Die Goldsteig- Wanderung beginnt wie so einige
Wanderungen an der Neumannmühle. Als erstes geht es den großen Zschand
bis zum ersten Weg hinterm Zeughaus hoch. Der Weg ist sehr angenehm zu
gehen und sehr gut ausgebaut. Das ist aber auch gar kein Wunder, da bis
zum Ende letzten Jahres (2001) hinter dem Zeughaus ein altes Stasi-Ferienheim
stand. Ich kenne diesen Gebäudekomplex zwar nur als eine verlassene
Anlage, aber früher muss hier relativ viel los gewesen sein. Also weiter
geht es. Wie schon gesagt, geht der Weg rechts hinter dem Zeughaus den
Berg hoch. Man folgt dem blauen Strich
die nächsten 800 Meter. Zur linken
Seite sieht man vor sich den Goldstein und davor geht ein relativ
unscheinbarer Trampelpfad an der Felsenkante entlang. Diesem Weg folgt man
jetzt immer entlang. Bis hierhin war der Weg noch mit jeglichem Schuhwerk
zu bewerkstelligen, ab jetzt wird es schwieriger. Der Weg geht über
Wurzeln, Felsen und Sandhaufen immer unterhalb der Felsen entlang. In
diesem Bereich hat die Wanderung sehr viel Ähnlichkeit mit der
Thorwalderwändewanderung.
Beide gehen über einen schmalen, ruhigen Weg immer am Felsen entlang und
sind nicht gerade die Hauptrennpfade. Der einzige Unterschied zwischen den
beiden ist die Besucherart. Auf dem Thorwalderwändeweg sind es Wanderer,
auf dem Goldsteig sind es mehr die Kletterer. Hier sollen riesig viele
Kletterfelsen bzw. -wände sein. Mir selber sind hier schon einige
Kletterer begegnet. Meistens kann man sie schon ein ganzes Stück weit hören, da die
Karabinerhaken beim normalen Wandern ziemlich
klappern. Ich finde es immer wieder faszinierend, an was für Felsen sich
diese mutigen Leute hoch bewegen und dass nicht mehr dabei passiert.
Respekt. Also weiter auf dem Weg. Er endet nach einer längeren
Strecke auf der Richterschlüchte. Längere Strecke bedeutet, dass man 2,7
Kilometer unterwegs ist. Normalerweise würde man diese
Strecke auf einem normalen Weg in etwa einer 1/2 Stunde schaffen. Hier
benötigt man etwas mehr als eine Stunde, da es nicht eine gerade Rennbahn
ist, sondern ein wenig uneben. Die Richterschlüchte erreicht man an der
Richtergrotte. Hier regnet es aus großer Höhe in einem konstanten Strom
aus einer Spaltquelle. Es geht die Richterschlüchte den Berg hoch. Man
folgt dem grünen Punkt
die nächsten 2 Kilometer. Früher führte der Weg
an der Grenze zu Böhmen entlang. Seit aber die Grenzregion in diesem
Bereich zur Nationalpark-Kernzone erklärt worden ist, muss der Weg einen kleinen, aber
angenehmen Schlenker gehen. Man kommt an einem sehr wackelig aussehenden
Felsen vorbei. Das Ding heißt Katzenstein.
Nach den schon gerade erwähnten 2 Kilometern geht auf der rechten Seite
der grüne Strich
wieder ins Tal zurück. Zum Anfang macht der Weg einen
ausgebauten Eindruck, was aber schnell in einen felsigen Pfad umschlägt.
Er ist aber ganz gut begehbar, nur halt nicht für Kinderwagen und
sonstige Bewegungsbehinderte geeignet. Der Weg endet auf den Quenenwiesen.
Auch hier folgt man dem grünen Strich weiter, bis man die Felsenmühle
erreicht. Jetzt muss man die letzten paar Meter entweder auf der
Kirnitzschtalstraße oder auf dem Flößersteig nach rechts (also die
Kirnitzsch hoch) gehen. Ich selber hatte mein Auto an der Felsenmühle
geparkt. Dieser Parkplatz hat den Vorteil, dass er nichts kostet, aber es
sind auch maximal 6 Autos dort in der Lage zu parken. Deshalb sieht der Höhenverlauf
der Strecke leicht anders aus als ich ihn hier beschrieben habe. Der
Weg ist so ungefähr um 700 Meter früher gestartet und dafür dann früher
beendet.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Ottendorf runter ins Kirnitzschtal.
Empfohlener Parkplatz:
Neumannmühle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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