alter Malerweg Teil 2

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Karte:
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Dauer:
ca. 4,75 h
Entfernung:
ca. 16,50 km
Höhenunterschied:
ca. 585 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
lang
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
,
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Altendorf - Wiesenweg - roter Strich - Kirnitzschtal - Flößersteig - grüner Querstrich - Beuthenfall - Lichtenhainer Wasserfall - roter Punkt - Kuhstallstraße - Kuhstall - Fremdenweg - Kleiner Winterberg - Unterer Fremdenweg - Reitsteig - Großen Winterberg - Winterbergstraße - Kipphornaussicht - Erlsgrund - Schmilka - Schmilksche Mühle - Elbe

Alter Malerweg Teil 2

Nach dem ersten sehr schönen Teilstück des Malerweges, folgt das nächste Teilstück bis zur Elbe in Schmilka. Da das erste Stück in Altendorf aufgehört hat, geht es jetzt natürlich in Altendorf weiter. Dieses Teilstück startet von der Hauptstraße in Altendorf (Sebnitzer Straße) und geht runter ins Dorf auf der Dorfstraße. Es ist egal, ob man auf der oberen oder unteren Dorfstraße wandert, da beiden nach kurzer Strecke wieder aufeinander treffen. Der Weg ist mit dem schon bekannten roten Strich roter Strich markiert. Diese Wanderwegmarkierung führt durch die Ortschaft und den schmalen Dorfbachklamm runter ins Kirnitzschtal. Am Kirnitzschbach angekommen geht es auf der Hartungpromenade nach links bis zum Ostrauer Campingplatz. Der Weg ist ab dem Dorfbachklamm mit dem grünen Querstrich grüner Querstrich gekennzeichnet. Mit dieser Markierung sind in der Sächsischen Schweiz alle Lehrpfade gekennzeichnet. In diesem Fall handelt es sich um den Lehrpfad Flößersteig und diese Markierung wird die nächsten 5 ½ Kilometer die Wanderung begleiten. Der markierte Weg steigt hinter dem Campingplatz ein paar Meter den Hang hoch und verläuft dann die ganze Zeit an der gleichen Bachseite. Bis zum Lichtenhainer Wasserfall liefert dieser Pfad immer mal wieder ein paar abwechslungsreiche Stelle, die alle in die Kategorie der kleineren Schwierigkeitsstufen fallen. Ab dem Beuthenfall muss man leider ein paar Meter über die Straße bis zum Lichtenhainer Wasserfall wandern.
ruhiger_Lichtenhainer_Wasserfall_kleinDer Lichtenhainer Wasserfall ist eine der größeren Touristenanziehungspunkt der hinteren Sächsischen Schweiz. Auch wenn der Wasserfall nur durch ziehen eines Schleusentores ein echter Wasserfall ist, so klebt an dem Platz der Mythos, dass sich in den weit vergangenen Jahren die schicken Touristen auf den Kuhstall oder den Großen Winterberg gegen ein Entgelt hoch tragen gelassen haben. Wenn das tatsächlich so ist, dann habe ich großen Respekt vor den Trägern, da ich schon mit meinem eigenen Gewicht zu kämpfen habe und höchstens noch meine kleinen Kinder hoch tragen kann. Vom Lichtenhainer Wasserfall geht es aus dem Kirnitzschtal heraus in die Richtung des Kuhstalls bzw. eigentlich heißt der passende Berg dazu Neuer Wildenstein. Der Weg ist mit dem roten Punkt roter Punkt markiert. Auch auf dem Neuen Wildenstein ist häufiger schon etwas mehr an Betrieb, aber im Vergleich mit demKuhstalltor_klein Lichtenhainer Wasserfall oder sogar der Bastei ist es noch gut auszuhalten. Die größeren Besucherzahlen sind normalerweise auch nur in der Gaststätte und an der Aussicht hinter dem eigentlichen „Kuhstall“. Wenn man die Aussicht in den Talkessel mit etwas mehr Ruhe genießen möchte, dann sollte man unbedingt durch die schmale Felsspalte namens Himmelsleiter auf das obere Plateau klettern. Die Aussicht von hier oben ist bei weitem besser und ganz sicher ruhiger.
Vom Kuhstall/Neuen Wildenstein geht es weiter auf der roten Wanderwegmarkierung durch den gerade sanierten Abstieg herunter. neuer_Wildenstein_vom_Kleinen_Winterberg_kleinDer Weg führt quer durch das Tal, das man sich gerade noch von oben angesehen hat, und dann auf der gegenüberliegenden Seite auf den kleinen Winterberg. Der Kleine Winterberg ist ein wirklich unauffälliger Berg, der eigentlich so aussieht, als wenn er einfach nur zur Affensteinkette dazu gehört. Die einzige Besonderheit an diesem Berg ist der kleine Pavillon an der Felskante. Da der Kleine Winterberg zur Kernzone des Nationalparks gehört, darf man eigentlich zum Pavillon nicht aufsteigen. Der Weg geht auf jeden Fall nach links über die obere Affensteinpromenade/unteren Fremdenweg weiter. Talkessel_hintere_Saechsische_Schweiz_kleinDieser Weg führt an mehreren tollen Aussichtspunkten vorbei und schlängelt sich mit gebührendem Abstand an der Felskante entlang. Nach etwas mehr als einen Kilometer erreicht man den breiteren Reitsteig. Auf diesem Weg geht es immer noch auf der roten Wanderwegmarkierung bis zum Großen Winterberg hoch. Auf dem großen Winterberg gibt es eine relativ billige Möglichkeit sich zu erfrischen und außerdem das sehr informative Nationalparkhaus im alten Eishaus. Früher ging der Maler- und Dichterweg vom Großen Winterberg über den Fremdenweg rüber zum Prebischtor. Informationsstelle_Eishaus_kleinHeutzutage würde dieser Weg aber einmal illegal über die Grenze führen und außerdem müsste man ein Stückchen der Kernzone auf einem nicht mehr erlaubten Weg durchqueren.
Der Große Winterberg ist der höchste Berg im Nationalpark und damit auch der höchste Berg der rechten Elbeseite. Von diesem Berg geht es über die Fahrstraße wieder herunter. Auf der Fahrstraße sind normalerweise nur sehr selten Autos unterwegs, da nur die Wirte der Gaststätte/des Hotels auf dem Großen Winterberg hier fahren dürfen. Selbst die Gäste des Hotels werden mit dem dicken Geländewagen in Schmilka abgeholt und die Fahrer dieses Autos wissen ganz genau, dass man mit einem „Heizen durch den Wald“ die eigene Einnahmequelle verärgert. Hausdurchfahrt_Schmilka_kleinDa auf der Straße einige Höhenmeter an einem Berghang abgebaut werden müssen, macht die Straße einige Schlenker. Dadurch ist der Abstieg aber einigermaßen Gelenke schonend. Ungefähr nach dem halben Abstieg verlässt die rote Wegmarkierung den asphaltierten Weg und geht ziemlich geradlinig bis zum Anfang bzw. Ende von Schmilka. Auf der einzigen Straße von Schmilka, abgesehen von der Bundesstraße im Tal, geht es runter zur Elbe. Damit ist das Ende diese Etappe des Malerweges erreicht und irgendwann im nächsten Jahr wird es auch den letzten Teil von Schmilka bis zum Prebischtor geben.

Malerweg Teil 1

Startpunkt der ersten Etappe des Malerwegs ist der Liebethaler Grund. Es gab zwar noch andere Varianten von Malerwegen, die irgendwie früher durch die Sächsische Schweiz geisterten, und die begannen eigentlich alle im Bereich von Dresden, aber der neu geschaffene Malerweg startet im Liebethaler Grund. Der neue Malerweg ist mit einigen Wegweisern und ein paar Täfelchen gekennzeichnet und deshalb relativ einfach zu finden. Von dem alten Fabrikgebäude des wieder in Betrieb genommenen Wasserwerks Pirna-Liebethal geht es in den Liebethaler Grund hinein. Links und rechts des Weges kann man noch deutlich die Spuren der alten Carl_August_Richter_Steinbrueche_Liebethaler_GrundSteinbrüche erkennen. Da diese Stelle die erste Stelle ist, an der die Maler, aus Dresden kommend, die Sandsteinfelsen sehen konnten, sind die Steinbrüche und die Steinbrecher auf einigen Gemälden zu sehen. Die Wanderstrecke verläuft am Bach entlang in  Richtung Lochmühle. Als erstes passiert man eine Ruine mit den netten Namen „Elektrizitätsstation für Copitz“. Heutzutage ist Copitz ein Stadtviertel von Pirna und dieses kleine Wasserkraftwerk wäre ganz sicher nicht mal mehr in der Lage, den Strom für 1/10 des heutigen Stadtviertels zu erzeugen. Am Felsen hängt eine Tafel, die aussagt, dass der Weg an der Wesenitz im Jahre 1841 im Auftrage der Königlichen Amtshauptmannschaft zu Pirna angelegt wurde. Franz_Stadler_Lochmuehle_im_Liebethaler_GrundDamit sieht man, dass der Weg hier unten durch das Tal noch nicht so besonders lange existiert. Trotzdem ist das Tal der Wesenitz ziemlich häufig gemalt worden. Richard_Wagner_Denkmal_Liebethaler_Grund_kleinWenn man sich den Bach so ansieht, der Wasserlauf wirkt schon ziemlich romantisch, und selbst heute wird er von fast jedem mit einem Fotoapparat in Bildern festgehalten. Zwischen der Ruine und der Lochmühle, die im Augenblick auch den Eindruck macht, als wenn sie auf dem besten Weg ist, zur nächsten Ruine zu werden, ehemaliges_Stauwehr_Lochmuehle_kleinChristian_Friedrich_Sprinck_Wasserfall_Liebethaler_Grundbefindet sich das riesige Wagner-Denkmal. Richard Wagner soll sich im Mai 1846 mehrere Mal in der Lochmühle aufgehalten haben und deshalb steht dieses Monumentaldenkmal hier unten in der Schlucht. Gleich an der Lochmühle wechselt der Wanderweg die Bachseite. Es geht weiter bis zur nächsten Mühle, der Daubemühle. Auch an der Daubemühle wird durch ein Wasserkraftwerk Strom erzeugt, und außerdem befindet sich hier unten eine nette Möglichkeit, sich in der Gaststube zu erfrischen.
An der Daubemühle trennen sich der Historische und der neue Malerweg. Der Historische Malerweg führt durch die Ortschaft Adrian_Zingg_LohmenLohmen komplett durch, der neue Malerweg macht einen Bogen um Lohmen herum und kreuzt den Ort nur im östlichen Teil. Beide Streckenführungen haben ihre Vor- und Nachteile und deshalb geht es auf der neuen Strecke weiter. Gleich hinter der Daubemühle überquert man mal wieder die Wesenitz und wandert auf der gegenüberliegenden Bachseite aus dem Tal heraus. Jetzt heißt es ca. ½ Kilometer auf der Fahrstraße entlang zu wandern, bis nach links ein Weg in Richtung Ortsausgang abbiegt. Wir haben diese Stelle leider übersehen und sind dann bis zur Alten Lohmener Straße gewandert. Das macht außer ein paar Höhenmetern und einem schönen Blick rüber zum Lohmener Schloss nicht aus. Wir waren uns eigentlich sicher, dass wir kein Malerweg- Hinweisschild übersehen haben, aber in einer späteren Kontrolle war wirklich ein Schild vorhanden. Es ist an einem normalen Straßenschild angebracht. Gedenkstein_Saechsischer_Bauernaufstand_kleinDer Weg führt nördlich von Lohmen entlang, an einer schönen Aussicht am Waldesrand. Hinter der Aussicht verschwindet der Malerweg im Wald, um nach kurzer Wanderstrecke das letzte Mal die Wesenitz zu überqueren. Diesmal geht es aber tatsächlich gleich auf der gegenüberliegenden Talseite wieder heraus, um dem gelb markierten Wanderweg gelber Strich zu folgen. Der Weg unterquert die Eisenbahnlinie und dahinter muss man leider ein kleines Stückchen auf der Straße nach links wandern. Aber schon nach 100 Metern an der Kreuzung biegt man nach links an der abknickenden Vorfahrtsstraße auf einen Feldweg ab. Der Wanderweg führt auf dem grünen Strich grüner Strich zuerst auf die Ortschaft Lohmen drauf zu und quert sie dann an der Lohmener Friedenslinde einmal. Nachdem man den Ort verlassen hat, geht es zuerst am Waldrand entlang. Hier steht leicht in den Wald versetzt ein Gedenkstein, der aber irgendwie auf unterschiedliche Gegebenheiten hinweist. Auf den einzelnen Seiten des Steines steht:
– Südliche Seite: Im Mai 1790 vertrieben die Bauern von Dorf Wehlen zum Schutz ihrer Felder das Wild aus den angrenzenden Wäldern.
– Östliche Seite: Widerstand gegen die Willkür der Fürsten erfasste bald die Nachbardörfer und war der Auftakt für den Sächsischen Bauernaufstand
– Nördliche Seite: Die Bauern wurden durch die Ereignisse der Französischen Revolution zum Aufbegehren ermuntert.
– Westliche Seite: Errichtet 1990 anlässlich des 200. Jahrestages der Erhebung
Von hier geht es runter in den Uttewalder Grund. Ich empfinde diese Schlucht als eine der schönsten der Sächsischen Schweiz, solange das Wetter so einigermaßen angenehm ist. Wer diese Schlucht schon mal bei Niesel- oder gar Regenwetter durchquert hat, weiß, was ich meine. Schleifgrund_vor_Felsentor_kleinAuf jeden Fall ist das Felsentor eines der meist gemalten Bilder der Sächsischen Schweiz. Hier haben sich schon sehr viele Maler dran versucht und es fast immer hervorragend hinbekommen. Uttewalder_Grund_Felsentor_kleinNur manchmal stimmen die Proportionen nicht so ganz, da es sich eigentlich um ein ganz kleines Felsentor handelt und auf manchen Bildern ganze Menschengruppen durchflanieren. Das scheint besonders ein Problem des Malers Adrian Zingg gewesen zu sein, bei dem z.B. der Wasserfall der Wesenitz mehr aussieht wie der Rheinfall bei Schaffhausen. Aber trotzdem sind seine Bilder wunderbar und besonders ausdrucksstark. Vom Uttewalder Felsentor geht es weiter nach vorne in der Felsenschlucht. Da die Schlucht im hinteren Teil relativ eng ist, bildet sich hier ein sogenanntes Kellerklima, was dazu führt, dass viele Moose und Farne an den Felsen wachsen. Dadurch bekommt die Schlucht einen ziemlich romantischen Charakter, der auch immer wieder gerne gemalt bzw. heutzutage fotografiert wird.
Nach einem angenehmen Stück durch den Uttewalder Grund weitet sich die Schlucht ein Stückchen und man erreicht das Gasthaus Waldidylle (www.waldidylle-online.de). Hier kann man sich ganz gut für die letzten Meter stärken, um dann wohl erfrischt das letzte Stück bis runter nach Elbe_bei_Stadt_Wehlen_kleinStadt Wehlen zu schaffen. Der Weg verläuft immer noch auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich entlang. Erst am Freundschaftsstein wechselt die Wandermarkierung in den roten Punkt roter Punkt, um dann auch noch die letzten 1 ½ Kilometer bis nach Stadt Wehlen hinunter zu unternehmen. Kurz vor der Stadt bietet sich die Aussicht von der Burg Wehlen noch an. Von hier oben hat man einen sehr schönen Blick ins Elbetal hinein. Die erste Etappe des Malerwegs ist damit zu Ende gegangen und der Malerweg wird natürlich durch das nächste Teilstück fortgeführt.

