In der Zeit von 1967 - 1969 wurde das Bad in Cunnersdorf erbaut. Dabei
leisteten viele freiwillige Helfer insgesamt 10.700 Arbeitsstunden.
1993 erfolgte eine umfangreiche Rekonstruktion des Bades, um heutige
Erfordernisse Rechnung zu tragen sowie den Urlaubern und den Bewohnern der
Nachbarorte und von Cunnersdorf ein attraktives Freizeitangebot zu bieten.
Die auf der gegenüberliegenden Bachseite eingemeißelte Felsinschrift hat
folgenden Wortlaut: >> Dieser Graben und Mühle wurde eröffnet und gebaut im
Jahre 1822 von der Kommune Cunnersdorf.<< Die Obere Mühle ist im Laufe der
Jahrhunderte mehrmals von Hochwasser- und Brandkatastrophen zum Opfer gefallen.
Vermutlich wurde der Mühlgraben und die Mühle nach einer solchen Katastrophe im
Jahre 1822 erneut aufgebaut.
Die Holzkohle war bereits im ausgehenden Mittelalter ein begehrter
Brennstoff. Besonders Schmelzhütten, Gießereien und Schmiedewerkstätten
benötigten große Mengen Heiz- und Härtemittel. Auch in unseren Gebieten war eine
Anzahl Meilerstätten anzutreffen, die für die Eisenhämmer (Hüttenhofmühle) und
Königstein brannten. Ganze Waldungen fielen dem Gewerbe zum Opfer, und die
besten Hölzer wurden verkohlt. Als zum ende des Siebenjährigen Krieges die
Holznot zu ersten Sparmaßnahmen zwang, befahl ein kurfürstliches Mandat den
>>Feuerarbeitern<<, statt Holzkohle Steinkohle zu verwenden.
Seit den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts ging jedoch das Köhlergewerbe
erheblich zurück. Die Ursache war in den ständig steigenden Holzpreisen und in
der Verwendung von Koks statt Holzkohle zu suchen.
In Cunnersdorf war nur noch ein einzige Köhlerei vorhanden, die bis zum Jahre
1920 in Erdmeilern brannte. Danach wurde Holzkohle in gemauerten Öfen für
Kunstschmiede, Gold- und Silberschmiede und Klempner gebrannt.
Bis 1950 wurde Holzkohle für Generatorautos noch in geringem Maße verkohlt (ein-
bis zweimal in zwei Wochen etwa 100 bis 200 Raummeter in vier Öfen).
Um einen vertikalen Schacht (Quandel), aus vier Stangen bestehend, welche mit
brennbaren Material gefüllt ist, wurden 3 - 4 Lagen Holz haubenartig so herum
gesetzt, dass eine Neigungswinkel von ca. 50 Grad entsteht. Die Außenhaut wurde
mit Reisig, Moos, Gras und ähnlichem belegt und letztlich mit Erde abgedeckt.
Über einen Schacht am Boden, horizontal zur Quandel führend, wurde der Meiler
angezündet. Mit Hilfe dieses Schachtes wurde auch die Luftzufuhr reguliert,
welche äußerst gering gehalten werden musste. Die Brenndauer betrug 5 - 10 Tage.
Die Meiler hatten ein Volumen von 20 bis 70 Rm Holz. Aus einem Raummeter
entstanden etwa 50 - 80 kg Holzkohle.
Entlang des Cunnersdorfer Dorfbaches gibt es eine ganze Anzahl von Quellen.
Die hier benannte Quelle, zum früheren Heringschen Gut gehörend, wurde bis etwa
1951 in Holzröhren nach Gehöft geleitet. Das überschüssige Wasser sammelte sich
in dem darunterliegenden Teich, um in den Cunnersdorfer Bach zu fließen.
Leider ist diese Tafel überhaupt nicht mehr zu entziffern, da die Buchstaben
von der Tafel gefallen sind. Der Anfang des Textes ist:
Die ursprünglich im Umgebinde....
