Heide = althochdeutsch "heida" = unbebautes Land, ursprünglich Begriff
für magere Weiden und Wälder sandiger Gegenden.
So war die hintere Sächsische Schweiz im Sprachgebrauch früherer
Jahrhunderte nur "die Heide über Schandau".
Für Rosenthal taucht die Bezeichnung erstmals 1548 im Pirnaer
Amtserbbuch auf, als ein "Heide-Born" benannt wird.
Die Öder/Zimmermann´sche Karte von 1592/93 zeigt die Heide-Häuser
(Folge-Häuser) auf der ältesten bekannten Darstellung von Rosenthal schon
richtig außerhalb des Dorfes eingezeichnet.
Die verstreut liegenden Wirtschaften am Süd-Ost-Hang des Ortes wießen
schon immer Züge eines erzgebirgischen Gebirgsdorfes auf.
Oberhalb der "Heide" führte vom Beginn des 16. Jahrhunderts der
Rosenthaler Strang der "Alten Tetschener Straße", vom "Schleifersberg"
kommend, in den Wald hinab zum "Schleusen- oder Fuchsteich". Nach 1850
verlegte man die Trasse durch den Ort und führte sie in steilem Anstieg über
die "Kuhgasse" wieder hinauf zur "Heide".
Dies war bis 1927 neben dem Weg durch das Forstgut und dem schmalen
"Kirchsteig", die einzige ungenügende Verbindung hinab ins Dorf.
Erst 1928 und 1938 wurde mit dem Bau einer breiten Fahrstraße, dem heutigen
"Friedensweg", die notwendige, auch für größere Fahrzeuge nutzbare Anbindung
an den Ort geschaffen.