Malerweg Teil 2

Die Wanderung startet dort, wo der Teil 1 des Malerwegs aufgehört hat, in Stadt Wehlen. Vom Markplatz geht es an der Radfahrerkirche vorbei und dann erstmal ein Stück auf dem Elberadweg flussaufwärts. Der Blick an der Elbe entlang verführte einige Maler dazu, wunderbare Bilder herzustellen. Ganz früher haben die Elbehänge noch ganz anders ausgesehen, da sie nicht von den Steinbrüchen angenagt waren, aber zu der Zeit, als die romantischen Maler die Sächsische Schweiz als Motiv entdeckten, waren die Adrian_Ludwig_Richter_Steinbrueche_bei_SchandauArbeiten in den Steinbrüchen in vollem Gange. Genau diese Arbeiter sind immer wieder Bildmittelpunkte gewesen. Dafür sind z.B. die Bilder von Robert Sterl ein sehr gutes Beispiel. Heutzutage sind ein Teil der Steinbrüche wieder zugewachsen, aber die oberen Steinbruchwände leuchten immer noch hell über den Baumwipfeln. Nachdem man ziemlich genau ½ Kilometer von der Fahrradfahrerkirche am Elbeufer entlang gewandert ist, biegt nach links ein unauffälliger Weg zwischen den Häusern ab. Er ist zwar deutlich mit mehreren Wanderschildern gekennzeichnet, aber die Verführung ist trotzdem groß, dran vorbeizulaufen. Der Weg steigt den Schwarzberggrund hoch. Anhand des Wegbelages kann man schon so ungefähr erahnen, dass es sich um einen älteren Weg handeln muss. Im letzten Jahrhundert hätte bestimmt keiner Sandsteinplatten verlegt. Nach ¼ Kilometer Aufstieg geht es ein paar Meter nach rechts auf dem Haldenweg und dann gleich wieder nach links auf einigen Stufen den Schwarzberg hoch. Nach diesen ersten 100 Höhenmetern erreicht man die Schwarzbergaussicht, die bis vor einem Jahr (Mitte 2006) ein echter Geheimtipp war. Den Weg von Wehlen hoch zur Bastei benutzten nur Insider oder Wanderer mit einer sehr guten Wanderkarte. Durch den neuen Malerweg kommen jetzt ein paar mehr Wanderer in den Genuss dieser schönen Aussicht. Von hier oben hat man einen sehr schönen Blick runter ins Elbetal und auf Stadt Wehlen. Die Wanderung geht weiter in Richtung der Bastei. Zuerst kommt man aber noch am Steinernen Tisch vorbei. Dieser fast 3 Jahrhunderte (1710) alte Rastplatz aus Sandsteinen hat ganz bestimmt schon so manchen Wanderer und Maler vorbeischnaufen gesehen. Heutzutage lädt ein Biergarten zum ersten Verweilen ein.
Vom Steinernen Tisch ist das nächste Ziel die Bastei bzw. die Basteiaussicht. Ab hier folgt man dem grünen Strich grüner Strich bzw. natürlich dem Malerwegzeichen. Noch bevor man die Bastei erreicht, befindet sich rechts neben dem Basteihotel die Nationalpark-Informationsstelle Schweizerhaus. Hier ist seit kurzem eine erstklassige Ausstellung zum Malerweg bzw. zu den Bildern der Maler untergebracht. Der Eintritt ist kostenlos und man sollte sich diese sehr schön gestaltete Ausstellung nicht entgehen lassen. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 – 18 Uhr und es werden ca. 250 besondere Bilder der Sächsischen Schweiz gezeigt. Je ausführlicher man sich die Bilder ansieht, desto mehr verlängert sich natürlich die Wanderung, aber es lohnt sich tatsächlich. Von dieser Ausstellung geht es vor zur Basteiaussicht. Hoffentlich hat man einen Wochentag gewählt, an dem nicht ganz so viele Touristen hier oben sind. Basteibruecke_von_obenSo richtig leer ist es auf der Aussicht eigentlich nie, aber manchmal kommt man wenigstens bis ans Geländer, und dann weiß man, warum so viele Urlauber hierher fahren. Der Ausblick runter ins Elbetal ist dadurch, dass die Elbe vor der Aussicht einen Bogen macht, gewaltig. Links und rechts sind die 100 Meter hohen Felswände bzw. Steinbruchwände zu sehen und nach vorne blickt man auf den Rauenstein und die Bärensteine. Von der schönen Aussicht geht es weiter auf die Basteibrücke. Die Brücke ist in Malerzeitrechnung eigentlich ziemlich neu. So hat z.B. Caspar David Friedrich in seinem Bild „Felsenschlucht“ die Felsenburg Neurathen ohne eine Brücke gezeichnet. Dann gibt es eine riesige Anzahl Maler, die die steinerne Brücke gemalt haben. Das geht bis in die Neuzeit mit der aktiven Malerin Irmgard Uhlig. Ganz besonders beliebt ist, die Basteibrücke von der anderen Elbeseite aus zu malen, wie es z.B. Frau Uhlig auf ihrem Bild „Basteibrücke“ gemacht hat.
Johann_Gottfried_Jentzsch_AmselfallRichter_AmselfallDie Wanderung geht auf der gegenüberliegenden Seite vom Basteifelsen in die Richtung Amselsee runter. Der Abstieg erfolgt über eine große Anzahl an Stufen, aber zum Glück geht es in diesem Fall mal den Berg herunter. Unten angekommen, wandert man weiterhin auf dem grünen Strich wieder dem Bach entgegen. Zuerst kommt man am gerade schon erwähnten Amselsee vorbei und dann geht es immer weiter den Berg hoch an dem kleinen Grünbach entlang. Die grüne Markierung verlässt den Malerweg kurz hinter dem Amselsee, es geht auf einem Waldweg weiter mit nur dem Malerwegzeichen. Der Weg geht mit angenehmer Steigung hoch zum Amselfall. Bei den Schwedenlöchern stößt die blaue Wanderwegmarkierung blauer Strich hinzu. Ernst_Hasse_AmselfallAdrian_Zingg_AmselfallAm Amselfall angekommen, gibt es wieder eine Möglichkeit, sich zu erfrischen und in der Nationalparkinformationsstelle ein paar wissenswerte Sachen zu erfahren. Auch der Amselfall ist ganz gerne von Malern gezeichnet worden, wobei ich immer wieder überrascht bin, wie gewaltig manche Maler übertrieben haben. So hat z.B. Gustav Täubert den Amselfall gezeichnet und auf seinem Bild ist ein wirklicher Wasserfall zu sehen. In der Realität hat der Grünbach aber nur so eine magere Ausschüttung, dass er eher einer Dusche als einem Wasserfall ähnlich sieht. Der Wanderweg führt weiterhin den Berg hinauf bis nach Rathewalde hoch. Im Zentrum des Orts biegt der Malerweg nach rechts ab, geht am Rande der Ortschaft entlang und dann kurz vor der Fahrstraße parallel zu dieser in Richtung Hocksteinschänke weg. Hier hat man einen fantastischen Blick in die Landschaft. Von hier oben sieht es zwar eher so aus, als wenn nur ein paar Felsen/Berge in der Senke liegen, aber trotzdem ist es ein sehr schöner Blick in die Landschaft. Von hier oben habe ich aber bis heute noch kein einziges Gemälde gesehen. Hocksteinbruecke_kleinKurz vor der Hocksteinschänke kommt dann die wirklich blödeste Stelle auf der ganzen Wanderung. Man muss irgendwie diagonal über diese Kreuzung kommen, damit man die Wanderung am Parkplatz vom Hockstein weiterführen kann. Vorsicht, der Parkplatz vom Hockstein liegt schon an der breiten dreispurigen Straße runter nach Hohnstein und ist nicht zu verwechseln mit dem Parkplatz an der Hocksteinschänke. Ab dem Parkplatz geht es dann wieder sehr angenehm weiter durch den Wald. Der Malerweg bleibt ziemlich auf gleichbleibender Höhe und führt bis vor zum Hocksteinfelsen. Auch dieser Felsen ist mit einer kleineren Steinbrücke zu erreichen, die auf mehreren Gemälden zu sehen ist. Genauso ist der Blick vom Hockstein rüber zur Burg Hohnstein mehrmals gemalt worden.
Das letzte Stück dieser Etappe ist noch einmal ein Abstieg und ein Aufstieg durch ein Tal. Der Abstieg erfolgt gleich durch eine Felsspalte am Hockstein. Dieser Weg runter heißt Wolfsschlucht und führt schön schnell durch eine wirklich interessante Schlucht ins Tal runter. Zum Glück ist der Hockstein ein ziemlich ruhiger Felsen und so trifft man nur selten in der Schlucht Gegenverkehr. Unten im Polenztal angekommen geht es nach rechts bis zur Polenztalschänke. Der Biergarten hier unten im Tal lädt noch einmal zum Verweilen ein, um dann die letzten paar Meter bis hoch nach Hohnstein durch den Schindergraben zu absolvieren. Der Anstieg ist ganz angenehm und hat noch als eine kleine Attraktion am Wegesrand das ehemalige Bärengehege. Hier sind früher die Bären für die Jagden des Dresdener Adels gehalten worden. Für die Schweizreisenden ist eine Visite dieses Geheges ziemlich normal gewesen. Was im gleichen Zusammenhang immer wieder gerne bestaunt und auch gemalt wurde, ist der überhängende Felsen unterhalb der Burg Hohnstein. Mit dem Erreichen von Hohnstein ist die zweite Etappe vom Malerweg zu Ende gegangen und es geht natürlich mit der dritten Etappe weiter.

