Um 1680
fand man in der Aue der Kirnitzsch normale, aber eisenhaltige Quellen, die
zuerst als „das rote Flößgen“ bezeichnet wurden. Ab 1730 wurde es – nunmehr
„Schandauer Gesundbrunnen“ genannt – für Heilzwecke genutzt. Außer dem erhöhten
Eisengehalt war das Wasser mineralarm. Nach 1920 teufte man zur Erhöhung der
Wassermenge eine über 100 Meter tiefe Bohrung ab, deren Wasser artesisch austrat
und den Auslauf der so genannten „Mineralquelle“ speiste. Ab 1956 wurde sie für
einige Zeit zur Herstellung des Bad Schandauer „Tafelbrunnens“ benutzt. Heute
erinnert die unter Denkmalsschutz stehende Brunnenhalle an die Existenz der
ehemaligen Quelle.