Waldhusche Waldabenteuerweg

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Karte:
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Dauer:
ca. 1,50 h
Entfernung:
ca. 3,00 km
Höhenunterschied:
ca. 119 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Hinterhermsdorf und die Schleusen;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Buchenparkhalle - Eingang Waldhusche - rote Markierung - Wurzeltunnel - Widderbock - Käferspiel - Spinnennetz - Sägegatter - Fuchsbau - Nationalparkinformationshaus Beizehaus - Eingang Buchenparkhalle

Waldhusche Waldabenteuerweg

Der Startpunkt dieser kleinen Runde durch die Hinterhermsdorfer Waldhusche liegt an dem großen Parkplatz der Buchenparkhalle. Die Waldhusche ist ein Gebiet, in dem der Nationalpark gleich vier unterschiedliche Wege angelegt hat. Dabei handelt es sich um den Abenteuerweg, den Waldnutzungsweg, den Naturgenussweg und den Waldkundeweg. Wie die Namen schon verraten, handelt es sich um unterschiedlichen Themenbereiche, die aber allesamt sehr gut umgesetzt sind und auch immer weiter entwickelt werden.

In dieser Beschreibung handelt es sich um den Abenteuerweg, der zumindest bei den Kindern am besten von den vier Wegen angekommen ist. Eingang_WaldhuscheGleich am Parkplatz befindet sich der deutlich sichtbare Eingang, an dem auch eine Übersicht über die Waldhusche hängt. Hier sind die einzelnen Stationen und die unterschiedlichen Wege in einer Karte eingezeichnet. Zumindest in der Hauptwanderzeit befinden sich in einem kleinen Kästchen auch noch Flyer zur Waldhusche. Ich habe mir angewöhnt, alle Wege in der Waldhusche im Uhrzeigersinn zu wandern und so geht es gleich hinter dem Eingang der roten Wanderwegmarkierung hinterher. Nach 100 Metern teilt sich der Weg und seltsamerweise führt in beide Richtungen die rote Markierung. WurzelgangEs empfiehlt sich nach links zu gehen, da es nur eine kurze Sackgasse bis zur ersten Station, dem Wurzeltunnel, ist. Hier können die Racker durch einen langen Gang unter ein paar unterschiedlichen Wurzeln entlang laufen. Auch wenn man nach jedem Sturm die unterschieden Wurzelformen im Wald entdecken kann, so ist es hier an der Station doch besonders eindrucksvoll.

Die beiden nächsten Stationen gehören zusammen und handeln von ähnlichen Themen. KaeferspielDas eine Spielgerät sind die „Gänge“ eines Widderbock-Käfers und dazu passend das Käferspiel. Beide Stationen sind interessant, aber bei unseren Kindern kam nur das Spielgerät mit dem Gang in dem Baumstamm gut an. Das Spiel mit den Seilen und Stöpseln war anscheinend zu langweilig. Kreuzspinne_WHKnapp daneben befindet sich eine ganz besonders gut gemachte Station in Form eines riesigen Spinnennetzes. Das kann man als Eltern noch ein wenig spannender machen und der großen Spinne ein wenig Leben einhauchen. Abhängig von den Kindern gibt es dann eine Flucht oder ein Anfauchen des Papas.

Nach ein paar hundert Metern wird ein Kreisverkehr erreicht, an dem sich auch ein paar interessante Stationen befinden, die aber eigentlich nicht zu dem Abenteuerweg gehören. zwei_Zwerge_an_der_Saege_kleinWer kann aber schon seinen Sohnemann davon abhalten, die riesige Konstruktion des Sägegatters zu besteigen? Natürlich keiner und deshalb wird diese Station auch noch eben untersucht. Dabei sollte man als Eltern ein bisschen auf die Kinder aufpassen, da man sich hervorragend die Finger einklemmen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kreisverkehrs geht es weiter der roten Markierung hinterher. An diesem angenehm zu wandernden Weg befinden sich noch reichlich Stationen der anderen Waldhuschenwege. untere_Fuchsbauoeffnung_kleinDie nächste Station des Abenteuerwegs ist der Fuchsbau. Dabei sind in einen Hügel ein paar Gänge wie in einem Fuchsbau eingelassen worden. Das ist sehr gut gemacht und dadurch, dass die Röhren aus Edelstahl sind, bleiben die Kinder auch noch so einigermaßen sauber. Aber eigentlich ist das vollkommen egal, da es darum geht, dass die Racker Spaß haben und vielleicht auch etwas bei diesen Spielereien an Naturverständnis mitnehmen.

Auf dem weiteren Weg geht es etwas abwärts und man gelangt auf einen breiteren Waldweg. Hier ist nach rechts der weitere Verlauf des Abenteuerwegs markiert. Meiler_im_Schnitt_kleinDie Wanderung passiert einen Kohlemeiler, der zwar nie angezündet wird, aber durch seinen Aufbau sehr anschaulich ist. Aber praktisch interessiert es Kinder überhaupt nicht. Es qualmt nicht und drauf herumturnen darf man auch nicht. Also ist es aus Sicht der Racker langweilig. Die Wanderung passiert noch zwei weitere Stationen, die wieder etwas interessanter sind. Einerseits ist es ein Steg über einen Teich und außerdem ein Aussichtsturm, den man erklimmen kann. Das sind doch mal wieder Stationen, die Kindern Spaß machen. Knapp darüber befindet sich noch eine nette Station, die aber eigentlich auch nicht zu diesem Weg gehört. Eichhoernchenkobel_kleinEs ist die neue Station, die einen Eichhörnchenkobel in großem Maßstab nachstellt. Das Ding sieht toll aus und ist neben der eigentlichen Waldhusche die ästhetisch schönste Station. Tatsächlich kann man hier auch mal Eichhörnchen spielen und in die riesige Murmel reinklettern. Das schaffen Kinder um ein Vielfaches besser als die steifen Eltern.

Knapp darüber befindet sich das Nationalparkinformationshaus Beizehaus. Jede diese Informationsstellen des Nationalparks hat ihr eigenes Thema und in jedes dieser Häuser lohnt es sich einmal kurz hineinzugehen. In diesem Fall ist das Thema der Wald und dessen natürlicher Wandel in einem Schutzgebiet. Das hört sich hochtrabend an, ist aber in der Praxis eine interessante Ausstellung, in der man z.B. anhand einer Baumscheibe Klimaänderung erklärt bekommt oder mit einem Comic das Leben eines Borkenkäfers.

Nach diesem kurzen Abstecher kann man entweder auf der Rückseite über einen Zickzack-Weg weiter wandern oder über einen kurzen Klettersteig bis hoch zur Aussicht oberhalb der Nationalparkinformationsstelle. Bisher habe ich nur Kinder gesehen, die den Klettersteig gewählt haben und damit ihre Eltern im Schlepptau hatten. Von der Aussicht geht es auf der roten Markierung weiter. Als nächstes passiert man eine Station, die mal wieder nicht zum Abenteuerweg gehört, aber durch ihre seltsame Form zum Untersuchen anlockt. Balancierparcour_Station_StaemmeBeim ersten Blick sieht es aus wie eine Kanone, aber praktisch soll es eher ein Fernrohr sein und zum Beobachten des Waldrandes animieren. Das letzte Teilstück der Runde führt in einem Bogen um die Hackkuppe, um auch noch die letzte Station in Form des Balancierparcours zu passieren. Diese Station besteht aus mehreren Einzelstationen und hier zeigen die meisten Kinder ihren Eltern, dass sie doch nicht ganz so unsportlich sind, wie Eltern es annehmen. Auch wenn die Racker häufig vor einem Handy oder sonstigen elektronischen Spielzeugen sitzen, sind die meisten doch fitter als man vermutet.

Damit kommt man auch wieder an den Ausgangspunkt der Wanderung. Die Runden durch die Waldhusche sind immer eine Bereicherung, aber der Bogen auf dem Abenteuerweg ist für Kinder wirklich toll. Es ist traurig, dass diese Stelle des Nationalparks so selten besucht wird. Hier sollten sich alle Eltern mal Gedanken machen, ob man wirklich mehrere hundert Kilometer in einen Freizeitpark fahren muss oder ob man die Kinder nicht in einen echten Wald schleppen könnte. Die Vorbereitungen dafür sind durch den Nationalpark auf jeden Fall hervorragend geschaffen worden.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Buchenparkhalle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

Alpakas Spaziergang

Unsere beiden Mädels finden Alpakas furchtbar süß und haben einen riesigen Spaß daran, mit ihnen spazieren zu gehen. Die erste Stelle in der Sächsischen Schweiz, wo mir vor vielen Jahren schon aufgefallen ist, dass da Alpakas stehen, war die Kräuterbaude in Hinterhermsdorf. Irgendwie haben wir es aber nie geschafft, mit den Alpakas dort eine Runde zu drehen und das sollte jetzt doch endlich mal nachgeholt werden. Also haben wir einen Termin mit Herrn Hesse, dem Inhaber der Kräuterbaude, vereinbart.

Der Treffpunkt war natürlich die Kräuterbaude zwischen Saupsdorf und Hinterhermsdorf. Wir hatten uns zwei Alpakas für unsere Runde gewünscht, was bei der Kräuterbaude auch das Maximum an Tieren ist, und die beiden standen bei unserer Ankunft schon neben der Gaststube.

Nachdem Heiko Hesse uns ein bisschen was zu den Alpakas erklärt hatte, Alpakas_der_Kraeuterbaude_kleinging es auch schon los, zunächst in Richtung Hinterhermsdorf. Parallel zur Fahrstraße verläuft ein Waldweg. Im Bereich der Kräuterbaude sind vollkommen ungewöhnliche Wanderwegmarkierungen im Wald zu finden. Dabei handelt es sich um mindestens blaue und rote Dreiecke, die von dem Inhaber der Kräuterbaude angebracht wurden und in einem netten Bogen um die Gaststätte herum führen. Unser Spaziergang mit den beiden Alpakas führt komplett auf der blauen Markierung entlang. Die ersten 400 Meter gingen wir in östliche Richtung bis zum Palmes Stein. Dieser Stein soll an den Tod von Martin Palme an dieser Stelle im Jahre 1678 erinnern. Ganz schön beeindruckend, dass ein Gedenkstein so lange hier in der Natur überstanden hat.

An diesem gut sichtbaren Gedenkstein geht es im spitzen Winkel nach links, also in nördliche Richtung, weiter. Der Weg führt zwischen ein paar Wiesen entlang und die Alpakas haben sich auf unserer Tour erstklassig benommen. Sie sind nicht gerade die schnellsten Wanderer und manchmal haben sie ganz eindeutig ihren eigene Vorstellung, wann es genug ist, aber mit ein bisschen Autorität und gutem Zureden kann man ganz gut mit ihnen wandern. Nach ½ Kilometer passiert man eine Senke, in der sich die Luisenquelle und die drei darunterliegenden Teiche verstecken. Hier war an unserem Wandertermin einer der Wegweiser umgefallen und damit konnten wir uns gut vorstellen, dass es eine ganze Menge Arbeit ist, sich einen Rundweg auszudenken, dann zu markieren und, was bei den geförderten Wegen immer wieder vergessen wird, danach auch noch zu pflegen. In diesem Fall hat Heiko Hesse den verfaulten Pfosten entdeckt und er wollte ihn gleich am nächsten Tag instandsetzen.

Die Wanderung führte noch ein kleines Stück in den Wald nördlich der Kräuterbaude auf dem gut markierten Weg. Alpakas_und_Begleitung_kleinHier erzählte Herr Hesse davon, dass Alpakas sich manchmal auch ungewöhnlich benehmen und es sein könnte, dass sie womöglich mal bei ihm Wölfe entdeckt haben. Was wir auf jeden Fall gelernt haben war, dass Alpakas auch sehr gut als Schutztiere für Schafe funktionieren. Im Gegensatz zu Schafen, die einfach nur versuchen dem Jäger auszureißen, stellen sich Alpakas der Gefahr und damit rechnet ein Wolf nicht. Da die Alpakas auch noch viel größer als ein Wolf sind, gibt ein einzelner Wolf die Jagd sehr schnell dran und damit ist das Ziel erreicht. Ein paar besondere Vorteile im Vergleich zu einem Hütehund hat das Alpaka in der Form, das es die gleiche Nahrung wie Schafe zu sich nimmt, im Winter mit den Schafen im gleichen Stall leben kann, keinerlei laute Geräusche von sich gibt, keine extra Ausbildung benötigt und dann auch noch älter wird als ein Hund. Das hört sich so an, als ob es in Zukunft noch viel mehr von den netten Tierchen geben wird.

Nach einem Bogen oberhalb der Gnauckmühle stößt der Alpakaspaziergang auf die Verbindungsstraße zwischen Hinterhermsdorf und Saupsdorf. Bei dem Namen Verbindungsstraße braucht man sich keine Sorgen machen, da von beiden Seiten nur Anlieger die Straße benutzen dürfen und damit nur ganz wenige Autos hier entlang fahren. Die letzten Meter dieses Spaziergangs gehen nach links noch eine Spitzkehre bis hoch zur Kräuterbaude.

Damit ist auch ein wirklich netter Spaziergang zu Ende gegangen, den wir natürlich noch mit einem Abstecher in die Gaststube abgerundet haben. Uns hat auch diese Alpakarunde sehr gut gefallen und obwohl wir jetzt doch schon mehrmals mit Alpakas unterwegs waren, haben wir wieder etwas gelernt. Einen herzlichen Dank an Heiko Hesse und die sehr anschaulichen Erklärungen.