Dieses Haus, welches in seiner ursprünglichen Gestalt als Lausitzer
Umgebindehaus mit gut erhaltener Balkenkonstruktion als einziges im Ort erhalten
geblieben ist, weist auf die Leineweberei hin, die bis in das 19. Jahrhundert
auch in der Sächsischen Schweiz betrieben wurde. (Denkmalschutz)
Das Wasser des Cunnersdorfer Baches wurde von hier durch den Mühlgraben zur
Mittelmühle geleitet.
Die alten Mühlenwehre stauten das Wasser des Cunnersdorfer Baches und leiteten
es in die Mühlgräben, wo es über Mühlräder die Mühlenwerke in Bewegung setzte.
In Cunnersdorf gab es vier Mühlen:
- Obere Mühle: (Erläuterung auf Tafeln Nr. 30 und 34)
- Mittelmühle: jetzt Bäckerei Schmidt, seit 1415 urkundlich als Mahl- und
Brettmühle mit Lohstampfe erwähnt. Der Brettmühlenbetrieb wurde 1870, die
Lohstampfe 1920 und die Mahlmühle 1967 eingestellt.
- Schinke-Mühle: der Mühlgraben wurde 1972 stillgelegt, bis 1991 wurde sie als
Sägewerk genutzt.
- Hüttenhof: (letztes Haus am Dorfausgang Richtung Königstein, links der Straße)
Hüttenwerk (Schmelzhütte und Hammerwerk) seit 1470, als >>Neue Hütte<< (Mahl-
und Brettmühle), seit 1558 urkundlich erwähnt. Bis 1960 wurde sie als Brettmühle
benutzt. 1968 bis 1970 erfolgte der Abriss und Neuaufbau zu einer Pumpstation
der Wasserversorgung.
Vom 19.07.-22.07.1981 wurde Cunnersdorf durch lang und stark anhaltende
Regenfälle zum wiederholten Mal von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht.
Dabei wurden:
- 1800 m² Bach- und Straßenstützmauer mitgerissen
- 1500 m² Straßendecke beschädigt
- 1 Straßen- und 3 Fußgängerbrücken vernichtet
- 1 Sägewerksteil zerstört
- 6 Wohnungen überflutet
- 8 Familien wurden evakuiert und viel Holz und Gerätschaften wurden
fortgerissen.
Kameraden der Feuerwehr, Einsatzkräfte der ZV und viele Einwohner halfen, um
schlimmeres zu verhindern.
Er stammt aus der >>Alten Holkirche<< die von 1604 bis 1855 genutzt wurde.
Die derzeitige Kirche wurde anstelle der abgerissenen Holzkirche 1854/55 erbaut.
In der Zeit vor der dem >>Alten Holzkirchlein<<, also vor 1604, soll südlich von
Cunnersdorf auf dem >>Lichten Kirchhof<< eine Kapelle gestanden haben.
Es liegt 230 bis 300 m über NN und ist ein Waldhufenreihendorf. Der Ort wird
urkundlich 1379 erstmalig als zu Böhmen gehörig erwähnt.
Name: 1379 = Kunradsdorf, 1430 = Kunersdorff, 1445 = Kunerstorf, 1548 =
Kunnersdorff, 1627 = Cunnersdorf
Einwohnerzahl: 1445 hatte Kunersdorf >>6 (ansässige) menre<<. Heute wohnen hier
ca. 550 Einwohner. Größe: 17,0 km²
Da sich das Dorf im Tal des Cunnersdorfer Baches in Windungen hinzieht, wird man
kaum eine Stelle finden, von der aus das ganze Dorf zu sehen ist. Von hier aus
ist der Mittelteil des Dorfes, von dem drei Bauerhöfe besonders hervorzuhebn
sind, sichtbar:
- Forsthof oder Friesenhof
(das hohe Gebäude mit Satteldach und Dachreiter rechts im Blickfeld)
Erläuterung auf Tafel Nr. 40
Der bis 1604 in diesem Gebäude amtierende Lehnrichter, der Oberforst- und
Wildmeister Georg von Kreß, der seine Gerechtsame als Richter behielt, baute
unterhalb des Forsthofes ein neues Erb- und Lehngericht auf eigenem Grund und
Boden mit Gasthof, das damalige >>Erblehngericht<< und heutige
- Erbgericht
(das zweite hohe Gebäude von rechts)
- Kreßsches Gut
(dieses Gehöft sehen wir direkt unter uns)
Mit Brauerei und Hundestall, der von 1586 bis 1840 als Hundezwinger für die
Jagdhunde der kurfürstlichen du königlichen Hofhaltung genutzt wurde. 1857
erfolgte der Umbau zu großen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden als sitz der
Revierförsterei, des späteren Forstamtes Cunnersdorf. Heute befindet sich hier
das Sächsische Forstamt.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
(Vogelbeerbaum)
Sorbus aucuparia
Verbreitungsgebiet: alle Landschaften Nord- und Mitteleuropas; Pionier- und
Vorwaldgewächs; vor allem in lichten Laub- und Nadelwäldern, in der
Nadelgehölzregion der Gebirge bis fast an die Baumgrenze vorkommend.
