin und dann sieht man einen mächtigen aber kurzen
Schornstein im Wald stehen. Durch solche Schornsteine wird die Luft wieder
herausgeleitet, die an anderer Stelle in das Bergwerk hineingepumpt wird.
Der Fachausdruck für diese unterirdische Luftführung ist, laut einem meiner
Kollegen, Bewetterung. Was meinen Kollegen schwer verwunderte war, dass
anscheinend die Luft in das Bergwerk hineingepumpt wird. Nach seinen
Erfahrungen aus dem Ruhrgebiet würde normalerweise die Luft immer aus dem
Bergwerk herausgesaugt.
Die Wanderung verläuft weiterhin am Waldrand entlang. An der nächsten
Wegkreuzung ist in der Wanderkarte von Hr. Böhm eine Höhle eingezeichnet.
Zuerst haben wir sie nicht gefunden, bis meine große Tochter auf die Idee
kam, dass mit der Höhle der Bachlauf gemeint ist, der durch einen Felsen
führt. Hier hat sich tatsächlich der Minibach einen Weg durch den Felsen
gesucht. Der markierte Wanderweg folgt weiterhin dem gut ausgebauten
Forstweg in die Richtung der Ortschaft Kirchberg. Auf der rechten Wegseite
befindet sich ein kleinerer Tümpel, an dem im Frühjahr 2007 ein
erstklassiges Quakkonzert stattfand. Auch die nächsten paar Meter wurden
irgendwie unsere Geruchssinne durch tierische Dürfte beeinflusst. Wir waren
uns nicht ganz sicher, aber vermutlich waren es Wildschweine. Das würde aber
unterstreichen, wie ruhig diese Wanderregion (Nikolsdorfer Wände) ist, dass
sich die Tiere selbst in der Hauptwandersaison nicht sonderlich gestört
fühlen. Und bitte keine Panik, Wildschweine greifen normalerweise keinen an,
sondern verstecken sich viel lieber im Unterholz, als sich zu prügeln. Am
Ende des Forstweges trifft man auf die Straße zwischen Kirchberg und
Langenhennersdorf. Hier biegt im spitzen Winkel der markierte Weg wieder in
den Wald ab und es geht wieder zurück. Der Weg steigt noch ein kleines
bisschen an und dann geht es auf einem sehr angenehmen Waldweg der
Wanderwegmarkierung hinterher. Die Baumsorten in dem Wald wechseln sehr
auffällig, im ersten Teil ist es ein lichter Wald und dann wieder ein extrem
dichter/dunkler Fichtenwald. Zwischendurch steht auch mal wieder eines
dieser Stahlrohre am Wegesrand, die überall im Wald der Nikolsdorfer Wände
zu finden sind. Ich
vermute, es sind irgendwelche Messpunkte von dem Bergwerk weit unter dem
Waldboden, weil mindestens bei zweien von den Dingern drückte sich ein
kräftiger Luftstrahl an dem Deckel vorbei. An der Wildwiese sollte man noch
mal kurz von dem markierten Weg abweichen und 50 Meter weiter geradeaus bis
zum Hochsitz wandern. Von dieser kleineren Kuppe hat man dann einen netten
Blick über ein Wiesental und versteht auch, warum genau an dieser Stelle der
Hochsitz steht. Das letzte Stück der Wanderung führt wieder runter in die
Ortschaft Leupoldishain, welche man am neu gestalteten Spielplatz ziemlich
in der Mitte des Dorfes erreicht. Der Spielplatz war sogleich ein richtig
toller Magnet für unsere große Tochter, da sie bisher noch nie an einer
Kletterwand herumtoben konnte. Ich konnte sie nur mit gutem Zureden und
einem kleinen Wasserrad wieder von der Kletterwand weg bekommen. Die
letzten Meter geht es wieder bis zum Ausgangspunkt zurück. Für uns gab es am
Parkplatz noch eine nette Abwechslung, da ein Huhn um unseren Wagen
herumspazierte und auch noch den Fußraum genau untersuchen musste.
Vielleicht sollte ich unser Auto doch mal aussaugen.
Damit war eine kleinere Wanderung beendet, die nicht gerade mit wahnsinnigen
Höhepunkten aufwartete, aber unter dem Motto "Der Weg ist das Ziel" ganz gut
durchgeht. Außerdem sind die 5-jährige Beinchen meiner großen Tochter noch
nicht darauf ausgelegt, Tagestouren zu unternehmen. So lässt sich die
Wanderung ganz gut als Nachmittagsrunde empfehlen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Linie R-245 von Pirna
nach Leupoldishain/Rosenhal
Auto:
Über die B172 bis hinter die Siedlung Struppen (wenn man von Dresden/Pirna kommt). Am neu gebauten Kreisverkehr (2005) vor Königstein geht es nach rechts zur Ortschaft Leupoldishain. An der abknickenden Vorfahrtsstraße nach rechts auf die Hauptstraße abbiegen. Der Parkplatz befindet sich ca. 400 Meter zwischen dem Tennisplatz und dem Löschteich.
Empfohlener Parkplatz:
Leupoldishain Tennisplatz
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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