Kalkstraße

Die Idee zu dieser Wanderung ist entstanden, als ich mal wieder im ruhigsten Teil der Sächsischen Schweiz, dem Gebiet um Hinterhermsdorf, unterwegs war und die Frage aufkam, wohin eigentlich die gut ausgebaute Kalkstraße führt.
Der Startpunkt der Wanderung liegt im Zentrum von Hinterhermsdorf. Von hier geht es nach rechts vom Parkplatz herunter. Zuerst passiert man das Erbgericht und dann biegt man dahinter die zweite Straße nach links ab. Eigentlich könnte man sich am Straßennamen (Oberdorfweg) orientieren, aber unglücklicherweise heißen alle Straßen in diesem Bereich so und deshalb ist es einfacher, der Ausschilderung „Schäferräumicht“ zu folgen. Spätestens am Ortsausgang ist der Feldweg mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Die Wanderung führt durch eine Senke und vor sich sieht man die ganze Zeit den Weifberg bzw. den Aussichtsturm auf dem Weifberg. Dieser wird aber erst am Ende der Wanderung bestiegen, da der markierte Wanderweg vor dem Berg nach rechts abbiegt und weiter in die Richtung zur Gaststätte Schäferräumicht verläuft. Wer schon jetzt auf den ersten paar Metern verhungert oder verdurstet, der kann mit einem Miniabstecher nach links im Schäferräumicht einkehren. Danach geht es weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung. Die Wälder rund um Hinterhermsdorf sind grundsätzlich schon sehr ruhig, aber spätestens ab dem Weifberg bzw. dem Schäferräumicht trifft man nur noch ganz wenige Wanderer an, die runter ins Weißbachtal wollen. interessante_Bachueberquerung_Heidelbach_kleinVom Schäferräumicht wandert man auf einem fast schnurgeraden Waldweg einen Kilometer bis zur ersten Kreuzung. Dafür, dass man vom Schäferräumicht ziemlich genau 50 Höhenmeter bis zum Heidelbach heruntergestiegen ist, geht es über eine besonders ungewöhnliche Bachüberquerung und dann genau die 50 Höhenmeter wieder aufwärts. Blöderweise ist die Strecke kürzer und damit der Anstieg steiler.
Am Ende des Aufstiegs stößt man auf die Kreuzung mit der Kalkstraße. Sehr seltsam ist der Wegweiser, der in alle möglichen Himmelsrichtungen weist, nur sonderbarerweise nicht nach links. Nach rechts ist zwar die Kalkstraße ausgeschildert, aber dieser breite Forstweg würde einen nur runter zum Anfang der Kalkstraße an die Obermühle (oder Pallmmühle) bringen. Wenn man auf der gegenüber liegenden Seite der Kalkstraße runter ins Weißbachtal absteigen würde, könnte man die ehemaligen Kalksteinbrücke entdecken. Diese Abbaustellen sind natürlich seit Jahrhunderten nicht mehr benutzt und so ist es ziemlich schwierig, sie in der Natur zu entdecken. Die einfachste Stelle ist noch das vollgelaufene Loch an der Obermühle. Alle diese Steinbrüche liegen an der Kante zwischen dem Sandstein und der Lausitzer Verschiebung.
Die Wanderung soll aber nicht den Start der Kalkstraße erkunden, sondern von der besagten Kreuzung nach links in Richtung Kalkstrasse_bei_Hinterhermsdorf_kleinTschechien gehen. So ein breiter Forstweg ohne jegliche Beschriftung ist schon wirklich seltsam, aber sobald man auf diesem Weg wandert, stellt man nach ein paar hundert Metern fest, dass der Weg relativ schnell immer schmaler wird. Nach einem ¾ Kilometer biegt nach links ein breiterer Weg im spitzen Winkel ab, aber die Wanderung geht weiter geradeaus. Der Waldweg schrumpft weiter zu einem Pfad, der dann bald einen Grenzstein und mehrere Durchfahrtssperre_Kalkstrasse_kleinWegsperren aus Beton passiert. Die ersten paar Meter in Tschechien führen auf einem grasbewachsenen Pfad entlang. Mitten in der Wiese steht dann auf einmal eine weitere Durchfahrsperre, die anscheinend gleich mehrfach nachträglich verstärkt worden ist. Inzwischen ist sie so stabil ausgelegt, dass sie nur noch mit großem Gerät (Trennschneider, Schneidbrenner, Forstfahrzeug oder Bagger) entfernt werden könnte.
Die böhmischen Wälder werden noch sehr deutlich als Nutzwälder erschlossen und so ist es auch knapp hinter der Durchfahrsperre. Hier befindet sich ein typischer schnell wachsender Fichtenwald, der auch immer wieder von Forstfahrzeugen befahren wird. Je länger man auf dem Weg weiter wandert, desto breiter wird er wieder. Kurz bevor man aus dem Wald heraustritt, endet die Kalkstraße auf der alten Nixdorfer Straße. Natürlich ging früher die Kalkstraße hier weiter oder zumindest wurde der Kalk hier weiter nach Böhmen transportiert. Für die weitere Wanderung bietet sich vor dem ersten Haus am Waldrand die Möglichkeit nach rechts abzubiegen an. Der Feldweg führt geradewegs auf ein kleines Wäldchen drauf zu, das im Sommer 2011 noch mit einem zweireihigen Zaun umgeben war. Der Zaun ist schon ziemlich löchrig bzw. für den Zugang auf den Aussichtpunkt sogar ganz offen. Mit dem Feldweg wird man genau auf den Zugang bzw. eigentlich ist es sogar eine Auffahrt auf die Anhöhe geführt. Dieser kleine Hubbel in der Landschaft sieht irgendwie schon sehr seltsam aus, da das Gipfelplateau mit Betonplatten ausgelegt ist. Im Sommer 2011 war leider die Aussicht durch viele Bäume und Sträucher zugewuchert, aber trotzdem lassen sich ein paar Blicke in die Landschaft erhaschen.
Jetzt muss man wieder über den Feldweg bis zu dem einzelnen Haus an der Alten Nixdorfer Straße zurück wandern. Das Haus befindet sich auf einem Grundstück mit gleich mehreren interessanten Stellen. Einerseits stehen riesige Forstmaschinen herum, dann ist ein Pool mit einer Solaranlage gekoppelt worden und das Haus sieht auch nicht nach einem langweiligen Standardhaus aus. Neben dem Haus geht es weiter auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in Richtung Mikulášovice (Nixdorf). Freibad_Nixdorf_kleinDer breite Weg fällt leicht ab und kurz vor der Bahntrasse passiert man das riesige Freibad. Dieses Schwimmbad ist zwar nicht so ein Luxusschwimmbad wie man sonst so kennt, aber dafür hat es noch richtig was mit Natur zu tun. Es gibt ein Vorwärmbecken mit ein paar Enten, ein Kinderbecken und ein richtig großes Becken mit sogar einem Dreimeterturm. Den tschechischen Kindern und Jugendlichen scheint es ziemlich egal zu sein, wie ihr Schwimmbad aussieht, sie haben einen gigantischen Spaß und das kann man sehr gut auch außerhalb des Schwimmbades hören.
Es geht über einen unbeschrankten Bahnübergang, an dem tatsächlich von Zeit zu Zeit ein Personenzug vorbeischaukelt. Dass man den Zug an dem Bahnübergang übersieht, ist sehr unwahrscheinlich, da der Zug schon weit vor der Straße mehrfach ziemlich laut hupt. Die Straße führt nach Mikulášovice (Nixdorf) hinein. Viele von den Häusern an der Straße sind wirklich uralt (weit vor dem 2. Weltkrieg gebaut) und man sieht, dass es richtig schicke Häuser gewesen sind. Leider ist an wirklich vielen dieser Gebäude in den letzten Jahrzehnten nichts mehr an werterhaltenden Maßnahmen durchgeführt worden und so sehen diese ehemals herrschaftlichen Häuser ziemlich traurig aus. Eingang_ehemaliges_Kino_in_Nixdorf_kleinSo kann man von draußen defekte Dächer, abgerissene Dachrinnen oder auch gebrochene Fensterscheiben, die mit Klarsichtfolien geflickt wurden, entdecken. Besonders traurig finde ich das Kinogebäude, das sich auf der dem Fußballplatz  gegenüberliegenden Straßenseite befindet. Von außen sieht man noch die ursprüngliche Schönheit und die Aufschrift „Kino“, aber bei einem näherem Blick sieht man, dass das Dach schon komplett in das Gebäude gefallen ist. Vorderseite_Kirche_Nixdorf_kleinDiesen Zustand kann Seitenansicht_Kirche_Nixdorf_kleinman an mehreren Häusern und Fabriken in Mikulášovice (Nixdorf) entdecken. Aber es gibt zwischendurch auch immer wieder super gepflegte Häuser. So eins ist z.B. die riesige Kirche in der Ortsmitte, die das nächste Ziel der Wanderung ist. In die Kirche des heiligen Nikolaus sollte man unbedingt hineingehen, da hier eine riesige Orgel mit ganz besonders vielen Orgelpfeifen steht. Vermutlich ist die Kirche in der heutigen Zeit viel zu groß, aber es hat auch Zeiten gegeben, in der 3-mal so viele Einwohner in Mikulášovice (Nixdorf) gelebt haben.
Wenn man aus der Kirche herauskommt, geht es nach rechts auf die Hauptstraße und dann zweigt sofort, schräg nach links (also in die Richtung der bekannten Bahnlinie), eine Ortsstraße ab. Diese Straße führt wieder aus der Ortschaft heraus. Schon nach 400 Metern überquert man wieder die Bahnlinie und hier befindet sich auf der linken Seite der Bahnhof Mikulášovice střed (Nixdorf Mitte). Mikulášovice ist eine so langgezogene Stadt, dass sie tatsächlich drei Bahnhöfe hat. Die Straße ist nur ganz wenig befahren, da sie nur die Zufahrt zur Miniortschaft Tomášov (Thomasdorf) und dem Tanečnice (Tanzplan) ist. Laut allen möglichen Karten soll sie auch mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet sein, aber in der Natur habe ich die Wanderwegmarkierung irgendwie nicht gesehen. Aber praktisch braucht man die auch nicht, da es sehr einfach auf der Straße entlang geht. Eigentlich sollte gleich am Ortsausgang hinter dem Haus/Schuppen ein Weg nach links in Richtung des deutschen Wachbergs abbiegen. Hier ist zwar auch ein Pfad zu sehen, aber irgendwie war der Weg im Sommer 2011 so zugewuchert, dass ein Durchkommen unmöglich erschien. Also geht es auf der Straße weiter. Auf einer der wenigen mir bekannten Wanderkarten dieser Region ist nach ungefähr ½ Kilometer hinter dem Bahnübergang eine Stelle mit dem Namen Münzelskreuz eingetragen. Entweder habe ich es gewaltig auf den Augen gehabt oder es handelt sich um einen fiktiven Punkt, der vom Kartenhersteller als Plagiatsfalle eingezeichnet worden ist.
Auch wenn es eine Straße ist, so kann man doch so einigermaßen angenehm auf ihr entlang wandern. Als ich die Strecke gegangen bin, sind dort ganze zwei Autos an mir vorbei gefahren, wobei das eine Auto auch noch ein deutsches war, dessen Fahrer mich dann nach dem Weg zum Schwimmbad fragte. Der einfachste und eindeutigste Weg ist, von dem Bahnübergang 2 Kilometer auf der Straße in Richtung Tomášov (Thomasdorf) zu wandern. Von der rechten Seite kommt dann die Zufahrt vom Tanečnice (Tanzplan) und 100 Meter später biegt nach links, kurz vor den paar Häusern von Tomášov (Thomasdorf), ein Waldweg ab. Zumindest im Winter 2015/2016 stand hier noch ein Wegweiser zum Wachberg.
Die Wanderung geht erst einen Kilometer nach links, parallel zur Grenze, und dann folgt man der Ausschilderung Wachberg. Blick_vom_Wachberg_auf_Hintere_Saechsische_Schweiz_kleinBis zur Grenze ist auch hier ein breiter Waldweg angelegt, der dann aber auch wieder ordentlich stabil verbaut ist. Für einen Wanderer ist die Stelle aber überhaupt Blick_vom_wAchberg_auf_den_Weifberg_kleinkein Problem und so erreicht man von der Rückseite den Wachberg. Hier oben hat man eine wirklich schöne Aussicht und netterweise kann man sich auch an diesem relativ ruhigen Platz auf die Terrasse der Wachberg-Baude (www.wachbergbaude.de) setzen. Der Wachberg hat auch noch den Beinamen Schweizerkrone, was eine schöne Beschreibung für den Panorama-Blick auf die Hintere Sächsische Schweiz ist. Im Jahr 2015 wurde die Wachbergbaude leider auf unbestimmte Zeit geschlossen. Wir hoffen sehr, dass sie irgendwann wieder eröffnet wird.
Nachdem man sich satt gesehen hat, geht es weiter in Richtung Weifberg. Der Wanderweg ist mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet. Auf einer Wanderkarte sieht  der Weg zwischen dem Wald_und_Spitze_vom_Weifbergturm_kleinWachberg und dem Weifberg vollkommen entspannt aus, aber das ist in der Natur doch ein wenig anders. Zwischendurch geht es mal in eine kleinere Schlucht und auf der gegenüberliegenden Seite muss man wieder hoch. Bis auf den Weifberg sind es etwas mehr als 150 Höhenmeter. Der Weifberg selber ist eigentlich ein langweiliger Berg, da er fast komplett bewaldet und damit die Blick_vom_Weifbergturm_auf_Hinterhermsdorf_kleinAussicht sehr beschränkt ist. Aber auf dem Weifberg befindet sich ein hölzerner Aussichtsturm, der ein ganzes Stück über die Baumwipfel ragt. Der Turm ist fast 37 Meter hoch und man muss 170 Stufen bewältigen. Der Aufstieg ist wirklich lohnenswert, da man von der obersten Plattform eine fantastische Rundumsicht hat. Sehr nett sind auch die vielen Informationstafeln, mit denen man sehr gut die ganzen Berge des Panoramas bestimmen kann.
Von dem Weifberg geht es wieder herunter und das letzte Stück bis nach Hinterhermsdorf. Der Weg ist immer noch mit dem blauen Blick_auf_Kirche_und_Buchenparkhalle_Hinterhermsdorf_kleinStrich gekennzeichnet und führt angenehm leicht abfallend nach Hinterhermsdorf. Kurz vor der Ortschaft kann man sehr schön rüber auf die nette kleine Kirche blicken und am Ortsrand hat jemand eine kleine Sammlung Grenzsteine aufgestellt. Das ist schon ziemlich lustig, wie viele unterschiedliche Steine mit unterschiedlichsten Bedeutungen selbst in dieser kleinen Sammlung schon zu finden sind. Die Wanderung erreicht am Hinterhermsdorfer Fremdenverkehrsbüro wieder den Ortskern.
Damit ist eine ruhige Wanderung zu Ende gegangen, die doch einige wirklich lohnenswerte Aussichten beinhaltet. Das Teilstück durch Mikulášovice (Nixdorf) kann einen schon ziemlich bedenklich stimmen, wenn man zum Teil den Zustand der Häuser sieht, aber vermutlich wird sich das auch in der nächsten Zeit den restlichen EU Standards anpassen.