Malerweg Teil 3

Der Teil 3 des Malerwegs startet dort, wo Teil 2 aufgehört hat, in Hohnstein. Vom Parkplatz bzw. der Bushaltestelle Eiche geht es erstmal bis zum Hohnsteiner Rathaus. Das Rathaus findet man, indem man die Rathausstraße an der Stirnseite des Parkplatzes nach rechts verfolgt. Spätestens ab dort ist der Wanderweg mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Es geht an der östlichen Seite der Hohnsteiner Burg ein kleines Stück bergabwärts, bis zur unteren Mauer des ehemaligen Bärengeheges. Adrian_Ludwig_Richter_Stadt_und_Schloss_Hohnsteinnach_Adrian_Ludwig_Richter_HohnsteinAb hier verläuft der Wanderweg ein riesiges Stück auf gleich bleibender Höhe oberhalb des Polenztals entlang und ist auch wieder mit dem Malerwegsymbol und dem grünen Strich grüner Strich gekennzeichnet. Warum auch immer der Malerweg nicht durch die Ortschaft gelegt worden ist, vermutlich hat es was damit zu tun, wie die Definition für einen „Qualitätsweg mit Gütesiegel“ ist: Höchstens 3 % des Wanderweges dürfen über befahrene Straßen gehen, und wenn der Malerweg 112 km lang ist , dann sind 3 % 3,4 Kilometer. Dann darf man keinen unnötigen Schlenker durch eine Ortschaft, egal ob es Hohnstein oder Lohmen ist, unternehmen. Auch wenn der offizielle Weg nicht dort entlang läuft, so empfehlen wir die Abstecher in die Orte. Spätestens, wenn der offiziell angegebene Start- und Endpunkt mitten im Wald liegt, weiß man, dass hier irgendetwas schief gelaufen ist. Jetzt aber verläuft die Wanderung über den genannten Waldweg. Der Weg schlängelt sich am Hang entlang. Nach ungefähr einem ½ Kilometer erreicht man eine unscheinbare Aussicht auf der rechten Seite. Hier kann man sehr schön rüber zur Burg Hohnstein blicken, und das haben auch gleich mehrere Maler festgestellt und in ihren Gemälden festgehalten. Heutzutage stehen ein paar Bäume im Weg, aber es sind nur die Stämme, die den Ausblick stören. Nach weiteren 100 Metern erreicht man den Zugang zur Gautschgrotte. Auch diesen kleinen Abstecher nach links sollte man sich nicht entgehen lassen. An der Gautschgrotte kann man sehr gut sehen, dass sich manchmal in den Sandsteinfelsen weichere Schichten befinden, die mit der Zeit rausgewaschen oder -gebrochen werden. So entstand diese ziemlich große Grotte, die bei feuchterem Wetter einen Wasserfall beherbergt. Die Wanderung geht weiter auf dem bequemen Waldweg. Nach weiteren 1,5 Kilometern erreicht man auf der linken Wegseite einen alten Steinbruch. In diesem Steinbruch habe sich die Steinbrecher die weichere Schicht des Sandsteinfelsens zu Hilfe genommen und oberhalb der Schicht den Felsen abgebaut. Da der Wanderweg weiterhin auf der grünen Wanderwegmarkierung entlang geht, hat man bis kurz vor der Brandaussicht eine wirklich ruhige Wanderung. Erst ab der Brandstraße verlässt man den grünen Wanderweg und es geht auf dem schon bekannten blauen Strich blauer Strich die letzten Meter bis vor zur Aussicht. Carl_August_Richter_Auf_dem_BrandAdrian_Ludwig_Richter_BrandaussichtDer Weg über die Brandstraße ist meistens schon etwas voller. Die Brandaussicht ist auch bei Malern eine sehr beliebte Aussicht gewesen. Seltsamerweise ist aber eher die Aussicht mit der Gaststätte gemalt worden, als der Blick in die Landschaft. Seit kurzem (Herbst 2006) hat die Gaststätte einen neuen Betreiber und auch eine eigene Internetseite (www.brand-baude.de). Sehr erfreulich ist, dass an dem gesamten Gebäudekomplex wieder ernsthaft renoviert und saniert wird. Den ersten Schritt in diese Richtung hat der Nationalpark unternommen, als im Herbst letzten Jahres (2006) die neue Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz eröffnet worden ist.
Von der Brandaussicht geht es (von der Aussicht gesehen) nach rechts die Brandstufen herunter. Gekennzeichnet ist der Weg mit dem roten Strich roter Strich. Freidrich_Ludwig_Oeser_Tiefer_Grund_bei_SchandauRobert_Batty_Tiefer_GrundAuch wenn es nur der Abstieg ist, so sind die über 800 Stufen doch schon ziemlich anstrengend und man merkt sie ganz gut in der Beinmuskulatur. Damit aber auch alle Beinmuskeln gleich beansprucht werden, geht es auf der gegenüber liegenden Talseite gleich wieder nach Waitzdorf hoch. Da die Brandaussicht und die Ortschaft Waitzdorf sehr genau auf gleicher Höhe liegen, weiß man, dass es jetzt wieder ca. 800 Stufen hoch geht. Die Wanderung führt durch die kleine Ortschaft hindurch, um dann hinter dem Dorf weiterhin auf der roten Markierung in Richtung Kohlmühle abzusteigen. Der Weg geht zuerst über einen breiten Waldweg bis runter auf den Ochelweg. Danach erreicht man den Kohlichtgraben, der ganz besonders schön im Winter aussieht, da dann von den Felswänden links und rechts ziemlich mächtige Eiszapfen hängen. Das liegt natürlich nur daran, dass die Felsen nah genug zueinander stehen und dadurch die Sonne im Winter keine Chance hat, das Eis zum Schmelzen zu bringen. Der weitere Weg führt nach Kohlmühle herunter. Auch durch diese Ortschaft geht es nur einmal hindurch, um dann hinter der Bahntrasse nach links im Sebnitztal weiter zu wandern. Der Weg entlang der Bahntrasse bzw. dem Sebnitzbach ist ein sehr ruhiger Wanderweg. Das erste Stückchen ist noch eingezwängt zwischen Bahntrasse und Hang, dann geht es aber über eine große Wiese im Tal entlang. Der weitere Weg macht einmal einen Bogen über die Bahntrasse und unter dem Viadukt der ehemaligen Schmalspurbahn, um dann kurz vor der ehemaligen Buttermilchmühle den Berg hoch nach Altendorf zu steigen. In Altendorf angekommen, ist auch diese Etappe des Malerwegs beendet und es geht mit Teil 4 weiter.

