Diese Wanderung ist eine kleine Runde durch ein sehr
ruhiges Wandergebiet, das sich ganz hervorragend als Wandergebiet für Kinder
darstellt. Der Startpunkt ist der Wanderparkplatz bei Kleinhennersdorf. Auf
dem Parkplatz findet man selbst bei größtem Ansturm in der Sächsischen
Schweiz immer noch einen Plätzchen, um sein Auto abzustellen. Die Wanderung
startet nach rechts auf der kleinen asphaltierten Straße. Die Straße ist nur selten
befahren und führt am Rande der Ortschaft entlang. Auf ihr wandert man 300
Meter, um an der ersten Kreuzung nach links abzubiegen. Ab hier ist der Weg
für die nächsten 700 Meter mit dem roten Strich
markiert. Die Wanderung führt am Waldrand entlang. Dieses kleine Teilstück
der Wanderung ist sehr angenehm zu laufen und bietet durch ein Feuchtbiotop
in der Wiese und ein paar Rastplätze Abwechslungen. Ziemlich am Ende
der Wiese ist irgendein seltsames Gebilde gebaut, als wenn
an der Stelle von Zeit zu Zeit Vorträge oder so etwas gehalten würden. Auf
jeden Fall ist es eine auffällige Ausbuchtung in der Wiese. Die Wanderung geht
bis in die Ecke der Wiese. Hier verläuft der markierte Weg weiterhin am Waldrand
entlang, die Wanderung geht aber unmarkiert weiter geradeaus. Der Weg führt
150 Meter in den Wald und dann erreicht man noch so einen Platz, an dem
anscheinend sich Zuhörer hinsetzen bzw. gestaffelt hinstellen können.
An der Stelle biegt man nach rechts ab und es geht zum Kleinhennersdorfer
Stein hoch. Der Aufstieg ist angenehm zu wandern und auch gar nicht so lang.
Oben angekommen, sollte man sich links vom Felsen halten, dann erreicht man
am zweiten Felsen den Eingang in die
Lichterhöhle.
Ich empfinde diese Höhle als einer der schönsten der Sächsischen Schweiz. Sie
ist relativ groß, fast komplett auf einer Ebene und auch ohne Taschenlampe
sehr gut begehbar. Zuerst hatten unsere Zwerge (3 und 5 Jahre) vor der
dunklen Höhle ein bisschen Angst, nachdem sich ihre Augen aber dran gewöhnt
hatten, konnten wir sie nur durch das Locken mit einer weiteren Höhle wieder
herausbekommen. Die Lichterhöhle scheint auch sehr beliebt bei
Freiübernachtern, man nennt diese Form des Campens in der Sächsischen
Schweiz Boofen, zu sein. Die Spuren von den Übernachtungen sind
eindeutig. So stehen einige dutzend Teelichter in der Höhle, man kann so
einige Kronkorken finden und ein paar verloschene Feuerstellen sind auch zu
entdecken. Also wir letztens bei der Lichterhöhle waren, lag vor der Höhle
ein Hinweiszettel
zu Freiübernachtungen im Wald. Wem der Platz vor der Höhle bzw. am Felsfuß
zu ungemütlich ist, um eine kleine Rast einzulegen, der kann auch auf den
Kleinhennersdorfer Stein hoch steigen. Der Aufstieg befindet sich auf der
rechten Seite der Lichterhöhle. Hier geht es ziemlich bequem auf den Felsen
hoch. Leider ist der Felsen heutzutage so zugewachsen, dass es keinen
richtigen Aussichtpunkt mehr gibt. Trotzdem bieten sich mehrere Felsmurmeln
zu einer kleinen Rast an.
Der Weg geht wieder herunter und zur Suche nach der nächsten Höhle. Es
befinden sich noch zwei größere Höhlen in dem Felsen, der zwischen
Lichterhöhle und dem Abstieg liegt.
Es
sind die Eishöhle und die Hampelhöhle. Sie sind beide nicht so groß wie die Lichterhöhle, aber durch ihre verschachtelte Form auch eine Erkundung wert.
Mindestens bei der Eishöhle sollte man aber eine Minitaschenlampe dabei
haben, da man sonst schnell den hinteren Teil der Höhle übersieht. Wenn man
mit Kindern dort reinkrabbelt, sollte man natürlich dran denken, dass jedes
Kind eine Taschenlampe dabei hat. Nach dieser Höhlenerkundungstour geht es
wieder auf dem gleichen Weg herunter, wie man hoch gekommen ist. Nachdem man
wieder an dem Platz mit den Stufen und der Informationstafel zu den Kleinhennersdorfer Höhlen angekommen ist, geht es geradeaus weiter. Der Weg
verläuft auf der Rückseite des Köhler-Hübels entlang. Nach 200 Metern erreicht
man eine Weggabelung, an der man nach links weiter geht. Nach wenigen Metern
erreicht man den Waldrand und das Wildgehege.
Ich
bin mir leider nicht ganz sicher, zu welcher Ortschaft das Wildgehege denn
jetzt gehört, da es zwischen den Ortschaften Papstdorf und Kleinhennersdorf
liegt. Eigentlich
ist es ein bisschen näher an der Ortschaft Papstdorf dran, aber auf dem
Schild steht Wildgehege Kleinhennersdorf. Am Rande des Geheges befindet sich
die kleine Holzwaldbahn "Berndi", die äußerst beliebt bei den kleineren
Besuchern ist. Ein bisschen gemein ist, wenn man seinen Kindern versucht hat
klarzumachen, dass das Damwild äußerst scheu ist und man deshalb möglichst
leise sein soll, nur wie sollen die Kinder leise Eisenbahn fahren?
Aber
vermutlich sind die Tiere inzwischen so an Wanderer und Kinder gewöhnt,
dass
sich sogar eine Hirschkuh bis an den Zaun wagte und die Kinder das Tier
streicheln konnten.
Die Wanderung geht links zwischen dem Gehege und dem Wald entlang. Markiert ist
der Weg mit dem schon bekannten roten Strich
.
Am Ende des Geheges hat man einem erstklassigen Ausblick über die Ortschaft
Kleinhennersdorf hinweg auf die Schrammsteine.
Diese schöne Aussicht kann man noch ein ganzes Stück weiter genießen, da der
weitere Wanderweg auf die Ortschaft Kleinhennersdorf zu geht. Auf der
anderen Seite der Wiese stößt man wieder auf den bekannten Weg. Auf ihm
wandert man bis zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück. Noch ganz besonders
möchte ich auf die Heymannbaude (www.heymannbaude.de)
auf der Rückseite des Parkplatzes hinweisen. Diese Pension/Gaststätte wird
seit 2005 von zwei sehr netten Wirtsleuten betrieben. Wir sind von der
Freundlichkeit und der schönen Terrasse beeindruckt gewesen.
Kleiner Nachtrag durch einen freundlichen Menschen der Heymannbaude: Ich gehe mal davon aus, Sie meinen dieses Holzpodest am Weg. Genau an
dieser Stelle singt der Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" jedes Jahr am
zweiten Septemberwochenende. Tolle Veranstaltung übrigens !
Danke für den netten Hinweis.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Linie R-244 von
Königstein nach Kleinhennersdorf bzw. Papstdorf
Auto:
Über die B172 und vor Bad Schandau in die Richtung Krippen. Durch Krippen durchfahren und dann hinter Krippen nach rechts in die Richtung Papstdorf. In Kleinhennersdorf ist dann der schöne Wanderparkplatz ausgeschildert.
Empfohlener Parkplatz:
Kleinhennersdorf
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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