Waldhuschenführung

Vom Nationalpark Sächsische Schweiz werden einige geführte Wanderungen angeboten und so habe ich im Juni 2006 auf der Internetseite des Nationalparks folgende Beschreibung gefunden:

Waldhuschenführung
Im forstgeschichtlichen Freigelände wird anhand konkreter Beispiele die Waldbewirtschaftung früher und die Waldpflege heute gezeigt. Dabei können Sie viel über die Entwicklung des Waldes erfahren. Der spannende Rundgang ist besonders für Familien geeignet.
Termin:           immer
Sonnabend von April – Oktober, jeweils 14 Uhr
Treffpunkt:       Hinterhermsdorf, Parkplatz Buchenparkhalle – Eingang Waldhusche
Durchführung:  Nationalpark – Ranger

Bei der Waldhuschenführung war es genauso, wie bei den beiden anderen Führung (Bastei mit Ranger und Waldkundliche Führung), dass der Nationalpark Ranger rechtzeitig zum angegebenen Zeitpunkt am Treffpunkt war, aber außer uns nur noch drei andere Teilnehmer anwesend waren. Für ein kostenloses Angebot des Nationalparks finde ich das eigentlich sehr schade. Die Führung startete vom Eingang an der Buchenparkhalle nach links. Gleich auf den ersten Metern wies uns der Nationalpark Ranger auf die gefällten Roteichen hin. Da diese Baumsorte nicht zu den ursprünglichen Bäumen der Sächsischen Schweiz zählt, sind sie an der Stelle entfernt worden. Gleich an dieser Stelle hat uns der Nationalpark Ranger ein paar grundsätzliche Informationen zur Waldhusche gegeben: Die Waldhusche ist 66 Hektar groß, wird vom Nationalpark Sächsische Schweiz betrieben und verfügt über 4 unterschiedliche Themenwege (Waldkundeweg, Historischer Waldnutzungsweg, Naturgenussweg und Waldabenteuerweg).  WurzelgangDer Weg ging nach rechts bis zum Wurzeltunnel. Hier kann man sehr gut drei unterschiedliche Wurzelformen sehen. So haben z.B. die Fichten großflächige Tellerwurzeln, die Buchen Herzwurzeln und die Eichen Pfahlwurzeln. An dieser Station stecken ein paar Bäume falsch herum im Boden, damit die Wurzeln in die Luft ragen, so kann man die unterschiedlichen Wurzelformen sehr gut erkennen. Außerdem gibt es einen Wurzeltunnel, wo man die Wurzeln von unten sehen kann. Selbst kleinste Kinder haben einen riesigen Spaß an dieser Station.
Die Führung ging weiter auf dem Pfad bis zur nächsten Station mit dem Namen Streunutzung. Hier ist auf einer Fläche von 10 x 10 Meter alles an Nadeln, Reisig und Blättern in einen Behälter an der Seite zusammengekehrt worden. Früher wurde häufig alles auf dem Waldboden zusammengekehrt und dann als Einstreu für die Viehställe genutzt. Dass in solch einem gefegtem Wald keine Humusschicht und Naturverjüngung entstehen kann, ist in diesem abgegrenztem Waldstück sehr gut sichtbar.
Der weitere Weg ging bis zum Pflanzkamp. Hier stehen in einem eingezäunten Bereich ein paar Reihen neu herangezogene Bäumchen. Diese Pflanzen werden in dem Bereich erstmal aufgezogen, um dann später in den Wald gepflanzt zu werden. Man hat es schon versucht junge Bäume aus ganz anderen Regionen von Deutschland in der Sächsischen Schweiz anzupflanzen, aber durch ein leicht anderes Klima war dieser Versuch nicht vom Erfolg gekrönt. Der weitere Weg führte auf dem Waldkundeweg (blaue Markierung) entlang. Es ist ein schmaler Pfad quer über einen kleineren Hügel. Der Hügel ist in den letzten Jahren von allen standortuntypischen Pflanzen befreit worden. Jetzt stehen auf dem Hügel nur noch die Pflanzen, die normalerweise auf einem Felsriff stehen. Ganz besonders fällt auf, dass sich das Heidekraut in diesem gelichteten Wald stark vermehrt. Nachdem es über den Hügel hinweg gegangen ist, haben wir wieder einen Waldweg auf der gegenüberliegenden Seite erreicht. Diesem sind wir nach rechts gefolgt, um bald an zwei gewaltigen Buchen den nächsten Halt einzulegen. Hier hat der Nationalpark Ranger erklärt, dass die eine Buche als Verkehrssicherungsmaßnahme umgezogen wurde (mit einem Traktor), da sie von einem Pilz befallen war. Die andere Buche steht noch. Ich kann es mir kaum vorstellen, dass man mit normalen Mitteln einen solchen riesigen Baum umziehen kann, aber in diesem Fall ist es tatsächlich so passiert.
Als nächstes wurden wir alle überrascht von dem Parkranger. Er hatte uns irgendwie schon einige Male etwas vom Borkenkäfer erzählt und jetzt verschwand er hinter einem Stamm mit dem Hinweis, dass er hier zwei Borkenkäfer abgelegt hätte. Irgendwie konnten wir uns nicht beherrschen und mussten ihn fragen, ob die kleinen Dinger den Befehl „Sitz“ oder „Platz“ befolgen. Er kam mit einem kleinen Becher inklusive Lupe wieder hervor und darin befand sich ein kleines Stück Rinde und tatsächlich zwei Käfer. Der eine Käfer hatte sich schön wieder in die Rinde reingefressen und schaute nur noch mit dem Hinterteil heraus. Das war sehr nett vorbereitet und damit hatte jeder einmal einen dieser kleinen Störenfriede gesehen. Was irgendwie verwunderlich war, dass der Ranger danach den Becher mit den beiden Käfern in seiner Hosentasche spazieren trug. Ob er sich nicht traute, die Käfer einfach nur wieder in den Wald zurück zu werfen oder vor uns die Viecher irgendwie in die ewigen Jagdgründe für Borkenkäfer befördern? Aber vermutlich brauchte er sie noch für eine weitere Führung als Anschauungsobjekt.
Waldhusche_obenDer weitere Weg führte vorbei am Waldhuschenkreisverkehr mit seinen Holzlagerplatz und dann auf dem historischen Waldnutzungsweg (orange Wegmarkierung) bis zur Waldhusche. Hier war extra für diese Führung ein Stapel Baumstämme aufgetürmt. Nachdem der Nationalpark Ranger die Sicherung gegen Herunterwerfen am Holzstapel und in der Rutsche entfernt hatte, konnte der Spaß beginnen. Prallwand_WaldhuscheDie dicken Baumstämme wurden mit Schwung in die Rutsche geworfen und schossen mit ziemlicher Geschwindigkeit ins Tal. Der Ranger meinte, bei nassem Wetter würden die Stämme so einen Schwung bekommen, dass sie bis zur Prallwand am unteren Ende fliegen würden. Das war in unserem Fall nicht so und der letzte Stamm war sogar auf den letzten Metern hängen geblieben. Die Rutsche wurde wieder verschlossen und es ging parallel zur Rutsche den Hang hinunter. Gleich links vom Teich befindet sich der neu eingerichtete Holzkohlemeiler. Damit man sich besser vorstellen kann, wie solch ein Meiler aufgebaut ist, hat man ein tortenförmiges Stück in diesem Hügel ausgelassen. In der Hinteren Sächsischen Schweiz soll es an sehr vielen Stellen (50 Stück) Holzkohlemeiler gegeben haben. Sehr interessant an der Erklärung des Parkrangers war, dass, während der Meiler angezündet war, die ganze Zeit (zwischen 8 und 14 Tage), auf den Meiler aufgepasst werden musste, da nur eine sehr begrenzte Menge Luft bis zur Glut kommen durfte. Da der Meiler aber durch den Brennvorgang mit der Zeit schrumpfte, musste am laufenden Bande die Außenschicht nachgestampft werden.
Vom Holzkohlemeiler ging es wieder zurück den Berg hoch bis zum Waldhuschenkreisverkehr. 
SaegegatterHier oben inspizierte die Gruppe die nachgebaute Brettsäge. Dieses voll funktionstüchtige Sägegatter durfte von jedem ausprobiert werden, aber irgendwie waren alle zu faul, um an der riesigen Säge Hand anzulegen.  Kreuzspinne_WHDer weitere Weg ging rechts neben der Säge auf dem Waldabenteuerweg (rote Kennzeichnung) bis zum Kreuzspinnennest. Dieses riesige Spinnennetz ist ein willkommenes Spielgerät für Kinder. Obwohl ich dieses Spielgerät jetzt schon einige Male gesehen hatte, war mir noch nicht das Prinzip aufgefallen, welches hier dargestellt werden sollte. Wenn irgendein Kind in dem Netz herumturnt, dann kann man an der Spinne, durch ihre elastische Aufstellung, erkennen in welchem Bereich das spielende Opfer ist. Auch wenn ich Spinnen normalerweise überhaupt nicht mag, so finde ich dieses Spielzeug wirklich sehr gelungen und es kommt bei allen Kindern sehr gut an. Von dieser Attraktion geht es weiter in die Richtung des Parkplatzes. Nach ein paar Metern auf dem Waldweg kommt auf der linken Seite eine Station, die Lohrindengewinnung heißt. Wenn man ohne Waldhuschenführer unterwegs ist, könnte man die Station für eine Hundehütte aus Baumrinde halten. Hier soll verdeutlicht werden,  Lohrindengewinnungdass früher zum Gerben von Ledern und Häuten Rinde benötigt wurde. Aus der Rinde wurde Gerbsäure gewonnen und darin wurden die Häute gelegt. Wenn die Häute in dieser Suppe lange genug gelagert wurden und danach eine weitere Nachbehandlung durchgeführt wurde, entstand Leder. Die kleine „Hundehütte“ ist nur dazu da, die Rinde möglichst schnell zu trocknen, ohne dass die Gerbstoffe aus der Innenseite der Rinde ausgespült werden. Von dieser Station verlief die Führung die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt zurück.
Diese Führung hat, wie alle anderen Führungen, die ich bis jetzt vom Nationalpark mitgemacht habe, viel Spaß gebracht und war sehr informativ. Ein ganz besonderer Höhepunkt war, die Waldhusche tatsächlich mal in Aktion zu sehen. Leider habe ich mir den Namen des Nationalpark Ranger nicht gemerkt, aber er hat eine sehr nette Führung veranstaltet und besonders gut hat mir gefallen, dass er nicht nur vorbeikommt und die Führung abhält, sondern dieses sogar vorbereitet hat.

Nachtrag: Da der Nationalpark Sächsische Schweiz auch meine Internetseite ließt, habe ich durch einen netten Hinweis den Namen des Nationalpark Rangers erfahren. Der sehr gute Nationalparkführer heißt Wolfgang Meißner.

