Ihre bevorzugten Lebensräume sind lichte Nadel- und Mischwälder,
vor allem sonnige Ranglagen (Wald-, Lichtungs-, Weg- und Schneisenränder).
Wie leben sie?
Aus Nadelstreu bauen sie einen Ameisenhaufen, der aus einem
ober- und unterirdischen Teil besteht und ihr als Wärmespeicher und Regenschutz
dient. Das vielverzweigte unterirdische Gangsystem der Überwinterung-, Ei- und
Puppenkammern trägt erheblich zur Bodenbelüftung und Bodenlockerung bei.
In einem durchschnittlichen Ameisenstaat leben etwa 250.000 Tiere, von denen der
größte Teil aus Arbeiterinnen besteht. Es sind fruchtbare Weibchen, die alle
Arbeiten verrichten, zum Beispiel Nadelstreu sammeln, Nahrungsbeute ins Nest
transportieren, Brut aufziehen und vieles mehr.
Da sie sehr soziale Lebewesen sind, werden auch bettelnde Nestgenossen mit
flüssiger Nahrung gefüttert.
Die Königinnen und Männchen sind fruchtbar und sorgen im Frühjahr für die
Vermehrung, wenn sie zum Hochzeitsflug starten. Nach der Befruchtung gründen die
Königinnen ein neues Nest und legen Eier. Das neue Nest kann auch - bei
bestimmten Arten - eine Ablegerkolonie sein, zu dem sich ein Teil der Ameisen
abspaltet. So entsteht eine Ameisenstraße auf der Larven, Puppen und auch
Königinnen aus dem Mutternest transportiert werden. Diese Kolonien leben wegen
des gleichen Nestgeruchs in Frieden miteinander.
Arbeiterinnen und Königinnen überwintern im unterirdischen Nestteil. Sobald die
Sonne den Ameisenhaufen im Frühjahr erwärmt, kommen sie wieder an die
Oberfläche.
Wovon ernähren sie sich?
Ameisen ernähren sich zum Teil vom sogenannten Honigtau, der von
Rindenläusen (Lachniden) abgesondert wird, außerdem erbeuten sie Insekten,
Larven und Raupen. Daher sind sie als wichtige biologische Schädlingsbekämpfer
von großer Bedeutung.
Die Ameise sammelt auch gern Samen von zum Beispiel Veilchen und Taubnessel und
trägt somit zur Verbreitung vieler Waldblumenarten bei.
Ameisen sind auch Nahrung für andere Tiere:
Specht und Wendehals benötigen als Nahrung und zur Brutaufzucht
Ameisen und Ameisenbrut.
Geflügelte Ameisen (Jungköniginnen und Männchen) sind Nahrung für Vögel und
Großinsekten (Hornissen). In der Nähe der Ameisenstraßen erbeutet der
Ameisenlöwe in seinem Sandtrichter Ameisen.