Der Aufgang zum Festungsplateau führt unter dem zweifach
geknickten Torhaus entlang. Der rechte Teil des Gebäudes wurde von den
jeweiligen Festungskommandanten bewohnt und deshalb als Kommandantenhaus
bezeichnet. Links an das Torhaus schließt sich die Streichwehr an, die die
Verbindung zur Georgenburg herstellt. Torhaus und Streichwehr haben tiefe, zum
Teil zweigeschossige Keller, in denen die Geschütze standen, mit denen der Feind
im Eingangsbereich "bestrichen" (beschossen) werden konnte. Erd- und Obergeschoß
wurden zu Wohnzwecken genutzt.
Das Relief Augusts des Starken (1694 - 1733) und das darüber befindliche Wappen
von Otto Panzner wurden erst 1910 hinzugefügt.
Die Georgenburg (ganz links) war der im Mittelalter als "Kaiserburg" bezeichnete
Teil der Burganlage (vgl. spätgotische Vorhangbogenfenster). Später wurde sie
umgebaut und 1619 als Johann- Georgenburg neu eingeweiht. Man nutzte sie
zunächst als Jagdschlösschen, im 18. und 19. Jh. dann zur Unterbringung von
Staatsgefangenen.