Pilzsteine

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich in dem Buch Heimat- und Naturgeschichte der Sächsischen Schweiz Band 1 vom Stiegenbuchverlag (www.stiegenbuchverlag.de) die Beschreibung der Pilzsteine entdeckt habe. Da das Weißbachtal gleich neben den Pilzsteinen bzw. dem Tyrolerstein zu meinen Lieblingstälern gehört, war mal wieder ein Ausflug dorthin angesagt. Da mir schon bei der Planung bewusst war, dass zwei ganz kurze Wegstücke quer durch die Kernzone führen, habe ich den Wanderzeitpunkt in die extrem ruhige Wanderzeit Januar gelegt. winterliches_Neudorf_Hinterhermsdorf_kleinSehr komisch war, dass es in der Nacht vor der Wanderung im unteren Teil der Sächsischen Schweiz (Bad Schandau/Altendorf) zwar stark geregnet, aber in Hinterhermsdorf tatsächlich ordentlich geschneit hatte. Erfreulicherweise war der Schnee aber auch in Hinterhermsdorf nur in den höheren Lagen liegen geblieben. Sonst wäre die Wanderung gescheitert, weil man bei Schnee die Pfade vom Weißbachtal hoch zum Tyrolerstein nicht erkennen könnte.
Aber so liegt der Startpunkt im Zentrum von Hinterhermsdorf. Da ich schon sehr lange nicht mehr an der Emmabank mit ihrer sehr einfach zu erreichenden Rundumsicht war, sollte die Wanderung erst mal dorthin führen. Dafür geht es von dem großen Platz ein kleines Stück auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich in Richtung Neudorf/Buchenparkhalle. Nach ca. 200 Metern erreicht man die Waldarbeiterstube (www.heimatverein-hinterhermsdorf.de) von Hinterhermsdorf auf der rechten Straßenseite. Einen kurzen Abstecher in diese sehr liebevoll gestaltete Ausstellung sollte man unternehmen.
Gleich auf der Engelkirche_Hinterhermsdorf_kleingegenüberliegenden Straßenseite (rechts neben der Hausnummer 6) führt ein Feldweg aus Hinterhermsdorf hinaus. Auf der linken Seite steht etwas oberhalb die Engelkirche von Hinterhermsdorf. Der Feldweg steigt leicht an und nach ½ Kilometer erreicht man eine Kreuzung mit der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. Dieser folgt man geradeaus in Richtung Emmabank/Weifberg. Auch wenn nach etwas mehr als ¼ Kilometer der breitere Weg geradeaus weiter Blick_von_Emmabank_auf_Hinterhermsdorf_kleinführt, so folgt man der gelben Wanderwegmarkierung auf den Hügel namens Emmabank. Am höchsten Punkt befinden sich mehrere Bänke und ein seltsam aussehendes Ufo. Bei dieser relativ großen technischen Einrichtung handelt es sich um ein Funkfeuer der Luftstraße A4 (Berlin-Schönefeld – Prag). Auch wenn heutzutage schon sehr häufig per GPS navigiert wird, so ist in der Luftfahrt die Navigation per Drehfunkfeuer nach wie vor für die Instrumentennavigation gesetzlich vorgeschriebenen und deshalb wird die Station noch ein paar Jahrzehnte auf der Emmabank bestehen. Von den Bänken an der Umzäunung hat man eine nette und einfach zu erreichende Aussicht auf die Hintere Sächsische Schweiz. Damit die Identifizierung der einzelnen Berge und Felsen einfacher ist, steht am Feldrand ein gemaltes Panorama mit den einzelnen Namen.
Mit der Emmabank ist dann auch schon der höchste Punkt dieser Wanderung erreicht und von hier geht es jetzt als Fernziel runter ins Weißbachtal. Die Wanderung folgt weiter der gelben Markierung und steuert damit in die Richtung des Weifbergs (der Berg mit dem Aussichtsturm drauf). Nach ein paar hundert Metern winterliches_Schild_Schaeferraeumicht_kleinstößt auf den gelben Punkt auch noch die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, der man dann auch weiter folgt. Die Wanderung passiert nach einem Bogen die Gaststätte Schäferräumicht und damit die letzte Möglichkeit, sich zu erfrischen bzw. zu stärken. Danach geht es in die sehr ruhige Ecke zwischen Hinterhermsdorf und der Grenze. In diesem Bereich der Sächsischen Schweiz trifft man nur sehr selten andere Wanderer. Als erstes führt der gelb markierte Wanderweg fast schnurgerade mit einem leichten Gefälle durch den Wald. Nach einem Kilometer erreicht man eine größere Kreuzung mit mehreren Waldwegen. Hier biegt die feuchte_Bachueberquerung_kleinWanderung nach links, weiterhin gelb markiert, ab und passiert einen ungewöhnlichen Bachlauf. Damit die schwereren Forstfahrzeuge nicht den Bachlauf beschädigen, sind einfach ein paar Holzbohlen in unterschiedlichen Höhen in den Waldweg eingegraben worden und so kann das Wasser durch diese Rinnen laufen. Meistens kann man den Bach damit trockenen Schuhes passieren. Hinter dem Bachlauf geht es ein ganzes Stückchen noch mal bergauf, bis die breite Kalkstraße erreicht ist.
Schräg links nach vorne startet der Zugang ins Weißbachtal, der immer noch mit dem gelben Strich markiert ist. Nach einem relativ angenehmen Abstieg erreicht man den Bachlauf, den es dann weiter bergab geht. Hier ist der Bach auch gleichzeitig die Grenze nach Tschechien, was man deutlich an den vielen Grenzsteinen erkennen kann. Diese weißen Grenzsteine stehen Teufelswand_im_Weissbachtal_kleinziemlich unterschiedlich auf beiden Seiten des Wassers, was vermutlich an dem Geschlängel des Bächleins liegt. Netterweise sind die Grenzsteine perfekt durchnummeriert und so weiß man sehr gut, dass sich der nächste Punkt dieser Wanderung an dem Stein 21/25 befindet. Hier ist auf der gegenüberliegenden Bachseite eine relativ Eingang_Hoehle_Teufelswand_kleingroße Höhle in der Teufelswand, die man aber ohne Beschreibung ganz sicher übersieht. Ich bin den Pfad durch das Weißbachtal bestimmt schon häufiger als 10 Mal gewandert, aber die Höhle ist mir bis zu dieser Wanderung noch nicht aufgefallen. Gut, dass sie im Buch von Axel Mothes beschrieben ist. Der Weißbach lässt sich mit einem kleinen Sprung überqueren und schon steht man vor dem Eingang der Höhle. Diese ist dadurch entstanden, dass sich eine ziemlich große Felsenscheibe an die Teufelswand gelehnt hat. Blick_in_Hoehle_Teufelswand_kleinDiese Form an Höhle nennt sich Einsturzhöhle und kommt in der Sächsischen Schweiz relativ häufig vor. In dem Fall an der Teufelswand ist die Höhle gut 11 Meter lang, einen Meter breit und spitz ansteigend 6-8 Meter hoch. Gleich im Eingangsbereich hingen im Winter 2011/12 in luftiger Höhe zwei Ostereier. Das eine Ei war ein typisch angemaltes Osterei und das zweite, etwas höher hängende, eine Art Überraschungsei. Irgendwie sah es sehr verdächtig nach einem Versteck von den Geochaching-Leuten aus. Am Ende des Tunnels muss man noch mal wieder zurück auf die deutsche Seite des Weißbachs.
Für die weitere Wanderung geht es ungefähr 400 Meter den Weißbach wieder zurück bis zum Grenzstein 21/13. Hier weist ein Schild auf die Grenze der tschechischen Kernzone hin. Irgendwie sind diese grünen Schilder immer der Hinweis auf eine interessante Stelle und genau aus diesem Grund sind hier auch ziemlich viele Trampelspuren am Bachrand zu entdecken. Also heißt es mal wieder, einen großen Satz über den Weißbach zu unternehmen und auf der gegenüberliegenden Bachseite den Hang hoch zu wandern. Links und rechts von der Senke stehen unterschiedlich hohe Felsen, aber durch die Senke kommt man sehr angenehm auf den Gratweg. Insgesamt führt der Pfad 200 Meter und 50 Höhenmeter aufwärts, bis man auf einen eindeutigen Waldweg trifft. Dieser Weg ist auch als Kletterzugang (schwarzer Pfeil Kletterzugang) gekennzeichnet und es geht auf diesem Weg nach rechts weiter.
Blöderweise ist überhaupt kein besonders markanter Punkt an der nächsten Stelle, an der man nach rechts abbiegen sollte. Pilzsteine_am_Tyrolerstein_kleinAuf jeden Fall ist es sehr genau ½ Kilometer auf dem Gratweg, um dann nach rechts auf einen unscheinbaren Pfad in die Richtung des Tyrolersteins weiter zu wandern. Eisenhaltige_Deckschicht_Tyrolerstein_kleinNach etwas mehr als 100 Metern erreicht man die Felskante des Kirnitzschtals und damit steht man auch schon an der ungewöhnlichen Stelle mit der ausgewaschenen Eisendeckschicht. In der Sächsischen Schweiz kann man immer wieder Felswände mit einer Eisenader entdecken, aber dass sich diese Ader an der Oberseite des Felsen befindet, kommt nur ganz selten vor. Am Tyrolerstein haben sich dadurch einige Überhänge gebildet und an mehreren Stellen sieht es tatsächlich so aus, als wenn ein steinerner Pilz hier gewachsen wäre.
Nach diesem sehr interessanten Felsengebilde geht es wieder die 150 Meter zurück auf den Gratweg und dann nach rechts. Der vormals breite Weg wird mit der Zeit schmaler und schwieriger zu erkennen, aber überraschenderweise ist er immer noch mit dem schwarzen Pfeil gekennzeichnet. Zumindest in Deutschland wäre damit die Wanderung durch das Gebiet der Kernzone immer noch legal. Nach ziemlich genau 300 Metern biegt nach rechts eine gut sichtbare Senke ins Weißbachtal ab, durch die man super leicht wieder zu dem Bach und damit nach Deutschland zurückkommt. Nur auf den letzten paar dutzend Metern ist der Weg ein wenig schwieriger, da hier der breite Waldweg, der zumindest in diesem Bereich auch ganz sicher mal ein Fahrweg war, mit einigen gefällten Bäumen blockiert ist. Aber als Wanderer kann man auch sehr einfach an der Seite von dem Baumgewirr vorbei gehen. Den Weißbach erreicht man wieder am Grenzstein 22/7 und auch hier steht wieder eines von den tschechischen Kernzonenschildern. Damit bestätigt sich mal wieder die Theorie, dass diese Schilder häufig oder sogar immer auf irgendetwas hinweisen.
Jetzt beginnt ein ziemlich langes Teilstück der Wanderung mit dem Abstieg weiter das Weißbachtal bzw. Kirnitzschtal hinunter. Insgesamt wandert man 5 Kilometer immer am Bachlauf talabwärts. Nach den ersten 1 ¼ Kilometern erreicht man die erste Zivilisation mit zwei separat stehenden Häusern im Kirnitzschtal. Die Adresse dieser Häuser ist bezeichnend: Im Loch. Früher hat es im Kirnitzschtal noch so einige Häuser und Mühlen gegeben, aber heutzutage sind in diesem doch sehr abseits liegenden Tal nur noch sehr wenige übrig geblieben. Die einzige Mühle im oberen Kirnitzschtal erreicht man nach ungefähr einem weiteren Kilometer hinter den beiden Häusern. Die Niedermühle ist zwar heutzutage auch nicht mehr in Betrieb, aber der Mühlenbesitzer gibt sich immer noch eine große Mühe, dass wenigstens die Funktionen erhalten bleiben. Darüber kann man sich an dem jährlichen Mühlentag immer wieder informieren und über so viel Einsatz freuen.
Von der Niedermühle kann man rechts am Hang entlang über den offiziellen Wanderweg gehen oder unten am Bachlauf entlang. Kurz hinter dem Bereich verlässt die gelbe Wanderwegmarkierung das Tal, aber die Wanderung soll weiter der Kirnitzsch folgen und so geht es der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich hinterher. Auf der halben Strecke bis zur Oberen Schleuse kann man sehr schön auf die andere Hangseite (böhmische Seite im Bereich der Wolfstafel) blicken und hier liegen eine Vielzahl gefällter Fichten. Einerseits finde ich das ziemlich verwunderlich, dass in der tschechischen Kernzone Bäume gefällt werden und noch seltsamer finde ich, wenn man dann die Bäume dort einfach liegen lässt. Natürlich ist die Stelle nicht gerade besonders einfach zu erreichen, aber wenn die Bäume nicht verwertet werden, dann könnte man sie meiner Ansicht nach auch stehen lassen.
Die Obere Schleuse bei Hinterhermsdorf Rindenhuette_Obere_Schleuse_Hinterhermsdorf_kleinist eine von den besonders beliebten Stellen der Hinteren Sächsischen Schweiz und es macht auch immer wieder Spaß, den ½ Kilometer in einem Boot gefahren zu werden. Natürlich funktioniert das nur, Schneeschmelze_Kirnitzsch_Obere_Schleuse_kleinwenn man die Wanderung zwischen Ostern und November unternimmt. Sonst lässt sich die Stelle aber auch auf einem Pfad knapp oberhalb der Kirnitzsch umgehen. In den Wintermonaten wird die Staumauer geöffnet und besonders interessant sieht die Stelle dann bei der Schneeschmelze aus. Dann zwängt sich die Kirnitzsch durch den Ablauf und das Wasser tost schon ganz nett.
Hinter der Staumauer führt der Wanderweg weiter über den angenehm zu wandernden Pfad dem Bachlauf hinterher. Nach ungefähr 200 Metern biegt die rote Wanderwegmarkierung nach rechts aus dem Tal ab und die Wanderung führt auf der blauen Markierung blauer Strich weiter durch das sehr schöne Kirnitzschtal. Bis zu dem gerade erwähnten Abzweig sind in den beliebteren Wanderjahreszeiten noch einige andere Wanderer unterwegs, aber ab dieser Stelle werden die Besucherzahlen spürbar weniger und man kann den Pfad und die Ruhe genießen. Von der Staumauer der Oberen Schleuse wandert man insgesamt 1 ¼ Kilometer auf dem Pfad, bis der Wanderweg nach links durch die Wolfsschlucht abbiegt. Die Wolfsschlucht ist sehr einfach zu erkennen, da der Wanderweg die Schlucht nur durch eine relativ lange Höhle passieren kann. Noch bevor der Wanderweg in die Wolfsschlucht abbiegt, verlässt diese Wanderung den markierten Weg und folgt dem Pfad am Felsfuß. wackeliger_Aufstiege_vor_Jansloch_kleinAuf der Wanderung Kirnitzschquerung war mir schon nach 100 Metern auf diesem unmarkiertem Weg der Aufstieg nach rechts durch die Felsspalte aufgefallen. Natürlich könnte man auch weiter durch diesen ersten kleinen Talkessel wandern, um dann in den größeren Talkessel namens Jansloch zu gelangen, aber auf dieser Wanderung soll es gleich an dieser Stelle aufwärts gehen. Im oberen Teil der Felsstufe (ungefähr auf Brusthöhe) sind deutlich ein paar künstlich eingearbeitete Stufen im Felsen zu erkennen. Irgendein netter Mitmensch hat vor die Felskante einige gewaltige Pflastersteine gestapelt, sodass man über diese leicht wackelige Konstruktion ziemlich einfach den kleinen Höhenunterschied überwinden kann.
Nach dieser ziemlich leichten Kletterpartie geht es weiter aufwärts auf dem gut sichtbaren Pfad nach links durch die Schlucht. Am Ende dieses letzten ernstzunehmenden Aufstiegs geht es nach rechts auf dem Janslochweg weiter. Diesem sehr gut ausgebauten Forstweg folgt man weiter in nördliche Richtung, bis der Weg auf dem Hohweg (grüne Wanderwegmarkierung grüner Strich) endet. Ab dieser Kreuzung folgt die Wanderung nach rechts dem grünen Strich. Nach fast einem ¾ Kilometer erreicht der Wanderweg eine größere Kreuzung, an der ein Gedenkstein an die 800-jährige Herrschaft der Wettiner erinnert. Hier haben früher ein paar sehr große Buchen gestanden, die aber aus Wegsicherungsgründen gefällt werden mussten. An dieser Stelle sind sie aber nicht auf dem normalen Weg knapp oberhalb der Wurzel abgesägt, sondern ziemlich weit oben umgezogen worden. Damit ist ein relativ hoher Stumpf vom Stamm stehen geblieben. Als Kaminofenbesitzer kommen mir die Tränen, wenn ich mir überlege, wie viele warme Abende ich nur von diesen Stümpfen hätte.
Von dem Wettinerplatz geht es weiter auf der grünen Wanderwegmarkierung über einen richtig breiten Forstweg. winterlicher_Neuer_Hohweg_Hinterhermsdorf_kleinAber genau durch diese Wegbreite muss man sehr gut darauf achten, dass der grün markierte Wanderweg nach 900 Metern in einer leichten Kurve nach rechts abbiegt und auf einem unscheinbareren Waldweg weiter verläuft. Zwischen dem Wettinerplatz und Hinterhermsdorf lag bei meiner Wanderung schon wieder Funkfeuer_Emmabank_Hinterhermsdorf_kleinviel mehr Schnee als unten im Tal und so konnte ich wenigstens einmal zwei Paar Fußabdrücke auf der gesamten Wanderung entdecken. Es ist schon wirklich verwunderlich, wie wenige Wanderer in den Wintermonaten in dem hintersten Teil der Sächsischen Schweiz unterwegs sind. Insgesamt folgt man der grünen Wanderwegmarkierung 3 ½ Kilometer, bis man im Zentrum von Hinterhermsdorf wieder am Ausgangspunkt der Wanderung ankommt.
Mir hat die Wanderung sehr gut gefallen, auch wenn das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat. Von meiner Seite würde diese Runde 4 Sterne erhalten, aber damit nur die wirklich Wanderbegeisterten, die schon fast alle Wanderungen der Sächsischen Schweiz gegangen sind, auf diese Tour stoßen, ist die Beurteilung von meiner Seite auf zwei Sterne eingestellt. Nicht, dass irgendein unbedarfter Urlauber mehrmals quer durch die Kernzone wandert und sich danach bei mir über einen Kontakt mit einem Nationalpark-Ranger beschwert.

