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Die
Wanderung Kohlbornstein startet an der Kreuzung hinter der Ortschaft
Krippen. Hier befindet sich ein Parkplatz am Krippenbach bzw. der Straße
nach Kleingießhübel. Als wir auf den Parkplatz drauf zu fuhren, haben wir
gleich mal eine ordentliche Überraschung erlebt, da auf einmal ein
Wildschwein die Straße wenige Meter vor uns überquerte. Da die Straße noch
wegen Baumaßnahmen gesperrt war, fuhren wir ziemlich langsam und so konnten
wir das Tier hervorragend beobachten. Es hatte keine besondere Eile und
verschwand dann über den Bach im Wald. Oh, das war genau die Richtung, in
die wir wandern wollten. Aber so ein bisschen Nervenkitzel muss sein.
Von dem Parkplatz startet die Wanderung also in Richtung der Kreuzung. Hier
fällt erstmal ganz unangenehm auf, dass der Hang an der rechten Straßenseite
anscheinend früher mal eine kleine Müllhalde gewesen sein muss. Über den
Müll ist auch eine Minideckschicht Erde gefüllt worden, aber inzwischen
kommen so vereinzelt die unverrottbaren Materialien wie z.B. Flaschen wieder
heraus. Vielleicht hat auch das Wildschwein etwas damit zu tun.
An
der Kreuzung wandert man nach links ein paar Meter in Richtung Krippen, bis
man auf der linken Straßenseite die ehemalige Schinkenmühle erreicht. Die
Mühle ist durch so einige typische Teile im Garten wie z.B. ein riesiges
Zahnrad zu erkennen. Gleich hinter der Mühle führt eine Brücke über den
Krippenbach und dieser Waldzugang ist mit dem gelben Punkt
und dem Malerwegsymbol gekennzeichnet.
Der Waldweg steigt ganz leicht an, bis nach ½ Kilometer die beiden
Wanderwegmarkierungen im spitzen Winkel abbiegen. Hier geht es geradeaus auf
einem normalen Waldweg weiter. Danach hält man sich gleich zweimal nach
links, um auf ziemlich gleichbleibender Höhe oberhalb des Krippenbaches
entlang zu wandern. Von dem Mittelhangweg hat man eine gute Aussicht runter
auf die Straße durch das Tal. Sehr erfreulich ist, dass die Straße im Jahr
2009/2010 grundlegend saniert worden ist und jetzt wieder einen sehr
vertrauenerweckenden Eindruck macht. Nach etwas weniger als 2 Kilometern auf
dem unmarkierten Weg beginnt ein Anstieg hoch zum Kinder- und Jugenddorf
ERNA. Hier fällt ganz besonders auf, dass die Besucher der Ferienanlage auch
häufiger Ausflüge in den Wald unternehmen, aber die Begleiter nicht so ganz
drauf achten, dass auch aller Müll wieder mitgenommen wird. Vermutlich
verlieren die Besucher der Ferienanlage nicht mehr Müll als andere, aber
durch die höheren Besucherzahlen bleibt einfach mehr liegen. Als wir den
Waldweg aufwärts gestiegen sind, lagen einige abgebrannte Fackeln auf dem
Waldweg und ein paar Süßigkeiten-Verpackungen.
Kurz bevor man das Feriendorf erreicht, stößt man auf die
Wanderwegmarkierung roter Punkt
,
der man ein paar Meter nach rechts folgt. Da wir neugierig waren, wie das
Kinder- und Jugenddorf ERNA aussieht, sind wir dann am Zaun der Ferienanlage
entlang gewandert. Wenige Meter, nachdem man das Gelände erreicht hat,
befindet sich auch ein Tor im Zaun, sodass man auch quer über die Anlage
wandern könnte.
An
dieser Stelle begegnete uns eine gutgelaunte Wandergruppe, die die Anlage
gerade verließ. In dem Feriendorf befinden sich unterschiedliche Bereiche,
die auch unterschiedlich alt sind. Blöderweise stehen die älteren Häuser
gleich am Zaun bzw. dem Wanderweg und so macht die Anlage fälschlicherweise
einen etwas ollen Eindruck.
Am
nördlichen Ende des Zauns erreicht man die Einfahrt, an der ein paar
Informationstafeln und ein großer Lageplan hängen. An dem Lageplan kann man
dann sehr gut die wahre Größe der Anlage erkennen. Immerhin befinden sich
hier 240 Betten, die über das riesige Areal verteilt sind (natürlich in
einzelnen Bungalows).
