Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Ich hatte mal wieder die Aufgabe, für meine
große Tochter (6 Jahre) eine interessante Wanderung zu finden. Da so eine
normale Waldrunde viel zu langweilig ist und mir ein paar Tage vorher der
Zirkelstein mal wieder ins Auge gefallen war, haben wir eine Erkundung des
Zirkelstein und der Kaiserkrone unternommen. Den Startpunkt habe ich auf den
Parkplatz zwischen Schöna und Reinhardtsdorf gelegt. Von hier aus folgt man dem grünen Punkt
nach links (vom Parkplatz aus gesehen).
Es geht auf der Straße bis zum Sportplatz. Nach diesen ersten 400
Metern verlässt die Wanderung den markierten Wanderweg und biegt nach links
auf die Zufahrtsstraße zum Waldbad ab. Auch wenn es sich um eine normale
Fahrstraße handelt, sind nur relativ wenige Autos unterwegs. Die Straße
führt aber auch nur zum
Waldbad und der Miniortschaft Reuterhof. Nach einer
Strecke von ca. 800 Metern passiert man das Waldbad von Schöna. Das Waldbad
ist im Jahre 1932 eröffnet worden und dient seitdem als Naturbad mit ganz
angenehmen Eintrittspreisen. Auch wenn es mit den neumodischen
Erlebnisbädern nicht mehr mithalten kann, so ist doch bei sonnigem Wetter
relativ viel Betrieb. Es ist erfreulich, dass die Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna dieses Bad erhält. Die Wanderung führt weiter auf der Straße, bis
die Siedlung Reuterhof erreicht wird.
An der einzigen Kreuzung befindet sich
rechts ein Parkplatz mit einer sehr liebevoll gestalteten Landkarte. Auf der Karte
sind die Hauptpunkte (Felsen, Wanderwege, Quellen usw.) der linken Elbeseite
eingetragen.
Ganz besonders fällt auf, dass der ursprüngliche Tafelstandort
anscheinend zwischen Reuterhof und Schöna gewesen sein muss. Zumindest ist
hier der Standort eingezeichnet. Super witzig ist der Grenzübergang bei Hřensko (Herrnskretschen). Hier ist der Grenzübergang auf das
Wesentliche
reduziert: es sind eine Zigarette und zwei Herzen abgebildet. Die Karte ist
auf jeden Fall mal was anderes als die restlichen Landkarten. Auf der
gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das ziemlich große Gebäude
des Waldhofs. Dieses Gebäude war in der DDR-Zeit Betriebsferienheim des VEB
Bau- und Montagekombinat Kohle und Energie und danach Jugendgästehaus. Im
Jahre 2008 stand das Gebäude zum Verkauf. Ich bin mal gespannt, was aus diesem
riesigen Gebäudekomplex wird. Rechts neben dem Grundstück geht es nach
wenigen Metern aus der Siedlung heraus und die Wanderung verläuft am
Waldrand entlang. Markiert ist der Wanderweg ab dem Feld mit dem gelben
Strich
.
Von diesem Weg hat man einen sehr schönen Blick auf den Zirkelstein. Als wir
die Runde gewandert sind, war gerade Rapsernte und wir wurden erstklassig
eingestaubt. Auch wenn wir die riesige Staubwolke schon vorher gesehen
hatten, so gab es für uns nicht gerade die tollen Ausweichmöglichkeiten und so
konnten wir uns nur in einen kleineren Waldabschnitt verdrücken. Spätestens
neben dem umbenannten Bungalowdorf (www.zirkelsteinresort.de)
war aber wieder ein freier Blick auf das nächste Ziel, den Zirkelstein,
möglich. Die Wanderung führt zwischen der Bungalowanlage und dem Zirkelstein
bis zum Felsfuß hoch. Da wir ein wenig neugierig waren, wie die
Bungalows aus der Nähe aussehen würden, haben wir den Weg über die
Zufahrt gewählt und waren sehr überrascht, wie schick die Häuschen aussehen.
Die Ferienanlage hat ihren eigenen Zugang
zum Zirkelstein und wenn man sich links von den Gebäuden hält, findet man
ihn sehr schnell. Beeindruckend ist das Hornissennest in einem Schaukasten
am Waldrand. Na ja, eigentlich kein Wunder bei der Größe der Tiere. Auf dem
Weg von der Ferienanlage zum Aufstieg kann man deutlich sehen, dass hier
häufiger Kinder im Wald spielen. Es war so ziemlich an jedem etwas größeren
Baum eine Holzhütte aus Ästen gebaut.