Standort: arme, saure Sand- und Lehmböden, auch Moore
Alter: bis 80 Jahre
Verwendung: Wasserbau, Sperrholz, Schnittware
Fiederblättriger kleiner Baum, Rosengewächs.
Da die Eberesche wenig frostempfindlich ist, eignet sie sich als Allee-Baum,
insbesondere in schnee- und rauhreifgefährdeten Gebieten.
Forstlich ist die Eberesche kaum von Bedeutung. Im Bestand vorkommende Exemplare
sind größtenteils durch Vögel eingebracht. Sie halten den Umtrieb
(Produktionszeitraum) nicht aus und bilden deshalb im geschlossenen Waldbestand
Lücken und Blößen.
Die Früchte -anfangs gelb, später korallenrot- sind ein beliebtes Vogelfutter;
deshalb wird die Eberesche auch Vogelbeerbaum genannt. Im getrockneten Zustand
werden die Beeren auch gern als Wildfutter verwendet.
Um das Entstehen von Waldbränden zu vermeiden, muss das Rauchen und
Feueranzünden im Walde zu allen Jahreszeiten unbedingt unterbleiben!
Wir bitten alle Wanderer:
Versuchen Sie, aufkommende Waldbrände zu löschen und benachrichtigen Sie sofort
die nächste Försterei:
Sächsisches Forstamt
Cunnersdorf 1a
Rufnummer: Königstein
035021/920
Quercus sessiliflora
Verbreitung: Europa bis Kleinasien, vor allen in Hügellandbereiche in
wintermilden Lagen (spätfrostempfindlich)
Standort: mineralkräftige, flach- bis mittelgründige Böden und Kies, Sand oder
Gestein
Produktionszeitraum: 120 bis 200 Jahre
Verwendung: bestes Nutzholz; Furnier-, Bildhauer-, Möbel-, Bau- und
Schwellenholz; gerbstoffreiche Rinde. Die bei uns anzutreffende Traubeneiche
bastardiert sehr oft mit der Stieleiche. Unterscheidungsmerkmale:
Traubeneiche:
Frucht: 3 - 4 Eicheln fest sitzend
Blatt: oval, wellig eingebuchtet, gestielt
Stamm: Grobrissige Borke
Stieleiche:
Frucht: 1 - 2 Eicheln an langem Stiel
Blatt: schmal, oval, häufig eingebuchtet, sitzend
Stamm: Borke feinschuppig
Betula verrucosa
Verbreitungsgebiet: ganz Europa bis in den höchsten Norden in allen Höhenlagen
bis zur Waldgrenze
Standort: arme und trockene Böden
Produktionszeitraum: 40 - 60 Jahre
Verwendung: Furnier-, Blendholz, Faserplatten, Stellmacherholz
Die Birke ist sehr frosthart. Ihres Vermehrungsreichtums wegen und als
>>Peitscher<< ist sie im geschlossenen Bestand nicht gern gesehen, zumal sie den
Umtrieb nicht aushält. Die Birke liefert aber wertvolles Nutzholz und von
altersher vorzügliches Brennholz.
