Prebischtor

 
 

 

 

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Karte:

Prebischtor_Wanderweg.jpg (32215 Byte)

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Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 4,5 Stunden ca. 16,5 Kilometer ca. 560 Meter nicht an langen Wochenenden
nicht im Winter
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
lang
schwindelfrei
Kletterabschnitte
Großer Zschand; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Zschand Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
Klettern mit Klammern

Beschreibung:


Als erstes der wichtigste Hinweis:
Man darf über den Grenzweg nicht mehr gehen, da er seit kurzem zur Kernzone gehört. Hier geht man nicht und noch wichtiger: Man macht sich strafbar. Damit ist dieser Weg ab jetzt unpassierbar. Schade, aber es musste sein! Außerdem ist der Grenzübertritt an den beiden Stellen nicht erlaubt. Auch, wenn es so aussieht, als wenn dort ein Weg rüber geht und den so ein paar Leute benutzen.

Aber ich möchte keinen zu einer Straftat anstiften!

Der Weg startet wie so viele schöne Wanderungen vom Parkplatz an der Neumannmühle. Es geht den normalen Weg durch den großen Zschand am Zeughaus vorbei, immer auf dem Hauptweg. Hinter dem Zeughaus geht es den zweiten Weg rechts entlang in die Richtung der Grenze. Man wandert durch das ruhige Tal des großen Zschand. Je länger man unterwegs ist, desto ruhiger wird der Weg, da einige Wanderwege noch von diesem abgehen. Der Weg wird immer schmaler, bis er knapp vor der Grenze für Fahrzeuge ganz unpassierbar ist, aber normalerweise fährt unsereiner dort ja auch nicht. Die Grenze überquert man auf einem schmalen Pfad, der aber in Böhmen sofort als ein gut ausgebauter, gepflegter Weg weitergeführt wird. 400 Meter hinter der Grenze erreicht man eine kleine Lichtung, an der ein Weg nach rechts den Berg hoch geht. Diesem breiten Weg folgt man 350 Meter den Hang hoch. Nach diesen 350 Metern erreicht man die Wegmarkierung roter Strich. Dieser Markierung folgt man immer am Felsenfuß entlang. Der Wanderweg hat eine große Ähnlichkeit mit den beiden Wegen Goldsteig und Thorwalder Wände : Alle drei Wege laufen in einem großen Geschlängel am Felsfuß entlang. Auf diesem schmalen Waldweg geht es 3,6 Kilometer entlang. An machen Stellen hat man nach links einen schönen Blick ins Tal und nach den 3,6 Kilometern kann man auf einmal vor sich das Prebischtor sehen. Der Aufstieg zum Prebischtor ist einfach und in kurzer Zeit geschafft. Fast ganz oben angekommen muss man einen kleinen Obolus an Eintritt bezahlen. Wenn ich mich richtig erinnere sind es 1,50 Euro. Man kann natürlich auch in Kronen bezahlen, aber der Betrag fällt mir leider nicht mehr ein. Am Tor angekommen muss man als erstes den fantastischen Ausblick ins Böhmische Land genießen. Es gibt mehrer Aussichtpunkte, die man über ein paar Stufen gut erreicht. Von einem der Aussichtpunkte kann man einen sehr guten Blick auf das Prebischtor selbst werfen. Hierbei kann man sich erfreuen, wenn man nicht die Zeit erwischt hat, wenn die ganzen Schulklassen ihren Pflichtausflug hier hoch machen. Nicht, dass ich irgendetwas gegen Kinder habe. Nein, ganz im Gegenteil, aber manchmal ist es für mich nicht mit ansehbar, wie die Zwerge in luftiger Höhe herumtoben und so wunderbar unbedarft sind. Wenn man sich etwas Gutes gönnen möchte, hat man die relativ billige Variante, im Restaurant am Prebischtor gut zu essen. Das Essen ist zwar im Verhältnis zu Böhmen sehr teuer, aber im Vergleich zu einem Restaurant an einem deutschen Aussichtpunkt sehr günstig.