Malerweg Teil 4

Der Malerweg Teil 4 beginnt natürlich dort, wo Teil 3 aufgehört hat, im schönen Altendorf. Die Wanderung verläuft auf der östlichsten Straße (Zum Hegebusch) vom Blumenladen runter in Richtung Kirnitzschtal. Es geht hinter dem Altendorfer Neubaugebiet Hegebusch mit einem Knick nach rechts und verläuft von dort bis zur Altendorfer Dorfbachklamm. Diese wirklich schöne Schlucht geht es hinunter. Der Abstieg erfolgt über ein paar Naturstufen und eine längere Eisentreppe. Unten erreicht man die Hartungpromenade, der man nach links folgt. Nachdem dieser sehr angenehm zu gehende Weg auf der Kirnitzschtalstraße endet, geht die Wanderung auf der gegenüberliegenden Straßenseite hinter dem Adrian_Zingg_Ostrauer_MuehleOstrauer Campingplatz den Berg hoch. Die ersten paar Meter ist der Weg mit dem roten Punkt roter Punkt gekennzeichnet und nach 100 Metern Aufstieg geht es nach rechts weiter auf dem grünen Strich grüner Strich. Der Weg steigt über einen angenehm ruhigen Waldweg zuerst in die Richtung zum Falkenstein hoch. Dass dieser Felsen so einige Male gemalt worden ist, liegt an seiner Position und seinem auffälligen Aussehen. Genauso wie der Lilienstein steht der Falkenstein als ein zylindrischer Felsen frei in der Landschaft. Der Falkenstein ist nicht ganz so riesig wie der Lilienstein, aber genauso schön anzusehen. Kurz vor dem Falkenstein_kleinFalkenstein verlässt die Wanderung den grünen Strich und es geht auf einem Wanderweg weiter, der nur mit dem Malerweg-Zeichen gekennzeichnet ist. Ein Hinweisschild weist aber schon auf das nächste Ziel, das Schrammtor bzw. die Schrammsteine, hin. Nach einer Strecke von ungefähr 400 Metern erreicht man einen Wanderweg, der am Fuße der Schrammsteine entlang läuft, hier biegt man nach rechts ab, um der Wanderwegmarkierung grünern Punkt grüner Punkt ein Stück (ca. ½ Kilometer) zu folgen. Der grüne Punkt würde um die Felsen der Schrammsteine drum herum gehen, da aber nach links das wirklich interessante Schrammtor zu sehen ist, geht es auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich entlang. Schrammtor_kleinDas Schrammtor ist eigentlich nichts anderes als der Durchgang durch die letzten Ausläufer der Schrammsteine. Trotzdem sehen die Felswände, ganz besonders die auf der linken Seite, ziemlich beeindruckend aus. Das Schrammtor macht immer den Eindruck, als wenn hier riesige Menschenmengen herumturnen würden, da in dem ganzen Bereich Sand als Untergrund zu sehen ist und kaum noch Vegetation vorhanden ist. Entweder ich hatte bis jetzt immer Glück, dass ich kaum Leute dort angetroffen habe, oder es gibt irgendeinen anderen Grund für den extrem sandigen Untergrund mit der fehlenden Vegetation. Was auf jeden Fall beeindruckend aussieht, und vielleicht doch für größere Besucherzahlen spricht, sind die Spuren auf dem kleineren Felsen am Eingang des Schrammtors. Hier sind schon so ein paar Tausend Leute hochgeklettert und dadurch sind die ausgelatschten Stufen entstanden.
Vom Schrammtor geht der Malerweg jetzt noch ein kleines Stück am Fuße der Schrammsteine entlang, bis nach links der Aufstieg über den Jägersteig erreicht ist. Es geht über einige Treppenstufen hoch auf den Schrammsteinrücken. Ein bisschen schade ist, dass der Malerweg über den Jägersteig geführt wird und nicht über den Wildschützensteig, der ein bisschen weiter nach links hoch geht. Würde der Weg hier hoch gehen, dann käme man fast direkt an der Schrammsteinaussicht auf den Felsen. So aber müsste man für diese erstklassige Aussicht erst mal wieder nach links über den Schrammsteinrücken wandern und nach der Aussicht den gleichen Weg wieder zurück gehen. Der Umweg beträgt zwar nur 2 x 400 Meter, da es sich aber um ein paar relativ enge Stellen handelt und hier oben doch so einige Wanderer unterwegs sind, kann sich der Ausflug zu den Aussichten schon mal hinziehen. Zu empfehlen ist der Abstecher auf jeden Fall. Jetzt geht die Wanderung immer weiter über den Schrammsteinweg der blauen Markierung hinterher. Insgesamt folgt man der blauen Markierung 2,4 Kilometer, das dürfte also mindestens eine halbe Stunde sein, dann verlässt man den markierten Weg. Genau vor den Stufen des Zurückesteigs biegt man nach links ab, um in Richtung Dom weiter zu wandern. Der Weg schlängelt sich noch ein Stück auf den Felsen entlang und dann erfolgt der Abstieg am Kleinen Dom runter ins Sandloch. Das erste Stück des Abstiegs erfolgt über eine größere Anzahl Stufen und dann geht es durch einen riesigen Sandkasten bis zum Zeughausweg weiter. Der Abstieg ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert, der jetzt in einen grünen Punkt überwechselt. Jetzt schlängelt sich der Weg unterhalb der KuhstallhoehleAffensteine auf einem angenehm zu gehenden Weg entlang. Kurz hinter dem Bloßstock biegt der markierte Weg nach links ab und der Malerweg verlässt die Felsen der Affensteine.
Johann_Carl_August_Richter_KuhstallhoehleLudwig_Eduard_Luetke_KuhstallÜber das nächste Teilstück der Wanderung haben wir uns etwas geärgert. Der Malerweg steigt jetzt bis runter zum Beuthenfall ab und dann geht es über ein 600 Meter langes Teilstück auf der Straße im Kirnitzschtal entlang, bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Damit auch dieses Teilstück des Malerwegs auf eine ordentliche Anzahl Höhenmeter kommt, geht es danach wieder über den roten Punkt roter Punkt den Berg zum Kuhstall bzw. Neuen Wildenstein hoch. Aus unserer Sicht ist der Lichtenhainer_WasserfallLichtenhainer Wasserfall nicht so sehenswert, dass man erst ins Kirnitzschtal absteigen und wieder raus steigen muss. Hier würde es sich eher anbieten, den Bogen um den Alten Wildenstein auf dem Räumichtweg zu unternehmen. Der Aufstieg hoch auf den Kuhstall erfolgt dann zum Glück mit einer leichteren Steigung. Adrian_Ludwig_Richter_KuhstallhoehleDas Tor des Kuhstalls hat dann aber auch wirklich jeder Maler mindestens einmal zu Papier gebracht und dürfte damit zu den meistgemalten Stellen der Sächsischen Schweiz zählen. Sehr interessant sind die ganzen Wandinschriften am oberen Teil der Felsöffnung. Kuhstalltor_in_der_Realitaet_kleinEs gibt sogar mindestens ein Gemälde, auf dem einer dieser alten Graffiti-Maler auf einer Leiter gezeichnet worden ist. Verursacher dieser Wandschmierereien ist vermutlich Wilhelm Lebrecht Götzinger, da er in seinem ersten Wanderführer zur Sächsischen Schweiz als Wanderutensilien vorgeschlagen hat, immer einen Pinsel und schwarze Farbe dabei zu haben, damit man seine Initialen am Felsen hinterlassen kann. In der 2. Auflage wurde dieser Ausrüstungsgegenstand schon weggelassen, da es doch viel zu schnell zu Schmierereien an allen möglichen Felsen kam. Trotzdem kann man heute noch diese schwarzen Inschriften am Kuhstalltor deutlich lesen.
Vom Kuhstall / Neuer Wildenstein geht es zum letzten Abstieg durch die Nasse Schlucht runter. Der Abstieg ist noch weiterhin mit dem roten Punkt markiert. Am Felsenfuß angekommen, biegt der Malerweg nach links auf den Haussteig mit der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich ab. Der Weg führt durch die sehr schönen Ferkelschlüchte bis fast runter zur Felsenmühle. Kurz vor dem Erreichen der Kirnitzschtalstraße biegt der Malerweg nach rechts für die letzten paar Meter bis zur Neumannmühle noch auf den Flößersteig ab. Der Weg wird noch mal ein kleines bisschen hubbelig, aber das ist immer noch besser, als auf der Straße entlang zu wandern. Mit dem Erreichen der Neumannmühle ist auch dieser Teil des Malerwegs beendet und es geht auf dem 5. Teilstück weiter.

Malerweg Teil 5

Der Malerweg Teil 5 startet natürlich dort, wo Teil 4 aufgehört hat, an der Neumannmühle im Kirnitzschtal. Auf dieser Etappe fällt es am extremsten auf, dass man auf dem Malerweg zwar an sehr vielen sehenswerten Stellen vorbeigeführt wird, diese Punkte selber aber nicht besucht bzw. sie nicht bewusst wahrnimmt, da die Malerweg-Beschilderung nicht darauf hinweist. Deshalb möchten wir uns mit dieser Beschreibung möglichst viel Mühe geben, damit man auf dieser Malerwegetappe diese Punkte dann doch sieht. Buttrichs_Muehle_Kirnitzschtal_jetzt_NeumannmuehleVon der Neumannmühle startet die Wanderung ein Ministück auf der Fahrstraße bergaufwärts bis zur Kreuzung, an der es nach links hoch nach Ottendorf geht. Genau auf der Ecke der Kreuzung beginnt der angenehme Teil der Wanderung mit dem roten Strich roter Strich und natürlich der Malerwegmarkierung. Es geht den Hang hoch in Richtung Arnstein. Der markierte Aufstieg erfolgt nur ein kleines Stück und dann biegt der Malerweg schon nach rechts ab. Auch wenn der Malerweg nicht über den Arnstein bzw. das Ottendorfer Raubschloss geht, so ist dieser Abstecher von 1,5 Kilometer und 60 Höhenmeter ganz lohnenswert. unbekannter_Maler_KleinsteinhoehleBeim Arnstein kann man zwar immer noch sagen, das hat wenig mit den sächsischen Malern zu tun und deshalb lässt man den aus, aber beim nächsten Punkt, der Kleinsteinhöhle, ist das nicht so. Der Malerweg verläuft auf gleich bleibender Höhe über einen sehr angenehm zu gehenden Weg bis unterhalb der Kleinsteinhöhle. Hier sollte man unbedingt einen Abstecher hoch zur Höhle, bzw. ich würde das Ding eher Felsentor nennen, unternehmen, da es doch von einigen Malern auf Papier festgehalten wurde. Insgesamt macht dieser Abstecher eine Erweiterung der Strecke um  ½ Kilometer und wiederum 60 Höhenmeter aus. Die Kleinsteinhöhle ist am Weg ausgeschildert und ohne ein Problem zu finden.
Von der Kleinsteinhöhle bzw. dem Abzweig zur Kleinsteinhöhle wandert man noch ein Stückchen auf dem angenehmen Waldweg entlang und dann erreicht man die Fahrstraße zwischen dem Kirnitzschtal und Hinterhermsdorf. Auf dieser Straße geht es jetzt 700 Meter bergaufwärts. Kurz hinter dem Parkplatz unterhalb des Stumbauers Eck stößt die grüne Wanderwegmarkierung grüner Strich zum Malerweg dazu. Dieser Wegmarkierung und dem Malerwegzeichen folgt man weiter. Nach den besagten 700 Metern geht es nach rechts herunter von der Straße und man steigt aus dem Tal in die Richtung der Pohlshörner hinaus. Zum Anfang erreicht man das Kleine Pohlshorn, das zwar nicht mit einer spektakulären Aussicht aufwartet, aber dafür mit einer wunderbaren Ruhe, da es halt doch nur das kleine Pohlshorn ist und außerdem kein Hinweisschild für diese Aussicht am Wegesrand steht. Das sieht ganz anders aus, wenn man 600 Meter weiter wandert, dann wird man auf die Aussicht Großes Pohlshorn hingewiesen. Der Malerweg biegt ganz knapp vor der Aussicht nach links vom Berg ab, aber diesen Abstecher sollte man unbedingt unternehmen. Man wandert nur 150 Meter weiter auf dem Pohlshorn nach vorne, hat also insgesamt 300 Meter mehr Weg, aber keine weiteren Höhenmeter, und wird belohnt mit einer grandiosen Aussicht in das bewaldete Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz. Diese Aussicht strahlt eine wunderbare Ruhe aus, selbst wenn noch ein paar andere Wanderer da sind. Uns waren zwischen dem Kleinen und Großen Pohlshorn vier Wanderer begegnet, die auch den Malerweg abwanderten. Da sie keine Einheimischen waren, sie kamen irgendwo aus Süddeutschland, wussten sie natürlich nicht, was die einzelnen Wegweiser bedeuteten und so wanderten sie schön artig dem Malerwegsymbol hinterher und verpassten die ganzen schönen Aussichtspunkte neben dem Weg. Da wir den Abstecher zur Großen Pohlshornaussicht unternommen hatten, trafen wir sie wieder auf der anderen Seite des Pohlshorns unten an der Kirnitzsch. Hier unterhielten wir uns eine Weile über den Malerweg und konnten nur die Empfehlung aussprechen, dass kleine Abstecher zu Aussichten am Wegesrand meistens ganz lohnenswert sind, da man sonst doch ganz wesentliche Punkte des Malerwegs verpasst.
Aus dem Tal der Kirnitzsch geht es dann natürlich auch wieder heraus und hoch bis an den Fuß des Großen Teichsteins. Hier könnte man noch mal auf eine sehr schöne Aussicht wandern, aber das sind noch mal 1,5 Kilometer und man sieht nicht viel mehr als von der Aussicht des Großen Pohlshorns. Das Einzige, das man vom Teichstein mehr sehen könnte, ist der Blick runter zum nächsten Ziel, dem Zeughaus. Der Weg führt als nächstes genau dorthin. Es geht mit einem angenehmen Gefälle bis zum Zeughaus herunter. Hier unten stand früher ein relativ hässliches Ferienheim, das aber 2001 abgerissen wurde. Jetzt sind an diesem schönen Platz nur noch das alte Försterhaus, das in Zukunft (ab Mitte 2007) umgebaut werden soll zu einer weiteren Station des Nationalparks, und das Zeughaus. Hier hat man die Möglichkeit, sich in einem angenehmen Biergarten zu stärken, um dann die Bärenfangwände zu besteigen. Der Aufstieg ist nur an einer Stelle überhaupt ein kleines bisschen steiler und man kommt ganz gut auf den Felsen. Markiert ist der Weg ab dem Zeughaus mit dem blauen Strich blauer Strich. Nach dem ersten Aufstieg ist nach links die Goldsteinaussicht ausgeschildert. Zu dieser Aussicht sollte man unbedingt gehen, da es einerseits nur armselige 100 Meter sind und außerdem man dort einen fantastischen Ausblick in die Landschaft/Felsen genießen kann.

