Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Leiter
Beschreibung:
Ich hatte schon mehrmals etwas von einem
Berggottesdienst am Kuhstall/Neuen Wildenstein gehört, aber irgendwie konnte
ich mir nur schlecht vorstellen, wie so etwas abläuft. Also musste dies gleich
bei der nächsten Gelegenheit mit einem Spaziergang erkundet werden. Da wir
davon ausgingen, dass am Lichtenhainer Wasserfall an einem Sonntagnachmittag
der Parkplatz ziemlich voll ist, haben wir den Startpunkt an den Beuthenfall
gelegt. Von hier folgt die Wanderung der Wanderwegmarkierung grüner Punkt
den Berg
hinauf. Die Wanderung steigt aus dem Kirnitzschtal ca. 200 Meter und damit 50
Höhenmeter in die Richtung Affensteine/Kleiner Winterberg auf, bis die erste
Möglichkeit nach links abbiegt. Hier verlässt man schon den markierten
Wanderweg und es geht unmarkiert weiter in Richtung Neuer Wildenstein.
Der
Wanderweg führt in einem Bogen um den Alten Wildenstein und ist sehr angenehm
zu begehen. Nach einer Strecke von 1 ¼ Kilometern erreicht man den Hinteren
Kuhstallweg, der mit dem roten Strich
markiert ist. Dieser Markierung folgt man nach rechts wenige Meter, bis nach
links ein breiter Waldweg abbiegt. Dieser Aufstieg auf den Kuhstall ist mit
dem roten Punkt
markiert. Die ersten paar Meter bis zum Felsfuß sind leicht ansteigend.
An der Felswand angekommen, geht es ein paar Stufen über eine steile
Treppe (manche nennen es auch Leiter) aufwärts. Danach hat man die Nasse
Schlucht erreicht. Durch diesen Grund geht es zuerst über ein paar künstlich
eingebaute Stege und Treppen aufwärts. Das hört sich komplizierter an, als
es wirklich ist. Die Stege sind ziemlich breit und links und rechts befindet
sich der schützende Felsen. Die Treppenstufen sind gerade neu angelegt und
insgesamt müssen 50 Höhenmeter überwunden werden. Dann hat man die untere
Ebene des Neuen Wildensteins erreicht. Vielleicht noch eine kurze Erklärung
zu den beiden unterschiedlichen Bezeichnungen Neuer Wildenstein und
Kuhstall. Der Felsen wird Neuer Wildenstein genannt und das riesige Felstor ist
der Kuhstall. Im normalen Sprachgebrauch wird sehr häufig nur vom Kuhstall
gesprochen und eigentlich weiß auch jeder in der Sächsischen Schweiz, welcher
Ort damit gemeint ist. Am
04. Mai 2008 fand hier oben in der riesigen Öffnung des Kuhstalls der 5.
Berggottesdienst statt. Ich war sehr überrascht von den Besuchermassen hier
oben. Angekündigt wurde der Berggottesdienst
gleich
in mehreren Medien mit den folgenden Höhepunkten: Bergsteigerchor,
Posaunenchöre aus unterschiedlichen Kirchgemeinden und anlässlich seines
250. Geburtstages als Ehrengast Pfarrer Wilhelm Leberecht Götzinger.
Veranstalter des Gottesdienstes waren die Kirchgemeinden Lohmen und Sebnitz,
der Sächsische Bergsteigerbund und das
Nationalparkhaus Bad Schandau. Insgesamt dürften ein paar Hundert Besucher
dem Gottesdienst beigewohnt haben. Ziemlich überraschend war der Auftritt
von Herrn Götzinger und
Dr.
Jürgen Stein vom Nationalpark Sächsische Schweiz. Sehr gewitzt haben die
beiden sich während des Gottesdienstes einen Schluck aus dem Flachmann von
Dr. Stein genehmigt. Ganz besonders hat mir dabei gefallen, dass Dr. Stein
vor seinem Auftritt neben mir auf dem Boden gesessen hat und irgendwie
nervös vor seinem Auftritt wirkte. Damit war er auf einmal ziemlich
menschlich für mich und nicht mehr der Nationalparkleiter, der all diese
seltsamen Verordnungen durchsetzt.
Nach dieser sehr netten Wanderungs-Bereicherung geht es wieder herunter vom
Wildenstein. Damit es nicht langweilig über den gleichen Weg wie schon
der Aufstieg geht, empfiehlt sich die breiten Zufahrt des Kuhstalls.
Dieser Wanderweg ist weiterhin mit dem roten Punkt markiert und führt sehr
angenehm bis zum Lichtenhainer Wasserfall hinunter. Erst auf den letzten
paar Metern vor der Kirnitzsch wird der Weg schmaler und hier fällt auf, dass
auf diesem Weg zu jeder Zeit größere Menschenmengen unterwegs
sind. Dabei ist es egal, ob gerade der Berggottesdienst zu Ende ist oder es
sich
nur um einen ganz normalen Besuchertag handelt. Nachdem man den Lichtenhainer Wasserfall
erreicht hat, kann man natürlich auch an diesem zweiten Punkt (die erste
Gaststätte war auf dem Neuen Wildenstein) einkehren. Was man sich auf jeden
Fall nicht entgehen lassen sollte, ist das halbstündliche Ablassen des
Wasserfalls (der Bach wird oberhalb des Wasserfalls angestaut und alle halbe
Stunde abgelassen). Es ist zwar eigentlich nur eine gute Show, aber für den
Großteil der Besucher eine nette Attraktion. Die letzten paar Meter
der Wanderung gehen über die Kirnitzschtalstraße flussabwärts, vorbei an der Haidemühle, bis zum Ausgangspunkt beim Beuthenfall. Damit ist ein ganz
netter Spaziergang beendet, der mit dem Berggottesdienst richtig gut
aufgewertet worden ist. Was mich sehr erfreute war, dass der Besuch des
Berggottesdienstes auch für Kinder gut geeignet ist, da der eigentliche Gottesdienst
mit der Wanderung zum Kuhstall ausreichend
abwechslungsreich ist.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241. Oder die romantischere Variante einmal die komplette
Strecke der Kirnitzschtalstraßenbahn von Bad Schandau bis zum Beuthenfall.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann in Richtung Hinterhermsdorf durch das Kirnitzschtal bis zum Beuthenfall.
Empfohlener Parkplatz:
Beuthenfall
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
0 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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