Von der in einer
Talerweiterung liegenden Lichtenhainer Mühle, die im 15. Jahrhundert als Mahl-
und Brettermühle Zubehör der Burgstätte „Wildenstein“ war, sehen wir hier ein
Stück des insgesamt 1.300 Meter langen Mühlgrabens. In den letzten 100 Jahren
hat man die Holzschleiferei fabrikmäßig betrieben. Zwei Turbinen lieferten 300
PS und machte die Mühle zur stärksten im Kirnitzschtal. Das benötigte Holz wurde
früher von den bis zu 175 Meter steilen Berghängen des Hausberges hinab gestoßen
(„gebloßt“ wie es im Volksmund hieß). Von der Lichtenhainer Mühle die nächsten
zwei Kilometer Flussabwärts queren 4 dieser Bloßrinnen, die kaum noch als solche
zu erkennen sind.