Forstweg
Wanderweg und Pfad
Treppen
Klettern mit Klammern
Beschreibung:
Als erstes der
wichtigste Hinweis:
Man darf über den Grenzweg nicht mehr gehen, da er seit kurzem zur
Kernzone gehört. Hier geht man nicht und noch wichtiger: Man macht sich
strafbar. Damit ist dieser Weg ab jetzt unpassierbar. Schade, aber es musste
sein! Außerdem ist der Grenzübertritt an den beiden Stellen nicht
erlaubt. Auch, wenn es so aussieht, als wenn dort ein Weg rüber geht und
den so ein paar Leute benutzen.
Aber ich möchte keinen zu einer Straftat anstiften!
Der Weg startet wie so viele schöne Wanderungen vom Parkplatz an der
Neumannmühle. Es geht den normalen Weg durch den großen Zschand am
Zeughaus vorbei, immer auf dem Hauptweg. Hinter dem Zeughaus geht es den
zweiten Weg rechts entlang in die Richtung der Grenze. Man wandert durch
das ruhige Tal des großen Zschand. Je länger man unterwegs ist, desto
ruhiger wird der Weg, da einige Wanderwege noch von diesem abgehen. Der Weg
wird immer schmaler, bis er knapp vor der Grenze für Fahrzeuge ganz unpassierbar
ist, aber normalerweise fährt unsereiner dort ja auch nicht. Die Grenze überquert man auf einem schmalen
Pfad, der
aber in Böhmen sofort als ein gut ausgebauter, gepflegter Weg
weitergeführt wird. 400 Meter hinter der Grenze erreicht man eine kleine
Lichtung, an der ein Weg nach rechts den Berg hoch geht. Diesem breiten
Weg folgt man 350 Meter den Hang hoch. Nach diesen 350 Metern erreicht man die
Wegmarkierung roter Strich. Dieser Markierung folgt man immer am
Felsenfuß entlang. Der Wanderweg hat eine große Ähnlichkeit mit den
beiden Wegen Goldsteig und Thorwalder
Wände : Alle drei Wege laufen in einem großen Geschlängel am Felsfuß entlang.
Auf diesem schmalen Waldweg geht es 3,6 Kilometer entlang. An machen
Stellen hat man nach links einen schönen Blick ins Tal und nach den 3,6
Kilometern kann man auf einmal vor sich das Prebischtor sehen. Der
Aufstieg zum Prebischtor ist einfach und in kurzer Zeit geschafft. Fast
ganz oben angekommen muss man einen kleinen Obolus an Eintritt bezahlen.
Wenn ich mich richtig erinnere sind es 1,50 Euro. Man kann natürlich auch
in Kronen bezahlen, aber der Betrag fällt mir leider nicht mehr ein. Am
Tor angekommen muss man als erstes den fantastischen Ausblick ins
Böhmische Land genießen. Es gibt mehrer Aussichtpunkte, die man über ein paar Stufen gut erreicht. Von einem der Aussichtpunkte kann man einen
sehr guten Blick auf das Prebischtor selbst werfen. Hierbei kann man sich
erfreuen, wenn man nicht die Zeit erwischt hat, wenn die ganzen
Schulklassen ihren Pflichtausflug hier hoch machen. Nicht, dass ich
irgendetwas gegen Kinder habe. Nein, ganz im Gegenteil, aber manchmal ist
es für mich nicht mit ansehbar, wie die Zwerge in luftiger Höhe
herumtoben und so wunderbar unbedarft sind. Wenn man sich etwas Gutes
gönnen möchte, hat man die relativ billige Variante, im Restaurant am Prebischtor
gut zu essen. Das Essen ist zwar im Verhältnis zu Böhmen sehr teuer,
aber im Vergleich zu einem Restaurant an einem deutschen Aussichtpunkt
sehr günstig.
