Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
In "Bergpfade & andere Wege Band III" von Axel
Mothes (www.stiegenbuchverlag.de)
ist ein alternativer Aufstieg auf den Papststein über den Förstersteig
beschrieben. Bis jetzt kannten wir nur die beiden markierten Wanderwege und
so war die nächste Erkundungstour festgelegt. Der Startpunkt liegt an der
Straßenkreuzung zwischen dem Gohrisch und dem Papststein.
Die
ersten paar Meter (400 Meter) muss man leider auf der Straße in Richtung
Papstdorf wandern, bis genau am Ortsrand nach links ein Weg zwischen den
Feldern und Gärten abzweigt. Der Weg bietet gleich zwei unterschiedliche
besondere Aussichten.
Nach
links über das Feld türmt sich der Papststein auf und aus dieser Perspektive
fällt die Felskante von Westen nach Osten ganz besonders auf. Die zweite
schöne Aussicht erreicht man, wenn man ein paar Meter über den Weg gewandert
ist, dann kann man sehr schön nach vorne hinüber zur Hinteren Sächsischen
Schweiz (z.B. Schrammsteine und Falkenstein) blicken.
Nach einer Strecke von etwas mehr als ½ Kilometer auf dem sogenannten
Neulandweg erreicht man die denkmalgeschützte Kirche von Papstdorf, die an
der rechten Seite passiert wird. Wenige Meter hinter der Kirche fällt der
Weg ab und die Wanderung erreicht die Fahrstraße durch Papstdorf. Der
weitere Weg geht mal wieder ein paar Meter am Straßenrand entlang und
schon bald passiert man das Schulgelände. Nach einer Strecke von 300 Metern
auf der Straße biegt nach links die Wanderwegmarkierung roter Strich
ab. Der markierte Wanderweg geht zuerst noch ein paar Meter auf einer
normalen Dorfstraße, bis nach rechts ein steil ansteigender Weg abzweigt.
Bei diesem Aufstieg handelt es sich immer noch um einen Zugang zu ein paar
Häusern, aber trotzdem bringt die Steigung den Kreislauf ganz gut in
Schwung. Hinter dem letzten Haus auf der rechten Wegseite kann man eine
fantastische Aussicht genießen, bei der fast jeder Wanderer seinen
Fotoapparat zückt und ein paar Bilder schießt. Die Hausbesitzer an der
rechten Seite sind wirklich für diese Aussicht zu beneiden.
Eigentlich führt die Wanderung jetzt nach links wieder leicht abfallend
weiter, aber vorher sollte man noch einen kurzen Abstecher geradeaus
unternehmen. Gleich am Waldrand befindet sich ein Gehege mit einer Herde
Damwild. Hier kann man die Tiere ganz hervorragend beobachten. Vielleicht sollte man
seinen Kindern noch kurz erklären, dass jetzt ein bisschen Ruhe ganz
angebracht wäre.
Als
wir im Herbst mal wieder bei den Tieren vorbeigesehen haben, war der
Damhirsch damit beschäftigt, sein Geweih am unteren Zaun zu wetzen. Irgendwie
ist aber so ein Zaun nicht wirklich dafür ausgelegt und so hatte sich das Geweih
für einen Augenblick ordentlich verhakt. Zum Glück konnte sich das
Tier aber von alleine wieder befreien, sodass wir uns keine weiteren
Gedanken zu einer Wildrettung machen mussten. Um die Wanderung weiter
fortzusetzen, geht es das kurze Stück bis zum Ortsrand wieder zurück, um
hier jetzt nach rechts abzubiegen. Auf dem Weg dorthin kann man mindestens
an einer Stelle noch mal durch die Bäume auf das Gehege blicken und hier
konnten wir schön sehen, dass der Hirsch schon wieder mit dem Zaun
herumspielte.
Die Wanderung führt wenige Meter neben dem Waldrand in Richtung Papststein.
Der
Weg wird hier Hans-Förster-Weg oder auch Weinleitenweg genannt. Heutzutage
wird hier zwar kein Wein mehr angebaut, aber irgendwie ist der Weg immer
noch nach der
ehemaligen Nutzung des Hanges benannt. Nach ½ Kilometer
passiert man eine dicke Felsmurmel auf der rechten Wegseite, die 1972 vom
Papststein abgebrochen ist. Insgesamt sollen 3.000 m³ Gestein in Bewegung
geraten sein. Wenn ich das richtig weiß, dann wiegt ein Kubikmeter Sandstein
etwas mehr als 2.000 Kilogramm und damit müssten bei diesem Felssturz 6.000
t Gestein mit lautem Getöse den Hang herunter gerumpelt sein.
Die Wanderung führt noch ein Stückchen weiter auf dem Weinleitenweg, bis die
nächste gut sichtbare Felsmurmel auf der linken Seite liegt.