In den frühen und späten Tagesstunden tritt auf ihm da Wild aus dem Walde auf
die saftigen Wiesen und an die Quellgräben. Hier kommen folgende Wildarten vor:
- Rotwild (Hirsche mit ihren Tieren und Kälbern)
- Rehwild (Rehböcke, Ricken und Kitzen)
- Schwarzwild (Wildschweine, Keiler, Sauen, Bachen, Überläufer, Frischlinge)
Selbstverständlich sind auch Hasen, Füchse und anderes Kleinraubwild
anzutreffen. Von folgenden Wildarten wurde das letzte Tier in unserer Umgebung
erlegt:
Bär 1658
Luchs 18.1.1785
Wolf 23.12.1723
Wildkatze 1809
Achtung! Hände weg vom Jungwild! Keine >>zutraulichen<< Waldtiere, verendetes
Wild oder Raubzeug berühren (Tollwutgefahr)! Bei Fund oder Beobachtung solcher
Tire bitte sofort das Sächsische Forstamt verständigen!
Fährten, Spuren und Trittbilder:
(Rottanne)
Ficea excelsa
Verbreitungsgebiet: Gebirgsregionen in Mittel-, Nord- und Osteuropa; größtes
Fichtenwaldgebiet ist die Taiga
Standort: arme, saure, frische bis feuchte Böden in Gebieten mit
Jahresniederschlägen über 700 mm
Produktionszeitraum: 90 - 100 Jahre
Verwendung: Bau-, Gruben- und Möbelholz, Zellstoffholz, Gerbrinde
Die Fichte ist der wichtigste Waldbaum unserer Mittelgebirge. Im Hochgebirge
erreicht sie die Region der Krüppelfichte mit zerzausten, zerrissenen
Kronenformen. Flachwurzler. Die Zapfen hängen herab. Ihre Schuppen sind
lederartig, braun.
Pinus silvestris
Verbreitungsgebiet: alle Regionen Europas bis zur arktischen Baumgrenze.
Geschlossene Kieferngebiete in Osteuropa und Westsibirien
Standort: alle Böden, bevorzugt aber sandigen Lehm oder lehmigen Sand,
gutwüchsig in luftfeuchten Lagen
Produktionszeitraum: 80 - 130 Jahre (kann bis 300 Jahre alt werden!)
Verwendung: Bau-, Gruben-, Schwellen-, Möbel-,Zellstoffholz, Masten, Haushalt-
und Spielwaren
Außer unserer Waldkiefer gibt es die Bergkiefer, die im Hochgebirge und in den
Hochmooren der Mittelgebirge als >>Latschenkiefer<< anzutreffen ist. Neben der
Holznutzung wird die Kiefer zur Harzgewinnung herangezogen.
Lieber Wanderer!
Wir wollen, dass Sie sich in unserem Walde wohlfühlen und Ruhe und Entspannung
finden. Wir hoffen daher, dass Sie uns keine "Andenken" in Form von
Zigarettenschachteln, Papier, Blechbüchsen usw. zurücklassen. Wir danken Ihnen
für Ihr Verständnis!
Hier wird die Winterleitenstraße vom Sandweg gekreuzt.
(Rotbuche)
Fagus sylvatica
Verbreitungsgebiet: in Europa weit verbreitet; Baum der Ebene und der
Mittelgebirge; bevorzugt ausgeglichenes wintermildes Klima, meidet
niederschlagsarme Gebiete
Standort: mineralisch kräftige, frische, lockere, oft kalkhaltige Böden
Produktionszeitraum: 120 bis 160 Jahre
Verwendung: Möbel- Biegeholz, Furnier-, Generatorholz (Köhler, vorzügliches
Brennholz
Die Buche ist neben der Eiche die wichtigste Laubholzart im Forst. Sie wirkt
bodenverbessernd. Reine Buchenbestände auf nährstoffreichen Böden (Kalk, Basalt)
besitzen eine krautreiche Begleitflora. Die Blüten zeigen sich vor dem
Blattausbruch.
