Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung zum Gelobtbach ist eine kleine
Runde, bei der die Besucherzahlen ziemlich unterschiedlich sein können. Auf
der ersten Hälfte trifft man normalerweise keinen anderen Menschen. Genau
das Gegenteil kann man auf der zweiten Hälfte erleben. Hier geht es ein ganzes
Stück auf dem sehr beliebten Elberadweg entlang und wenn schönes Wetter oder
ein Wochenendtag ist, dann herrscht hier ziemliches Leben. Deshalb ist meine
Empfehlung, die Wanderung lieber zu einer Zeit durchführen, wenn auf dem
Elberadweg nicht ganz so viel Betrieb herrscht.
Der Startpunkt der Wanderung liegt in der Siedlung Reuterhof. Wer mit
öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, sollte die Wanderung am
Bahnhof Schöna starten. Vom Wanderparkplatz bei Reuterhof geht es
nach rechts (vom Parkplatz kommend). Die ersten paar Meter sehen so aus, als
wenn es direkt in den Wald gehen würde, aber zuerst kommt noch eine
Kleingartenanlage mit einer urigen Gaststätte und dann geht es in den Wald.
Die Wanderung überquert die Wanderwegmarkierung gelber Strich und geht
weiter geradeaus auf dem gut ausgebauten Gelobtweg. Dieser Forstweg verläuft
fast schnurrgerade auf die Grenze drauf zu, bis der Weg wenige Meter davor
mit einem Rechtsknick abbiegt. Die Wanderung geht am Hang entlang bis zur Ziskaquelle. Die Quelle ist durch einen kleinen Rastplatz und eine Tafel mit dem
Inhalt: "Nimm dir einen frischen Trunk- bleibst ewig jung." zu erkennen.
Natürlich habe ich aus der Quelle schon mehrmals einen Schluck genommen,
sodass Sie als Leser dieser Internetseiten noch lange etwas von mir ertragen
müssen. An der Quelle geht es nach links den Hang hinunter. Dieser Weg hangabwärts führt parallel zum Bachlauf der Quelle und biegt
wenige Meter vor der Grenze nach links ab. Damit geht man dann wieder
unterhalb des Gelobtweges zurück, bis auf der rechten Wegseite ein Felsen
mit der Inschrift KornMarcht bzw. KornMarht 1812 auftaucht. Die Inschrift
soll an einen verbotenen grenzübergreifenden Handel mit Korn während des
Napoleonischen Krieges erinnern. Im Jahre 2008 ist die Inschrift sehr gut zu
erkennen, da sie entweder gerade angestrichen oder nachgearbeitet wurde.
Wenige Meter (ca. 50 Meter) danach biegt nach rechts ein Pfad ab und führt den Hang weiter
hinab. Auch wenn der
Weg zwischendurch verloren gehen sollte, ist das kein
sonderliches Problem, da man sich sehr gut am Geplätscher des Gelobtbaches
orientieren kann. Außerdem ist es natürlich wie mit den meisten Bächen: Sie
laufen an der tiefsten Stelle und damit ist die Richtung einfach zu finden.
Am Gelobtbach führt ein Pfad weiter abwärts, der ganz besonders natürlich
aussieht. Auf der rechten Bachseite weisen mehrere Grenzsteine darauf hin,
dass man den Rand von Deutschland erreicht hat.Nach ein paar Metern Abstieg erreicht man den Mühlteich der Gelobtbachmühle.
Diesen künstlichen Teich zu sehen ist immer wieder ein Vergnügen, da
das wunderbar klare Bachwasser über zwei Wasserfälle hinein- und herausläuft. Wenn man den Teich am Vormittag erreicht,
dann leuchtet das Wasser richtig schön türkisfarben, aber auch ohne Sonne
ist man verführt, in den Teich reinzuspringen. Aber dafür ist die
Wassertemperatur nie ausreichend oder man muss schon gigantisch abgehärtet
sein. Rechts neben dem Zulaufwasserfall befindet sich eine Inschrift im
Felsen: "Schöna-Nidergrunder Gelobtbach Wasserfall 18 5/10 56 Wilh. Thodt
K.E. Schneider." (wobei die Zahlen vermutlich das Datum 5.10.1856 bedeuten).
Früher sind durch diesen Mühlteich die beiden Peltonturbinen der
Gelobtbachmühle betrieben worden. Diese Mühle befindet sich ein paar Meter
unterhalb des Staubeckens und genau dahin geht es als nächstes. Dazu folgt
man dem Bachlauf weiter abwärts, was im Herbst eine richtige Herausforderung
sein kann, da als Weguntergrund Sandsteinplatten verlegt worden sind. Wenn
dann auf dem steilen Weg noch nasses Laub liegt, dann kann dieses kleine
Stück eine nette Rutschpartie werden. Die Gelobtbachmühle befindet sich
gleich am Bahndamm und ist noch in einem ganz guten Zustand. Da es sich um
Privatgrund handelt, sollte man auf dem Weg bleiben, aber das sollte
sowieso selbstverständlich sein.
