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Bild |
Beschreibung |
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1 |
Marktplatz
Grünanlage
In der Grünanlage am Marktplatz auf Sockel aufgestellte Horizontaluhr;
Anzeige der wahren Ortszeit als Winterzeit (innerer Lochkreis) und als
Sommerzeit (äußerer Lochkreis) |
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Um 1818 schuf Caspar David Friedrich (1774-1840) das weltbekannte
Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer". Dieses Ölgemälde, eine seiner
reifsten und bedeutendsten Leistungen, entwickelte sich in jüngerer
Zeit zunehmend zum Werbeträger der Romantik.
Elemente dieses Bildes wie Standort, Körperkonturen und Stock des
Wanderers sind stilisierend und funktional in dieser Uhr verarbeitet.
Mit dieser Skulptur wird an die wiederholten Aufenthalte Friedrichs in
Krippen erinnert (1802, 1813, 1814). Die Eindrücke in dieser Zeit und
aus der näheren Umgebung prägten nachhaltig sein künstlerisches
Schaffen. |
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2 |
zum Mittelhangweg
Im Gelände des Ortseingangsbereiches polare Süduhr als Bodensonnenuhr;
Anzeige der wahren Ortszeit als Winter- und Sommerzeit |
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Diese auffällige stählerne Stele ist tatsächlich auch eine Sonnenuhr
und erinnert an den örtlichen Metallbaubetrieb "Pöche". Diese Firma
entwickelte sich auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes
"Vordermühle", wurde 1999 geschlossen und das Werkstattgebäude 2006 im
Rahme der Dorferneuerung abgerissen.
Die zusätzlichen Stahlbleche beiderseits der Flansche des alten
Stahlträgers bilden die Schattenwerfer, der obere für die Vormittags-
und der untere für die Nachmittagsstunden. Die waagerechten Lochreihen
im Steg zeigen die Stunden an, die obere die Winterzeit, die untere die
Sommerzeit. Die großen Bohrungen markieren die Stundenlinien von 9, 12
und 3 (15) Uhr.
Ne Sonderfall bei dieser Uhr wirft die Mittagslinie keinen Schatten. Die
Sonne steht senkrecht über den Schattenblechen. |
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3 |
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Entweder haben wir hier die passende Hinweistafel nicht
gefunden oder sie war einfach noch nicht angebracht. |
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Elbweg 17
Im Vorgarten Horizontaluhr als Bodensonnenuhr; Anzeige der wahren
Ortszeit als Sommerzeit |
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Diese Uhr wird durch ihre Aufstellung bedingt entgegen der Achtung des
Schattenwurfes abgelesen, daher von rechts nach links.
Dieser historische Anker ist mit der einst regen Elbeschifffahrt
verbunden. Solche Verflunkenanker fertigte de bedeutende an der
gegenüberliegenden Elbseite liegende Postelwitzer Ankerschmiede an, die
einzige ihrer Art am Oberlauf der Elbe. Sie wurde in den 1960er Jahren
stillgelegt und später abgerissen. Die historische Dampferflotte, ältere
Frachtkähne und Fährschiffe verwenden diesen Ankertyp noch heute. |
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Elbweg 20 b
An der Giebelwand nach Westen abweichende vertikale Norduhr; Anzeige der
wahren Ortzeit als Winter- und Sommerzeit |
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Bevorzugte Hauswände für Sonnenuhren sind die Süd-, weniger wie hier
die Nord- Westseiten eines Hauses. Diese Uhr zeigt die
Nachmittagsstunden bis in den Abend hinein an. Die Ausrichtung des
Schattenstabes zum Himmelspol erzwingt hierbei seine ungewöhnliche Lage.