Der
Felsen hat den lustigen Namen Schlickerschlacker und ist der Startpunkt für
den Förstersteig. Ob der Name dieses Aufstieges von der Berufsgruppe oder
dem Herrn Förster kommt, wissen wir leider nicht, aber dafür wissen wir,
dass der Weg nach oben nur ganz selten begangen wird und deshalb auch nicht
so einfach zu finden ist. Die
erste sehr gute Orientierungshilfe ist die Lastenseilbahn der Gaststätte auf
dem Papststein. Unter der Seilbahn geht es die ersten paar Meter (ca. 10 Meter
auf der linken Seite neben dem Seil) aufwärts. Spätestens nach 100
Metern erreicht man den Felsfuß und hier wandert man relativ angenehm 100
Meter nach links. Hier erreicht man eine 3 Meter breite Schlucht, an deren
oberem Ende man eine kleine Felsmurmel mit Stufen entdecken kann. Hier ist
man richtig und damit ist das schwierigste Stück Streckenfindung auch schon
bewerkstelligt. Nach diesem ersten sehr leichten Aufstieg geht es auf der
Terrasse wieder zurück in Richtung Seilbahn und hier hat man an
einer Stelle eine überraschend schöne Aussicht auf die Ebene der linken
Elbseite und man kann durch eine breite Felsspalte auf Papstdorf
herunterblicken.
Auch das nächste Stück ist mit dem leicht ansteigenden Hang ein ziemlich
angenehmer Aufstieg und auf einmal blickt man vor sich auf die
Wirtshausstiege. Da es aber auf einem sehr ruhigen Pfad weiter gehen soll,
hält man sich hier leicht rechts und der ehemalige Feuerwachturm ist eine
sehr gute Orientierungshilfe. Ziemlich überrascht schauen die Besucher auf
der Aussichtsplattform neben dem Turm, wenn man auf einmal von der falschen
Seite des Geländers hochgestiegen kommt. Es geht noch einen kleinen Bogen um
die obere Seilbahnstation und schon ist man am höchsten Punkt der Wanderung
angekommen. Rund um den Feuerwachturm und das Gasthaus befinden sich mehrere
tolle Aussichten, die jetzt erwandert werden sollen.
Zuallererst
ist es die Aussicht gleich am Turm, von der man schön auf die Waldfläche und
die beiden Zschirnsteine blicken kann. Von dieser Aussicht geht es nach
Osten (also entgegen des Uhrzeigersinns) zu den beiden vorgelagerten
Aussichten. Von diesen beiden Kanzeln kann man gut in die Richtung des
kleinen Zirkelsteins und des Rosenbergs in Böhmen blicken.
Für
die nächsten Aussichten geht es von der Ebene am Feuerwachturm herunter auf
die Ebene der Gaststätte und dann gleich wieder nach links die paar Stufen
aufwärts. Von den beiden nordwestlichen Aussichten hat man einen sehr
schönen Blick auf die Festung Königstein und den Lilienstein. Ganz links
ist der Nachbarfelsen Gohrisch hervorragend zu sehen.
Spätestens jetzt bietet sich natürlich an, einen kurzen Zwischenstopp in der
Berggaststätte einzulegen. Für die weitere Wanderung muss man zuerst von
der Aussicht wieder zurück in die Richtung der Gaststätte. Hier duftet es
schon mal ziemlich verführerisch nach leckerem Essen oder einem Glas
Glühwein. Den Duft kann man häufiger genießen, da die Küche sich in dem
zweiten Gebäude befindet und so die leckeren Gerichte im Eiltempo von einem
Gebäude ins andere transportiert werden. Die Wanderung führt jetzt weiter
über den Papststein, indem man der Wanderwegmarkierung roter Punkt
folgt. Nachdem man ungefähr 300 Meter auf fast gleichbleibender Höhe über
den Papststein gewandert ist, steigt der markierte Wanderweg abwärts, aber
die Wanderung verlässt den markierten Weg und führt nach links um die oberen
Felsen herum. Der Weg hier entlang ist ein gut sichtbarer Pfad, der meistens
von Kletterern benutzt wird und sehr gut zu wandern ist. Nach einer Strecke
von 200 Metern passiert man auf der rechten Wegseite die größeren Felsen
Kleine und Große Hundskirche und dann hat man auch schon den Abstieg
erreicht. Überraschenderweise ist der Abstieg größtenteils sehr gut mit
hölzernen Treppenstufen ausgebaut, sodass man relativ leicht vom Papststein
herunter kommt. Am Ende der Treppe erreicht man einen breiten Forstweg, der
einen nach links zum Ausgangspunkt zurück führt.
Wir fanden es ziemlich überraschend, dass es noch gleich zwei weitere uns
bis dahin unbekannte Auf- bzw. Abstiege am Papststein gibt und dass es noch so
schöne ruhige Wege gibt.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 244a
(Königstein - Kurort Gohrisch) oder
Buslinie 244b (Bad
Schandau - Kurort Gohrisch)
Auto:
Über die B172 bis nach Königstein. Hinter der ganz schmalen Stelle in Königstein, geht nach recht die Straße in Richtung Gohrisch hoch. Die durch den Kurort Gohrisch fährt man auf der Vorfahrstraße in Richtung Papstdorf weiter. Zwischen dem Papststein und dem Gohrisch befindet sich zwei ausreichend großer Wanderparkplätze.
Empfohlener Parkplatz:
Gohrisch/Papststein
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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