Nach der kleinen Verschnaufpause habe ich mich auf ein kleines
Wanderexperiment eingelassen, das ich aber nicht besonders empfehlen
kann. Auf der Wanderkarte von Rolf Böhm ist ein Weg eingezeichnet, der
auf der Rückseite vom Prebischtor in Richtung Grenze weggeht. Dieser
Weg geht an den Toilettenhäuschen des Prebischtores vorbei. Am Ende des
Weges steht zwar ein Eisentor, welches sogar mit Stacheldraht verschönert ist,
aber das Ding kann man mit etwas Geschick auf der Talseite umrunden. Aber
dieses ist noch nicht die Gefahrenstelle, die Herr Böhm in seiner Karte mit zwei
Ausrufezeichen gekennzeichnet hat. Weiter geht’s. Als nächstes
Hindernis kommt ein Bretterzaun, der durchquert werden muss. Auf der
anderen Seite steht das nette Hinweisschild, dass ein Wachhund auf das
Gelände aufpasst. Gut, dass ich es erst im Nachhinein gelesen habe. Als
letztes Hindernis ist eine kleine Senke zu überwinden, die früher von
einer Brücke überquert wurde, jetzt aber nur noch aus zwei
Eisenbahnschienen besteht. Wenn man diese ganzen Hindernisse geschafft
hat, dann weiß man, was Herr Böhm mit zwei Ausrufungszeichen
(Gefahrenstelle) meinte. Danach wird der Weg erst mal wieder sehr
angenehm. Man wandert auf dem Kamm entlang, bis man die Grenze
erreicht. Diese überquert man am Grenzstein 8/12 und geht gegenüber den
Hang hinunter. Nach ca. 300 Metern erreicht man die Webergrotte von oben.
Da an der Steilwand überhaupt keine Chance ist herunter zu kommen, bin
ich knapp nach rechts um den Felsen herum und dann durch die Felsspalte
herunter geklettert. Das Ding ist elend feucht und überhaupt nicht
angenehm zu klettern. Danach steht man an einer Felskante, die leider
heutzutage nur sehr schwer zu überwinden ist. Man kann noch deutlich
sehen, dass früher eine Kletterhilfe von einem vorgelagerten Felsen zu
der Felskante ging. Heutzutage ist der obere Teil der Felsen zur Kernzone
erklärt worden und damit ist diese Zugangsmöglichkeit entfernt worden.
Dieses Hindernis ist durch einen
beherzten Sprung zu überwinden. Diesen
sollte man aber auch nur wagen, wenn man nicht alleine unterwegs ist, da
durch dass neue Nationalparkkonzept an dieser Stelle nur sehr wenige Leute
vorbeikommen, die einem im Falle eines Sturzes weiterhelfen könnten. Handys
funktionieren zwischen den Felsen leider nicht! Mich hat an dieser Stelle der Mut verlassen und ich habe den
Rückweg angetreten und bin von unten kommend nach links über den
Auerhahnsteig gewandert. 850 Meter über den Höhenweg gewandert, kann
man über einen nach rechts abgehenden Weg in die Weberschlüchte kommen.
Da ich mir die Stelle, an der ich gescheitert bin, noch von untern ansehen
wollte, bin ich dann auch noch einmal bis zur Webergrotte gewandert. Die
Grotte und die Steilwand sehen von unten beeindruckend aus. Auch von unten
bin ich weiterhin der Meinung, dass es gut war, dass ich nicht den Sprung
gewagt habe. Auch diese Stelle ist auf der Karte von Rolf Böhm mit zwei
Ausrufezeichen gekennzeichnet. Jetzt weiß ich, was dieses Symbol bedeutet.
Der restliche Wanderweg ist sehr leicht zu meistern. Man geht die
Weberschlüchte nach vorne bis man wieder auf dem großen Zschand landet.
Um zu seinem Auto zu kommen geht’s nach links den gut ausgebauten Weg
zurück. Von der Webergrotte bis zum großen Zschand sind es 1,8 Kilometer
und von dort bis zum Auto nochmals 3,4 Kilometer.
Fazit:
Man macht lauter verbotene Sachen (Grenzübertritt ohne
offiziellen Grenzübergang, Klettern um Absperrungen am Prebischtor, Durchqueren der
Kernzone), deshalb habe ich mich bei dieser Wanderung nicht besonders
wohl gefühlt, denn ich hatte immer das Gefühl, mich irgendwie
daneben zu benehmen (schlechtes Gewissen!!!). Da aber das Wandern doch auch
der
Erholung dienen soll, kann ich diese Wanderung nicht empfehlen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Ottendorf runter ins Kirnitzschtal.
Empfohlener Parkplatz:
Neumannmühle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
2,22 kByte
Dateigröße:
2,47 kByte
Dateigröße:
2,27 kByte
Dateigröße:
1,30 kByte
Dateigröße:
10,31 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.