Eine Besonderheit dieses Uhrtyps ist die Stundenverdichtung mit
fortschreitender Tageszeit. Besonders in den frühen Nachmittagsstunden
wird am wandernden Schatten sichtbar, wie schnell die Zeit „vergeht". |
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Elbweg 22 Umkehrpunkt
Im Freigelände Horizontaluhr als Bodensonnenuhr; Anzeige der wahren
Ortszeit als Winterzeit |

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Neben dem Garten mit Streuobstwiese und Weiher d. Landgasthauses
„Ziegelscheune" steht die Bodensonnenuhr mit Zeigerstein und 12
Stundensteinen aus Reinhardtsdorfer Sandstein. Die parallel im Winkel
von 51 Grad schräg nach oben verlaufenden Außenkanten der Stele bilden
mit ihrer Ausrichtung in der Nord-Süd-Achse den Schattenwerfer.
Diese Steingruppierung erinnert an ein bronzezeitliches Observatorium
und beschäftigt sich mit der Zahl 12, welche in der
Menschheitsgeschichte als die vollkommene und heilige Zahl gilt. In den
Stundensteinen sind nicht nur die Stundenzahlen, sondern auch die Symbole
der 12 Apostel eingehauen. Wie bereits in der Antike, spielt de 12 auch
im Christentum eine besondere Rolle: Das spätarchaische Wettbild ist auf
dem Gegensatz von 'Gott' u. 'Welt' aufgebaut. Diese beiden Größen sind
zusammen die beiden Aspekte des Alls. Dieses besteht nicht nur aus einem
Diesseits, sondern auch aus einem Jenseits. So wie Welle und Korpuskel
die beiden Aspekte eines Atoms sind, so sind Gott und Welt zusammen das
Ganze alles dessen, was ist. Die Multiplikation der Vierzahl (die 4 Elemente Feuer/Wasser, Erde/ Luft) mit der
Dreizahl (Dreieinigkeit Gottes mit Gott Vater, Gott Sohn und dem Heiligen
Geist) ist Ausdruck des vollendeten Gottesreichs und ergibt die Zahl 12.
Diese Zahl ist allgegenwärtig: 12 Apostel, 12 Stämme Israels, 12
Patriarchen, 12 Söhne Jakobs.
Aus der Antike kennen wir die 12 Arbeiten des Herkules und das Regiment
der 12 Götter. Auf den astronomischen Ursprung deuten die 12 Zeichen des
Tierkreises, 12 Monate, der 12 Stundenrhythmus von Tag und Nacht hin.
Überschreite nie die 12! Jetzt schlägt es aber 13; zum Glück ist heute
nicht Freitag, der 13., sind geflügelte Warnungen. |
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Petrus |
Himmelsschlüssel |
Matthäus |
Lanze |
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Andreas |
Schrägbalk.-kreuz |
Thomas |
Winkelmaß |
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Jacobus d. Ä. |
Pilgermuschel |
Jacobus d. J. |
Walkerstange |
| Johannes |
Giftkelch |
Simon Zelotes |
Säge |
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Philippus |
Antoniuskreuz |
Judas Thaddäus |
Hellebarde |
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Bartholomäus |
Messer |
Paulus |
Schwert |
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7 |
Berghangweg 3 Kindergarten
An der Hauswand nach Westen abweichende Süduhr; Anzeige der wahren
Ortszeit als Sommerzeit |
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Die Jüngsten werden mit diesen fröhlichen und plastisch gestalteten Tiermotiven kindgerecht an die Zeitmessung herangeführt. Für sie wandert der Schatten
anfangs von Tier zu Tier, später von Stunde zu Stunde. So beginnt die
Mittagsruhe mit der trägen Schnecke und das Geschnatter der Ente beendet
diese.
„Fuchs und Elster", die Stars aus dem Abendprogramm des Kinderfernsehens
der DDR, waren die Namensgeber des im Jahre 1966 eingerichteten
Kindergartens. |
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Berghangweg 13
im Vorgarten kreisrunde Ringkugeluhr: Anzeige de wahren Ortszeit als
Winterzeit |
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Diese Sonnenuhr gefällt in ihrer schlichten funktionsbezogenen Form
und soliden Ausführung. Dieser Uhrtyp ist in Gärten und Parkanlagen ein
bevorzugtes Gestaltungselement. Die Kugelform schafft ein besonders
ausgewogenes Verhältnis von Blickfang, Materialeinsatz und Raumwirkung.