Panorama_Goldsteinaussicht_klein

Sehr erfreulicher Weise ist die Aussicht relativ wenig besucht, obwohl sie ziemlich groß und einfach zu erreichen ist. Von dort geht die Wanderung über den Reitsteig weiterhin dem blauen Strich hinterher. Der Weg hat fast keine Höhenunterschiede und es geht bis zum Katzenstein_beim_Grossen_Winterberg_kleinKatzenstein vor. Hinter diesem freistehenden Felsen geht es nach links und gleich wieder nach rechts. Der Weg ist weiterhin mit dem blauen Strich und dem Malerwegsymbol markiert und verläuft auf dem alten Fremdenweg. Der Fremdenweg ist der eigentliche alte Malerweg und führt vom Kuhstall/Neuer Wildenstein über den Großen Winterberg und dann runter zum Prebischtor. Warum auch immer der neue Malerweg in dem großen Bogen durch die Hintere Sächsische Schweiz geführt wird, vermutlich möchte man den Wanderern auch diese Region näher bringen. Der Malerweg verläuft auf jeden Fall ein kleines Stück über diesen alten Fremdenweg bis hoch auf den Großen Winterberg. Nachdem man auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz hoch gewandert ist, gibt es hier oben zwei wichtige Punkte. Gasthaus_auf_dem_Grossen_WinterbergWinterberg_GasthausDer erste Punkt ist die Informationsstelle Eishaus des Nationalparks Sächsische Schweiz. Hier wird man durch einige gut gemachte Informationstafeln über den Winterberg und die Pflanzen- und Tierwelt der Sächsischen Schweiz aufgeklärt. Der zweite wichtige Punkt auf dem Großen Winterberg ist natürlich die Gaststätte, in der man sich gut nach den Strapazen des Aufstiegs erholen kann. Die Gaststätte steht schon seit 1818 hier oben und ist in der Zeit von einigen Malern gezeichnet worden. Auf der Internetseite (www.elbsandstein.de) der Gaststätte/Hotel Großer Winterberg kann man ein paar sehr nette Bilder sehen.
Vom Winterberg geht es dann auf der westlichen Seite wieder herunter. Die ersten paar Meter erfolgen über die asphaltierte Zufahrt und dann zweigt der Malerweg nach rechts ab. Es geht über ein paar Stufen und einen normalen Weg den Bergsteig runter bis in die Ortschaft Schmilka. Auf der linken Straßenseite in Schmilka steht unserer Ansicht nach die schönste Informationstafel der Sächsischen Schweiz. Die frisch renovierte/sanierte Schmilksche Mühle hat ein neu hergerichtetes Mühlrad, Mühlgraben und einen Wasserteich erhalten. Was uns am meisten wundert, ist die Überschrift an der Informationstafel: Station am Malerweg. Für uns macht das den Eindruck, als wenn in der Zukunft noch mehr solcher schönen Tafeln entlang des Malerwegs aufgestellt werden sollen. Das wäre sehr lobenswert und würde den Malerweg noch ein ganzes Stück aufwerten. In Schmilka ist dann das Ende der 5. Etappe erreicht und es geht natürlich mit dem 6. Teilstück weiter.

Malerweg Teil 6

Die Wanderung Malerweg Teil 6 startet natürlich dort, wo Teil 5 aufgehört hat, in Schmilka. Damit diese Aussage denn auch wirklich stimmt, haben wir unseren Startpunkt extra auf die rechte Elbeseite gelegt und sind mit der kleinen Personenfähre über die Elbe zum Schmilkaer Bahnhof gefahren. Vollkommen überrascht waren wir von der Unfreundlichkeit des Fährmannes. Er muss an dem Tag wirklich mit dem falschen Bein aufgestanden sein, weil sonst kann ich mir nicht erklären, wie er bei so wunderbarem Wetter wirklich jeden Gast so anbrummeln kann. Auf der anderen Seite der Elbe angekommen, verläuft die Wanderung ein kleines Stück auf dem Elberadweg nach links (elbeaufwärts), bis nach rechts ein kleiner Tunnel unter der Bahnstrecke drunter her führt. Gleich hinter der Bahntrasse beginnt dann der Aufstieg aus dem Elbetal heraus. Der Malerweg schlängelt sich über ein paar Serpentinen und einige Stufen bis hoch auf die Ebene. Nach dem Aufstieg verlässt die Wanderstrecke den Wald und es geht über ein Feld bis zum Ortsrand von Schöna. Kaiserkrone_bei_Schoena_kleinDer Weg geht die ersten paar Meter (ca. 200 Meter) auf der asphaltierten Ortsstraße entlang, bis nach rechts der unauffällige Weg zur Kaiserkrone aufsteigt. Auch wenn das nicht so direkt zum Malerweg gehört, so empfehlen wir diesen Abstecher unbedingt, da hier oben eines der meistgezeigten Bilder der Sächsischen Schweiz entstanden ist. Kurz nachdem man die Häuser hinter sich gelassen hat und die ersten paar Höhenmeter aufgestiegen ist, befindet sich auf der rechten Wegseite der Felsen, auf dem Caspar_David_Friedrich_Felsen_kleinCaspar David Friedrich seinen „Wanderer über dem Nebelmeer“ gemalt hat. Leider ist die Aussicht hinter dem Felsen ziemlich zugewuchert, so dass man die Landschaft nur schwer erkennen kann. Dadurch ist es auch relativ schwierig zu sehen, dass Caspar David Friedrich gemogelt und die Berge und Felsen im Hintergrund spiegelverkehrt gemalt hat. Auf diesen Felsbrocken sind anscheinend schon einige vor mir hoch gekrabbelt und haben sich mal wie Caspar David Friedrich hingestellt. Aber gegen sein Bild sehen alle neumodischen Fotos langweilig aus. Hinter diesem wichtigen Punkt des Malerwegs sollte man noch eben auf mindestens eine der Zacken der Kaiserkrone hoch klettern, damit man die Aussicht von hier oben auch genießen kann.

Panorama_Kaiserkrone_klein

Von der Kaiserkrone geht es wieder auf dem gleichen Weg herunter wie man hoch gekommen ist und dann die Straße weiter in Richtung Ortsmitte. An der ersten Kreuzung, an der man nach links gehen kann und die in die Richtung des Zirkelsteins führen würde, biegt man ab. Gegenüber des Gasthauses Zirkelstein_bei_Schoena_klein„Zum Zirkelstein“ biegt der Wanderweg auf eine kleine Straße ab, die am Ortsrand von Schöna entlang läuft. Am Ende der Straße geht der Weg durch einen unauffälligen Hohlweg weiter. Zum Anfang dachten wir, dass es sich eher um einen Wassergraben handeln könnte, aber nach wenigen Metern erreicht man ein Wohnhaus, an dem es dann nach links weiter geht. Der Weg geht in einem Bogen bis zum Ende der Ortschaft am Mühlgrund. Hier steigt der Malerweg nach rechts aus der Senke heraus und man erreicht nach einem kurzen Aufstieg die Ortschaft Reinhardtsdorf. Auch diese Ortschaft wird am Rande passiert und dann geht es auf einem Feldweg bis zum Wolfsberg. Auf halber Strecke zwischen Reinhardtsdorf und Wolfsberg befindet sich ein neu angelegtes Feuchtbiotop mit einem netten Rastplatz. Die paar Meter bis zum Wolfsberg hoch sind leicht geschafft, und obwohl der Malerweg gleich an der ehemaligen Zufahrt zum Wolfsberg nach rechts abbiegt, befindet sich nach links in ca. 100 Meter Entfernung eine weitere Informationstafel vom Caspar-David-Friedrich-Wanderweg. Auch hier oben auf dem Wolfsberg befindet sich eine Gaststätte (www.panoramahotel-wolfsberg.de), die ziemlich häufig von Malern und Bildhauern besucht wurde und auch heute noch besucht wird.
Reinhardtsdorfer_Kirche_Bild_Neues_Testament-1_kleinReinhardtsdorfer_Kirche_Bild_Neues_Testament-2_kleinVom Wolfsberg geht die Wanderung wieder herunter in Richtung Reinhardtsdorf. Die Ortschaft Reinhardtsdorf wird zuerst einmal durchquert, wobei man an der netten Reinhardtsdorfer Kirche vorbeikommt. Hier sollte man unbedingt einen Blick in die Kirche werfen, da diese mit einer riesigen Anzahl  von Gemälden geschmückt ist. Nach der Besichtigung der Kirche geht es mal wieder am Rande einer Ortschaft entlang. Diesmal ist es der nördliche Rand von Reinhardtsdorf. Von diesem Weg zwischen den Feldern und der Ortschaft hat man einen schönen Blick zu den Schrammsteinen hinüber. Ganz faszinierend ist, dass die Felsen einem so nah vorkommen, als wenn man mal eben einen Abstecher dorthin unternehmen könnte. Die Elbe zwischen dem Standort und den Felsen liegt so erstklassig versteckt in ihrem Tal, dass man sich als Ortsunkundiger schnell reinlegen kann.
Nach einer Strecke von 600 Metern am Ortsrand entlang geht es nach links und gleich wieder nach rechts. Hier erreicht man eine asphaltierte Straße, die aber schon nach wenigen Metern in einem Waldweg endet und mit dem grünen Punkt markiert grüner Punkt ist. Dieser Wanderwegmarkierung und natürlich dem Malerwegzeichen geht es hinterher. Der Weg verläuft leicht abfallend an einem Steinbruch vorbei. Von dem Waldweg kann man ganz hervorragend runter in den Steinbruch blicken. Seltsamerweise habe ich hier noch nie jemand drin arbeiten gesehen. Trotzdem ist der Steinbruch nicht zugewuchert, was wiederum darauf schließen lässt, dass machmal doch noch etwas in dieser Kuhle passiert. Der Wanderweg geht weiter den Berg hinab, bis nach ungefähr einem Kilometer der Malerweg nach links abbiegt. Dieser Weg ist mit dem gelben Punkt markiert. Die ersten paar Meter gehen über ein paar Stufen relativ steil bergab, aber dann verläuft der Wanderweg auf fast gleichbleibender Höhe bis zur Straße zwischen Reinhardtsdorf und Krippen. Diese Straße überquert man und wandert ein paar Meter die Straße herunter in Richtung Krippen. Gleich hinter der Schinkemühle biegt der Malerweg nach links ab. Auch dieser Weg führt sehr angenehm auf gleichbleibender Höhe am Hang entlang. Der Weg führt an der Liethenmühle vorbei, an der man sich von der Wanderung erfrischen könnte. Die Liethenmühle (www.liethenmuehle.de) ist eine von diesen uralten Mühlen, sie wurde schon 1572 das erste Mal erwähnt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war sie eine Getreidemühle, seit dem wird sie als Pension und Gaststätte betrieben. Hinter der Mühle steigt der Weg leicht an und wird in einem seltsamen Bogen bis auf die Straße zwischen Kleinhennersdorf und Papstdorf geführt. Auf der Straße geht es dann ca. 400 Meter wieder zurück, bis nach links eine kleinere Straße nach Kleinhennersdorf abbiegt. Schon wieder geht es an einem Ortsrand entlang, bis links in Richtung Kleinhennersdorfer Stein ein Weg abzweigt, der zwischen Wald und Feld entlang geht. Ab hier ist der Weg mit dem roten Strich roter Strich markiert. An der Stirnseite des Feldes angekommen, ist es unvermeidbar, einen Blick nach links über die Ebene zu den Schrammsteinen zu genießen. Auch wenn im Vordergrund die Ortschaft zu sehen ist, so strahlt diese Stelle eine sehr schöne Ruhe aus. Nach ein paar weiteren Metern geht es zuerst am Kleinhennersdorfer Wildgehege vorbei und dann auch schon an den Aufstieg_Rueckseite_Papststein_kleinAufstieg auf den Papststein. Der Weg nach oben erfolgt auf der Rückseite des Papststeins durch eine Schlucht. Der Papststein verwundert mich immer wieder, da es sich doch um einen längeren Felsen handelt, als ich immer annehme. Oben drauf befindet sich eine Gaststätte mit einer erstklassigen Aussicht, wobei natürlich eine Gaststätte immer bedeutet, dass ein bisschen Trubel herrscht. Ganz anders ist es auf dem Gohrisch, dem nächsten Ziel dieser Malerweg-Etappe. Dazu muss man natürlich erstmal wieder vom Papststein absteigen. Das erfolgt über eine gut ausgebaute Treppe auf der Vorderseite, um dann am Parkplatz zwischen den beiden Felsen gleich wieder hoch auf den nächsten Felsen zu klettern. Aufstieg_Gohrisch_Parkplatzseite_kleinAuch hier geht es durch eine Schlucht aufwärts und man wird wieder mit einer schönen Aussicht belohnt. Ganz seltsam finde ich, dass man von dem Gohrisch in die Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken kann und man neben den Schrammsteinen den Falkenstein sieht. Vom Gohrisch aus gesehen wirkt der Falkenstein ziemlich klein und überhaupt nicht so hoch, wie wenn man vor ihm steht. Im Verhältnis zum Gohrisch ist er auch 70 Meter tiefer. Vermutlich ist das der Grund für die Perspektive. Auf der Rückseite des Gohrischs geht es das letzte Mal für dieses Teilstück des Malerwegs wieder herunter. Der Malerweg führ erst ein Stück auf die Ortschaft Gohrisch drauf zu, biegt aber dann kurz vor der Ortschaft nach links ab. Wir empfinden solch eine Streckenführung als etwas seltsam und deshalb gehen die letzten paar Meter (ca. 1 Kilometer) durch den Stillen Grund bis in die Ortschaft hinein. Wer natürlich gleich die nächste Etappe weiter wandern möchte, der findet die Beschreibung dazu hier.

