Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Leiter
Klettern
Beschreibung:
Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass
ich in Herrn Mothes (www.stiegenbuchverlag.de)
"Bergpfade & Andere Wege Band I" auf das Sommersloch gestoßen
bin und bis dahin
noch nichts davon gehört hatte. Da Herr Mothes das Sommersloch als eine
ziemlich große Felshöhle beschreibt, musste das doch gleich mal
untersucht werden. Damit es keine langweilige Runde wird, sind drei
weitere Punkte mit in die Wanderung eingebaut, aber dazu später.
Die Wanderung startet an der Neumannmühle und folgt dem befestigten Weg
durch den Großen Zschand. Dieses Teilstück ist mit dem gelben Strich
markiert. Im Großen Zschand kann man schon auf den
ersten paar Metern feststellen, warum man in den
Schluchten der Sächsischen Schweiz häufig von Kellerklima spricht. Der erste Kilometer durch den
Großen Zschand ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Danach wird das Tal
wieder breiter und es geht sehr angenehm bis zum Zeughaus. Hier könnte man
schon einkehren, aber meiner Vorstellung nach ist das nach den paar Metern
noch nicht so richtig sinnvoll. Hinter dem Zeughaus geht es auf der roten
Wanderwegmarkierung
weiter in den hinteren Teil des Großen Zschands. Auf der linken Wegseite hat früher ein
Ferienheim gestanden, heutzutage ist auf der großen Wiese eine der wenigen
öffentlichen Feuerstellen. Gleich dabei befindet sich ein
Hinweisschild für die jeweils aktuelle Waldbrandstufe und es sollte jedem klar sein, dass bei
Waldbrandgefahr natürlich hier kein Feuer gemacht werden darf. Wenige Meter
(200 Meter) nachdem nach rechts der grüne Punkt in die Richterschlüchte
abgebogen ist, zweigt vom Großen Zschand nach rechts die Weberschlüchte ab.
Also, wenn man im hinteren Teil des Großen Zschands schon kaum noch andere Wanderer
antrifft, so ist diese Schlucht noch seltener besucht. Die Weberschlüchte ist
heutzutage eine Sackgasse, an deren Ende sich die Webergrotte befindet. Dazu
wandert man etwas mehr als 1 ½ Kilometer in die Schlucht. Hier ist gleich an
mehreren Stellen deutlich zu sehen, dass in etliche nach rechts hoch
abzweigende Schluchten absichtlich Bäume hineingefällt worden sind.
Damit soll
verhindert werden, dass sich Wanderer in die Richtung des Fremdenweges
verirren. Die Webergrotte ist eine große Höhle, die zu manchen Zeiten
ziemlich feucht sein kann. Hier sammelt sich das herunter tropfende Wasser
zu einem kleinen See, der bis zu dem ehemaligen Ausstieg aus der
Weberschlüchte
reicht. Hier hat früher eine kleine Brücke von der Felsmurmel in die darüber
liegende Schlucht geführt. Da aber der gesamte Bereich oberhalb der
Webergrotte heutzutage zur gesperrten Kernzone gehört, ist der Zugang in
diesen Bereich deutlich erschwert worden. Einige weitere Informationen zur
Webergrotte finden sich auf der Internetseite
www.webergrotte.de.
Für die weitere Wanderung muss man jetzt die Weberschlüchte bis fast ganz
nach vorne wieder zurück. 300 Meter von der großen Webergrotte entfernt
erreicht man einen breiteren Einschnitt auf der linken Wegseite. Wenn man in
diese Schlucht hinein wandert, dann kommt man zur Kleinen Webergrotte. Sie ist
wirklich der kleine Bruder der vorher besuchten Webergrotte. Genauso wie bei
der großen Webergrotte tropft auch hier auf der linken Seite Wasser von oben
herunter. Der einzige Unterschied ist, dass bei der Kleinen Webergrotte
dieses Wasser in ungefähr 2 Meter Höhe auf den Felsen trifft und dadurch
sehr fein zerstäubt wird. So hat man hier immer das
Gefühl, es fängt jeden Moment an, richtig zu regnen.
Wenn man die Weberschlüchte zurück wandert,
dann fallen einem mindestens
zwei Minihöhlen gleich am linken Wegesrand auf, bei denen ich nicht glaube,
dass sie natürlich entstanden sind. Obwohl ich diese Vertiefungen im Felsen
schon einige Male gesehen habe, weiß ich bis heute nicht, wozu bzw. wovon
sie sein könnten. Einen ¾ Kilometer hinter der großen Webergrotte sollte man
aufmerksam rechts den Hang beobachten. Einerseits ist hier ein schwarzer
Pfeil, der einen Kletterzugang kennzeichnet und andererseits ist gleich am
Hang die einzige Treppe zu erkennen. Diese Treppe führt bis an den Felsen
heran. Am Felsfuß geht es nach links und der Weberschluchtkegel muss einmal
umrundet werden. Hier gibt es zwar die Möglichkeit, auf den Felsen hoch zu
steigen, aber als Wanderer endet man auf einer kleinen Ebene mit nettem
Blick in die Richtung der Thorwalder Wände.
Der Pfad am Felsfuß führt auch
noch um die nächste Felswand und dann erreicht man die Rückseite des Sommerslochs.
Von hier sieht das Sommersloch zwar schon ganz interessant aus,
aber es ist bei weitem nicht so imposant wie von der Vorderseite. Also
heißt es, durch das Felsentor durchzugehen und zu staunen,
welche Felsklötze
hier in vergangenen Zeiten abgebrochen sind und wie groß das Sommersloch von
dieser Seite ist. Beeindruckend ist auch, dass sich die Wanderer schon vor 150 Jahren
zu diesem Felsentor begeben haben. Das kann man sehr gut an
einer Inschrift in der Mitte der Felswand erkennen: H Krone 1856. Heutzutage
ist diese Stelle noch ein echter Geheimtipp.