Die Uhr entstand im Rahmen der Lehrlingsausbildung in einem Magdeburger
Betrieb. Durch familiäre Bindung gelangte sie nach Krippen. |
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Bächelweg 18
An der Giebelseite nach Westen abweichende vertikale Süduhr: Anzeige der
wahren Ortszeit als Sommerzeit |
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Die Malutensilien verbinden sich mit dem bedeutenden Romantiker
Caspar David Friedrich (1774-1840). Friedrich hielt sich wiederholt in
Krippen auf (1802, 1813, 1814). Skizzierte Motive aus der Krippener
Umgebung sind in einigen seiner Gemälde eingearbeitet. An der Sonnenuhr
führt der nach ihm benannte Rundweg vorbei. Auf diesem erlebte der Maler
auch die landschaftlichen und stimmungsvollen Impulse für sein bekanntes
Bild „Zwei Männer in Betrachtung des Mondes" (1818). |
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Bächelweg 26
An der Giebelwand vertikale Süduhr: Anzeige der wahren Ortszeit als
Winter- und Sommerzeit |
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Die genaue Ost-West-Richtung der Wandfläche ermöglicht her eine
ideale Süduhr. Auffällig ist daher die gleichmäßige Stundenverteilung.
Sehr oft weicht dieser Uhrtyp gebäudetechnisch bedingt nach Osten bzw.
Westen ab, leicht erkennbar an der „Schiefstellung" des Schattenstabes.
Diese Uhr erfüllt alle die Erwartungen, die viele mit einer Sonnenuhr
verbinden: Blickfang, Sonnenschein, Farbspiel, Fröhlichkeit, Lesbarkeit
und ein Sinnspruch. |
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Bächelweg 69 Umkehrpunkt
Im Eingangsbereich des Hotels Aquatorialuhr als Bodensonnenuhr:
Anzeige der wahren Ortszeit als Sommerzeit |
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Die 1627 erstmalig erwähnte „Grundmühle" arbeitete als Säge- und
Getreidemühle und stellte in den 1880er Jahren den Mahlbetrieb ein.
Das Objekt durchlebte nachfolgend mehrere industrielle Umnutzungen
(Steinsäge, Produktion elektrischer Armaturen, Herstellung von Wachsen
und Fetten). Mit umfangreichen Um- und Neubauten, vor allem in den
1960er Jahren, entstand hier ein großzügiges Erholungsobjekt
(Sowjetisch-Deutsche AG „Wismut", Chemiekombinat Bitterfeld). Die
WEKA-Touristik erwarb 1992 das Anwesen, rekonstruierte und erweiterte
dieses aufwändig.
Der Mühlstein als historischer Sachzeuge eignet sich
zum Bau einer Äquatorialuhr. Dieser Uhrentyp ist die Grundform aller
Sonnenuhrenkonstruktionen. Vom Betrachter aus gesehen dreht sich die
Sonne innerhalb eines Tages einmal im Kreis um den zum Himmelspol
gerichteten Schattenwerfer. Teilt man den Vollkreis (360 Grad) mit der
Stundenzahl eines Tages (24 Stunden), So ergibt sich eine gleichmäßige
Stundenaufteilung. Innerhalb einer Stunde wandert die Sonne um 15 Grad
weiter.
Von den 24 möglichen Stunden sind die an diesem Standort messbaren
Stunden markiert. Vom jahreszeitlichen Sonnenstand diktiert, zeigt die
Uhr die Zeit nur vom 21. März bis zum 23. September (Sommerhalbjahr) an. |
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Bächelweg 33
An der Hauswand nach Westen abweichende Süduhr. Anzeige der wahren
Ortszeit als Winter- und Sommerzeit |
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Mit dieser Bildsymbolik in der Uhr wird an die frühere
und bedeutende Bierbrauerei "Biener" in diesem Gebäudeensemble mit Brauhaus, Darre- und
Malzböden erinnert. Nach Einstellung des Brauereibetriebes und nach
Umbauten diente ein Teil der Gebäude bis in die 1980er Jahre als
Zwischenlager
(Niederlage) für Dresdner Biere.
