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Von dunklen Wäldern eingesäumt, mit Berg und Hügeln reich an Zahl, liegt Cunnersdorf, mein Heimatort, mein liebes Dörfchen in dem Tal. Ein Kranz von Feldern lobt den Fleiß, mit dem des Dörflers Arm sich müht, und in dem Walde schlägt die Axt zum Leben, das im Tale blüht. Weit abseits von dem Lärm der Welt röhrt hier der Hirsch und äst das Reh, des Dorfes bunt geschecktes Vieh ich auf den Wiesen weiden seh. Im Tale steht mein Vaterhaus, mit Baum und Gärtchen wohlbekannt, mit Kirch und Schule, wohin mich dereinst geführt der Mutter Hand. Hier träumte ich den goldnen Traum der Jugend, ach so reich und schön, die Sterne leuchten ja so hell, die über die Bergheimat gehn. Steh ich auf stolzem Katzenfels, die Wetterfahne knarrt im Wind, in dieser großen weiten Welt mein Dörfchen ich am schönsten find. Treibt mich das Schicksal weit hinfort und überhäuft mich dort mit Glück nach meinem lieben Cunnersdorf zieht´s mich mit aller Macht zurück. Dann bleib ich an den Linden stehn und ruf beglückt hinab zum Tal: „Seid mir gegrüßt, mein Heimatort, mein Cunnersdorf vieltausendmal!“ Der Dorfbach eilt dem Elbstrom zu, und weiß wird bald das
blonde Haar, doch niemals kommt mir aus dem Sinn, wie schön es in der Heimat
war. Und schlägt das letzte Stündlein mir, sprech ich, eh ich mich leg zur Ruh:
„Behütet mir mein deutsches Land und auch mein Cunnersdorf dazu!“ |
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