Die Wanderung führt auf der Vorderseite des Sommerslochs abwärts. Zum Teil
ist der Pfad etwas steiler, aber immer noch ganz gut zu gehen. Wenn man von
oben hinunter in den Großen Zschand unterwegs ist, wird man unweigerlich
überrascht, von einem großen Felskessel. Auf der linken Seite der Felswand
kann man ohne Probleme über eine kurze Leiter (vier Stufen) bis auf den Grund absteigen.
Wenn man dann von dort in den Felskessel rein sieht, entdeckt man, dass
sich unterhalb der Felswand eine riesige Schichtfugenhöhle befindet. Diese
Höhle ist fast so groß wie die Hickelhöhle, die noch später in der Wanderung
besucht wird. Im Gegensatz zur Hickelhöhle besteht aber bei dieser Höhle das
kleine Problem, dass sich davor eine große sumpfige Fläche gebildet hat,
durch die man erst mal einen schmalen Pfad finden muss.
Die Wanderung führt noch ein paar Höhenmeter bis runter in den Großen Zschand
und damit ist die bekannte Wanderwegmarkierung roter Strich
wieder erreicht. Es geht nach rechts weiter durch den Großen Zschand.
Nach
einer erholsamen Strecke von einem Kilometer biegt der rot markierte Weg
nach links in die Hickelschlüchte ab. Der Weg wird etwas unebener als durch
den Zschand, aber schon nach kurzer Strecke erreicht man die Hickelhöhle.
Bei dieser Schichtfugenhöhle bin ich immer wieder überrascht, dass hier nur
ganz selten Spuren von Übernachtungen zu sehen sind. Die gesamte Hickelhöhle
liegt voll trockenem Laub, gehört aber nicht zu den offiziellen Boofen.
Mit der Hickelhöhle ist dann auch der südöstlichste Punkt der Wanderung
erreicht und jetzt geht es an den Rückweg. Ich finde den Pfad unterhalb der Thorwalder
Wände ganz besonders schön und erholsam und deshalb soll das
nächste größere Teilstück der Wanderung über den grünen Strich
nach links (wenn man von der Vorderseite auf die Höhle sieht) weiter gehen. Auch wenn der Weg
durch sein wahnsinniges Geschlängel nicht der kürzeste ist, so hat man hier
den ursprünglichen Zweck des
Wanderns: Naturverbundenheit und Erholung. Von dem Weg steigen mehrere Pfade
nach rechts auf die Thorwalder Wände hoch. Diese Pfade sind fast alle
inzwischen gesperrt und so ist auch der Zugang zur einzigen Boofe mit einer
eigenen Internetseite (www.kv-fernblick.de)
(Stand Mitte 2009) verboten. Die Fernblickboofe war früher mit
Holzwänden und Einbauten ausgestattet, aber heutzutage ist das alles
zurückgebaut worden. Insgesamt ist man auf dem Pfad unterhalb der Thorwalder
Wände eine Stunde unterwegs, bis man den Großen Hochhübelweg
erreicht. Hier biegt der markierte Weg nach links ab, die Wanderung führt
aber einfach auf dem gegenüberliegenden Waldweg unmarkiert weiter.
Die
Wanderung geht um den Hochhübel an der rechten (östlichen) Seite herum und
erreicht dann die Wanderwegmarkierung grüner Strich. Mit Erreichen dieses
Weges ist auf der gegenüberliegenden Wegseite auch schon der Zugang zum
Großen Teichstein zu sehen.
Auch
wenn sich der Zugang zur vorderen Aussicht
länger hinzieht,
als man bei einem normalen Felsen erwartet (es sind
immerhin 700 Meter), so sollte man die Aussicht unbedingt besuchen. Es ist eine der
interessantesten Aussichten von hoch oben auf das Zeughaus, aber auch der
Blick auf die Lorenzsteine und den Kanstein ist nicht zu verachten.
Da es auf den Großen Teichstein nur einen Zugang gibt, muss man jetzt wieder
bis zum markierten Wanderweg zurück gehen. Damit auch das letzte Stück der
Wanderung über einen schön ruhigen Weg weiter geht, biegt die Wanderung
gleich nach links auf den Flügel E ab. Bei diesem Weg handelt es sich um
einen breit ausgebauten Forstweg, der auf der Rückseite des Kansteins und
des Heulenbergs entlang verläuft. Der Weg ist nicht besonders aufregend, aber
dafür wandert man hier ziemlich ungestört oberhalb des Großen Zschand in Richtung Neumannmühle zurück. Nach 2 ½ Kilometern erreicht man den
Hinweis auf die Buschmühle und hier verlässt man den breiten Forstweg. Der
Waldweg führt in die Richtung der Gaststätte Buschmühle (www.die-buschmuehle.de)
und nur auf den letzten paar Abstiegshöhenmetern muss man bei
Feuchtigkeit besonders achtsam sein. Um wieder zum Ausgangspunkt der
Wanderung zu gelangen, wandert man die letzten paar Meter die
Kirnitzschtalstraße abwärts.
Diese Runde hat mir sehr gut gefallen, da es unterschiedlichste Wege und
Punkte auf der Strecke gibt. Ganz besonders gut hat mir die Ruhe auf der
Wanderung gefallen, weil damit so eine Runde einen richtigen Erholungswert
hat.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Ottendorf runter ins Kirnitzschtal.
Empfohlener Parkplatz:
Neumannmühle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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