Die Wanderung geht unter der Bahnlinie drunter her. Hier sollte man sich
unbedingt noch einmal umdrehen und den Bogen der Unterführung ansehen. Auch
wenn dieser Sandsteinbogen schon mit mehreren Verankerungen gesichert werden
musste, so ist der Schlussstein deutlich als Grenzstein zu erkennen. Die
Grenzsteinnummer ist VIII/1. Dass der Durchgang schon ein bisschen ramponiert
aussieht, ist eigentlich kein Wunder, da die Basis dieser Brücke aus dem
Jahre 1851 stammt. Nachdem man den Elberadweg erreicht hat, fällt einem sofort ein riesig
langes Kunstwerk auf. Leider ist es vergänglich und wird mit der Zeit
verschwinden, aber im Sommer 2008 war die tolle Leistung von 400 Schülern
aus Pirna, Königstein und Děčín (Tetschen) noch deutlich zu sehen. Über eine
Strecke von 500 Metern ist der Radweg innerhalb von 12 Tagen im Sommer 2007
mit 50 unterschiedlichen Mustern angemalt worden. Das sieht wirklich lustig
aus. Dieses Projekt trägt den Namen: „Asphaltkino - bemalen des ElbRadWeges“
und die Idee dazu stammt vom Schweizer Maler Menel Rachdi aus Huttwil.
Von dem Wanderweg bzw. Elberadweg kann man ganz gut das geschäftige Treiben
auf der gegenüberliegenden Elbeseite in
Hřensko (Herrnskretschen)
beobachten. Ganz besonders interessant fand ich, dass genau mit der Mündung
der Kamenice (Kamnitz) sich das Aussehen der Elbe ändert. Vor der Mündung
ist die Elbe ein ruhiger Fluss, der fast den Eindruck macht, als ob er keine
Strömung hat, und dahinter kann man ziemliche Unruhe im Wasser entdecken.
Ich erkläre es mir in der Form, dass die Kamenice (Kamnitz) eine Menge Material transportiert und
damit in der Elbe eine Art kleinen Damm errichtet hat.
Dahinter staut sich das Wasser der Elbe etwas, und ab dort kann es ungehindert
weiter strömen. Wenige Meter, nachdem man die Kamnitz-Mündung auf der
anderen Elbseite passiert hat, erreicht
man den Bahnhof Schöna. Hier geht es mal wieder unter der Bahnlinie entlang,
um auf der anderen Bahndammseite in Richtung Reinhardtsdorf-Schöna
weiter zu wandern. Die Wanderung geht über eine Straße, die aber nur von den
Bewohnern der
drei Häuser am Bahnhof benutzt wird, aus dem Elbetal heraus, hoch auf die
Ebene an der Kaiserkrone bzw. dem Zirkelstein. Nachdem man den Wald
verlassen hat, verläuft die Wanderung auf der Straße ca. 300 Meter übers Feld, bis nach
links ein Feldweg abbiegt. Dieser Feldweg steuert geradewegs auf den
Zirkelstein zu, was eigentlich schon sehr gut ist, aber nach 200 Metern biegt
der Weg nach rechts ab. Weil wir ja nicht quer durchs Feld gehen wollen,
folgen wir dem Weg bis zum Ortsrand. Auch wenn es so aussieht, als wenn man auf dem
Bauernhof landet, so biegt wenige Meter davor ein Weg links ab und man wird
um den Ort herum geführt. Nach wenigen Metern erreicht man den Zugang zum
Zirkelstein. Dieser Weg ist mit dem gelben Strich
markiert und man folgt ihm nach links weiterhin in Richtung Zirkelstein. Damit die Wanderung auch noch eine schöne Aussicht beinhaltet,
sollte man einen kurzen Abstecher auf den Zirkelstein unternehmen. Der
Zugang zu diesem kleineren Felsen befindet sich gleich am nächsten Waldrand.
Zuerst geht es über einen Pfad bis an den Felsfuß und dann steigt man über
ein paar Treppen bis auf den Gipfel. Die Aussicht von hier oben ist ganz
besonders nett, da keine Bäume oder andere Hindernisse das 360°- Panorama
behindern.
Nachdem man die Aussicht lange genug genossen hat, geht es wieder auf dem
gleichen Weg bis zum Felsfuß herunter. Auf dem Pfad angekommen, geht es nach
rechts weiter, um nach einem kurzen Abstieg wieder am Waldrand anzukommen.
Hier geht es dann wieder nach links auf dem gelben Strich
weiter. Der Wanderweg führt erst über das Feld und dann nach rechts am
Waldrand entlang. Nach einer Strecke von ½ Kilometer am Waldrand
biegt der markierte Wanderweg nach links ab, hier geht es weiter
gerade aus, um dem Weg bis in die Siedlung Reuterhof und damit dem
Ausgangspunkt der Wanderung zu folgen. Damit ist eine sehr nette Runde
beendet, die ich mir diesmal genau so vorgestellt habe. Normalerweise ist es
immer so, dass es irgendeine positive als auch negative Überraschung gibt,
aber diesmal nicht. Der Zirkelstein war wie immer erstklassig, das Gelobtbachtal strahlte eine wunderbare Ruhe aus und das Elbetal
ist ohne Radfahrer am schönsten.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Die beste Anreisevariante mit öffentlichen Verkehrmitteln ist die S-Bahn bis
zum Bahnhof Schöna zu nehmen und die Wanderung von dort zu beginnen.
Auto:
Bis Bad Schandau über die B172, am Bahnhof von Bad Schandau nach rechts Richtung Krippen, Reinhardtsdorf und dann Schöna.
Empfohlener Parkplatz:
Reuterhof
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,23 kByte
Dateigröße:
3,64 kByte
Dateigröße:
1,58 kByte
Dateigröße:
4,37 kByte
Dateigröße:
21,93 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.