Malerweg Teil 7

Auch der vorletzte Teil des Malerwegs beginnt ungefähr dort, wo der 6.Teil aufgehört hat, in Gohrisch. Da wir diesen Teil des Malerweges in Gohrisch starten und nicht irgendwo dort zwischen Wald und Feld, wo die 6. und 7. Etappe offiziell aneinanderstoßen, muss erstmal ein Stückchen von Gohrisch bis zum eigentlichen Malerweg gefunden werden. Hier schlagen wir vor, vom Ortszentrum in Richtung Königstein und dann auf der Straße nach Pfaffendorf zu wandern. Nach ungefähr 400 Metern auf der Pfaffendorfer Straße erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich und ihr folgt man nach links aus dem Dorf heraus. Allee_bei_Gohrisch-Muselweg_kleinDer Weg sieht sehr schön aus, da links und rechts eine Reihe Bäume steht und dadurch eine sehr schöne Allee entstanden ist. Kurz vor dem Waldrand befindet sich auf der rechten Wegseite eine Friedenslinde aus dem Jahre 1871. Am Waldrand erreicht man dann auch die Wanderwegmarkierung des Malerwegs wieder. Außerdem ist der Weg mit dem gelben Punkt gelber Punkt markiert. Diesem Weg folgt man nach rechts am Waldrand entlang. Er verläuft in einem Bogen wieder zur Ortschaft Gohrisch zurück. Man hätte also auch einfach die Pfaffendorfer Straße ein Stück von 600 Metern weiter wandern können, aber dann hätte man die schöne Aussicht auf die Festung Königstein verpasst. So erreicht man die Straße wieder und wandert ein kleines Stück (ca. 100 Meter) bergabwärts, bis nach rechts ein Weg abzweigt. Der Weg führt auf der Rückseite von ein paar riesigen Gärten vorbei und erst auf den letzten paar Metern geht es etwas steiler den Hang hinunter in die Ortschaft Pfaffendorf. Pfaffenstein_von_Pfaffendorf_gesehen_kleinKurz vor der Ortschaft verlässt die gelbe Wanderwegmarkierung den Malerweg und es geht nur noch mit dem Malerwegzeichen nach Pfaffendorf rein, um dann gleich gegenüber wieder zum Pfaffenstein aufzusteigen. Hinter dem letzten Haus ist der Wanderweg zusätzlich zum Malerwegzeichen mit dem grünen Punkt grüner Punkt markiert. Der Malerweg führt direkt über den Pfaffenstein hinweg. Der Aufstieg geht über den steilen Einschnitt am Nadelöhr hoch und in der Mitte des Felsens wieder herunter. Hier empfehlen wir aber unbedingt, oben noch zum südlichen Ende des Pfaffensteins zu gehen, da dort die Barbarine steht. Diese Felsnadel ist schon was wirklich Besonderes und auch auf einigen Gemälden abgebildet.
Der Abstieg vom Pfaffenstein ist ganz angenehm und am Fuße des Felsens geht es dann in die Richtung des Quirls weiter. Außer der Malerwegmarkierung ist hier der Weg mit dem roten Punkt roter Punkt markiert. Seltsamerweise wird der Malerweg um den Quirl im Uhrzeigersinn herum geführt, aber vermutlich haben sich die Planer des Weges gedacht, dass man sich die zusätzlichen 40 Höhenmeter über den Quirl drüber sparen kann, da sich von dem Felsen keine sonderlich erwähnenswerte Aussicht bietet. Der Weg führt ¾ um den Felsen immer am Felsfuß entlang, um dann ungefähr am Diebskeller in Richtung Königstein abzubiegen. Der Malerweg geht noch ein Stückchen über den rot markierten Wanderweg und dann ist er nur noch mit der Malerwegmarkierung gekennzeichnet. Gleich am Sportplatz war uns irgendwie die Streckenführung verloren gekommen. Strasse_Am_Pfaffenberg_kleinAuf jeden Fall geht der Weg einmal um den Sportplatz drum herum, Postsaeule_in_Koenigstein_kleinum dann nach links in die Ortschaft abzubiegen. Die Wanderung erreicht mal wieder die Straße zwischen Königstein und Pfaffendorf. Auf dieser Straße geht es nur 100 Meter bergab, bis nach rechts ein unauffälliges Sträßchen abbiegt. Für eine Straße geht es schon ziemlich steil bergab, aber für Wanderer ist sie sehr angenehm zu gehen. Autofahrer sind keine, bzw. nur Anwohner, anzutreffen. Links und rechts stehen wirklich sehr schöne Häuser, die entweder gerade saniert werden oder mit Liebe zum Detail saniert worden sind. Auf der ganzen Straße sind nur noch zwei Ruinen zu sehen, wobei ich selber auch keinem der Gebäude noch eine Chance einräumen würde. Beide sind in einem üblen Zustand. Die Straße endet an der historischen Postsäule in Königstein.
Der Malerweg führt durch die Stadt Königstein in Richtung der Kirche. Gegenüber der Kirchenpforte beginnt dann der kleine Pfad, der zur Festung Königstein hochführt. Elbe_bei_Koenigstein_kleinNach wenigen Metern bietet sich ein schöner Platz an, um Rast zu machen und die Aussicht über die Stadt zu genießen. Besonders schön ist der Blick über die Stadt hinweg in das Elbetal. Der Aufstieg ist schon relativ anstrengend, da doch einige Höhenmeter (ungefähr 170) absolviert werden müssen. Aber zum Glück sind es nur wenige Stufen. Der Aufstieg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Der Malerweg kommt von der Rückseite an die Festung Königstein und erreicht die Festung am großen Busparkplatz. Hier bietet sich ein Ausflug auf die Festung an. Um auf die Festung hoch zu kommen, gibt es zwei Wege. Der erste Weg ist der Aufstieg durch die Dunkle Appareille. Das ist natürlich der Weg für Malerwegwanderer. Der zweite Weg auf die Festung hoch ist mit dem Panoramaaufzug. Das ist nur für Fußkranke und Touristen. Und jetzt kommt’s: Die letzten zwei Male bin ich natürlich auch super faul gewesen und einmal mit dem Panorama- und ein zweites Mal mit dem Lastenaufzug hochgefahren. Soviel zum empfohlenen Aufstieg für Wanderer. Trotzdem sollte man sich die Festung nicht entgehen lassen. Außer, dass sie eine ganze Menge interessante geschichtliche Sachen bietet, ist sie für den Malerweg relativ wichtig, da die Festung ziemlich häufig gemalt worden ist.
Nach der Festung Königstein kommt eine der seltsamsten Streckenführungen des ganzen Malerwegs. Wobei ich diese seltsamen Schlenker wirklich nicht unbedingt schlecht finde. Man kann deutlich sehen, dass sich die Wegplaner des Malerwegs gleich eine ganze Ansammlung Gedanken gemacht und was ganz Ordentliches draus gemacht haben. Als erstes geht der Malerweg auf dem schon bekannten roten Punkt roter Punkt in die Richtung der Alten Festungsstraße. Nachdem man diesen uralten Weg erreicht hat, verlässt man den rot markierten Weg und wandert nach links nur dem Malerwegzeichen hinterher. Kurz vor der Bundesstraße zwischen Struppen und Königstein biegt der Weg nach links ab und verläuft parallel zur Bundesstraße. Kurz vor dem riesigen Parkplatz der Festung unterquert man die Bundesstraße B172 durch einen Fußgängertunnel und drüben auf der anderen Seite geht es dann wieder parallel zur Straße zurück. Ab der Unterführung ist der Weg mal wieder mit dem roten Punkt roter Punkt markiert, dem man aber auch nur bis zur nächsten Straße folgt. Hier geht der Malerweg sehr geschickt gegenüber auf einem Waldweg bis runter nach Thürmsdorf. Der Weg ist hier mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Der Malerweg führt einmal quer durch die ganze Ortschaft. Für mich war vollkommen überraschend, das Schloss_Thuermsdorf_vom_Ort_aus_gesehen_kleinSchloss Thürmsdorf zu finden. Dass so eine Miniortschaft ein Schloss besitzt, das aber dann in einem solchen Schloss_Thuermsdorf_kleinDornröschenschlaf liegt, hat mich wirklich verwundert. Anscheinend werden hier irgendwelche Ritterspiele aufgeführt, zumindest sahen einige Aufbauten und Stände danach aus. Der Malerweg führt hinter dem Schloss aus Thürmsdorf heraus und es geht über die Ebene oberhalb der Elbe weiter. Seit Mitte 2016 ist hier ein ganz neuer Streckenverlauf ausgebaut worden und man gelangt zu dem frisch sanierten Mausoleum der Familie Biedermann. Malerwegskapelle_kleinDa die Familie Biedermann schon vor Jahrzehnten wegen der andauernden Plünderungen auf den Königsteiner Friedhof umgebettet wurde, Glastafel_Thiele-Aussicht_kleinist im Juni 2016 das Gebäude als Malerwegskapelle mit einer ökumenischen Segnung geweiht worden. Gleich neben dem Gebäude befindet sich die Thiele-Aussicht, die netterweise mal wieder freigeschnitten wurde und damit den Blick auf die Festung Königstein ermöglicht. Sehr schön ist, dass dort eine dieser tollen Glasinformationstafeln steht und darauf ein Gemälde des Malers Johann Alexander Thiele von dieser Aussicht zu sehen ist. Es geht weiter in Richtung der Ortschaft Weißig. Zwischendurch kann man noch eine kleine Rast an den Eulensteinen einlegen.

Panorama_Eulenstein_klein

Mit dem Erreichen der Ortschaft Weißig ist die vorletzte Etappe des Malerwegs geschafft und jetzt geht es natürlich noch zum letzten Abschnitt weiter.

