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Da ich jetzt schon mehrmals gefragt worden bin, wie meine Bewertung
der Wanderungen entsteht, möchte ich versuchen, ein Prinzip zu beschreiben.
Grundsätzlich ist es nicht so, dass ich anhand eines Punktesystems die
Wanderungen einstufe, sondern es ist eher ein Bauchgefühl, das sich aber
überraschenderweise beschreiben lässt. Die Bewertung ist also mein
persönliches Empfinden, es kann sein, dass irgendjemand anderem eine Wanderung
total gut gefällt, die bei mir durchgefallen ist.
Für mich sind die wesentlichsten Kriterien, nach Gewichtung
sortiert, für eine gelungene Wanderrunde:
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Der wichtigste Punkt für eine gelungene Wanderung ist, dass
es einigermaßen ruhig ist. Ich verabscheue die Wanderungen, die über so
genannte Wanderautobahnen gehen, oder wenn ich irgendwo in die großen
Touristenströme wie z.B. die Bastei komme.
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Eine Besonderheit der Sächsischen Schweiz sind die Felsen
und deshalb gehört zu einer besonders schönen Wanderung, dass ich schöne
Felsformationen sehe.
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Ich genieße es, wenn eine Wanderung zwischendurch eine
schöne Aussicht bietet
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oder die Wanderung irgendwie landschaftlich schön aussieht.
So können die Felsschluchten der Sächsischen Schweiz mich immer wieder
begeistern und mich zu einer positiven Bewertung der Wanderung hinreißen.
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Auch sollte der Aufstieg mit einer einigermaßen angenehmen
Steigung möglich sein. Entweder in der Form eines steilen, aber dafür kurzen
Aufstiegs, oder in einem lang gezogenen moderaten Anstieg.
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Ich freue mich auch immer wieder, wenn in einer
Wanderung mal ein kleiner Kletterabschnitt (ohne Seil etc.) enthalten ist.
Es reicht schon, wenn es nur eine Felsspalte ist, die passiert werden muss.
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Über irgendetwas Interessantes in Form einer Höhle, einer
Informationstafel oder einem besonderen Gebäude freue ich mich immer und das
ist dann ein kleiner Pluspunkt in der Bewertung.
Was für mich ziemlich unwichtig ist auf einer Wanderung, aber für
so manchen anderen sehr wichtig sein kann:
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Für mich ist es meistens vollkommen uninteressant, wie die
Wanderwege markiert sind, da ich meine Wanderungen fast immer vorher plane
und mich dann mit dem Navigationssystem führen lasse. Die Sächsische Schweiz
bietet aber ein fast perfekt markiertes Wanderwegenetz, das jedem Wanderer
die Streckenfindung sehr erleichtern sollte.
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Fast alle meine Wanderungen sind so kurz, dass ich nicht
unbedingt etwas zu Essen brauche. Selbst wenn ich weiß, dass eine Wanderung
länger als 5 Stunden geht, komme ich mit einer Miniverpflegung in Form eines
trockenen Brötchens und einer Knackwurst aus. Deshalb kehre ich auf meinen
Wanderungen nur selten in irgendwelchen Gaststätten ein, aber ich versuche
immer, solche Einkehrmöglichkeiten zu erwähnen. Auch schaue ich immer aus
Neugierde auf die Preisliste, damit ich ein Gefühl habe, ob hier
irgendjemand über die Stränge schlägt.
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Ich habe fast keine Höhenangst und damit probiere ich alles
aus, was so für einen Wanderer erreichbar ist.
Die Punkte, die für mich eine Wanderung abwerten:
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Wenn ich eine große Strecke auf eine Fahrstraße wandern muss
und hier nimmt mit steigender Geschwindigkeit der Autos die Abneigung
gegenüber der
Wanderung zu. So verabscheue ich Stecken, die auf den Bundes- bzw.
Landesstraßen entlang führen.
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Genauso ungern wandere ich auf diesen Kombinations-
Fahrrad- Fußwegen. Hier habe ich immer die Befürchtung, dass mich
irgendwann mal ein Fahrradfahrer von hinten über den Haufen fährt.
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Was ich wirklich hasse sind große Mengen anderer Wanderer
oder Touristen.
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Wenn das Wetter mir einen Streich spielt und ich große
Strecken durch Regen oder über Eis laufen muss. Ich weiß, dass dafür die
Wanderung nichts kann, aber das interessiert mich in dem Moment nicht. Wenn
ich dann später denke, dass die Runde doch gar nicht so schlecht sein kann,
dann wiederhole ich sie.
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