Das ursprünglich nach dem sächsischen Kurfürsten Christian I.
(1586 - 1591) benannte Renaissance- Lusthaus wurde 1589/90 errichtet und genügte
als einer von acht Beobachtungs- und Flankierungstürmen auch militärischen
Anforderungen. Im Obergeschoß, das bis 1731 über einen Wendelstein erreichbar
war, befand sich ein aufwendig gestalteter Saal, in dem intime höfische
Festlichkeiten stattfanden. Im Erd- und Kellergeschoß dagegen waren Geschütze
zur Verteidigung der Elbeseite aufgestellt.
Zu den berühmtesten Gästen, die in der Christiansburg empfangen wurden, zählte
der Preußische "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. und sein Sohn, Kronprinz
Friedrich. Zur Erinnerung an ihren Besuch im Jahre 1728 benannte August der
Starke (1694 - 1733) das Gebäude um in "Friedrichsburg".
Im Jahre 1731 erfolgt die Umgestaltung des bis dahin äußerlich schlichten
Bauwerkes zum barocken Pavillon. Der Wendelstein wurde durch eine doppelläufige
Freitreppe ersetzt, unter deren Vorbau die 140 Jahre älteren Renaissanceportale
erhalten geblieben sind.