Fuchsbau

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass wir im „Sebnitzer Grenzblatt“ gelesen haben, dass in der Waldhusche ein neues Spielgerät namens Fuchsbau eingeweiht worden ist. Da wir und unsere Kinder immer wieder gerne in die Waldhusche gehen, war der Hinweis auf den Fuchsbau die direkte Aufforderung, gleich mal einen Ausflug zu unternehmen. Eigentlich braucht man für die Waldhusche ganz sicher keine Wanderbeschreibung, da alle Wege sehr gut gekennzeichnet sind, an allen Ein- und Ausgängen ordentliche Karten hängen und es sich außerdem um ein deutlich begrenztes Gebiet handelt. Deshalb ist dieses eher ein Erfahrungsbericht.
Der beste Startpunkt für eine Waldhuschen-Erkundung ist der Parkplatz Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf. Gleich am Parkplatz befindet sich einer der gut sichtbaren Eingänge. In der Waldhusche sind mehrere unterschiedliche Wege ausgeschildert. Da wir mit unseren beiden Zwergen unterwegs waren und außerdem der neue Fuchsbau an dem sogenannten Waldabenteuerweg lag, sind wir der roten Markierung gefolgt. Als Richtung haben wir gegen den Uhrzeigersinn gewählt. Zuallererst erreicht man vier hintereinander liegende Stationen, wo es um das Thema Balance geht. Bei den ersten beiden Stationen werden horizontale Holzstämme zur Balancierübung benutzt, als nächstes sind es senkrechte Baumstümpfe, von denen man nicht runterfallen sollte und die letzte Station sind zwei parallele Seile, an denen man sich entlang hangeln soll. Am Anfang und Ende des Balancierabschnittes werden mit zwei Tafeln auch Erwachsene zum Balancieren aufgefordert. Das sollte man sich nicht entgehen lassen und dient auch der Erheiterung der Kinder.
Die nächste Station steht am Waldrand und sieht ein bisschen aus wie eine Kanone. Eigentlich soll man hier aber durch das Rohr durchschauen und durch den eingeschränkten Blickwinkel den gegenüberliegenden Waldrand beobachten. Schon wenige Meter hinter dieser Stelle erreicht man auf dem Waldabenteuerweg eine Aussichtsplattform, die den Blick über ein vollkommen bewaldetes Tal bietet. Noch kann man hier ein paar Kanten im Wald entdecken, die durch eine Bewirtschaftung entstanden sind. In früheren Zeiten ist hier der Wald streifenweise gefällt und wieder aufgeforstet worden und diese Spuren sind immer noch deutlich zu erkennen. Gleich vor der Aussicht befindet sich die Nationalparkinformationsstelle Beize und die sollte der nächste Anlaufpunkt sein. Um zu diesem Häuschen zu kommen, gibt es gleich drei Wege. Bergpfad_Beize_kleinMan kann jeweils links und rechts auf den normalen Waldwegen die paar Höhenmeter absteigen oder dem Test-Bergpfad folgen. Im Felsen unterhalb der Aussicht sind einige Klammern und Stufen angebracht worden und so kann man Wenn_die_Grossen_die_Kleinen_nicht_lassen_kleinprobeweise einen kleinen Bergpfad (offizielle Kennzeichnung grüner Pfeil) absteigen. Am Ende dieser paar Meter Klettern erreicht man eine der sehr schönen Informationsstellen des Nationalparks. Ich bin immer wieder vollkommen überrascht, wie toll und unterschiedlich man in jedem dieser Häuser informiert wird. Das Nationalparkhaus Beize erklärt in ziemlich spielerischer Art, und damit auch besonders kindgerecht, unter anderem den kleinen gemeinen Borkenkäfer. Das ist wirklich lustig.
Nachdem man sich satt gesehen hat, geht es auf der Vorderseite des Gebäudes weiter runter ins Tal. Hier passiert die Wanderung bald ein kleines Biotop mit einem Steg drüber. Von diesem Steg kann man ganz hervorragend das Leben in dem Tümpel beobachten. Natürlich fällt dann aber auch auf, dass irgendwelche Trottel ihre abgekauten Äpfel oder sonstigen Müll in den Teich werfen. Meiler_im_Schnitt_kleinWenn man den Weg ein paar Meter weiter wandert, dann befindet sich auf der linken Seite ein Kohlenmeiler. Damit man den Aufbau des Meilers besser erkennen kann, ist ein „Tortenstück“ aus dem Hügel herausgeschnitten worden. Ganz besonders lustig sieht das Ding aus, wenn es gerade geschneit hat, dann handelt es sich um eine Eistorte. neue_Waldhusche_2010_kleinIm Hintergrund des Meilers kann man am Hang die neugebaute Waldhusche am Hang entdecken. Die erste Holzrutsche hat 10 Jahre gehalten und ist jetzt durch eine verfeinerte ersetzt worden. Leider, aber auch verständlicher Weise, ist diese Holzrutsche nur bei Führungen des Nationalparks (www.nationalpark-saechsische-schweiz.de) in Betrieb. Nicht nur, dass ein 2 Meter langer Stamm, der einmal in Bewegung geraten ist, eine ziemliche Gewalt besitzt, kaum ein Mitmensch würde dann den Stamm für nachfolgende Wanderer wieder den Berg hoch schleppen.
Wenige Meter hinter dem Kohlenmeiler biegt der rote Waldabenteuerweg nach links auf einen Pfad ab. Der Weg schlängelt sich ein bisschen am Hang entlang und bald wird die auffällige Station „Waldversteck“ mit einem riesigen Trichtergrammophon erreicht. Hier werden, entgegen des normalen Grammophons, die Waldgeräusche mit dem Trichter eingefangen. Auf der gegenüberliegenden Pfadseite ist ein sehr interessantes Labyrinth aus jungen Bäumen angelegt worden. An allen möglichen Wegkreuzungen sind Schilder mit einer Waldfrucht und dem hoffentlich passenden Blatt abgebildet. Nur wenn die beiden Bilder zueinander passen, dann ist es die richtige Richtung. Mittelpunkt und Ziel des Labyrinths ist ein hoher Sessel, der aus dem Baumstamm geschnitten ist.
Auf dem weiteren Weg wird noch eine abgesägte Fichte passiert, in der so manches Spechtloch enthalten ist. Hier erklärt eine Tafel, wie dieser ungewöhnliche Vogel aus einem Baum seine Nahrung angelt. Südwestlich des Aschehübels ist dann deutlich sichtbar neben dem Pfad der neu errichtete Fuchsbau zu finden. seltsamer_Fuchs_im_oberer_Fuchsbauroehre_kleinDer Fuchsbau ist eine Röhrenkonstruktion in T-Form, die sehr nett wiedergibt, dass das Zuhause eines Fuchses aus mehreren verzweigten Gängen besteht und auch mehrere Ausgänge hat. untere_Fuchsbauoeffnung_kleinDer Fuchs ist eigentlich ein ziemlich schlechter Baumeister, deshalb übernimmt er sehr häufig Höhlensysteme von Dachsen und Kaninchen. Blöderweise hatten sich unsere Kinder unter einem Fuchsbau ein noch viel größeres Gängelabyrinth vorgestellt und so waren die beiden ein bisschen enttäuscht. Tja, manchmal ist das, was man sich vor seinem geistigen Auge ausmalt, eben anders als die Realität. Wir, als Eltern, fanden die Station sehr gut und sie dürfte auch so ein paar hundert tobende Kinder sehr gut aushalten.
Auf dem weiteren Weg passiert man einen kleineren Steinbruch und dann eine neue Station mit dem Beispielbaueme_der_Zeidlerei_kleinNamen Zeidlerei. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe des Imkers. Der Zeidler legte künstliche Höhlen in Bäumen an, in die Bienenschwärme ihre Nester bauten. An der Station stehen drei sehr schöne Beispiele für dieses ausgestorbene Handwerk. Es sind natürlich keine echten Bäume, die in luftiger Höhe mit einer Höhle versehen sind, sondern ein paar dicke Baumstämme, in denen in auch für Kinder geeigneter Höhe eine Öffnung eingearbeitet ist. Einer der Baumstämme hat sogar ein richtig nett geschnitztes Gesicht. Der Mund ist in diesem Fall die Einflugöffnung für die Bienen. Da es nur ein Anschauungsobjekt ist, sind keine Bienenvölker in den Wohnhöhlen.
Auf dem Waldabenteuerweg geht es weiter und bald erreicht man einen größeren Kreisverkehr (na gut, nur ein Waldweg, der im Kreis verläuft), an dem sich eine Vielzahl an Stationen befindet. Eine der auffälligsten ist ein Beispiel, wie man früher Bretter hergestellt hat. zwei_Zwerge_an_der_Saege_kleinAuch wenn man es selber kaum schafft, mit der Säge auch nur einen Krümel von dem Baum abzusägen, so ist es als Anschauungsobjekt sehr gut geeignet. Wenn man das Sägeblatt zweimal hoch und runter bewegt hat, sollte wirklich jeder verstanden haben, wie damals die Bretter entstanden sind. Rechts neben der Säge wird der Kreisverkehr verlassen und es geht in ziemlich direkter Linie in die Richtung des Ausgangspunktes. Auf dem Weg dorthin werden aber noch zwei ganz besonders erwähnenswerte Stationen passiert. Zuallererst ist es die Spinne mit ihrem riesigen Spinnennetz. Das Netz ist so groß, dass man drin herumklettern kann. Dabei ist deutlich zu sehen, wie die Spinne alle Bewegungen mitbekommt. sind_das_Holzliebhaber_kleinDiese Station ist schon seit vielen Jahren einer der Hauptanziehungspunkte der Waldhusche und hier hat bestimmt schon so mancher Papi der Spinne kleine Kinder zum Fraß vorgeworfen. Das Gequieke ist unvorstellbar. Vielleicht sieht man deshalb auch so wenige Tiere in der Waldhusche. An der nächsten Station kann man wie ein Käfer durch einen künstlichen Baumstumpf krabbeln. Auf der Innenseite ist aus stabilen Edelstahlstangen eine Art Laufkäfig gebaut, durch den man wie ein Widderbock krabbeln kann.
Von dieser Station sind es noch wenige Meter bis zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Wir finden den gesamten Bereich der Waldhusche immer wieder einen Besuch wert. Ganz besonders, da der Nationalpark sich mit diesem Freigelände immer eine große Mühe gibt, die Stationen instand zu halten und auch immer wieder neue Stationen dazu baut. Auch wenn das eigentliche Hauptziel des Spaziergangs, der Fuchsbau, bei den Kindern nicht so gut ankam, so fanden sie die gesamte Runde doch sehr gelungen. Da haben wir als Eltern doch mal wieder viel Glück gehabt.