Die Blätter sind bei Ausbruch am Rande gewimpert. Die Früchte (>>Bucheckern<<)
sind stark ölhaltig. Sie haben eine dunkelbraune, scharf dreikantige,
derbhäutige Schale und sitzen zu zweien in einem borstigen, vierklappigen
Fruchtbecher (Capula), aus dem sie bei der Reife im Herbst herausfallen. Zu
dieser Zeit findet sich das Schwarzwild häufig unter Eichen und Buchen ein.
Der Katzstein mit 444 m und der Katzfels mit 474 m (Aussicht) leiten ihre
Namen von der früher häufig vorkommenden Wildkatze ab. Das letzte Exemplar
dieser Tierart wurde in unserem Gebiet 1809 unweit der Grenze erlegt.
Der Katzstein bildet ein ganzes Bergmassiv, das vom Katzfels bis zum >>Signal<<
reicht.
Diese Eisenleiter mit Aussichtplattform wurde anstelle einer Holzleiter durch
die Firma Pöche, Krippen, mit Unterstützung Cunnersdorfer Natur- Heimatfreunde
im Monat Mai 1982 zu Ehren des 2. Landestages der "Sächsischen Schweiz"
errichtet. Damit wurde eine Zielstellung des Landschaftspflegeplanes für das
Landschaftsschutzgebiet "Sächsische Schweiz" erfüllt.
Larix europaea
Verbreitungsgebiet: in Mitteleuropa überall angepflanzt. Heimat: Zentralalpen,
Ostsudeten
Standort: frische, aber auch trockene Böden in sommerwarmen, meist lufttrockenen
Lagen
Produktionszeitraum: 70 bis 100 Jahre
Verwendung: Bau-, Möbel-, Schiffsbauholz Die Lärche ist ein Baum kontinentaler
Klimalagen. Durch den Nadelabfall ist sie an trockene und kalte Winter
vorzüglich angepasst. Der dickborkige Schaft ist nicht immer gerade
(Säbelwüchsig). Dieser >>technische<< Fehler des Holzes wird aber gern von den
Schiffbauern und Stellmachern genutzt. Das Holz ist sehr wertvoll und
wetterbeständig.
Die Rote Waldameise lebt gleich der Honigbiene in einem geordneten
Staatengebilde. Sie baut vorzugsweise im Nadelwald an windgeschützten Stellen.
Als Oberbau trägt sie Nadeln, Holzteilchen und dergleichen zu oftmals großen
>>Ameisenhausen<< über dem in der Erde angelegten Unterbau zusammen. Die Rote
Waldameise lebt hauptsächlich vom Honigtau der Blattläuse, von ausfließenden
Säften sowie von Raupen und Insekten, die sie am Boden und in den Baumkronen
jagen. Bei Massenvermehrungen von Schadinsekten kann sie zur Helferin bei der
Schädlingsbekämpfung werden.
Liebe Wanderer!
Helfen Sie mit, das uns diese nützlichen Tiere erhalten bleiben! Zerstören Sie
nicht ihre Bauten!
Die hier an der Nordspitze des Katzensteines befindliche Aussicht "Signal"
war ein Waldbrandwachpunkt des einstigen Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes
Königstein.
Im Blickfeld von Nordwest nach Osten:
Spitzstein, Quirl, Königstein, Pfaffenstein, Lilienstein, Gohrisch, Papststein,
Lasensteine, Zschirnsteine; im Hintergrund: Falkenstein, Schrammsteine,
Kaiserkrone, Zirkelstein.
Zur Entstehung der Sächsischen Schweiz:
Vor etwa 90 Millionen Jahren, in der Kreidezeit, breitete sich ein Meer aus,
dessen Ablagerungen hier abgesetzt worden sind. Diese erreichten eine
Mächtigkeit von mehreren hundert Metern. Das Gesteinsmaterial stammte in der
Hauptsache aus Verwitterungsresten des Erzgebirges und der Lausitz, es wurde
durch Flüsse in das Meer geschwemmt. Im Meer lebten zahlreiche Tiere, von denen
einige heute als Versteinerungen sichtbar sind. Durch lang andauernde Prozesse
wurde dann der Sand zu Sandstein. Große gebirgsbildende Kräfte zertrümmerten
nach dem Abfluss des Meeres die freigewordene Sandsteinplatte. An den Klüften
entlang begann dann durch Verwitterung ein Werk der Zerstörung, d.h. es wurden
Täler und Berge herausmodelliert. Regen, Schnee, Hitze und Frost ließen
Schluchten und Pfeiler entstehen.
