Die Wanderung beginnt am Beuthenfall. Am
Beuthenfall muss man leider an den Gebäuden feststellen, dass so manche
schöne Überlegung zum Thema Tourismus nicht ganz so perfekt läuft. Die
Gebäude vom Beuthenfall stehen mindestens schon 5 (wenn nicht sogar schon
10) Jahre leer und es macht auch nicht den Eindruck, als wenn sich
irgendetwas in eine positive Richtung bewegt. Die Natur ist im Moment schwer
damit beschäftigt, sich ihren Platz wieder herzustellen. Schade, aber so
sieht es im Moment (Stand Herbst 2003) aus. Vom Beuthenfall geht es ein paar
Meter auf der Kirnitzschtalstraße den Bach hoch bis zum Lichtenhainer
Wasserfall. Am Lichtenhainer Wasserfall kann man sehen, wie es auch am
Beuthenfall aussehen könnte. Ich weiß nicht so genau, warum hier so häufig
ein riesiges Touristenaufkommen ist, aber manchmal herrscht hier wirklich
mehr Betrieb als auf der Bastei. Dabei kann man hier nur ein Wasserfällchen
sehen, welches noch nicht mal dauerhaft läuft, sondern für die Touristen
extra betätigt wird. Vielleicht bin ich noch nicht im richtigen Alten um
das zu verstehen. Am Parkplatz vom Lichtenhainer Wasserfall geht es über die alte Steinbrücke
auf dem Wanderweg mit der Markierung roter Punkt
den Berg hoch.
Diese Wegmarkierung führt über einen breiten Wanderweg direkt zum nächsten
Touristischen Punkt der Sächsischen Schweiz, dem Kuhstall. Da aber der
Anstieg schon etwas anstrengender ist, sind aber schon ein ganzer Teil der
Gehandikapten im Tal geblieben. Dafür ist hier oben dann aber auch wieder
eine bequeme Möglichkeit sich zu erfrischen. Der Kuhstall ist ein großes
Felsentor mit einem fantastischen Ausblick in ein bewaldetes Tal, auf dessen
anderer Seite die Affensteine emporragen.
Wenn
man sich an diesem ersten Anblick satt gesehen hat, dann gibt es noch eine
weitere Attraktion. Man kann durch einen schmalen Felsspalt, die so genannte
Himmelsleiter, auf das Felsplateau hochklettern. Hier oben kann man noch
Rest von Burg Wildenstein entdecken. Es geht über den Abstieg vom oberen
Felsplateau wieder herunter. Auf der Höhe vom Kuhstall angekommen, kann man noch einen
kurzen Abstecher zum Schneiderloch machen. Für mich war diese kleine Höhe
eine wirkliche Überraschung. Obwohl
ich bestimmt schon 10 Mal auf dem Kuhstall gewesen bin, habe ich bis zu
dieser Wanderung nicht festgestellt, dass man in die Höhle reinkriechen kann
und man dann oben aus dem Balkon wieder rausschauen kann. Aus dem Loch
wieder zurück, gibt es noch ein engeres Loch, dass aber noch witziger ist.
Es geht auf der gegenüberliegenden Seite am Geländer entlang um die "krumme
Emma" herum. Man kommt in einen Innenhof mit ein paar verstreuten Felsen.
Hier
hält man sich rechts und man kommt an ein wirklich schmales Felsloch. Auch
wenn hier der Felsen schon etwas speckig aussieht, so sollte man doch mal in
das Loch reinkriechen, der Ausblick ist auch hier hervorragenden und halt
durch die Lage etwas ganz besonderes. Zurück geht es erstmal bis zum Gasthof
Kuhstall. Jetzt ist der passende Zeitpunkt gekommen sich leicht zu
erfrischen. Da der nächste Teil eigentlich nicht wirklich gefährliches mehr
ist, dann man sich auch ohne weiteres einen leckeren Weizensaft gönnen.
