Arnstein

 

 

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Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 2 Stunden ca. 8 Kilometer ca. 388 Meter eigentlich immer
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
leicht
Kletterabschnitte
sehr schmale Stelle
Große Karte der Sächsischen Schweiz; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Zschand Forstweg und aspaltiert Wanderweg und Pfad Treppen

Beschreibung:

Eigentlich ist die Wanderung aus einem Missgeschick heraus entstanden. Ich hatte am Pfingstmontag Nachmittag vor, die Wanderung Krinitzgrab durchzuführen. Leider hatte ich vollkommen unterschätzt, was für ein wahnsinniger Betrieb unten im Kirnitzschtal los war und dass an einen einigermaßen normalen Parkplatz überhaupt nicht zu denken war. Also bin ich wieder aus dem Tal heraus in Richtung Ottendorf gefahren und dabei fiel mir ein, dass ich gerne mal wieder auf den Arnstein gehen wollte. Meine Hoffnung war, einerseits einen Parkplatz irgendwo auf der Straße zu finden und dass sich andererseits nicht ganz so viele Wanderer da oben herumtreiben, da der Arnstein ein nicht ganz so bekannter Felsen ist. Alle diese Hoffungen haben sich erfüllt und es ist noch zu einer sehr schönen Runde gekommen. Geparkt habe ich auf dem kleinen Parkplatz oberhalb der Sägemühle Pietsch.
Die Wanderwegbeschreibung ist super einfach. Es geht immer auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt entlang. Fertig. Na gut, mache ich es mir nicht ganz so einfach. Hinter dem Parkplatz geht die Wanderwegmarkierung gelber Punkt den Berg hoch. Der Weg führt schon nach wenigen Metern hoch oberhalb der Straße parallel zu dieser entlang. Es ist ein relativ breiter Forstweg und die ersten Meter sind sehr einfach zu gehen. Je näher man aber an den Arnstein herankommt, desto mehr wird aus dem gut ausgebauten Forstweg ein normaler schmaler Wanderweg. Ca. 400 Meter nachdem auch noch der gelbe Strich zu dem Wanderweg dazu gestoßen ist, weist ein kleines Hinweisschild darauf hin, dass es auf einen Pfad nach links den Berg hoch zum Arnstein geht. Es führt über ein paar Treppen und Stufen zum Einstieg des Arnsteins. Der Arnstein wird manchmal auch Ottendorfer Raubschloss genannt. Wenn man sich durch den schmalen Durchgang gequetscht hat und dann den letzten kleinen Aufstieg geschafft hat, gibt es auch heute noch mehre alte Zeugnisse des Raubschlosses zu entdecken. Das offensichtlichste Relikt von dem alten Raubschloss ist die alte Zisterne. Sie steht immer voller Wasser. Weitere Hinterlassenschaften von den Raubrittern sind eine leicht versteckte Höhle und mehrere Felsenbilder. Was beim Arnstein aber noch toll ist, ist der gigantische Ausblick in die hintere Sächsische Schweiz. Das alles bekommt man normalerweise sogar ohne die Gesellschaft riesiger Mengen von Mitmenschen geboten. Der Arnstein bzw. die rechte Seite der Kirnitzsch sind bei weitem nicht so stark frequentiert wie der Hauptkern der Sächsischen Schweiz.
Vom Arnstein geht es auf dem schon bekannten markierten Wanderweg runter bis zur Fahrstraße durch das Kirnitzschtal. Aber zum Glück sind nur ein paar Meter auf dieser asphaltierten Straße zu bewältigen. Gleich hinter der Gaststube der Neumannmühle geht es wieder den Berg hoch in Richtung Ottendorf. Das erste Stück ist ein steiler Aufstieg, der aber sehr schnell zu einem angenehmen Weg wechselt. Dieser sehr ruhige Weg führt durch ein paar Wiesen direkt auf Ottendorf zu. Auf der linken Seite steht das ehemalige Jugenderholungsheim Endlerkuppe. Wenn man diesen Gebäudekomplex aus der Ferne sieht, dann ist es ein imposanter Komplex an einer sehr schönen Stelle mit einem gigantischen Ausblick. Je näher man dem Gebäude kommt, desto mehr erkennt man, in was für einem desolaten Zustand der Kasten ist. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat es schon mehrere Male den Versuch gegeben, dieses Gebäude zu retten, aber es scheitert unter anderem daran, dass es unter Denkmalschutz steht und auch der Nationalpark relativ hohe Forderungen stellt. Schade, so wird das Objekt trotz dieser schönen Lage wohl die nächsten Jahre ein Schandfleck bleiben.
Unterhalb der Endlerkuppe geht es an dem pyramidenförmigen Gedenkstein für die Kriegsopfer nach rechts auf dem unmarkiertem Weg weiter. Dieser schlängelt sich oberhalb von Ottendorf entlang. Auf dem Weg sind mehrere sehr liebevoll gemachte kleine Täfelchen aufgehangen, in der Form eines kleinen Naturlehrpfades. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das Projekt der Initiative einer Privatperson zu verdanken. Sollte das so sein, dann wäre es umso schändlicher, diese kleinen Kunstwerke zu demolieren oder zu klauen. Ca. 500 Meter hinter dem Denkmal für die Kriegsopfer geht es rechts den Berg hoch, direkt auf ein einzelnes Haus am Waldrand zu, vor dem Grundstück des Hauses nach links am Waldrand entlang und schon ein paar Meter hinter dem Grundstück nach rechts auf einem schmalen Weg in den Wald hinein. Dieser Pfad führt runter zur Pietschmühle. An einer Weggabelung sollte man den rechten Weg weitergehen. Man kommt oberhalb der Pietschmühle wieder auf die Fahrstraße zwischen Ottendorf und Kirnitzschtal, auf der man die letzten paar Meter bergaufwärts bis zum Parkplatz zurückläuft.
 

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit dem Bus R-241.
Auto:
Bad Schandau, Kirnitzschtalstraße, Neumannmühle und von dort nach Ottendorf. Vor Ottendorf und hinter der Pietschmühle liegt auf der rechten Seite der kleine (6-7 Autos), aber kostenlose Parkplatz. Empfohlener Parkplatz: Pietschmühle

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
1,33 kByte

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3,03 kByte

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16,56 kByte
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