Die >>Wabenwände<< verdanken ihr Entstehen der Verwitterung und der Wirkung
des Alauns, das auf diese Weise zum Gesamtverfall der Sächsischen Schweiz
beiträgt.
Am 18.10.1887
Wurde der letzte Wilderer unseres Waldgebietes namens Karl Josef Focke aus
Schneeberg erschossen.
In dunkler Nacht
auf finsteren Wegen
eilte ich
meinem Tod entgegen.
Es ließ mir
weder Ruh noch Rast,
bis mich das Schicksal
hat erfasst.
Daheim Ihr meine Lieben,
wusstet nicht
wo ich geblieben
suchtet mich vergebens.
Beerenart: Standort:
Heidelbeere vor allem in lichten Kiefernbestand
Himbeere Wald- und Wegränder und auf Steinrücken (Achtung: Kreuzottergefahr!)
Holunderbeere an ehemals bebauten Flächen
Beerenfrüchte und Pilze sind - bedingt durch technische Bearbeitung des Bodens,
chemische Düngung und Schädlingsbekämpfung - sehr zurückgegangen.
(Aspe oder Zitterpappel)
Populus tremula
Verbreitungsgebiet: ganz Europa
Standort: stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, gedeiht jedoch am
besten auf humusreichen, frischen bis feuchten, meist wechselfeuchten Böden
Alter: bis etwa 60 Jahre
Verwendung: Zündhölzer, Holzwolle, Spielwaren, Papierholz Der Name
>>Zitterpappel<< geht auf die ständige Bewegung der langstieligen, fast
kreisrunden Blättern zurück, die schon bei geringster Luftbewegung auftritt.
Salix caprea L.
Verbreitungsgebiet: ganz Europa mit Schwerpunkt im Nordteil
Standort: feuchte Böden, Fluß- und Bachufer
Verwendung: wirtschaftlich bedeutungslos Forstliche Bedeutung haben von über 30
mitteleuropäischen Weidenarten nur wenige.
Die größtenteils strauchartige, aber auch als Baum anzutreffende Salweide ist
frühbluhend. Ihre Blüten (>>Kätzchen<<), die sie vor der Blattentfaltung zeigt,
liefern die erste Bienennahrung. Daher steht die Salweide unter Naturschutz!
Während der Zeit des Faschismus wurde die ehemalige Köhlerhütte abgerissen
und an ihrer Stelle ein sogenanntes >>Waldarbeitslager<< errichtet.
Nach 1945 blieb es zwei Jahre ungenutzt. 1947 wurde dort ein Jugendwerkhof
eingerichtet, welcher zwei Jahre bestand. Von 1950 - 1956 diente dieses Gebäude
als Lehrlingsinternat für Forstarbeiterlehrlinge.
Seit 1956 gehörte es dem VEB Automot Heidenau, der es zu Erholungs- und
Schulungszwecken nutzte.
Nach erfolgter Renovierung wurde im September 1993 das Gebäude als >>Katzsteinbaude<<
eröffnet.
(Schwarzerle)
Alnus glutinosa
Verbreitungsgebiet: fast ganz Europa und Nordasien
Standort: tiefgründiger mineralkräftiger, anhaltend feuchter und nasser Boden
bis Staunässe
Produktionszeitraum: 70 bis 100 Jahre
Verwendung: Wasserbau, Speerholz, Schnitzwaren Die Roterle ist ein Baum der
Tieflandauen und Brüche. Sie ist stockausschlagtreibend und besitzt
stickstoffsammelnde Wurzelknöllchen. Ihr Holz ist nicht sehr beständig. Es wird
leicht vom Holzwurm befallen.