Kleinhennersdorf

 
 

 

 

Die Besiedlung der Gegend von Kleinhennersdorf erfolgte im 12. Jh. Die ersten Siedler waren Bauern. 1. urkundliche Erwähnung: 1439 – „Wyndesche Heynersdorff“ – Der Ort zeigt noch heute da typische Reihendorf. Entlang der Straße standen Zwieseithöfe. Dahinter lagen lange, schmale Felder mit Anteilen von Wald. Die Berge gaben dem Ort eine natürliche Grenze, später eine zusätzliche Erwerbsquelle.

Ursprünglich lebten die Siedler von Ackerbau und Viehzucht und vom Holz des Waldes (Köhler). Im 18. Jh. entwickelte sich das Steinbrecherhandwerk. Viele Steinbrüche wurden erschlossen um den steigenden Bedarf an Baumaterial zu decken, so auch der Kleinhennersdorfer Steinbruch. Der Zustrom von Steinbrechern sorgte für rasches Anwachsen der Einwohnerzahl. Aber bei der gefährlichen Abbauweise des Sandsteines (die Sandsteinschichten wurden unterhöhlt und brachen dann herab), gab es viele schwere Unfälle. Deshalb hatte das Dorf den Beinamen „Ort der Witwen und Waisen“. Auch in den Häusern des Ortes wurde heimischer Sandstein verarbeitet. Das Erdgeschoß wurde aus groben Sandsteinquadern errichtet und darauf kam ein Fachwerkobergeschoß. Im Ort sind heute noch Gebäude erhalten (vgl. Bilder u.) in dem heimattypischen Baustil.

Test Nr. 8

Welche Vergünstigungen erhielten Erbrichter?

a)      Schlacht- und Fleischbank

b)      Brau- und Schankrecht

c)      Herbergsrecht