Malerweg Teil 0

Ein Leser unserer Webseite hatte den sehr guten Hinweis, dass die Maler nicht erst im Liebethaler Grund gestartet sind, sondern schon in Dresden. Dazu hat er mir dann netterweise auch gleich eine tolle Wegbeschreibung geschickt, die am Blauen Wunder in Dresden startet. Blaues_Wunder_Weisser_Hirsch_Elbhang_kleinVon der Brücke genießt man zuerst den Blick auf die Elbe und die Elbhänge. Wenn man dann auch noch das Glück hat, dass gerade einer der Ausflugsdampfer auf dem Fluss gefahren kommt, dann ist der erste Höhepunkt schon beim Anfang der Wanderung perfekt. Von der Brücke geht es nach Loschwitz, also nach Osten. Am Ende der Brückenzufahrt erreicht man den Körnerplatz und auf dessen gegenüberliegender Seite (also auf der anderen Straßenseite von Bäckerei Wippler) geht es den Veilchenweg aufwärts. Markiert ist der Wanderweg mit dem gelben Strich gelber Strich. Gleich unten am Beginn der Straße befindet sich eine große Tafel, die erklärt, dass hier auch der Dichter-Musiker-Malerweg beginnt. Diese Wanderung und der Dichter-Musiker-Malerweg laufen größtenteils auf dem gleichen Weg, sodass man sich sehr gut an der Ausschilderung orientieren kann.
Der Weg steigt für eine Wohnstraße ganz ordentlich an und schon nach ein paar Metern überquert die Schwebebahn die Straße. Schwebebahn_Haengebahn_Dresden_kleinEs ist ganz schön unterhaltsam, wenn diese Hängebahn über einen hinweg gleitet und ziemlich geräuschlos die Höhenmeter zwischen der unteren und oberen Talstation bewältigt. Auf dem Weg nach oben passiert man eine der vielen Stempelstellen bzw. Informationstafeln des Dichter-Musiker-Malerweges. Irgendwie habe ich gerätselt, warum man seine gelaufenen Kilometer mit einem Stempel belegen muss. Ich persönlich finde, dass ich eine Wanderung nur für mich selber mache und dazu reicht es, dass ein paar tolle Bilder/Erinnerungen im Kopf hängen bleiben. So z.B., dass die Anwohner des Veilchenwegs eine fantastische Aussicht über Dresden haben. Irgendwie sehen die Häuser und Grundstücke hier so aus, als wenn man wirklich richtig Geld haben muss. Alleine die Aussicht dürfte einen Aufschlag von 25 % auf ein gleiches Grundstück unten im Tal ausmachen.
Die Wanderung führt insgesamt 350 Meter auf dem Veilchenweg, bis nach links der 2. Steinweg abzweigt. Bei diesem Weg handelt es sich tatsächlich um einen Weg ohne Autoverkehr. Irgendwie ist er ziemlich ungewöhnlich, da es steil bergauf geht, links und rechts hohe bis sehr hohe Mauern stehen und der Untergrund komplett mit Sandsteinplatten ausgelegt ist. Dafür stehen aber auch zwei wirklich prächtige Villen am Wegesrand. Der 2. Steinweg endet nach etwas weniger als 300 Metern auf einer Fahrstraße und die Wanderung geht gegenüber auf der Krügerstraße weiter. Diese sehr ruhige Wohnstraße macht einen Bogen und noch bevor die Straße in ein Waldgebiet weiter führt, befindet sich rechts eine Bank. Die Bank hat die deutlich sichtbare Inschrift: „Franz Engel; Meister der Pilzaufklärung; Rekonstruktion durch Forstbezirk Dresden“. An dieser Bank geht es auf der gelben Wanderwegmarkierung in den Wald hinein. Der Wanderweg passiert die Rückseite des ehemaligen Klinikgeländes und führt danach auf dem Kuckuckssteig in Richtung Rochwitz.
Ab dem Ortsrand ändert sich der Name der Straße in Karpatenstraße und auch diese Straße ist geschmückt mit sehr netten Häusern. Mir gefällt am besten das Haus, das nach 300 Metern (hinter dem Knick der Straße nach rechts) Hauseingang_Allee_Karpatenstrasse_Dresden_kleinauf der linken Straßenseite steht. Es hat eine wirklich schön aussehende Allee von mindestens 70 Meter Länge vor dem Haus. Bei dieser Länge wäre man bei uns zu Hause schon auf der Rückseite der nächsten Häuserreihe angekommen. Irgendwie hatte man früher viel mehr Platz als heutzutage in einer Reihenhaussiedlung.
Genau an der Stelle, wo die Karpatenstraße aus dem Ort herausgeht, biegt die Wanderung nach links auf den Eichendorffsteig ab. Die ersten paar Meter laufen noch am Ortsrand entlang, um dann in den Wachwitzgrund abzusteigen. Nachdem man im Tal angekommen ist, geht es nach links ein kleines Stück von 200 Metern bachaufwärts, bis zwei Sandsteinsäulen eine Art Eingang bilden. Hier wird der Bach überquert und man folgt der Ausschilderung Wachbergschänke. Der Wanderweg führt angenehm aufwärts und noch vor dem eigentlichen Gelände der Wachbergschänke befindet sich rechts ein neu rekonstruiertes Brunnenhaus. Vorderseite_Wachbergschaenke_Dresden_kleinDer eigentliche Brunnen ist über eine sehr lange Zeit verloren gekommen und erst 2002 wiederentdeckt worden. Ganz schön komisch ist, wenn hier oben auf dem Berg ein Brunnen 10 Meter tief und dann mit 6 Meter Wasser gefüllt ist. Zum Glück ist der eigentliche Brunnen abgedeckt, sodass man nicht in Versuchung kommt, irgendetwas hinein zu werfen. Die Wachbergschänke (www.wachbergschaenke.de) lädt zu einem angenehmen Verweilen für eine Stärkung ein.
Auf der Zufahrt zur Wachbergschänke wird das Gelände verlassen und nach ein paar Metern ist der Ortsrand von Pappritz erreicht. Gleich am Ortsrand biegt man nach links in die Waldmüllerstraße ab. Dresdener_Fernsehturm_kleinSchon eine ganze Weile fällt einem immer wieder der Fernsehturm von Dresden auf und im Bereich der Waldmüllerstraße ist man ihm am nächsten. Heutzutage sind nur noch sehr wenige Antennen an dem Turm befestigt und auch als Aussichtturm wird er leider nicht mehr benutzt. Von dort oben hätte man bestimmt einen fantastischen Ausblick auf Dresden und das Elbtal. Am Ende der Waldmüllerstraße geht es kurz nach rechts (ca. 50 Meter) auf dem Oberwachwitzer Weg, um dann gleich wieder nach links in die Agneshöhe abzubiegen. Nach 70 Metern biegt die Straße nach rechts ab, der gelb markierte Wanderweg verschwindet aber links in der Ecke auf einen Pfad. Dieser passiert eine kleine Senke und auf deren gegenüberliegenden Seite erreicht man die Wohnstraße Am Rainchen. Diese Straße führt 400 Meter durch ein Wohngebiet und dann wieder mal durch eine kleine bewaldete Senke. Die darauffolgende Straße heißt ganz ähnlich wie die vorher begangene Straße Nach dem Rainchen. Am Ende dieser Straße geht es nach links auf der Schulstraße bis vor zur gut befahrenen Straße des Friedens. Zum Glück muss man auf dieser Straße nur 40 Meter nach links wandern, um dann gleich wieder nach rechts auf die Birkenstraße abzubiegen. Schon nach ganz wenigen Metern geht es wieder nach rechts in den Ahornweg. Dieser Weg führt durch bzw. am Rande eines Neubaugebietes entlang. Dahinter geht es durch den Helfenberger Grund und in den Helfenberger Park. Der Park gehört zum Rittergut Helfenberg und fällt durch einige unterschiedliche uralte Bäume auf. Dahinter erreicht man eine Landstraße, die nicht besonders schön zum Wandern ist, aber der ½ Kilometer nach rechts bis zur Ortschaft Rockau geht schon. Diese Ortschaft wird auf dem Rockauer Ring durchquert und auf der südlichen Seite erreicht man die ausgeschilderte Aussicht Rockauer Höhe/Sachsens Hiefel. Das ist eigentlich eine ganz besonders nette Stelle, um ins Elbtal bzw. auf Dresden hinunter zu blicken. Blöderweise war auf meiner Wanderung das Maisfeld davor ziemlich hoch gewachsen und so war die Aussicht auf die Hälfte eingeschränkt.
Die Wanderung geht weiter auf dem Rockauer Ring bis vor zum Landhotel Lindenschänke. Hier ist mal wieder eine der Stempelstellen des Dichter-Musiker-Malerweges. Der neu gestaltete Dorfplatz wird diagonal überquert und in der Ecke, wo die beiden Hofeinfahrten und das Fußgängerschild stehen, führt der Wanderweg auf das Feld hinaus. Keppmuehle_im_Keppgrund_kleinDer Feldweg ist mit so einigen Bäumen geschmückt und der Name Keppgrund verrät schon, dass es kurz darauf mal wieder abwärts geht. Nach dem Abstieg erreicht man die Keppmühle, Inschriften_Keppmuehle_im_Keppgrund_kleindie einen wirklich schicken Eindruck hinterlässt. Die Mühle wurde das erste Mal schon 1592 schriftlich erwähnt und oberhalb der Haustüre ist immerhin die Jahreszahl 1781 zu lesen. An der Hauswand sind eine Vielzahl an Inschriften angebracht, die bis in die heutige Zeit reichen. Die Texte sind keine Graffitischmierereien, sondern nette Texte wie z.B. „Thut der Hausvater seine Pflicht, verläßt der liebe Gott ihn nicht. G.W.Walther Anno 1878“ oder „Ich hab gebaut ein schönes Haus, wenn Gott gebeut, so muss ich raus. J.G.Heinicke Anno 1781“.
Eigentlich sollte der Wanderweg von der Keppmühle weiter abwärts im Keppgrund bis nach Hosterwitz gehen, aber praktisch ist der Weg so zerstört, dass eine Umleitung notwendig ist. Deshalb wandert man von der Keppmühle auf dem gekennzeichneten Weg nach oben aus dem Grund heraus. Nach etwas mehr als 200 Metern und so einigen Höhenmetern erreicht der Weg den Waldrand und an diesem geht es nach rechts. Seltsamerweise befindet sich hier kein weiterer Wegweiser, aber nach ½ Kilometer erreicht man eine Wegsperrung, an der es wieder relativ angenehm den Hang abwärts geht. Der Waldweg schlägt so einige Haken und ist ungewöhnlich gut bzw. breit ausgebaut. Zwischendurch passiert man auch noch ein ehemaliges Wasserwerk, das heutzutage im Wald vor sich hin gammelt. Am Ende dieses Grundes erreicht man den Ortsrand von Hosterwitz und die erste Straße heißt dann auch passend Keppgrundweg.
An der ersten Straßenkreuzung biegt man nach links auf die Dresdner Straße ab. Hier steht am Hang eine ungewöhnliche Mischung aus alten und nagelneuen Wohnhäusern, die aber alle einen tollen Eindruck machen und nach gehobenem Standard aussehen. Die Straße endet an einer abknickenden Vorfahrtsstraße, an der Weg der diagonal über den Platz vor der Sparkasse geht. Hier wandert man ein Stück auf der Wünschendorfer Straße aufwärts. Kurz vor dem Restaurant Schlossblick Pillnitz hört der Bürgersteig auf und man steht rätselnd an der Stelle, ob es wirklich auf dieser Fahrstraße weiter gehen soll. Aber an der linken Felswand ist die gelbe Wanderwegmarkierung zu sehen und so muss man ein paar Meter (ca. 125 Meter) auf der gut befahrenen Straße hoch wandern. Grosser_Berg_Pillnitz_kleinDann biegt nach rechts ein Weg ab, der oberhalb der Weinberge verläuft. Die Aussicht von dem Weinberg herunter auf Schloss Pillnitz und die Gärtnerei ist beeindruckend und eine tolle Entschädigung für das hässliche Teilstück auf der vorherigen Fahrstraße.
Dieser Weinberg ist wirklich schon uralt (erste Erwähnung 1403) und wird durch seine klimatischen Bedingungen jetzt wieder von Winzern genutzt. Besonders auffällig sind die Wächterhäuschen am oberen Rande des Weinberges, die von mehreren Winzern gemeinsam genutzt werden. Sie dienen heutzutage mehr als Aufenthaltsraum als um auf seinen Weinberg aufzupassen. Kirche_unterhalb_Grosser_Berg_Pillnitz_kleinIm hinteren Teil des Hanges sind im Sommer 2013 mehrere Flächen wegen eines Hangrutsches gesperrt gewesen. Eigentlich sah es gar nicht so schlimm aus, ausgenommen der große Haufen ganz unten vor dem Wohnhaus. Hier musste ein provisorischer Damm errichtet werden. Am unteren Rand des Weinberges befindet sich auch eine nette Kirche, die mit dieser Lage einen sehr romantischen Eindruck macht.
Am Ende des Weinberges geht es auf ziemlich gleichbleibender Höhe weiter auf dem gelb markierten Wanderweg. Nach einem ¾ Kilometer erreicht man eine Stelle, an der einerseits ein Pfad steil den Hang hinauf und einer nach rechts führt. Der Pfad nach rechts bietet mit der Aussicht Rysselkuppe einen wirklich fantastischen Ausblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Wanderweg folgt aber weiterhin dem Leitenweg und erst nach 1 ½ Kilometern geht es auf dem Tiefgrundweg abwärts nach Graupa. Das Wohngebiet wird mit der Kreuzbergstraße betreten, die dann übergeht in die Borsbergstraße. Nach ½ Kilometer durch Graupa erreicht man die Richard-Wagner-Straße, die nach links weiter gewandert wird. Einen ¾ Kilometer später auf der Richard- Wagner-Straße erreicht man die Hausnummer 6, wo das Richard-Wagner-Museum (www.wagnerstaetten.de) untergebracht ist. Auf der linken Straßenseite steht das Lohengrinhaus und gegenüber im Park das Jagdschloss. Dieses Museum ist ganz neu eingerichtet (Eröffnung Anfang 2013) und mit themenbezogenen Präsentationen wirklich einen Abstecher wert.
Am Tschaikowskiplatz biegt die Wanderung nach links auf die Bonnewitzer Straße ab und folgt dieser bis zum Ortsausgang. Auf der rechten Straßenseite hat der Staatsbetrieb Sachsenforst seinen Hauptsitz. Irgendwie sieht das Gelände aus wie eine Kaserne, die für eine neue Nutzung saniert wurde. Hinter dem Gelände biegt nach rechts die Zaschendorfer Straße ab und auf der gegenüberliegenden Straßenseite, also nach links, führt ein Feldweg weiter. Auf diesen biegen wir nun ein. Auch dieser Weg soll Zaschendorfer Straße heißen, aber das ist bei einem Feldweg vielleicht doch übertrieben. Rechts von dem Weg befindet sich eine Art Baumschule bzw. vermutlich ist es ein Freigelände von Sachsenforst. Noch vor dem Wasserbehälter biegt die Wanderung nach rechts ab und führt ¼ Kilometer an der Stirnseite der Zuchtfläche entlang, um dann nach links in einen Hohlweg abzubiegen. ungewoehnliches_Haus_Heilpaedagogik_Bonnewitz_kleinDer Weg ist immer noch mit dem gelben Strich gekennzeichnet. Nach ½ Kilometer biegt die Wanderung im spitzen Winkel nach rechts ab und führt zuerst an ein paar kleineren Steinbrüchen und einem netten Wiesental vorbei. Gleich am Rand des nun bald erreichten Ortes sieht man ein ungewöhnliches Gebäude, bei dem es sich um die Sporthalle der Heilpädagogik Bonnewitz handelt.
Schon nach kurzer Strecke erreicht man den Ortskern mit sehr schön sanierten bzw. gepflegten toller_Hof_und_Dorfplatz_Bonnewitz_kleinGebäuden und einem tollen Dorfplatz. Auf der gegenüberliegenden Seite des Dorfplatzes geht es über den Weg Am Bonnewitzer Rundling aus der Ortschaft wieder heraus. Nur ¼ Kilometer später erreicht man die gut befahrene S177, die aber nur an der Radarfalle überquert wird, um dann auf der Straße Im Grund weiter zu wandern. Der Wanderweg macht nach ein paar hundert Metern einen kleinen Versatz nach rechts und führt dann durch einen Wald bis zu einer Kleingartenanlage. Diese wird durchquert und dann nach links auf dem unscheinbaren Weg weiter gewandert. Auch dieser Weg ist mit dem gelben Strich gekennzeichnet.
Nach wenigen Metern sieht man durch das Gebüsch das große Gelände der Grundmühle. Wie bei fast allen Mühlen in der Sächsischen Schweiz wird leider heute die Wasserkraft nicht mehr genutzt und genauso ist es mit der Grundmühle. Den Ausgang des Mühlgrabens kann man durch ein bogenförmiges Gewölbe noch gut erkennen, aber der Abfluss ist durch reichliche Sandmassen verstopft. Die Wanderung erreicht die Fahrstraße Altjessen, auf der es den letzten Kilometer nach links bis zum Beginn des Liebethaler Grundes weiter geht. Dort startet der offiziell angelegte Malerweg mit dem Teil 1.
Ich war überrascht von der tollen Wanderung und es war eine wirklich gute Empfehlung. Ganz besonders gut haben mit das Teilstück oberhalb des Weinbergs und die vielen prachtvollen Wohnhäuser gefallen. Da kann unser langweiliges Reihenhaus leider nicht mithalten.