Von der Einfahrt geht es über die asphaltierte Zufahrt weiter. Wenn man
nicht gerade das Pech einer An- bzw. Abreisezeit erwischt hat, dann lässt
sich sehr gut auf der Straße wandern. Die ersten paar hundert Meter erfolgen
noch durch den Wald und dann geht es an einem Waldrand entlang. Hier hat man
schon die erste Aussicht über die Felder. Nachdem auch auf der rechten Seite
das Feld beginnt, hat man noch ein paar Meter auf der Straße zu gehen und
dann biegt die Wanderung nach rechts ab.
Schon
bald erreicht man den Waldrand und hier befinden sich mehrere Bänke, die
eine schöne Aussicht auf die drei Felsen Gohrisch, Papststein und
Kleinhennersdorfer Berg bieten. Aber das eigentliche Ziel der Wanderung
liegt nur noch ein paar hundert Meter entfernt und deshalb geht es weiter in
den Wald hinein. Nach ungefähr ½ Kilometer erreicht man eine Kreuzung, an
der es auf der gegenüberliegenden Seite an den Aufstieg zum Kohlbornstein
geht. Der Aufstieg ist zwar etwas sehr hubbelig, aber nicht besonders
schwer.
Um
zur Aussicht des Kohlbornsteins zu gelangen, folgt die Wanderung einfach dem
ausgelatschten Pfad bis zur nordöstlichen Spitze. Hier befindet sich eine
sehr nette Aussicht auf Krippen und das Elbetal. Ein bisschen nach rechts
sind die Felsen der Schrammsteine in einer sehr schönen Perspektive zu
sehen.
Wir
haben diese Wanderung am Karfreitag unternommen und so waren leider noch
einige andere Besucher hier oben auf der Aussicht. Insgesamt waren es etwas
mehr als 20 Wanderer und dann wird es schon relativ schwierig, den Ausblick
zu genießen. Normalerweise ist der Kohlbornstein aber einer der ruhigeren
Felsen der Sächsischen Schweiz.
Nach dieser schönen Aussicht geht es auf dem bekannten Weg bis zum Felsfuß
wieder zurück, um dann nach rechts abzubiegen. Der offizielle Weg geht über
die Wanderwegmarkierung roter Punkt
abwärts. Genauso kann man aber auch den als Pferdeweg markierten Abstieg
wählen. Irgendwie können wir uns nur schwer vorstellen, dass heutzutage
irgendein Reiter sein Pferd hier den Berg herunter bzw. hoch treibt. Beide
Wege stoßen am Ende des Hanges wieder aufeinander und dann geht es rot
markiert weiter. Genau an dieser Stelle stand dann wieder die große Gruppe
vom ERNA Gelände und schaute ziemlich fragend drein, wie sie denn jetzt
weiter gehen wollten. Nachdem wir ihnen erklärt hatten, dass der
Kohlbornstein ein lohnenswerter Ausflug wäre und sowieso auf dem Weg zu
ihrer Ausgangsposition läge, machten sie sich auf den Weg. Ziemlich
überraschend war, dass die gesamte Gruppe ohne eine einzige Karte durch den
Wald unterwegs war. Da kann es sich nur um einen etwas zu groß geratenen
Spaziergang gehandelt haben. Wir haben ihnen unsere Wanderkarte überlassen,
damit sie wenigstens zum Abendbrot wieder rechtzeitig im ERNA ankamen.
Schon nach wenigen Metern auf unserer weiteren Wanderung mussten wir dann
aber feststellen, dass so eine Wanderkarte doch ganz vorteilhaft ist, weil
auf einmal war uns die Wanderwegmarkierung roter Punkt verloren gekommen.
Zum Glück konnten wir uns dran erinnern, dass ein paar Meter vorher ein ganz
unscheinbarer Pfad nach links abbog und so ging es dann doch nach links
weiter hinunter. Der Pfad führt runter ins Tal bzw. zur Kleinhennersdorfer
Straße. Da es aber viel schöner ist, durch den Wald zu wandern, geht es an
der bekannten Wanderwegmarkierung gelber Punkt
nach rechts weiter. Dieser Waldweg verläuft sehr angenehm ein paar Meter
oberhalb von Krippen, bis nach etwas mehr als einem Kilometer der markierte
Weg im spitzen Winkel abbiegt. Jetzt hat man die schon vom Anfang der
Wanderung bekannte Stelle, wo es hinunter zur Schinkenmühle geht, erreicht.
Der Abstieg hinunter zum Krippenbach und damit auch zum Ausgangspunkt der
Wanderung ist schnell geschafft.
Diese Wanderung ist eine sehr schöne Runde, die eigentlich überraschend
ruhig ist, solange man nicht versucht, an einem der Hauptwandertage kurz
nach Mittag loszulaufen. Die Aussicht vom Kohlbornstein ist wirklich
lohnenswert und sehr einfach zu erreichen.
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