Ursprünglich war das Braurecht ein mittelalterliches Privileg des
„Erbgerichtes" seit 1483. Zeitweilig lieferten die Krippener Brauereien
ihre Biere bis nach Dresden. |
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Bächelweg 27
An der Hauswand nach Osten abweichende Süduhr; Anzeige der wahren
Ortszeit als Winter- und Sommerzeit |
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Die Uhr erzählt von den einstigen Mühlgräben im Ort. Ein sinnvolles
Grabensystem, parallel zum Krippenbach mit Wehren und Ausläufen,
sicherte den vier Mühlen die nötige Wasserkraft. Die Wasserversorgung
der „Vordermühle" ließ durch einen Überlauf dieses Grundstück zu einer
100 Meter langen und 15 Meter breiten künstlichen Insel werden. 1957
wurden die Mühlgräben zugeschüttet. Heute erinnert nur noch der Name
„Bächelweg" an diese wasserwirtschaftlichen Anlagen. |
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Bächelweg 21
Am Wohnhaus Ecksonnenuhr mit nach Osten abweichender Norduhr und nach
Westen abweichender vertikaler Süduhr; Anzeige der wahren Ortszeit als
Winter- und Sommerzeit |
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Diese Uhr erinnert an Herrn Martin Petrich (1901-1984), einem
Krippener Schuhmacher und Original.
Eine Ecksonnenuhr ist die Kombination zweier Uhrentypen und bildet einen
beliebten Blickfang an Hauskanten. Das Nebeneinander der beiden
unabhängigen Uhren verdeutlicht das grundlegende Konstruktionsprinzip
einer Sonnenuhr, die erdachsenparallele Anordnung aller Schattenwerfer
zum Himmelspol.
Die Oberlausitz, vor allem der Ort Taubenheim, ist für eine Vielzahl
dekorativer Ecksonnenuhren bekannt. |
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F.-G.-Keller-Straße 39
Im Schulgelände Würfelsonnenuhr mit Horizontaluhr, vertikaler Süduhr,
polarer Ostuhr und polarer Westuhr, Anzeige der wahren Ortszeit als
Winter- und Sommerzeit (fälschlicherweise Angabe in MEZ und MESZ) |

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Diese Uhr ist eine effektive und kunstvolle Kombination
verschiedener Sonnenuhrentypen. Säule und Würfel sind aus Sandstein,
dem Material der Region. Zur Tradition der Abschlussklassen der
Krippener Schule gehörte es, einen Teilbetrag des erarbeiteten Geldes aus
der praktischen Tätigkeit für ein Abschiedsgeschenk zur Erinnerung an
die Schulzeit zu spenden. Die Jahrgänge 1986 und 1987 ließen davon die
Uhr von einem Steinmetz und Sonnenuhrenfreund anfertigen.
Die Schule war von 1906-2001 eine wichtige Mitte des dörflichen Lebens. |
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16 |
Bächelweg 14 Sonnenuhrengarten
An der Hauswand nach Westen abweichende Süduhr; Anzeige der wahren
Ortszeit als Winter- und Sommerzeit |
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Gerd Englick, Initiator des Arbeitskreises "SonnenUhrenWeg" in
Krippen, gab bereits zu seiner Berufszeit als Polytechniklehrer sein
Wissen und seine Erfahrungen über dieses leise Hobby gern und
uneigennützig an Schüler, Besucher, Bekannte und Freunde weiter. Auf
seinem Grundstück entstanden in dieser Zeit Sonnenuhren verschiedener Typen:
Kreisrunde Ringkugeluhren, eine Äquatorialuhr, polare Süduhren,
Hohlzylinderuhren und eine Horizontaluhr.