Hermannseck

Wir waren neugierig, wie die Obere Schleuse von Hinterhermsdorf im Winter aussieht. Unsere Vermutung war, dass das zugeschneite Kirnitzschtal im Bereich der Bootsstationen besonders winterlich aussehen müsste. Wir waren uns auch ganz sicher, nicht die ersten mit dieser Idee zu sein und so hofften wir, dass der Weg hinunter und dann wieder aufwärts schon so einigermaßen „gespurt“ wäre.
Also ging es an einem winterlichen Tag in Richtung Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle. Als wir an dem Parkplatz ankamen, war nur noch ein anderes Auto zu sehen und vielleicht hätte uns das schon zu denken geben sollen. Aber was soll´s, ein bisschen durch den Schnee stampfen kann ja gar nicht so schlimm sein. Vom Parkplatz geht es neben der Buchenparkhalle auf dem schnurgeraden Weg in die Richtung der Oberen Schleuse. Der Wanderweg ist hier mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich gekennzeichnet und verläuft neben einigen Schrebergärten entlang. Gleich mehrere dieser Gärten sind ganz abwechslungsreich verziert. Mal stehen ein paar Skier herum, mal kann man eine ganze Kulisse aus geschnitzten Figürchen entdecken.
In der normalen Besuchersaison fährt hier eine Pferdekutsche bis hinunter zur Oberen Schleuse. Anscheinend kann man die Pferde auch im Winter für einzelne Fahrten mieten. Dann ist aber anstelle des normalen Anhängers ein Schlitten hinter die Pferde gespannt. Die Pferde verlassen nach ½ Kilometer den Wanderweg, der aber immer noch geradeaus in Richtung Obere Schleuse verläuft. Bei unserer Wanderung war der Weg bis hierhin nur leicht glatt und vom Schnee geräumt. Ab der Kreuzung wechselte das Glatteis in tiefen Schnee mit einem fest getrampelten Pfad. Ziemlich komisch war es, wenn man neben den Pfad trat, dann versank man ordentlich im Schnee.
Nach einem ¾ Kilometer verlässt der markierte Wanderweg den gut ausgebauten Waldweg und es geht nach schräg links abwärts. Eigentlich müssten hier einige Stufen den Hang hinunterführen, aber irgendwie haben wir bei dem vielen Schnee keine mehr entdeckt. Wenn wir hier neben den getrampelten Pfad traten, ging es gleich bis an die Knie in den Schnee. Damit mussten wir ein bisschen mehr darauf achten, wo wir hintraten, aber das ging noch ganz gut. Erst mit dem nächsten Forstweg (Neuer Hohweg) wurde es wieder ein Stückchen schwieriger. Eiszapfen_am_Hohweg_kleinNachdem wir den Forstweg überquert hatten, konnten wir deutlich sehen, dass hier noch weniger Wanderer unterwegs waren und so folgten wir nur noch einzelnen Fußabdrücken abwärts. Von den Felswänden links und rechts des Weges wachsen zum Teil schon ziemlich große Eiszapfen und an der Dachshöhle (150 Meter hinter dem Neuen Hohweg) fließt das Wasser über den Felsen und bildet damit ganz eigenwillige gefrorene Bächlein.
Auf dem weiteren Abstieg wird wieder die Forststraße mit den Pferdespuren erreicht und auf dieser bis ganz kurz vor der Oberen Schleuse entlang gewandert. winterlicher_Klobunker_Obere_Schleuse_kleinIn der Hauptsaison fährt die Kutsche bis 100 Meter vor die Obere Bootsstation und von dort geht es auch jetzt über eine etwas steilere Rampe in Richtung Kirnitzsch. Dass man in einem wirklich reichen Land ist, kann man daran erkennen, dass hier unten ein super stabiles Toilettenhäuschen gebaut wurde und selbst die drei Autostellplätze für die Flößer ein Schild mit einer genauen Parkplatzordnung bekommen haben.
Im Winter herrscht hier unten an der Ticket-Würsten-Bier-Verkaufsstelle vollkommene Ruhe. Als wir die Wanderung unternommen haben, fing es hier unten an, auf den Schnee zu regnen und damit rutschte immer mal wieder ein bisschen Schnee von den Bäumen oder Felsen ins Tal herunter. Trotzdem gibt es hier gleich eine Vielzahl an sehr interessanten Sachen zu sehen. Hochwassermarkierungen_Obere_Schleuse_kleinSo erklärt eine große Tafel die historische Kahnfahrt, ein kleines Schild die heutige Kahnfahrt, zwei Inschriften erinnern an besondere Persönlichkeiten Briefkasten_Bootsstation_Obere_Schleuse_klein(Zum Andenken an Julius Greiff; den verdienstvollen Pfleger und Förderer der Bootsfahrten auf der Oberen Schleuse. Section Dresden; Gebirgs-Vereins f.d. Sächsische Schweiz; 1901 – und – Zur Erinnerung an den Mitbegründer dieser Bootsfahrten 1876; Theodor Schäfer; 1850 – 1932; Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz 1936) und mehrere kleine Schilder zeigen Wasserstände bei besonderen Hochwassern an. Hier fällt das neue Schild vom 07.08.2010 18:00 mit dem höchsten Wasserstand ganz besonders auf. Was auch sehr nett aussieht, ist der Briefkasten an der oberen Bootsstation.
Da zu dieser Jahreszeit die Obere Schleuse abgelassen ist und damit keine Boote fahren, heißt es für die weitere Wanderung, an der rechten Bachseite weiter zu gehen. Winterschlaf_Boote_kommt_was_von_oben_kleinSchon nach wenigen Metern auf diesem Pfad, der immer noch mit dem blauen Strich markiert ist, geht es an einem Schuppen vorbei, in dem die Boote ihren Spuren_Schneelawine_kleinWinterschlaf verbringen. Danach schlängelt sich der Pfad eigentlich ganz angenehm neben der Kirnitzsch entlang. Zu unserem Wanderzeitpunkt waren schon mehrere Lawinen den Hang zwischen den Felsen hindurch herunter gerutscht. Diese Lawinen haben natürlich nichts mit den gewaltigen Schneemassen aus den winterliche_abgelassene_Obere_Schleuse_kleinAlpen zu tun, aber trotzdem mussten wir über oder durch einen Meter hohen Schnee und viel schlimmer war immer die Befürchtung, dass noch weitere Schneebretter herunter rutschen könnten. Der konstante Nieselregen verbesserte die Lage auch nicht.
Nach 700 Metern an der Oberen Schleuse erreicht man die Schneeschmelze_Obere_Schleuse_kleinStaumauer und ein paar Meter dahinter geht es auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich aus dem Tal wieder heraus. Um von der Kirnitzsch hinauf zum Hermannseck zu gelangen, gibt es zwei unterschiedliche Wege. Der schmale Weg gleich an der Aussicht durch die Felsspalte ist im Winter bzw. bei Schnee gequemer_Aufstieg_Hermannseck_kleinnur sehr schwierig zu passieren und deshalb empfehlen wir den bequemeren Aufstieg. Auch dieser Aufstieg ist im Winter ein bisschen komplizierter als im Sommer, da der Schnee sich winterliche_Aussicht_Hermannseck_kleinziemlich gemein auf die Treppenstufen legt und man ihn erst herunter treten muss, damit man die Stufen (runde Balken) erahnen kann. An der Aussicht Hermannseck hat man einen schönen Blick über das Kirnitzschtal auf die gegenüberliegende Hangseite. Falls das Wetter mal wieder ganz besonders mies sein sollte, dann kann man sich hier oben auch in die kleine Schlegelhütte setzen und ein paar Inschriften studieren.
Vom Hermannseck geht es auf dem Schleusenhornweg weiter. Hier konnten wir im Winter 2010/11 an den Bäumen deutliche Spuren von Rehen erkennen, die anscheinend gewaltigen Hunger hatten. Verbissspuren_beim_Hermannseck_kleinGleich von einer ganze Reihe Bäume war die Rinde abgeknabbert. Ob das schmeckt? Nach einem Kilometer auf der roten Wanderwegmarkierung erreicht man einen der vielen Wettinplätze in der Sächsischen Schweiz. Auch wenn man den Gedenkstein im Schnee normalerweise nicht sieht, so handelt es sich um eine größere Kreuzung mit einer weiteren Schutzhütte. Hier wird die rote Wanderwegmarkierung verlassen und es geht auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich dem sehr gut ausgebauten Forstweg hinterher. Nach einem ¾ Kilometer biegt der grüne Strich nach rechts ab, die Wanderung bleibt aber auf dem angenehmen Wanderweg und geht weiter in Richtung Buchenparkhalle. Bei dem gut ausgebaute Forstweg handelt es sich um den Neuen Hohweg, der schon auf dem Hinweg überquert worden ist und damit stößt man dann auch wieder auf den schnurgeraden Waldweg neben den Schrebergärten.
Damit ist eine eigentlich schöne Winterwanderung zu Ende gegangen, die nur bei uns durch das hässliche Nieselwetter getrübt war. Wenn man diese Wanderung bei Neuschnee oder blauem Himmel unternimmt, dann ist es ganz bestimmt eine spitzenmäßige Runde.

Hinterhermsdorf – Grenze

Diese Runde gehört zu unseren Lieblingswanderungen und ist seit vielen Jahren auf unserer Website vorhanden. Jetzt ist es an der Zeit, die Beschreibung einmal komplett zu überarbeiten.
Der Startpunkt liegt im Zentrum von Hinterhermsdorf am Haus des Gastes. Von hier geht es ein Ministück (ungefähr 100 Meter) in Richtung Buchenparkhalle/Schleuse auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich, bis nach links der Oberdorfweg und der gelbe Strich gelber Strich abbiegt. Wasserspielzeug_am_Pfarrhaus_Hinterhermsdorf_kleinMan passiert schon bald den toll gestalteten Platz vor dem Pfarrhaus. Hier ist es besonders nett, wenn man Kinder dabei hat, weil so ein paar kleinen Wasserspielzeugen so ziemlich kein Kind widerstehen kann. Vermutlich werden aber nur sehr wenige Eltern ihren Sprösslingen diese fast 20 Kilometer lange Wanderung antun und so geht es auf der gelben Wanderwegmarkierung weiter. Blick_vom_Viehbigt_auf_den_Weifberg_kleinDie Wanderung verlässt durch eine kleine Senke namens Viehbigt den Ort und vor sich sieht man den Weifberg mit seinem Aussichtsturm. Die Wanderung führt auf den Weifberg drauf zu und biegt erst 300 Meter vor dem Gipfel nach rechts ab, immer noch auf der gelben Wanderwegmarkierung. Bald passiert man das Schäferräumicht, die letzte Erfrischungsmöglichkeit für ein lange Strecke, aber man ist ja auch noch nicht so lange unterwegs. Das Schäferräumicht fällt ganz besonders durch die kleine geschnitzte Figur neben dem Weg auf.
Nur auf der Wanderkarte sieht das nächste Teilstück relativ langweilig aus, da es ein ganz gerader Weg ist. In der Realität ist es ein angenehmer, leicht hubbeliger Waldweg. Dann biegt man, weiterhin auf der gelben Wanderwegmarkierung, nach links auf den Bammelweg ab. Hier fällt gleich zu Anfang die sehr ungewöhnliche Bachüberquerung auf. Bachdurchquerung_am_Heidelbach_kleinDa der Waldbesitzer anscheinend keine Lust mehr hatte, die teuren Rohre zu vergraben, liegen seit ein paar Jahren Holzbohlen quer zum Waldweg. In diesen Rinnen fließt jetzt der Heidelbach und selbst gestandene Männer können es sich nicht verkneifen, ein bisschen an diesem Bachlauf herumzuspielen. Der Bammelweg steigt für einen Forstweg ungewöhnlich steil hinauf zur Kalkstraße. Nachdem man die gut ausgebaute Kalkstraße erreicht hat, überquert man diese und geht leicht links, immer noch gelb markiert, weiter. Spätestens ab hier kehrt auf der Wanderstrecke vollkommene Ruhe ein. romantischer_Weg_am_Weissbach_kleinSelbst bei Hochbetrieb in der Sächsischen Schweiz sind im Weißbachtal nur ganz wenige Wanderer unterwegs. Auch wenn man eigentlich im Elbsandsteingebirge ist, erfolgen die ersten 700 Meter am Bachlauf im Granit bzw. auf der Lausitzer Überschiebung. Das kann man einerseits am Gestein erkennen, aber noch viel einfacher sieht man es am V-förmigen Tal. Ein Tal im Sandstein hat normalerweise senkrechte Felswände und eher eine U-Form.
Nach 2 Kilometern am Weißbach entlang stößt von der linken Seite die Kirnitzsch mit in das Tal. Damit wird der Bachlauf ein ganzes Stück breiter und bald passiert man zwei Wohnhäuser hier unten im Tal. Früher hat es auf der gegenüberliegenden Bachseite noch ein paar Häuser und Gaststätten mehr gegeben, aber diese sind nach dem Krieg abgerissen worden. Kurz hinter den Wohnhäusern mit dem beschreibenden Namen „Im Loch“ verlässt der gelb markierte Wanderweg sehr unauffällig nach links die Zufahrt. Falls man diese Rastplatz_unter_dem_Moenchstein_kleinStelle übersieht, ist es aber auch nicht der riesige Umweg, da beide Wege nach einer kurzen Strecke wieder aufeinander stoßen. Am Treffpunkt der beiden Wege fällt ein Rastplatz unter einem gewaltig überhängenden Felsen namens Mönchstein auf. Irgendwie ist mir bei dieser Stelle immer ziemlich unwohl, obwohl es in der SS_HinterhermsdorfSächsischen Schweiz ganz sicher viel wackligere und instabilere Felsen gibt. Noch gleich am Felsen des Mönchsteins erinnert eine Sandsteinplatte an ein ganz trauriges Stück deutscher Geschichte. Hier unten in dem tollen Tal sind im Frühjahr 1945 Gefangene entlang getrieben worden. Auf der Tafel stehen mehrere Namen von Menschen, die leider wenige Tage vor dem Ende des Krieges hier noch umgekommen sind.
Die Wanderung führt weiterhin auf der gelben Markierung dem Bachlauf hinterher. Nach ein paar hundert Metern passiert man die Niedermühle und der Wanderweg wird wieder schmaler. Kurz hinter der Niedermühle wechselt die Farbe der Wanderwegmarkierung im Kirnitzschtal auf rot roter Strich. Auch hier sind noch relativ wenige andere Besucher unterwegs, was sich mit dem Erreichen der Bootsstation Obere Schleuse schlagartig ändert. Zumindest in den Schleuse_Hihedo_2warmen Monaten trifft man hier so einige Wanderer an, die eine der Hauptattraktionen der Hinteren Sächsischen Schweiz nutzen wollen. Es macht schon ziemlich viel Spaß, sich durch das schöne Tal fahren und Schleuse_Hihedo_1von dem Bootsführer erzählen zu lassen, wo sich besondere Felsbilder abzeichnen. Ganz besonders nett ist die „Liebesinsel“ in der Mitte des angestauten Wassers. Wenn denn keine Bootsfahrten (in den Wintermonaten zwischen Oktober und Ostern) angeboten werden, oder einem die Bootsfahrt einfach zu teuer ist, dann kann man auch ohne Probleme die paar hundert Meter auf einem Pfad rechts oberhalb des Bachlaufs zu Fuß gehen.
An der Staumauer treffen die beiden unterschiedlichen Varianten wieder aufeinander und es geht weiter bachabwärts. Der Wanderweg schlängelt sich auf ziemlich gleichbleibender Höhe durch das Kirnitzschtal. Ein paar wenige Meter hinter der Staumauer biegt die rote Wanderwegmarkierung nach rechts ab und damit verschwinden auch schon wieder die meisten Besucher aus dem Kirnitzschtal. Ab dieser Stelle wandert man auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich. Auf dem weiteren Weg bachabwärts passiert man eine ganz besondere Stelle, an der die Wanderung durch die sogenannte Bärenhöhle geführt wird. In der Bärenhöhle muss man ein bisschen den Kopf einziehen und bei besonders feuchtem Wetter kann es von oben leicht tropfen, aber der Weg hier entlang macht ordentlich Spaß. Gleich hinter dem Höhlenausgang kommen ein paar Steinstufen, die ganz bestimmt durch ihre ungewöhnliche Kürze nicht normgerecht sind, aber mit ein bisschen Vorsicht sollte man auch diese erfolgreich absolvieren. Hinter den Stufen geht es gleich neben dem Bachlauf entlang weiter. Wiese_an_den_Rabensteinen_Kirnitzschtal_kleinHier kann man immer wieder schön in das sehr klare Wasser des Gebirgsbachs blicken und viele kleine Fische entdecken. Eigentlich soll es hier auch große Forellen und sogar Fischotter geben, aber bis jetzt habe ich das Glück noch nicht gehabt, einen zu sehen. Einen Kilometer hinter der Bärenhöhle wird das Tal breiter und, besonders im Winter, merklich wärmer. Dadurch, dass dem Bach auf einmal mehr Platz im Tal zur Verfügung steht, bildet er sofort Schleifen (Mäander) und die Fließgeschwindigkeit nimmt deutlich ab.
Nach 1 ½ Kilometern nehmen die Besuchermengen im Tal der Kirnitzsch wieder zu. Diesmal liegt es daran, dass von links einer der wenigen offiziellen Grenzübergänge herüber führt. Bei den Bewohnern des Nachbarlandes ist das Wandern nicht ganz so beliebt wie in Deutschland, aber dafür fahren große Mengen Tschechen mit dem Fahrrad durch die Wälder und so muss man immer mal auf diese Zweiräder achten. Trotzdem ist der Weg durch das jetzt etwas breiter ausgebaute Kirnitzschtal immer noch sehr angenehm. Was auf diesem Teil der Wanderung besonders auffällt, sind die riesigen gelben Schwefelflechten an den Felswänden. Das ist ein gutes Zeichen, da Schwefelflechten nur bei ganz sauberer Luft gedeihen. Auf dem Weg durch das Kirnitzschtal passiert man die Marienquelle, die immer mal wieder mit einem kleinen Engel oder einer Miniblumenvase verschönert wird. Eigentlich muss einen das nicht verwundern, da so eine kleine Minigrotte einfach dazu einlädt, etwas hineinzustellen.
Etwas mehr als einen Kilometer Niedere_Schleuse_kleinhinter der Marienquelle erreicht man die Niedere Schleuse, die aber leider schon seit einigen Jahrzehnten keine Funktion mehr hat. Gleich neben der gut erhaltenen Staumauer erklären mehrere Tafeln die Funktion der Schleuse und die Geschichte der Holzflößerei. Die Wanderung geht hinter der Niederen Schleuse noch ein kurzes Stück von ½ Kilometer weiter bachabwärts, bis nach rechts der Hinterhermsdorfer Dorfbach erreicht wird. Hier führt ein Forstweg aus dem Tal hinaus. Obwohl man immerhin einen Höhenunterschied von 100 Metern absolvieren muss, ist der Aufstieg noch relativ angenehm. Zwischendurch passiert man den westlichen Rand der Waldhusche, ein wirklich tolles Freigelände des Nationalparks Sächsische Schweiz. Am Wegbreitenbegrenzung_Hinterhermsdorf_2Hinterhermsdorfer Dorfbach bemerkt man die Waldhusche nur durch die beiden Zugänge in Form eines Holzstapels und des Wildzaun_Hinterhermsdorf_2Wildzauns am unteren Rand von Hinterhermsdorf. Die Verlängerung des Dorfbachweges endet auf dem schön Dorfplatz im Zentrum von Hinterhermsdorf. Hier fallen zwei Dinge besonders auf. Das eine ist der mächtige Steintrog, der auch ohne Wasserfüllung schon so Riesiger_Steintrog_Hinterhermsdorfer_Dorfplatz_kleineinige Tonnen wiegen wird, und das zweite ist der Brunnen, der mindestens einmal im Jahr fantastisch geschmückt wird, zu Ostern mit fast unendlich vielen Ostereiern. Auf der Schandauer Straße geht es noch ein paar wenige Meter nach rechts, um dann am Erbgericht nach links zum Ausgangspunkt abzubiegen.
Damit ist aus unserer Sicht eine der schönsten Wanderungen der Sächsische Schweiz zu Ende gegangen. Es ist immer wieder ein Genuss, diese Runde zu gehen und das Beste sind die ungewöhnliche Ruhe und das tolle Weißbach- und Kirnitzschtal.

