Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Eigentlich ist die Wanderung aus einem
Missgeschick heraus entstanden. Ich hatte am Pfingstmontag Nachmittag vor,
die Wanderung Krinitzgrab
durchzuführen. Leider hatte ich vollkommen unterschätzt, was für ein
wahnsinniger Betrieb unten im Kirnitzschtal los war und dass an einen
einigermaßen normalen Parkplatz überhaupt nicht zu denken war. Also bin ich
wieder aus dem Tal heraus in Richtung Ottendorf gefahren und dabei fiel mir
ein, dass ich gerne mal wieder auf den Arnstein gehen wollte. Meine Hoffnung
war, einerseits einen Parkplatz irgendwo auf der Straße zu finden und dass
sich andererseits nicht ganz so viele Wanderer da oben herumtreiben, da der
Arnstein ein nicht ganz so bekannter Felsen ist. Alle
diese Hoffungen haben sich erfüllt und es ist noch zu einer sehr schönen
Runde gekommen. Geparkt habe ich auf dem kleinen Parkplatz oberhalb der
Sägemühle Pietsch. Die
Wanderwegbeschreibung ist super einfach. Es geht immer auf der
Wanderwegmarkierung gelber Punkt
entlang. Fertig. Na gut, mache ich es mir nicht ganz so einfach. Hinter dem
Parkplatz geht die Wanderwegmarkierung gelber Punkt den Berg hoch. Der Weg
führt schon nach wenigen Metern hoch oberhalb der Straße parallel zu dieser
entlang. Es ist ein relativ breiter Forstweg und die ersten Meter sind sehr
einfach zu gehen. Je näher man aber an den Arnstein herankommt, desto mehr
wird aus dem gut ausgebauten Forstweg ein normaler schmaler Wanderweg. Ca.
400 Meter nachdem auch noch der gelbe Strich zu dem Wanderweg dazu gestoßen
ist, weist ein kleines Hinweisschild darauf hin, dass es auf einen Pfad nach
links den Berg hoch zum Arnstein geht. Es führt über ein paar Treppen und
Stufen zum Einstieg des Arnsteins. Der Arnstein wird manchmal auch
Ottendorfer Raubschloss genannt. Wenn man sich durch den schmalen Durchgang
gequetscht hat und dann den letzten kleinen Aufstieg geschafft hat, gibt es
auch heute noch mehre alte Zeugnisse des Raubschlosses zu entdecken. Das
offensichtlichste Relikt von dem alten Raubschloss ist die alte Zisterne.
Sie steht immer voller Wasser. Weitere Hinterlassenschaften von den
Raubrittern sind eine leicht versteckte Höhle und mehrere Felsenbilder. Was
beim Arnstein aber noch toll ist, ist der gigantische Ausblick in die
hintere Sächsische Schweiz. Das alles bekommt man normalerweise sogar ohne
die Gesellschaft riesiger Mengen von Mitmenschen geboten. Der Arnstein bzw. die rechte Seite der
Kirnitzsch sind bei weitem nicht so stark frequentiert wie der Hauptkern der
Sächsischen Schweiz.
Vom Arnstein geht es auf dem schon bekannten markierten Wanderweg runter bis
zur Fahrstraße durch das Kirnitzschtal. Aber zum Glück sind nur ein paar
Meter auf dieser asphaltierten Straße zu bewältigen. Gleich hinter der
Gaststube der Neumannmühle geht es wieder den Berg hoch in Richtung
Ottendorf. Das erste Stück ist ein steiler Aufstieg, der aber sehr schnell
zu einem angenehmen Weg wechselt. Dieser sehr ruhige Weg führt durch ein
paar Wiesen direkt auf Ottendorf zu.
Auf
der linken Seite steht das ehemalige Jugenderholungsheim Endlerkuppe. Wenn
man diesen Gebäudekomplex aus der Ferne sieht, dann ist es ein imposanter
Komplex an einer sehr schönen Stelle mit einem gigantischen Ausblick. Je
näher man dem Gebäude kommt, desto mehr erkennt man, in was für einem
desolaten Zustand der Kasten ist. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat
es schon mehrere Male den Versuch gegeben, dieses Gebäude zu retten, aber es
scheitert unter anderem daran, dass es unter Denkmalschutz steht und auch
der Nationalpark relativ hohe Forderungen stellt. Schade, so wird das Objekt
trotz dieser schönen Lage wohl die nächsten Jahre ein Schandfleck bleiben. Unterhalb
der Endlerkuppe geht es an dem pyramidenförmigen Gedenkstein für die
Kriegsopfer nach rechts auf dem unmarkiertem Weg weiter. Dieser schlängelt
sich oberhalb von Ottendorf entlang. Auf dem Weg sind mehrere sehr liebevoll
gemachte kleine Täfelchen aufgehangen, in der Form eines kleinen
Naturlehrpfades. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das Projekt
der Initiative einer Privatperson zu verdanken. Sollte das so sein, dann
wäre es umso schändlicher, diese kleinen Kunstwerke zu demolieren oder zu
klauen. Ca. 500 Meter hinter dem Denkmal für die Kriegsopfer geht es rechts
den Berg hoch, direkt auf ein einzelnes Haus am Waldrand zu, vor dem
Grundstück des Hauses nach links am Waldrand entlang und schon ein paar
Meter hinter dem Grundstück nach rechts auf einem schmalen Weg in den Wald
hinein. Dieser Pfad führt runter zur Pietschmühle. An einer Weggabelung
sollte man den rechten Weg weitergehen. Man kommt oberhalb der Pietschmühle
wieder auf die Fahrstraße zwischen Ottendorf und Kirnitzschtal, auf der man
die letzten paar Meter bergaufwärts bis zum Parkplatz zurückläuft.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Bad Schandau, Kirnitzschtalstraße, Neumannmühle und von dort nach Ottendorf. Vor Ottendorf und hinter der Pietschmühle liegt auf der rechten Seite der kleine (6-7 Autos), aber kostenlose Parkplatz.
Empfohlener Parkplatz:
Pietschmühle
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,33 kByte
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Dateigröße:
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