Die Gestaltungselemente der
großen Wanduhr mit Erde, Großer bzw. Kleiner Wagen und Polarstern als Fußpunkt des Schattenstabes vermitteln astronomisches Grundwissen zur
Funktionsweise einer Sonnenuhr. Die Ausrichtung des Schattenwerfers zum
Himmelspol (annähernd Polarstern) revolutionierte die Konstruktion der
Sonnenuhr in ihrer Entwicklungsgeschichte. Seine Parallelität zur
Erdachse verbesserte die Möglichkeit der Zeitdarstellung grundlegend.
Die Richtung des Schattens hing jetzt nur noch von der Tageszeit ab.
Diese Art der Zeitanzeige verbreitete sich rasch und löste vom 16.-18.
Jahrhundert eine Blütezeit europäischen Sonnenuhrenbau aus. |
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17 |
Bächelweg 11
An der Giebelwand nach Westen abweichende vertikale Süduhr; Anzeige der
wahren Ortszeit als Sommerzeit |
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„Bevor das Schlachten ist soweit,
zeigt´s Schwänz´l noch die Tageszeit".
Das Schwein und die Wurst als Gestaltungselemente bewahren humorvoll die
über 100 Jahre alte Tradition des Fleischerhandwerks in diesem Objekt
(Paul Bernhardt, dann in der Familienfolge Erich Berge, Hans- Jochen
Gesell, Fernando Gesell). Das „Schweinchen" als familiäres Maskottchen
und Sammelobjekt ergänzt die Ladeneinrichtung und den Eingangsbereich
auf heitere Weise. |
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18 |
F.-G.-Keller-Straße 18
An der Giebelwand nach Westen abweichende Süduhr; Anzeige der wahren
Ortszeit als Sommerzeit |
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Hammer und Amboss sind die unverkennbaren Werkzeuge des Schmiedes.
Anfang der 1960er Jahre gab der letzte Dorfschmied, Herr Gustav
Junghanns (1892-1974), aus Altersgründen das Schmiedehandwerk auf. Um
1900 hatte Krippen drei Schmieden, die vor allem Kleineisenteile
herstellten. Begehrt waren die Beile aus der „Junghanns-Schmiede". |
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19 |
F.-G.-Keller-Straße 15
An der Giebelseite nach Osten abweichende vertikale Norduhr; Anzeige der
wahren Ortszeit als Winter- und Sommerzeit |
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Eine Besonderheit dieses die Vormittagsstunden
anzeigenden Uhrtyp´s ist die Stundenstreckung mit fortschreitender Tageszeit.
Das Familienwappen der von Bünau, einem einst mächtigen
sächsischen-böhmischen Adelsgeschlecht, dominiert als Gestaltungselement
die Uhr. Die Bünaus besaßen u. a. den Krippener "Hof" von 1630 bis 1651
in Einheit mit dem Rittergut Prossen. Der alte "Hof" brannte um 1850 ab.
Das wieder aufgebaute Gehöft wurde als kleiner bäuerlicher Betrieb um
1970 aufgegeben und wird seitdem gewerblich und als Pension genutzt. |
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20 |
Bächelweg 3
An der Giebelwand nach
Westen abweichende Süduhr; Anzeige der wahren Ortszeit als Winter- und
Sommerzeit |
leider war
diese
Sonnenuhr eingerüstet. |
Das Schiffsmotiv des Krippener Wappens erinnert an den
mittelalterlichen Elbhandel des Ortes. Gelb und Blau in der Bildfläche
symbolisieren die Ortsfarben. Das Haus diente als Getreidespeicher, noch
erkennbar am großen Dachboden für Lagerzwecke.
Die Freifläche heißt auch
jetzt noch der „Marktplatz". Im Mittelalter erlebte Krippen eine
wirtschaftliche Blütezeit mit einigen städtischen Privilegien, wie z.B.
dem Marktrecht. |
Wahre Ortszeit (WOZ): Grundlage ist die Mittagslinie, der
Sonnenhöchststand im Tageslauf der Sonne an einem Ort (in Krippen ca. 3,2
Minuten später als in Görlitz), Wahre Ortszeit plus eine Stunde (WOZ+1):
Sommerzeit
Gefördert von der Stiftung der Sparkasse Elbtal-Westlausitz für Kunst, Kultur
und Denkmalpflege.