Malerweg Teil 8

Der letzte Teil des Malerweges startet natürlich, wie alle anderen Teile auch, am Ende der vorhergegangenen Etappe, also in Weißig. Von dieser kleineren Ortschaft oberhalb der Elbe geht der Malerweg in die Richtung des Rauensteins. Rauenstein-Kammweg_kleinDer Weg ist mit dem gelben Strich gelber Strich und natürlich mit dem Malerwegzeichen markiert. Nach etwas mehr als ½ Kilometer ist der Fuß des Rauensteins erreicht. Hier geht es die Treppen an der süd-östlichen Seite hoch. suedliche_Aussicht_Rauenstein_kleinNach dem Aufstieg auf den Rauenstein gibt es die Möglichkeit, nach links abzubiegen. Dort findet man eine sehr schöne Aussicht, von der man zur Festung Königstein, dem Lilienstein und dem Pfaffenstein blicken kann. Vor der Aussicht befindet sich eine kleinere Gaststätte mit angeschlossenem Biergarten, in der man sich vom Aufstieg erfrischen kann. Nach diesem ersten ganz angenehmen Platz geht es bis zu den letzten Stufen des Aufstiegs zurück und nun geradeaus auf dem Rauenstein entlang. Der Felsen ist ziemlich zerklüftet, so dass der Weg einige Male hoch und runter zwischen einzelnen Felsen entlang geht. Zwischendurch hat man nach rechts eine sehr schöne Aussicht auf die Bastei und die Weißen Brüche zwischen Wehlen und Rathen.

Panorama_vom_Rauenstein_klein

Der Rauenstein ist ein flach abfallender Felsen, bei dem es kaum auffällt, dass man auf einmal wieder unten ist. Auf der Seite von Wehlen, bzw. der Ortsteil heißt Pötzscha, erreicht man den Wald, und schon bald geht es von der Ebene runter ins Elbetal. Der Weg führt mit ein paar Schlenkern bis auf die Zufahrt von Pötzscha. Hier sollte man, damit die Etappe wenigstens ein kleines bisschen mit den Malern zu tun hat, einen Abstecher zum Robert-Sterl-Haus (www.robert-sterl-haus.de) unternehmen. Robert Hermann Sterl hat mehrere Bilder in der Sächsischen Schweiz gemalt, was einen aber nicht wundern muss, wenn man als Maler in dieser wunderschönen Landschaft wohnt. Ganz besonders beeindruckend finde ich die Gemälde von Personen bzw. die Porträts, die Herr Sterl gezeichnet hat. Im Bezug auf die Sächsische Schweiz hat Herr Sterl gleich mehrmals die Steinbrecher bei der Arbeit gemalt.
Der Malerweg geht bis runter in die Ortschaft, um dann neben dem Bahnhof auf dem roten Strich roter Strich wieder aus dem Elbetal hochzusteigen. Mit dem Erreichen der Ortschaft Naundorf verlässt der Malerweg schon wieder die Wanderwegmarkierung roter Strich und wechselt nach rechts auf die Markierung roter Punkt roter Punkt. Die Wanderung geht einmal komplett durch die Ortschaft, bis es fast wieder runter an die Elbe geht. Hier biegt der markierte Wanderweg nach links ab und verläuft eine riesige Zeit oberhalb der Elbe an der Kante der Ebenheit entlang. Rechts neben dem Weg sieht man immer wieder die senkrechten Wände von Steinbrüchen. Wirklich verwunderlich sind die vielen kleinen Bäche, die von links über den Weg laufen und dann zur Elbe runter fließen. Warum macht sich das Wasser die Mühe, dass es oben auf der Ebene einer Quelle entspringt? Hier müssen anscheinend sehr wasserundurchlässige Schichten im Felsen sein. Nach einer relativ langen Strecke von fast 3 Kilometern erreicht man die sogenannte Aussicht_Koenigsnase_kleinKönigsnasen- Aussicht. Leider ist die Aussicht schon ziemlich zugewachsen, so dass man nur noch die Elbe durch eine kleinere Lücke flussabwärts erblicken kann. An dieser Aussicht ist das Ende des Weges an der Kante entlang erreicht und es geht über einige Stufen den Hang hinunter bis zur Elbe. Hier unten angekommen, erreicht man die Miniortschaft Obervogelgesang mit einem der schönsten Biergärten (www.gasthof-obervogelgesang.de) an der gesamten Oberelbe. Nicht nur, dass die Wanderer diesen Biergarten entdeckt haben, hier kehren auch gerne die Radfahrer vom Elberadweg ein. Und genau auf deren Weg geht es jetzt das letzte Stück der Wanderung bis nach Pirna. Irgendwie hat uns dieses letzte Stück richtig enttäuscht, da es überhaupt keinen Spaß macht, auf einem kombinierten Fahrrad-Straße-Fußweg unterwegs zu sein. Das einzige Schöne an diesem Weg ist der Blick auf die Elbe und in das Elbetal. Canalettohaus-Pirna_kleinZwischendurch ist uns dann auch noch die Malerwegmarkierung verloren gekommen, da wir anscheinend ein bisschen zu stark damit beschäftigt waren, den Radfahrern und hin und wieder Autos auszuweichen. Das Ziel der letzten Etappe ist das Zentrum von Pirna. Canaletto-Pirna-MarktplatzHier kann man sich noch mal an einer wieder aufblühenden Stadt erfreuen, die aber auch schon zu den Zeiten der historischen Maler eine besondere Stadt gewesen sein muss. Auf den Bildern von Canaletto, bzw. eigentlich hieß er ja Bernardo Bellotto, kann man schon damals eine sehr schöne Stadt sehen. Einen kleinen Abstecher sollte man zum Canalettohaus am Marktplatz unternehmen. Hier ist der Nachbau einer sogenannten Camera Obscura zu besichtigen. Wenn man sich durch diese Kiste den Marktplatz ansieht, versteht man ein kleines Stückchen besser, wie dieser Maler solche detaillierten Bilder malen konnte. Heutzutage wird in Pirna mit einer großen Liebe zum Detail eine sehr schöne Innenstadt wieder hergerichtet.

Unsere Wanderung auf dem Malerweg ist damit zu Ende gegangen. Sie hat uns durch die vielfältige Landschaft der Sächsischen Schweiz geführt, auch zu Flecken, wo wir sonst wahrscheinlich nie hingekommen wären. Manche Strecken haben uns gefallen, andere weniger, und manchmal haben wir uns über den Weg gewundert. Da wir ja eine feste Unterkunft in der Sächsischen Schweiz haben und eigentlich immer Runden wandern, fanden wir das Streckenwandern wegen der Anfahrten zu den Anfangs- und Endpunkten etwas nervig, aber eigentlich ist der Malerweg ja auch nicht so gedacht. Abschließend würden wir sagen, dass es in der Sächsischen Schweiz sicher schönere Wanderrouten gibt als den Malerweg, aber als Querschnitt zum Kennenlernen der Gegend ist er gut geeignet.