| Zuerst mal das Wichtigste vorneweg: Dieser Weg
ist aus zwei Gründen nicht so ganz legal: erstens gibt es im Großen Zschand keinen offiziellen
Grenzübergang mehr und zweitens wird ein kleines Stück der Kernzone passiert. Deshalb sollte man sich vorher genau überlegen, ob man
diese Wanderung wirklich durchführen oder sich lieber legal benehmen möchte.
Auf jeden Fall möchte ich keine Mails bekommen, dass irgendjemand von einem
Grenzer oder einem Nationalpark-Ranger ermahnt wurde. Die erste Idee zu
dieser Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich für die Wanderung
Luchsstein die Karten von Dr. Böhm studiert
habe und mir dabei der unbekannte Treppengrund (Hluboký důl) das erste Mal
begegnete. Das durfte nicht so bleiben und deshalb ist dieser Grund gleich
mal in eine Wanderung eingebaut worden.
Startpunkt dieser Wanderung ist der Wanderparkplatz an der Neumannmühle im
Kirnitzschtal. Von hier geht es durch den besonders markanten Großen Zschand.
Die ersten paar hundert Meter sind immer ein paar Grad kälter als der Rest,
da die Felsen doch ziemlich dicht beieinander stehen.
Dieses erste
Stück ist mit dem gelben Strich
markiert. Nach den ersten 2 Kilometern durch den Großen Zschand erreicht man
das Gasthaus Zeughaus und das ehemalige Försterhaus. Zum Glück ist
heutzutage der hässliche Ferienheimkomplex abgerissen, so dass diese Stelle
wieder viel natürlicher aussieht. Ein paar Meter vor dem Zeughaus ist die rote
Wanderwegmarkierung
zur Wanderung dazu gestoßen und genau dieser Markierung geht es jetzt auch
durch den Großen Zschand hinterher. Hinter dem Zeughaus ändert der Große
Zschand wieder mal sein Aussehen und es geht durch die etwas weitere
Schlucht auf die Tschechische Grenze zu. Vom Großen Zschand biegen nach
rechts einige Stichwege ab, aber nur die Richter-Schlüchte sind überhaupt
erlaubt. Alle anderen Wege würden in die Kernzone führen und das ist von den
Nationalpark-Rangern nicht so gerne gesehen. Das führt aber auch dazu, dass der Weg durch den Großen
Zschand ab dem Zeughaus relativ ruhig ist. Der rote Wanderweg geht vom Zeughaus ca. 2,6
Kilometer durch den Großen Zschand, bis auch diese Wanderwegmarkierung nach
links abbiegt. Jetzt geht es unmarkiert weiter geradeaus durch den Großen
Zschand auf die Grenze zu. Zwischen dem roten Strich und der Grenze verläuft
die Wanderung über einen kleineren Pfad, dem man aber deutlich
ansehen kann, dass hier auch noch einige andere Wanderer unterwegs sind. Aus
meiner Sicht ist es sehr schade, dass heutzutage dieser Grenzübergang nicht
mehr offiziell passiert werden darf, aber vielleicht wird sich das in der
nächsten Zeit wieder ändern. Auf jeden Fall ist dieser Grenzübergang vor dem
2. Weltkrieg eine äußerst beliebte Verbindung zwischen Großem Zschand und Mezní Louka (Rainwiese) gewesen.
Nachdem man die Grenze überquert hat, wird der Weg wieder breiter und nach
einem ¾ Kilometer erreicht man die Wanderwegmarkierung roter Strich
.
Dieser Markierung folgt man geradeaus bis nach Mezní Louka (Rainwiese).
Dieser Miniortschaft kann man deutlich ansehen, dass sie früher bessere Zeiten
erlebt hat. Heutzutage ist es ein wohl gepflegter Hotel/Gaststätten- Komplex,
der zum Verweilen einlädt. Die Wanderung verlässt den Ort wieder an der
östlichen (linken) Seite. Jetzt geht es auf der grünen Wanderwegmarkierung
in die Richtung des Treppengrundes (Hluboký důl). Zuerst wandert man noch an
der Ortschaft durch eine kleinere Ferienanlage mit einigen kleinen Hütten
und dann geht es im Wald weiter. Bis hierher hat die Wanderung kaum
Höhenmeter absolviert, was sich jetzt aber ändert.
