Lausitzer Störung

 
 

 


 

Vor 100 Millionen Jahren, in der Kreidezeit, genauer zu Beginn der Oberkreidezeit entstand in Mitteleuropa das Kreidemeer. So auch im Gebiet des heutigen Elbsandsteingebirges. Aus riesigen Flüssen wurden vom umliegenden Festlandbereich Ablagerungen herantransportiert, so dass sich zwischen dem späteren Lausitzer Bergland, das vorwiegend aus Granit bestand und dem südöstlichen Erzgebirge, eine riesige Sandsteinplatte ablagerte. Als sich das Kreidemeer nach etwa 7 Millionen Jahren zurückzog, ergab sich in den weiteren Entwicklungen die Hebung des Granitgebirges der Lausitz, die so genannte Lausitzer Störung .

 

Das Kirnitzschtal wird zwischen dem Schweinskopf und der Ostrauer Mühle fast senkrecht durch die Lausitzer Störung gequert. Nach einer Strecke von mehr als 2 Kilometer (ab Ostrauer Mühle) ist das Kirnitzschtal vor und hinter dieser Schicht (statt in den Lausitzer Granodiorit) in den Sandstein eingesägt worden.