Gegenüber vom Gasthof geht der schon bekannte Wanderweg mit dem roten Punkt
den Berg, durch die nasse Schlucht, runter. Unten angekommen
erreicht man eine Wanderwegkreuzung. Es geht ab jetzt nach rechts auf dem
Wanderweg mit der Markierung roter Strich
weiter. 300
Meter folgt man dem roten Strich, dann erreicht man eine Abzweigung nach
links, die Ausgeschildert ist mit Beuthenfall.
Der Weg verläuft parallel zum
gerade noch beschrittenen Wanderweg auf der anderen Seite der Senke. Einen
1/2 Kilometer hinter der letzten Abzweigung vom markierten Wanderweg geht es
auf dem ersten möglichen Weg nach links. Dieser Weg führt gerade auf den
alten Wildenstein zu. Kurz vor dem Felsen macht der Weg einen kleinen
Knick nach links und führt dann um den Felsen herum. Nachdem man fast
vollständig um den Felsen herum gewandert ist, sieht man vom Weg aus ein
breites Felstor. Jetzt heißt es zum Felsen durch das Felstor aufzusteigen.
Man kann natürlich auch schon vorher an den Felsfuß hochgehen, aber um auf
einem normalen Weg hoch zu kommen, geht es nur zwischen bzw. hinter dem Felstor auf
den alten Wildenstein. Obwohl ich schon einige Jahre durch die Sächsische
Schweiz wandere, ist mir an diesem Felsfuß das erste mal ein offizieller
Boofenplatz (sächsische Bezeichnung für Freiübernachtungsstelle) begegnet.
Was ich leider überhaupt nicht verstehen kann, wie frische Spuren von einem
mächtigen Lagerfeuer genau unter dem Verbotsschild für offenes Feuer sein
kann. Wenn der Wald mal wieder abgebrannt ist, dann ist das Gejammer wie
immer sehr groß. Die Leute kommen doch gerade wegen der schönen Natur in die
Sächsische Schweiz, warum müssen sie dann ein Lagerfeuer entfachen, bei dem
ganze Bäume versucht werden zu verbrennen. Ich glaube mache Leute spinnen
einfach nur noch. So
genug gezetert. Es geht also zwischen den beiden Felsen hindurch. Nach ein
paar Metern geht es den Felsen an einer gemäßigten Stelle hoch. Der Weg ist
nicht gerade ein breiter Wanderweg, aber trotzdem ganz gut zu erkennen.
Diese Tatsache deutet schon drauf hin, dass man hier oben vermutlich ein
ruhiges Plätzchen vorfinden wird.
Der
alte Wildenstein wird auch Heidematz bzw. Heidematzenstein genannt, was
einen nicht besonders wundern muss, wenn man sich den Bewuchs ansieht. Fast
am höchsten Punkt angekommen geht es nach links. Wenn man dann bis an die
östlichste Spitze des Felsen wandert, gibt es zwei wirklich schöne Plätze
zum Ausruhen. Von dem einen Platz kann man hervorragenden zu den
Affensteinen/Bloßstock und an dem anderen Platz zum neuen Wildenstein rüber
sehen. Wirklich lohnenswert.
Vom alten Wildenstein geht es wieder zurück bis auf den Wanderweg. Auf
diesem Weg geht es nach rechts in die Richtung Beuthenfall. Zuerst verläuft
der Waldweg fast auf einer Höhe entlang, bis kurz vor den Dietrichsgrund.
Hier soll, laut H. Böhm seiner Wanderkarte, ein Pfad den Hang heruntergehen.
Ich habe diesen Weg nicht gefunden, da ich im Herbst diese Runde versucht
habe und ein Berg an Laub den Weg versteckt hatte. Aber das ist auch kein
Problem, da man diesen Hang auch ohne einen Weg runter kommt. Unten
angekommen, geht es die letzten Meter auf dem breiten Forstweg bis runter
zum Beuthenfall.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241 oder mit der Straßenbahn bis Beuthenfall.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann in Richtung Hinterhermsdorf durch das Kirnitzschtal bis zum Beuthenfall.
Empfohlener Parkplatz:
Beuthenfall
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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