Altarstein

Die Wanderung startet am großen Platzplatz der Buchenparkhalle. Die ersten paar Meter geht es auf dem roten Strich roter Strich in die Richtung der oberen Schleuse. Nach ungefähr 450 Meter zweigt der rote Strich nach rechts ab. Wenn vorher noch einige Wanderer unterwegs waren, um zur oberen Schleuse zu marschieren, so ist ab jetzt angenehme Wanderruhe eingekehrt. Der Weg führt über einen Wanderweg zu einer der schönsten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Dass der Weg und der darauf folgende Aussichtpunkt einigermaßen angenehm ist, kann man auch an seinem Namen gut erkennen: Königsplatz/weg. Wenn man das Glück hat, an dieser wunderbaren Aussicht alleine zu sein, dann ist es sehr schwierig, sich wieder loszureißen.
Tunnel_von_unten_kleinVon der Aussicht geht es wieder ein paar Meter zurück, um dann den Berg über einige Stufen herabzusteigen. Eine witzige Stelle ist noch der so genannte Tunnelweg. Hier geht es tatsächlich durch einen kleinen Naturtunnel, der dadurch entstanden ist, dass ein paar Felsen in eine Felsspalte gefallen sind. Es geht weiter den Weg bergabwärts, bis man im Tal auf einen breit ausgebauten Forstweg trifft. Auf diesem Forstweg verlassen wir die rote Wegmarkierung und gehen nach rechts weiter runter ins Tal. Ungefähr 150 Meter hinter dieser Weggabelung, befindet sich links an der Felswand eine kleine Inschrift, die auf den Straßenbau von diesem Forstweg hinweist. Es geht weiter den breiten Forstweg ins Tal, bis man auf die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich kommt. Auf dieser Wegmarkierung geht es nach rechts 450 Meter an der Kirnitzsch entlang, bis der grüne Strich nach links abbiegt. Jetzt geht es aus dem Kirnitzschtal wieder heraus. Altarstein_von_unten_kleinDer Weg ist zum Anfang ein breiter Forstweg, der mit der Entfernung vom Kirnitzschtal immer schmaler wird und kurz vor dem Altarstein nur noch ein kleiner Pfad ist. Den Altarstein kann man kaum übersehen. Ich hatte den Altarstein schon mehrere Male auf Fotos gesehen und bin von einem Stein ausgegangen, der die Größe eines Tisches hat. Als ich dann vor ihm stand, war das eine ziemliche Überraschung. Man erkennt ihn sofort, da er gleich neben dem Weg liegt und ein unübersehbares Format hat. Auf der Seite des Weges befinden sich zwei unterschiedliche Inschriften:

Inschrift auf der rechten Seite des Altarstein:
Hier hielten verfolgte böhmische Protestanten unter Kaiser Ferdinand d. II um das Jahr 1630 Gottesdienste ab.

Inschrift auf der  Mitte des Altarstein:

Die Revierverwalter des Hinterhermsdorfer Reviers:
Haberlein um 1632 H. Schlegel 1855 – 1882
V. Müller 1668 – 1684 A. Plant 1882 – 1893
G. Kühnel 1684 – 1736 R. Sinz 1893 – 1903
G. Puttrich 1736 – 1771 C. v. Egidy 1903 – 1912
G. Felke 1771 – 1810 J. Hübner 1912 – 1921
E. Rinck 1810 – 1826 E. Schönfelder 1921 – 1931
E. Rudorf 1826 – 1834 Dr. Wobst 1931 – 1943
E. Voigt 1834 – 1845
F. Laube 1845 – 1855

Vom Altarstein geht es noch ein paar Meter weiter auf dem grünen Strich, bis dieser nach links abbiegt. Es geht weiter geradeaus, jetzt auf der Wegmarkierung roter Strich roter Strich. Der Weg geht langsam wieder runter ins Kirnitzschtal. Im Kirnitzschtal angekommen, geht es nach links 100 Meter dem Bachlauf folgend, um dann gleich wieder nach rechts den Berg hochzugehen. Der Weg ist weiterhin mit dem roten Strich gekennzeichnet. Lindigthoehle_kleinEs ist erst ein schmaler Pfad, der sich durch eine Schlucht den Berg hoch bewegt, dann aber als breiter Forstweg weiter verläuft. Nachdem man 250 Meter auf dem breiten Forstweg gegangen ist, erreicht man die Lindigthöhle. Die Höhle ist 12 Meter breit und 6 Meter tief. Mit diesen Ausmaßen ist es meiner Vorstellung nach nur ein Felsüberhang. Wären die Abmessungen anders herum, würde die Bezeichnung Höhle besser passen. Aber durch dieses Aussehen ist die Lindigthöhle sehr einfach zu finden. Das nächste Ziel dieser Wanderung ist jetzt der Lindigtblick. Dieser Aussichtpunkt liegt fast genau oberhalb von der Lindigthöhle. Es gibt nur einen legalen Weg zu dieser wirklich lohnenswerten Aussicht. Diesen Weg erreicht man, in dem man weiter auf dem roten Strich bis zur Wegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt geht. Wer an der Aussicht Königsplatz das Pech hatte, dass man die Aussicht nicht alleine genießen konnte, so wird man an dieser Aussicht ganz sicher niemanden treffen. Nachdem man lange genug die Ruhe und den schönen Ausblick genossen hat, geht es wieder zurück auf der grünen Wegmarkierung.
Waldhusche_Eingang_Aschehuebel_kleinMan könnte dieser Markierung bis zum Parkplatz an der Buchenparkhalle folgen. Es gibt aber noch einen kleinen Schlenker, den man sich nicht entgehen lassen sollte. 100 Meter nachdem man die breite Forststraße wieder erreicht hat, kommt einer der Eingänge zur Hinterhermsdorfer Waldhusche. Diesen Eingang, mit dem Namen Aschehübel, passiert man und dann geht es gleich nach rechts den blauen Wegmarkierungen hinterher. Der Weg führt an einigen interessanten und lehrreichen Plätzen vorbei.
Pflanzkamp_kleinWenn man der blauen Markierung nach rechts den Berg hoch folgt, erreicht man nach kurzer Strecke die erste Station. Die Station sieht im Moment etwas wild aus, aber dieses ist Absicht, da man aus dem Wald die ortsuntypischen Bäume entfernt hat. Jetzt soll auf diesem Berg wieder die typische Spielzeug_am_Pflanzkamp_kleinFelsriffbestockung der Sächsischen Schweiz (Kiefer, Lärche, Birke, Heidekraut) zurückfinden. Die nächste Station ist meiner Ansicht nach schon viel faszinierender. Die Station nennt sich Pflanzkamp und ist ein kleiner eingezäunter Bereich, in dem alle möglichen Bäume aus Samen großgezogen werden. Auch finde ich das Spielzeug sehr nett, an dem man herausfinden soll, welcher Zapfen zu welchem Baum gehört. Sehr gut gemacht. Hoffentlich macht das Ding keiner kaputt. Streunutzung_kleinWeiter geht es an der Seite vom eingezäunten Bereich entlang auf der blauen Markierung zur nächsten Station, der Streunutzung. Früher haben die Menschen die oberste Schicht des Waldes (Blätter und Nadeln) im Herbst für ihre Tiere eingesammelt. Welche Menge an Material dabei zusammen kommt ist an dieser Station sehr anschaulich dargestellt. Auf einem eingezäunten Bereich von 10 x 10 Meter ist die Streuschicht in einem nebenstehenden Behälter gesammelt worden. Es ist wirklich beeindruckend wie viel das ist. Station_Streunutzung_Behaelter_kleinDie nächste Station ist die Wildverbissstation. An dieser Stelle wird verdeutlicht, wie man die jungen Bäume vor dem Wild schützen kann und was passiert, wenn man die Pflanzen nicht schützt. An dieser Station verlassen wir die blaue Markierung und gehen einfach nur geradeaus zu einer meiner Lieblingsstationen: Station_Wurzeltunnel_kleindem Wurzeltunnel. Auch wenn ich schon häufig die unterschiedlichen Formen der Wurzeln im Wald gesehen habe, so sind diese Formenunterschiede an dieser Station auf wirklich einfache Art und Weise dargestellt. Vom Wurzeltunnel geht es auf der roten Markierung bis zum Parkplatz.
Damit hat man eine sehr schöne Runde durch die Sächsische Schweiz beendet. Auf dieser Wanderung hat es alles gegeben, was für mich für eine schöne Wanderrunde ausmacht: schöne Aussicht, einigermaßen Ruhe und so manches Interessante zu sehen.