Nach der kleinen Verschnaufpause habe ich mich auf ein kleines Wanderexperiment eingelassen, das ich aber nicht besonders empfehlen kann. Auf der Wanderkarte von Rolf Böhm ist ein Weg eingezeichnet, der auf der Rückseite vom Prebischtor in Richtung Grenze weggeht. Dieser Weg geht an den Toilettenhäuschen des Prebischtores vorbei. Am Ende des Weges steht zwar ein Eisentor, welches sogar mit Stacheldraht verschönert ist, aber das Ding kann man mit etwas Geschick auf der Talseite umrunden. Aber dieses ist noch nicht die Gefahrenstelle, die Herr Böhm in seiner Karte mit zwei Ausrufezeichen gekennzeichnet hat. Weiter geht’s. Als nächstes Hindernis kommt ein Bretterzaun, der durchquert werden muss. Auf der anderen Seite steht das nette Hinweisschild, dass ein Wachhund auf das Gelände aufpasst. Gut, dass ich es erst im Nachhinein gelesen habe. Als letztes Hindernis ist eine kleine Senke zu überwinden, die früher von einer Brücke überquert wurde, jetzt aber nur noch aus zwei Eisenbahnschienen besteht. Wenn man diese ganzen Hindernisse geschafft hat, dann weiß man, was Herr Böhm mit zwei Ausrufungszeichen (Gefahrenstelle) meinte. Danach wird der Weg erst mal wieder sehr angenehm. Man wandert auf dem Kamm entlang, bis man die Grenze erreicht. Diese überquert man am Grenzstein 8/12 und geht gegenüber den Hang hinunter. Nach ca. 300 Metern erreicht man die Webergrotte von oben. Da an der Steilwand überhaupt keine Chance ist herunter zu kommen, bin ich knapp nach rechts um den Felsen herum und dann durch die Felsspalte herunter geklettert. Das Ding ist elend feucht und überhaupt nicht angenehm zu klettern. Danach steht man an einer Felskante, die leider heutzutage nur sehr schwer zu überwinden ist. Man kann noch deutlich sehen, dass früher eine Kletterhilfe von einem vorgelagerten Felsen zu der Felskante ging. Heutzutage ist der obere Teil der Felsen zur Kernzone erklärt worden und damit ist diese Zugangsmöglichkeit entfernt worden. Dieses Hindernis ist durch einen beherzten Sprung zu überwinden. Diesen sollte man aber auch nur wagen, wenn man nicht alleine unterwegs ist, da durch dass neue Nationalparkkonzept an dieser Stelle nur sehr wenige Leute vorbeikommen, die einem im Falle eines Sturzes weiterhelfen könnten. Handys funktionieren zwischen den Felsen leider nicht! Mich hat an dieser Stelle der Mut verlassen und ich habe den Rückweg angetreten und bin von unten kommend nach links über den Auerhahnsteig gewandert. 850 Meter über den Höhenweg gewandert, kann man über einen nach rechts abgehenden Weg in die Weberschlüchte kommen. Da ich mir die Stelle, an der ich gescheitert bin, noch von untern ansehen wollte, bin ich dann auch noch einmal bis zur Webergrotte gewandert. Die Grotte und die Steilwand sehen von unten beeindruckend aus. Auch von unten bin ich weiterhin der Meinung, dass es gut war, dass ich nicht den Sprung gewagt habe. Auch diese Stelle ist auf der Karte von Rolf Böhm mit zwei Ausrufezeichen gekennzeichnet. Jetzt weiß ich, was dieses Symbol bedeutet. Der restliche Wanderweg ist sehr leicht zu meistern. Man geht die Weberschlüchte nach vorne bis man wieder auf dem großen Zschand landet. Um zu seinem Auto zu kommen geht’s nach links den gut ausgebauten Weg zurück. Von der Webergrotte bis zum großen Zschand sind es 1,8 Kilometer und von dort bis zum Auto nochmals 3,4 Kilometer.

Fazit:

Man macht lauter verbotene Sachen (Grenzübertritt ohne offiziellen Grenzübergang, Klettern um Absperrungen am Prebischtor, Durchqueren der Kernzone), deshalb habe ich mich bei dieser Wanderung nicht besonders wohl  gefühlt, denn ich hatte immer das Gefühl, mich irgendwie daneben zu benehmen (schlechtes Gewissen!!!). Da aber das Wandern doch auch der Erholung dienen soll, kann ich diese Wanderung nicht empfehlen. 

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Ottendorf runter ins Kirnitzschtal. Empfohlener Parkplatz: Neumannmühle ; Parkplatzgebühr für die Wanderung: 2,5 €

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

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