Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Klettern
Beschreibung:
Die Wanderungsplanung fing damit an, dass uns
gleich mehrere Leser unserer Internetseiten zum Thema Boofen angeschrieben
hatten. Ich wusste, dass es diese Freiübernachtungsplätze an richtig vielen
Stellen gibt, aber wo genau, war mir bis zum Start der einzelnen Wanderungen
immer unbekannt. Auf schon sehr vielen Wanderungen sind uns immer mal wieder
einzelne dieser Schlafplätze begegnet, aber eine Liste mit z.B.
den Koordinaten habe ich im Internet nicht gefunden. Auf der Internetseite
des Nationalparks gibt es eine Liste der offiziellen Boofen, aber leider nur
mit dem Namen und einer sehr groben Karte. So sollte das eigentlich nicht
bleiben und deshalb haben wir uns der Sache angenommen. Um möglichst viele
Boofen zu finden, haben wir uns insgesamt vier Wanderrunden zu den Boofen in der
Hinteren Sächsischen Schweiz ausgedacht und diese Runden nach den einzelnen
Gebieten Schrammsteine,
Schmilka,
Wildensteine und natürlich der
Bereich des Zschand sortiert. Die
einzelnen Wanderungen sind aber nicht nur zur Boofensuche gut geeignet,
sondern jede der Runden ist auch ganz hervorragend als eine selbstständige
Wanderung durchzuführen und hat mal wieder zu neuen Plätzen bzw. Pfaden
geführt. Für die Mitmenschen, die mit einem Navigationssystem durch den Wald
flitzen, können die Wanderungen zu einer Abwandlung von Geocaching werden,
da man mit dem Navigationssystem die einzelnen Boofen ganz hervorragend zu
einer Art moderner Schatzsuche benutzen könnte.
Die Boofensuche im Bereich der Wildensteine startet am Beuthenfall und geht erstmal
ein paar Meter über die Kirnitzschtalstraße bis zum
Lichtenhainer Wasserfall, also bachaufwärts. Gleich hinter dem Parkplatz des Lichtenhainer
Wasserfalls steigt nach rechts aus dem Tal die Wanderwegmarkierung roter
Punkt
auf.
Der Weg steigt relativ angenehm in Richtung Neuer Wildenstein
(der
Großteil der Wanderer spricht vom Kuhstall) an. Nach 600 Metern erreicht man
die ersten gut sichtbaren Felsen auf der rechten Wegseite. Der erste Felsen
an der Spitze heißt Glocke und genau unterhalb von ihm liegt auch die
erste Boofe auf dieser
Runde. Die Wanderung führt weiterhin auf dem markierten Weg bis zum
Felsentor am Neuen Wildenstein, dem sogenannten Kuhstall.
Wenn man vom Felsentor in die
Hintere Sächsische Schweiz blickt, dann sieht man auf der
gegenüberliegenden Seite den Kleinen Winterberg und die Felsen rundherum. In
diese Richtung soll die Wanderung jetzt weiterführen und deshalb geht es kurz
vor dem Felsentor abwärts der roten Wanderwegmarkierung
weiterhin hinterher. Der markierte Weg folgt dem Fremdenweg einmal komplett
durch die Senke, bis nach einem Kilometer die große Kreuzung mit der
Zeughausstraße erreicht wird. Hier verlässt die Suche nach den Boofen den
markierten Weg und biegt nach links auf die Forststraße ab. Der Weg fällt
weiterhin deutlich merkbar ab, bis nach ca. 400 Metern die
Wanderwegmarkierung grüner Strich
erreicht wird. Hier hat man das untere Ende der
Quenenwiesen erreicht und
es geht nach rechts auf der grünen Markierung hoch. Insgesamt steigt man
1 ¼ Kilometer einigermaßen angenehm durch den Quenengrund an, bis zur
Wanderwegmarkierung roter Strich
.
