Bei der Ortschaft Gohrisch befinden sich gleich
mehrere Klimaterrainwege, die alle mit einem großen "G" und jeweils einer
Farbe markiert sind. Die Runde "Um die Folgen" ist mit dem gelben G
ausgeschildert und beginnt im Zentrum von Gohrisch. Von dem Parkplatz schräg
gegenüber der Gaststätte "Annas Hof"
startet die Wanderung nach rechts (vom
Parkplatz aus gesehen) ca. 100 Meter auf der Hauptstraße, bis nach rechts
eine Treppe zur Hirschkequelle absteigt.
Die Treppe zu dem sehr schön
hergerichteten Platz an der Quelle ist mit ein paar unübersehbaren Bögen
verschönert, sodass man diese Abzweigung kaum verfehlen kann. Die Wanderung
verlässt den Platz der Hirschkequelle nach unten und es geht wenige Meter
über den Hörnelweg bis zum Dorfplatz. Hier biegt die Wanderung nach links ab
und folgt dem langgezogenen Platz.
Obwohl ich doch schon einige Male in
Gohrisch gewesen bin, war mir dieser sehr nett angelegte und dazu noch sehr
gut gepflegte Platz noch nie aufgefallen. Besonders schön fand ich die uralte Linde mit der umspannenden Bank. Die Aufschrift der Bank ist auch
sehr bemerkenswert: "Bedenke Mensch, auch Deine Ahnen haben, eh´ sie Dich kannten,
Dir einen Baum gepflanzt. Pflanz´ einen Baum, und kannst Du auch nicht
ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt."
Meiner
Tochter hat natürlich um ein Vielfaches mehr der saubere Brunnen gefallen.
Wasser zieht Kinder irgendwie immer an. Am Ende des Platzes geht es auf der
Dorfstraße aus dem Ort heraus. Nach wenigen Metern passiert man den neuen
Campingplatz (www.caravaning-camping-gohrisch.de).
Da ich die Wanderung mit meiner großen Tochter (6 Jahre) unternommen habe,
fiel uns natürlich gleich der tolle Spielplatz mit dem Namen "Robin Hood"
auf. Ab 2009 soll auch wieder das alte Freibad von Gohrisch im hinteren Teil
des Campingplatzes hergerichtet sein. Spätestens dann dürfte der
Ort zu einem sehr hochwertigen Platz der Sächsischen Schweiz werden, wobei
er auch jetzt schon mit seinen vielen neuen Einrichtungen einen sehr schönen
Eindruck hinterlässt.
Die Wanderung geht weiter am Campingplatz entlang und nach 300 Metern zweigt
nach links ein kleinerer Weg in Richtung der
Aussicht Liliensteinblick
ab. Der Weg wird mit der Zeit schmaler und nach ungefähr 450 Metern ist die
Aussicht erreicht. Von hier hat man eine wunderbar ruhige Aussicht auf den
Lilienstein, die sogar mit einer Bank und einem Tisch ausgestattet ist. Nach
dieser ersten Rast müsste man eigentlich die 450 Meter wieder zurück
wandern, bis zum markierten Weg. Da die Wanderkarte aber aussagte, dass der
markierte Weg höchstens 150 Meter nach rechts (also östlich) verläuft, sind
wir auf einem kleineren Pfad durch den Wald marschiert. Irgendwie machte der
Weg aber den Eindruck, als wenn immer mehr Benutzer der Mut verlassen hätte
und so wurde der Pfad immer schmaler, bis er ganz kurz vor dem markierten Weg
überhaupt nicht mehr zu erkennen war. Dafür tauchte aber auf der linken
Seite die Oberkante der Felsenbühne von Gohrisch auf. Also wussten wir, dass
wir richtig unterwegs waren und haben auch noch die letzten paar Meter
absolviert. Auf dem markierten Weg geht es wenige Meter weiter, bis nach
links ein breiterer Waldweg in Richtung Felsenbühne abbiegt. Eine kleine
Tafel informiert über die
Historie der Felsenbühne. Besonders schön an diesem Platz ist auch, dass der
Wald vor dem ehemaligen Steinbruch frei geschnitten ist, sodass man auch
hier auf den Lilienstein blicken kann, wenn auch nicht ganz so schön wie gerade
bei der Aussicht Liliensteinblick.
Die Wanderung führt wieder zurück auf den markierten Weg und es geht weiter
in einem großen Bogen um die Ebene mit dem Namen Folgen. Zwischendurch kann man
immer mal wieder leicht die Geräusche z.B. eines vorbeifahrenden Zuges aus dem
Elbetal heraus hören. Nachdem man den östlichsten Zipfel der Ebenen erreicht
hat, bietet sich ein kleiner Abstecher zur letzten Aussicht auf der Runde
an. Der Weg zum Rastplatz Annas Ruhe ist sehr einfach zu finden und ganz
lohnenswert. Von hier hat man tatsächlich die Möglichkeit, nach Bad Schandau
zu blicken. Wenn man über den Rietzschgrund hinaus blickt, entdeckt man die
Elbebrücke von Bad Schandau, ein paar Häuser von Wendisch Fähre (Ortsteil
von Rathmannsdorf) und Rathmannsdorf Höhe. Auffällig am Waldrand um die
Folgen sind die Grenzsteine. An der
Aussicht Annas Ruhe steht einer dieser
Grenzsteine mit der Nummer DCCCIII und einem gekreuzten Schwert. Daraus
lässt sich feststellen, dass es der
Kursächsische Forstgrenzstein Nr. 803
von Anfang des 19. Jahrhunderts ist und dass der Grenzstein einer von vielen
Grenzsteinen aus dem Königsteiner Revier ist. Am Hang zwischen der Ebene und
dem Elbetal sind im Bereich der Aussicht die folgenden Grenzsteine mit den
Nummern: DCCXCIII (793), DCCXCIX (799), DCCCIII (803) und DCCCVII (807) zu
finden.
Die Wanderung führt von der Aussicht wieder zurück an den Waldrand der Ebene
und auf dem markierten Waldweg nach links. Nach ein paar Metern erreicht die
Wanderung das Feuchtbiotop Hörnelteich und ein paar Findlinge. Zu beiden
Positionen informiert jeweils eine Tafel (Feuchtbiotop
und Findlinge) des
Gebirgsvereins "Heimatfreunde Kurort Gohrisch" e.V. über ein paar
Hintergründe. Gleich neben dem Teich verläuft ein Feldweg, der auf mehreren
Wanderkarten als Flugplatzweg bezeichnet wird. Die letzten Meter (900 Meter)
führen über den Hörnelweg bis in die Ortschaft Gohrisch zurück. Ca. 200
Meter hinter dem Ortseingang sollte man sich links halten, um über die
Schulstraße zum Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen. Damit ist eine
leichte Runde beendet, die gleich mehrere schöne Aussichten beinhaltete und
eine sehr angenehme Ruhe ausstrahlte.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 244a
(Königstein - Kurort Gohrisch) oder
Buslinie 244b (Bad
Schandau - Kurort Gohrisch)
Auto:
Über die B172 bis nach Königstein. Hinter der ganz schmalen Stelle in Königstein, geht nach recht die Straße in Richtung Gohrisch hoch. Im Zentrum von Gohrisch liegt der Parkplatz auf der linken Seite (gegenüber der Sparkasse).
Empfohlener Parkplatz:
Gohrisch Ortsmitte
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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