Wanderfalke am Pfaffenstein

 
 

 


Informationstafel zur Neuansiedlung des Wanderfalken am Pfaffenstein:

Der Pfaffenstein - Lebensraum am Fels
In den gut strukturierten Felswänden des Tafelberges finden die seltenen Wanderfalken, die Turmfalken aber auch Kolkraben sowie der Hausrotschwanz geeignete Brutmöglichkeiten.
Im Riffkiefernwald auf dem Plateau leben Buntspecht, Kleiber, Haubenmeise und Gartenrotschwanz.
... und im Wald am Sockel
Um den Pfaffenstein finden wir Fichtenforste mit Waldbaumläufer, Tannenmeise, Wintergoldhähnchen oder Erlenzeisig. In den Schonungen brüten Heckenbraunelle, Zilpzalp, Fitis und Goldammer. In den höhlenreichen Altbuchen ziehen Hohltaube, Rauhfußkauz, Schwarzspecht und Star ihren Nachwuchs groß.
Der Wanderfalke
Weiche "gääiih, gääiih ..."- und harte "zick"- Rufe lassen uns zum Himmel blicken. Zwei größere Vögel mit spitzen Schwingen fliegen vor den Wänden. Nacheinander landen sie am Fels. Weißliche Unterseite, grauer Rücken und schwarzer Kopf mit markanten Bartstreif- es ist das Wanderfalkenpaar vom Pfaffenstein.
Das Aussterben der Art
Durch unkontrollierten Einsatz von Pestiziden in der Land- und Forstwirtschaft wurde der Kalkstoffhaushalt dieser Art geschädigt. Deshalb nahm die Anzahl erfolgreicher Bruten ständig ab. Als Ergebnis dieser negativen Entwicklung starb der Wanderfalke 1972 im Elbsandsteingebirge und wenige Jahre später in ganz Sachsen aus.
Erfolgreiche Wiederansiedlung
Dank eines Auswilderungsprogrammes, von 1989 bis 1996 ist der Wanderfalke in der Sächsischen Schweiz als Felsbrüter wieder heimisch. Seit 1993 horstet er auch erfolgreich an seinem altangestammten Revier am Pfaffenstein. Bis zum Jahr 2005 wurden hier 26 Jungfalken flügge. Trotz dieser erfreulichen Bilanz sind weiterhin strenge Schutzmaßnahmen notwendig.