Das
verführte natürlich meine Tochter, gleich mal die Hütten zu erkunden. Der
Aufstieg auf den Zirkelstein erfolgt auf der Rückseite über eine relativ
angenehme Treppenanlage. Die Aussicht vom Gipfel des Zirkelsteins ist
wirklich nett, da der Felsen so ziemlich als einzige Erhebung auf einer
Ebene steht. Wenn man den Zirkelstein aus der Entfernung sieht, dann stellt
man fest, dass er nur ein sehr niedriger Felsen (384 Höhenmeter) ist, aber
solange man auf ihm verweilt, wirkt er durch seine Insellage schon ziemlich
hoch.
Der Abstieg erfolgt über die gleiche Treppe, um dann am Felsfuß nach links
abzubiegen. Die Wanderung erreicht nach wenigen Metern wieder den breiteren
Weg zwischen Feldern und Zirkelsteinwald. Hier geht die Wanderung nach
rechts weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung
in die Richtung der Ortschaft Schöna. Nach ungefähr 300 Meter durch die
Ortschaft biegt nach rechts die Bahnhofstraße ab. Hier folgt man der roten
Wanderwegmarkierung
.
Die Wanderung verläuft ¼ Kilometer auf der Straße, bis vollkommen
unauffällig nach links der Zugang zur Kaiserkrone zwischen gewöhnlichen
Wohnhäusern abbiegt. Der Aufstieg auf die Kaiserkrone ist relativ leicht.
Gleich am Anfang des Aufstiegs befindet sich einer der bekannteste Felsen
der Sächsischen Schweiz. Es handelt sich um den Felsen, den Caspar David
Friedrich auf seinem Bild "Wanderer über dem Nebelmeer" gemalt hat.
Die
Kaiserkrone hat ihren Namen daher, dass der Felsen aus drei knapp
nebeneinander liegenden Gipfeln besteht. Jeder dieser Zacken ist einzeln zu
besteigen und jeder liefert eine andere schöne Aussicht. Der nördliche Gipfel
bietet einen Blick über die Elbe auf die Schrammsteinkette.
Die
östliche Aussicht gibt einen Blick frei auf die Böhmische Schweiz und die
südliche Zacke auf den Zirkelstein und die Zschirnsteine. Nachdem man sich
auch auf dem dritten Felsen satt gesehen hat, geht es wieder hinunter.
Ganz
unterhaltsam ist an der südlichen Aussicht eine steinerne Skulptur auf der
linken Seite (von oben aus gesehen). Hier steht ein etwa 1 Meter großer
Löwe, der deutlich zu erkennen ist.
Es
handelt sich dabei nicht um einen Felsen, der mit viel Fantasie erkannt
werden kann, sondern um ein Werk eines Steinmetzes. Nachdem man von der
Kaiserkrone komplett wieder abgestiegen ist, geht es auf der Fahrstraße
wieder in die Ortsmitte von Schöna zurück. Der kürzeste, aber auch
hässlichste Weg wäre, über die Hauptstraße bis zum Ausgangspunkt zurück zu
wandern. Viel schöner ist, wenn man dem roten Punkt bzw. dem Malerweg
weiter folgt. Auch dieser Weg führt über eine asphaltierte Straße links der
Hauptstraße, aber hier fahren gerade mal ein paar Anwohner und so ist das
Stück viel angenehmer. Erst wenige Meter vor dem Parkplatz biegt der
Wanderweg links ab und führt dann in einem Bogen auf die Waldbadstraße.
Dieser bekannten Straße folgt man nach rechts und dann ist der Ausgangspunkt
der Wanderung erreicht. Diese Wanderung hat uns sehr gut gefallen und durch
die beiden Felsen Zirkelstein und Kaiserkrone gibt es ausreichend viel
Abwechslung, so dass die Runde auch als Kinderwanderung sehr
gut zu empfehlen ist.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Man kann von Dresden
aus aber auch die S-Bahn nehmen und bis zum Bahnhof Schmilka/Hirschmühle
fahren. Oder mit dem Bus R-250 Bad Schandau - Krippen - Reinhardtsdorf/Schöna.
Auto:
Bis Bad Schandau über die B172, am Bahnhof von Bad Schandau nach rechts Richtung Krippen, Reinhardtsdorf und dann am Ende von Reinhardtsdorf nach rechts zum ausgeschilderten Parkplatz.
Empfohlener Parkplatz:
Reinhardtsdorf Ehrenmal
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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