Die Wanderung überquert
einen Ausläufer des Větrovec (Rauschenberg) und auf der anderen Seite geht
es in den Treppengrund runter. Die Wanderung folgt weiterhin dem grünen
Strich und hinter dem Abstieg geht es auf einem dieser sehr gut ausgebauten
Fahrradweg weiter.
Da dieser Radweg aber entweder eine böhmische Sackgasse
ist
oder in Deutschland weiter geht, ist auf dem Radweg relativ wenig Verkehr
und man kann ungestört wandern. Die Wanderung verläuft ca. 3 Kilometer durch
das Tal, bis man die spärlichen Reste der Ortschaft Zadní Jetřichovice (Hinterdittersbach)
erreicht. Früher war die Ortschaft ein äußerst beliebter Treffpunkt für
Wanderer, was man sehr gut daran erkennen kann, dass hier unten im Tal zur
besten Zeit drei Gaststätten gestanden haben. Heutzutage sind leider nur
noch ein paar Kellergewölbe zu erahnen.
Damit die Ortschaft aber nicht ganz in Vergessenheit gerät, ist der
Grenzübergang Hinterdittersbach benannt worden. Genau über diese kleine
Kirnitzschbrücke geht es wieder zurück nach Deutschland.
Nach den ersten 200 Metern wieder auf deutscher Seite erreicht man die
Wanderwegmarkierung grüner Strich
.
Diesem Wanderweg geht es jetzt in die Richtung des Altarsteins (bachabwärts)
hinterher. Damit die Wanderung nicht zu langweilig wird, verlässt man mit
der Wanderwegmarkierung die Kirnitzsch schon nach einem kurzen Stück und es
geht leicht ansteigend auf den Altarstein zu. Das erste Stück des Aufstieges
bis zum
Altarstein ist noch ein breiterer Forstweg, der sich aber mit der
fortschreitenden Wanderzeit in einen Pfad wandelt. Der Altarstein ist kaum
zu übersehen und befindet sich rechts neben dem Waldweg. Ich finde es immer
wieder verwunderlich, was früher die Gläubigen für Strapazen auf sich
genommen haben, um gemeinsam einen Gottesdienst abzuhalten. So
sind die Gläubigen hier zu diesem Felsen aus Böhmen hergewandert.
Ich glaube
nicht, dass sich das heutzutage noch irgendjemand antun würde. Nach dieser
kleinen Attraktion am Wegesrand geht es weiter auf der grünen Wegmarkierung.
Das nächste Ziel ist die Hickelhöhle, aber auch die muss durch einige
Höhenmeter erarbeitet werden. Der Aufstieg über die Thorwalder Wände erfolgt
durch die hinteren Pechofenschlüchte. Die ersten paar Meter sind noch mit
einer kleineren Steigung, aber das ändert sich bald durch ein
Treppenteilstück. An einem Einschnitt überquert man die Thorwalder Wände und
dann geht es auch schon auf der gegenüberliegenden Seite wieder herunter.
Die Hickelhöhle ist eine Schichtfugenhöhle mit ganz würdigen Ausmaßen (ca.
50 Meter breit, 10 Meter tief und hoch).
An der Hickelhöhle verlässt die Wanderung den grün markierten Weg und folgt
jetzt der roten Markierung
.
Der Weg steigt erst das letzte Stückchen von den Thorwalder Wänden in den
Großen Zschand ab und dann geht es auf dem bekannten Weg durch den Großen
Zschand zurück. Wer nicht wieder auf dem gleichen Weg wie auf dem Hinweg
zurück wandern möchte, dem bietet sich an der Hickelhöhle die Möglichkeit, an
den Thorwalder Wänden (grüner Strich) weiter zu wandern. Dieser Weg
schlängelt sich unwahrscheinlich am Felsfuß entlang und dadurch wird die
Wanderung um mindestens ½ Stunde länger. Wir haben aber den Rückweg
durch den Großen Zschand gewählt und so erreicht man nach 2,5 Kilometern das
Zeughaus. Hier bietet sich zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit an
einzukehren bzw. in den schönen Jahreszeiten im Biergarten zu sitzen. Auch
die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung erfolgen durch den
Großen Zschand.
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GPS Daten:
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| geplanter Track |
aufgezeichneter Track |
geplante Route |
MapSource |
Google Earth |
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Dateigröße:
2,82 kByte
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5,84 kByte
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1,96 kByte
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7,39 kByte
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40,97 kByte
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