Hier biegt die Wanderung nach rechts ab, um auf dem angenehmen Pfad
unterhalb der Felsen der roten Markierung zu folgen. Auf den ersten 400
Metern umrundet man den Heringstein, um dann das Gleitmannsloch zu
erreichen. Genau vor einem befindet sich eine gewaltige Felswand, an deren
Fuß sich die
Boofe im
Gleitmannsloch befindet. Auf den nächsten paar Metern passiert man die
Sammlerwand, an deren Fuß sich wiederum die
Boofe Sammlerwand
befindet. Die Wanderung folgt weiterhin dem Pfad und umrundet den nächsten
Felsen. Diesmal handelt es sich um das Gleitmannshorn und dahinter erreicht
man dann die Hirschleckschlüchte. Hier befindet sich in der Mitte der
Schlucht (vom Pfad aus gesehen nach oben) eine mächtige freistehende
Felsmurmel, unter der sich anscheinend die
Boofe
befindet. Zumindest deutet verbranntes Holz drauf hin, aber das offizielle
Schild einer Boofe ist uns weit und breit nirgends aufgefallen. Das wilde
Geschlängel um die Felsen geht weiter. Die letzte offizielle Boofe an diesem
Pfad erreicht
man nach ungefähr 300 Metern. Diese Boofe liegt nördlich des
Gleitmannsturms und ist im Verhältnis zu anderen Boofen eher ein kleiner Freiübernachtungsplatz. Ganz seltsam ist, dass wenige Meter hinter
dieser Boofe ein großer Felsüberhang unterhalb der Winterbergscheibe kommt,
der deutlich sichtbar als Freiübernachtungsplatz genutzt wird, aber nicht zu
den offiziellen Plätzen gehört. Vielleicht sollte der Gedenkstein für eine
erfolgreiche Jagd durch diese Einstufung als illegale Boofe geschützt
werden.
Wenige Meter hinter diesem deutlich sichtbaren Platz erreicht die Wanderung
wieder die bekannte Wanderwegmarkierung roter Punkt
.
Hier geht es nach rechts den Hang hinunter. Der Waldweg passiert die Quelle
mit dem Namen Eichenborn. An dem Namen kann man deutlich erkennen, dass er
schon ziemlich alt ist, da in dem gesamten Wald nur noch äußerst wenige
Eichen zu sehen sind. Eigentlich haben wir sogar nur noch abgestorbene
Eichen entdeckt, aber wenigstens haben heutzutage hier die Buchen Oberhand
gewonnen. Nach dem leichten Abstieg über den schnurgeraden Weg erreicht man
die schon bekannte Kreuzung mit der Zeughausstraße. Hier wird wieder die
Wanderwegmarkierung roter Punkt verlassen und geht es nach links, womit man
alle vier Wege dieser Kreuzung einmal benutzt hat. Die Zeughausstraße fällt sehr angenehm in
östliche Richtung ab. Nachdem man an der linken Wegseite
erst einen Holzsammelplatz passiert und dann eine Böschung erreicht hat,
biegt nach ca. 1,3 Kilometern nach rechts ein unauffälliger Weg im spitzen Winkel ab. Der Waldweg
steigt leicht im Vorderen Wildensteiner Wald an, bis nach ¼ Kilometer
eine Kreuzung erreicht wird. Hier geht es nach links weiter in Richtung
des Alten Wildensteins. Zuerst wird noch ein dichterer Nadelwald passiert,
um nach einer Strecke von ungefähr 300 Metern den Blick nach rechts auf die
Felsen des Wildensteins freizugeben. Warum auch immer, aber der
Alte
Wildenstein hat wirklich die höchste Dichte an
Boofen in der gesamten Hinteren Sächsischen Schweiz. Der Felsen kann
ohne sonderliche Probleme umrundet werden und dabei kann man mindestes 5,
wenn nicht sogar 6, Boofen entdecken. Wenn man die Runde um den Felsen
entgegen des Uhrzeigersinns unternimmt, dann stößt man auf der Rückseite an den
gut sichtbaren Aufstieg auf den Felsen.
Die Aussicht von dem Felsen ist
wirklich berauschend und wird nur sehr selten durch andere Wanderer oder
Kletterer gestört. Beim Aufstieg stellt man schon fest, dass der Boden
flächendeckend mit Heidelbeeren überwuchert ist. Deshalb wird der Alte
Wildenstein sehr häufig auch Heidematz bzw. Heidematzenstein genannt.
Das letzte Stückchen der Wanderung führt über den Waldweg vor dem Alten
Wildenstein nach rechts (vom Felsen aus gesehen). Der Weg wird zusehend
schmaler und endet an einem ziemlich steilen Abstieg in den Dietrichsgrund.
Hier geht es die letzten paar Höhenmeter dann nach rechts auf der
Wanderwegmarkierung grüner Strich
bis zum Beuthenfall und damit zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.
Damit ist eine ganz nette Runde zu Ende gegangen, auf der doch einige Boofen
aufgetaucht sind, die wir bis dahin noch nicht kannten und die hoffentlich auch
noch für einige andere Wanderer als Zwischenstop dienen könnten.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241. Oder die romantischere Variante einmal die komplette
Strecke der Kirnitzschtalstraßenbahn von Bad Schandau bis zum Beuthenfall.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann durch das Kirnitzschtal bis zum Ende der Straßenbahn.
Empfohlener Parkplatz:
Lichtenhainer Wasserfall
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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