Niedere Schleuse

 
 

 


   

Der Standort für die niedere Schleuse ist ausgezeichnet gewählt.

Die 32 Meter breite Staumauer hält bei einer Staulänge von 750 Metern beachtliche 28.000 Kubikmeter Flutwasser für die Holztrift zurück. Die Wasserpforte in der Schleusenmitte und die wilde Flut im linken Flügel des Stauwerkes funktionieren zuverlässig. Mit Einschieben oder Ziehen von Versatzhölzern wird noch heute der Wasserstand geregelt. Dazu, wie auch zum Korrigieren des triftenden Holzes, wird als unentbehrliches Werkzeug der Floßhaken verwendet. Das schindelgedeckte Schleusenhäuschen über der Wasserpforte dient zur Aufbewahrung der Floßhaken.

Die niedere Schleuse ist seit ihrer Rekonstruktion wieder funktionsfähig. Der Stauraum ist allerdings teilweise verlandet. Zugunsten der in der Kirnitzsch lebenden Tierwelt wird heute auf einen Ausbau verzichtet. Das Stauwerk dient heute dem Hochwasserschutz des Kirnitzschtales.

In den Jahren 1985 – 1993 rekonstruierten Waldarbeiter des Reviers Hirschwald detailgetreu die Anlage der niederen Schleuse und verhinderten so den endgültigen Zerfall der Anlage. Sie leisteten damit einen Beitrag der Denkmalspflege und halten die Erinnerung an die Holzflößerei im Kirnitzschtal wach.