Aussichtsturm Winterberg

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich in irgendeiner Online-Nachricht gelesen hatte, dass der Turm auf dem Großen Winterberg nach 30 Jahren wieder für Besucher eröffnet worden ist. Also bin ich auf die Internetseite des Großen Winterbergs (www.grosser-winterberg.de) gegangen und habe beim Herumstöbern diese Wanderung gefunden. Da dort stand, dass man für die Wanderung 9 Stunden einplanen soll, wollte ich mal herausfinden, ob ich das nicht schneller hinbekomme. Auf der Internetseite des Großen Winterbergs ist die Runde natürlich mit dem Startpunkt auf dem höchsten Berg der Sächsischen Schweiz beschrieben. Das ist für mich aber der falsche Punkt und deshalb beginnt meine Runde bei der Buchenparkhalle, ist aber sonst identisch mit der beschriebenen Runde vom Großen Winterberg. Ich habe die Wanderung zu Ostern 2009 durchgeführt und ahnte schon zum Start, dass nicht nur die Temperatur extrem sein würde. In Hinterhermsdorf waren bei der Buchenparkhalle schon 10°C, das änderte sich aber rasant mit dem Abstieg runter ins Kirnitzschtal. Dazu geht die Wanderung am Waldrand auf der Dorfseite die ersten paar Höhenmeter auf die Hackkuppe. Markiert ist der Weg hier mit dem gelben Punkt gelber Punkt. Auf der Hackkuppe hat man eine sehr schöne Aussicht über ganz Hinterhermsdorf bis rüber zum Weifberg bzw. dem Weifbergturm. Auf der anderen Seite der Hackkuppe geht es wieder den Hang hinunter und man passiert mindestens einen alten Steinbruch, in dem früher Basalt abgebaut worden ist. Spätestens an der nächsten Wegkreuzung entdeckt man mehrere Stationen der Waldhusche und auf der gegenüberliegenden Wegseite eine größere Aussichtsplattform. Von diesem Aussichtspunkt kann man über die Senke des Hinterhermsdorfer Dorfbaches und das Gelände der Informationsstelle Beize blicken. Diese Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz soll auch der neuer_Kletteruebungspfad_Beize_kleinnächste Punkt der Wanderung sein. Um dorthin zu gelangen, bieten sich gleich drei unterschiedlichste Wege an. Zuallererst der langweilige Weg nach rechts und dann über die Zufahrtsstraße bis zum Haus, oder der schmale Zick-Zack-Weg auf der linken Hangseite, und dann gibt es noch den ganz neu eingerichteten (Anfang 2009) Kletterweg am Felsen unterhalb der Aussicht. Hier ist eine Kletterstrecke mit Klammern und einem Sicherungsseil am Felsen befestigt, die auch von Kindern selbstständig begangen werden kann, ohne dass die Mamis mal wieder um Jahre altern.
Der Informationsstelle des Nationalparks sollte man einen kurzen Besuch abstatten, um dann weiter runter ins Tal abzusteigen. Dieser Abstieg ist mit dem roten Strich roter Strich markiert. Nach wenigen Metern erreicht man einen kleinen Teich mit einem tollen Aussichtspunkt, von dem man perfekt das Leben im Teich beobachten kann. Am nächsten Wegknick verlässt man schon den markierten Weg und geht weiter geradeaus den Hang hinunter. Auf der linken Wegseite steht der Namensgeber des waldgeschichtlichen Freigeländes, die Waldhusche, und ein Schau-Kohlenmeiler. Die Wanderung erreicht bald den Dorfbach von Hinterhermsdorf und an diesem geht es nach links bergab. Der Abstieg bis runter zur Kirnitzsch ist sehr angenehm zu gehen und wird seltsamerweise nur sehr selten von anderen Wanderern genutzt. Dem relativ breiten Forstweg an der Kirnitzsch folgt man auch weiterhin bergabwärts. Hier ist die Wanderung mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Auch wenn die blaue Markierung bald die Kirnitzsch verlässt, so geht es noch weiter an der Kirnitzsch entlang, bis nach links die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich in die Richtung des Zeughauses abbiegt. Kirnitzsch_am_Dreisteigensteg_kleinHier wird die Wanderung das erste Mal etwas anstrengender, da es doch relativ steil den Dreisteigensteig hoch geht. Dieser Aufstieg ist nicht nur steil, sondern auch noch durch ziemlich großes Wurzelwerk relativ uneben. Aber man wandert halt in der Natur und so will man nicht schon hier klagen. Der markierte Wanderweg führt bis zum Zeughaus. Hier könnte man schon das erste Mal einkehren, aber das empfiehlt sich in dem Stadium der Wanderung noch nicht.
Am Zeughaus biegt man nach rechts in Richtung des Großen Zschand auf die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich ab. Die Wanderung geht noch ein paar Meter den Großen Zschand runter, um dann aber auf die Zeughausstraße hoch zum Hinteren Raubschloss bzw. Winterstein abzubiegen. Auch wenn die Wanderung schon so einige Höhenmeter aufweist, sollte man unbedingt bis auf das Hintere Raubschloss hochklettern. Lorenzsteine_vom_Hintern_Raubschloss_gesehen_kleinDer Aufstieg ist schon etwas anspruchsvoller, aber dafür ist die Aussicht auch gigantisch. Nach diesem etwas größeren Abstecher geht es weiter der roten Wanderwegmarkierung hinterher. Der Weg schlängelt sich unterhalb der Bärenfangwände entlang, bis die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich kreuzt. Hier wird die rote Markierung verlassen und es geht über einen ganz angenehmen Aufstieg durch die Heringslöcher aufwärts. Mit diesem Aufstieg bewältigt man 220 Höhenmeter, die aber gar nicht so unangenehm auffallen. Kleiner_Winterberg_vom_Hinteren_Raubschloss_kleinWenn man aber auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz möchte, dann lässt sich das ohne Höhenmeter kaum bewältigen. Bis jetzt war der Große Winterberg, zumindest von der Aussicht her, immer eine Enttäuschung. Aussichtsturm_Grosser_Winterberg_kleinHier oben gibt es zwar eine ganz nette Möglichkeit einzukehren und man konnte behaupten, auf dem höchsten Berg der Sächsischen Schweiz gewesen zu sein, aber die Buchen rundherum verhindern jegliche Sicht. Das ist jetzt durch die Sanierung des Aussichtsturms wieder anders geworden. Die Aussicht ist zwar immer noch nicht perfekt, aber man kann schon ganz gut einen Rundblick erhalten. Ein paar Bäume sind leider zu hoch und die südwestlichen Ausläufer des Winterbergs versperren die Aussicht, aber so ist es schon viel besser als früher. Ganz besonders toll ist, wie schön der Aussichtsturm saniert worden ist. alte_Wandinschriften_Aussichtsturm_kleinInzwischen ist eine ganz neue Holzkonstruktion mit einer mächtigen Schutztüre auf den Turm gesetzt worden und im Treppenhaus sind die alten „Graffitis“ erhalten geblieben. Verbotsschild_Beschreiben_von_Waenden_Winterberg_kleinSehr schön ist auch das Gemälde im unteren Teil des Treppenhauses mit der Inschrift: „Das Anschreiben der Wände wird nicht gestattet; 1851“. Anscheinend hat ein Verbotsschild auch damals schon ähnliche Wirkungen gehabt wie heute.
Die Wanderung führt nach diesem Zwischenstopp weiter auf dem Seitenweg des Großen Winterbergs. Dazu wandert man hinter dem alten Eishaus, welches heute ein Informationshaus des Nationalparks ist (das zweite auf dieser Wanderung), ein paar Meter auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich weiter. Nach einer Strecke von 300 Metern erreicht man den Fremdenweg, der früher den Weg zum Prebischtor und an der Grenze entlang ermöglichte. Aus dieser Zeit stammen vermutlich auch die unterschiedlichen Steinsäulenwegweiser mit den heutzutage verbotenen Wegen. Ein paar Meter vor dem Katzstein, einem einsam stehenden Felsen am Wegesrand, verlässt man den blauen Strich und folgt dem grünen Punkt grüner Punkt in die Richterschlüchte. Die ersten paar Meter bis ungefähr zum Krinitzgrab sind sehr angenehm zu gehen, danach wechselt der Untergrund in ein ziemlich hubbeliges Murmelfeld. Dabei handelt es sich aber auch nur um ein kurzes Stück von schätzungsweise 200 – 300 Meter, denn danach ist schon der Grund der Richterschlüchte erreicht und man kann wieder normal weiter wandern.
Die Richterschlüchte enden im Großen Zschand. Von der groben Richtung her musste die Wanderung eigentlich nach rechts weiter gehen, aber dann würde man den tollen Weg an den Thorwalder Wänden verpassen. Deshalb wird der Große Zschand noch ein ganzes Stück (fast einen Kilometer) nach unten verfolgt, um dann nach rechts auf die bekannte Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich abzubiegen. Um den Weg an den Thorwalder Wänden zu erreichen, muss man wieder mal ein paar Meter (ca. 400 Meter) aufsteigen. Dann biegt die Wanderung nach rechts ab. Der gesamte Weg an den Thorwalder Wänden ist mit dem grünen Strich markiert, aber es ist auch gar nicht schwierig, den passenden Weg hier entlang zu finden, da es weit und breit keinen abzweigenden Weg gibt. Bis vor ein paar Jahren war das Geschlängel unterhalb der Felswände ein Geheimtipp und nur für Genießer des Wanderns. Dadurch, dass diese Strecke aber wirklich in jedem Wanderführer (inklusive unserer Internetseite) ganz besonders gelobt wird, haben sich die Wandererzahlen doch deutlich erhöht. Nach fast einer Stunde auf dem Thorwalder Wände Weg erreicht man die Hickelhöhle. Wie bei einigen Höhlen der Sächsischen Schweiz handelt es sich auch hier eher um eine breitere als tiefe Höhle. Dafür aber um ein schon ziemlich imposantes Gebilde.
Die Hickelhöhle ist aber auch das Kennzeichen, dass der horizontale Pfad jetzt zu Ende ist und es über die Thorwalder Wände hinweg geht. Auf der westlichen Seite führen ein paar Stufen auf die Felsen hinauf und dann geht es auch schon wieder über Stufen in die Hinteren Pechschlüchte hinunter. Das nächste Ziel der Wanderung ist der Altarstein, der aber sehr einfach neben dem grün markierten Wanderweg zu finden ist. Zum Altarstein verirrt sich kaum noch jemand, obwohl er gleich neben einem offiziellen Wanderweg steht. Irgendwie ist diese Ecke der Sächsischen Schweiz so abgelegen, dass doch einige Wanderer von der Entfernung abgeschreckt werden.
Das ändert sich aber schon mit dem Erreichen des Kirnitzschtals wieder. Auch wenn man nicht von Besuchermassen sprechen kann, so sind doch hier schon ein paar mehr Wanderer und auch manchmal Radfahrer unterwegs. Ab dem Kirnitzschtal folgt die Wanderung der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich. Der Weg durch das Kirnitzschtal ist ein ganz besonders schöner Weg. Zuerst ist es noch ein breiter Forstweg, der auch von so manchem Fahrzeug genutzt wird, aber spätestens ab dem Grenzübergang Hinterdittersbach wandelt sich der Weg in einen beschaulichen Pfad. Kirnitzsch_von_oben_kleinZum Anfang verläuft die Wanderung so ziemlich auf der Höhe des Baches entlang, aber nach ungefähr ⅓ der Strecke wird das Tal zu eng und es geht ein Stück am Hang hinauf. Zwischendurch muss auch mal eine Höhle als Streckenverlauf genutzt werden. Ungefähr nach einer Stunde Wanderung an der Kirnitzsch erreicht man die untere Bootsstation der Oberen Schleuse. Diesen Spaß einer kleinen Bootstour sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Richtung von unten nach oben fahren auch viel weniger gestaute_Kirnitzsch_kleinGäste und so kann es schon mal vorkommen, dass der Bootsführer eine Einzelfahrt für einen unternimmt. Das macht er natürlich nicht, weil er so besonders menschenfreundlich ist, sondern um seinen Kahn für die nächste Fuhre Besucher nach oben zu bringen. Mit der Bootstour hat man dann auch noch mal die Chance, sich so einigermaßen zu erholen, da es hinter der oberen Bootsstation noch mal richtig bergauf geht. Da ich im gesamten Kirnitzschtal keinen einzigen Wanderer getroffen hatte und es schon so aussah, als wenn der Bootsbetrieb eingestellt wäre, bin ich auf dem Parallelweg zur Kirnitzsch gewandert. Auf halber Strecke kam mir dann doch tatsächlich noch ein Boot entgegen. Diese kleine Erholung hätte mir eigentlich schon ganz gut getan, da die Wanderung doch mächtig anstrengend war. Aber so bin ich hinter der oberen Bootsstation den Berg hoch gekrochen. Obwohl der Aufstieg eigentlich ganz human ist, so kam er mir diesmal doch ziemlich lang vor. Aber eigentlich ist es auch gar kein Wunder, denn immerhin ist die Wanderung 31 Kilometer lang und fast 1.200 Höhenmeter sind zu absolvieren. Die Buchenparkhalle wird über den blau markierten Wanderweg erreicht und damit ist eine spitzenmäßige Wanderung zu Ende gegangen. In dieser Wanderung ist wirklich alles eingebaut, was die hinterste Ecke der Hinteren Sächsischen Schweiz bietet und ich freue mich, dass die Empfehlung des Großen Winterbergs so gut gelungen war. Ein kleiner Nachtrag noch: Ich habe die angegebene Wanderzeit um ½ Stunde unterschritten, aber es war schon zum Teil ein ziemliches Geflitze, da ich ja zum allabendlichen Grillen wieder rechtzeitig zu Hause sein wollte.