winterliches Schwarzbachtal

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivpositiv
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 8,00 km
Höhenunterschied:
ca. 328 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Brand – Hohnstein;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Altendorf - Feuerwehrhaus - Sportplatz - Adamsberg - gelber Strich - Sebnitztal - Kohlmühle - gelber Strich - Bahnwärterhaus - Bahntrasse - Schmalspurbahn - Viadukt - Tunnel - gelber Strich - Schwarzbachtal - Tunnel - gelber Strich - Buttermilchmühle - roter Strich - Mühlenweg - Altendorf

winterliches Schwarzbachtal

Es hatte mal wieder richtig ordentlich geschneit und ich wollte unbedingt eine Runde wandern gehen. Mir war von vornherein klar, dass eine Strecke durch die Felsen bei 30 cm Schnee nicht empfehlenswert ist. Auf Felsen oder schmalen Pfaden gehen bis maximal 10 cm Schnee noch ganz gut, aber alles darüber führt schnell zu umgeknickten Füßen und deshalb war eher eine Runde auf breiteren Wegen angesagt.

Dazu habe ich mir eine Strecke von Altendorf ins Schwarzbachtal ausgesucht. Der Startpunkt ist der Parkplatz am Feuerwehrhaus. Von hier winterlicher_Adamsberg_kleingeht es gleich mal aus dem Dorf hinaus und hinauf auf den Adamsberg. Auch wenn der Berg wirklich keine hohe Erhebung ist, so hat dort oben ordentlich der Wind gepfiffen und ich war sehr zufrieden, als ich wieder die paar wenigen Höhenmeter abgestiegen war. Vom Adamsberg gibt es zwei Wege herunter. Einmal den direkten Weg quer über die Wiese in Richtung Altendorf und dann den schmalen, steileren Pfad, der, steht man vor der Schutzhütte und blickt nach Altendorf, nach links (nordwestlich) den Berg hinunterführt. Der Pfad mündet auf dem Feldweg, der von Altendorf herankommt und es geht nach links weiter bergab. Bald führt der Weg an einem Schrebergarten entlang und dann rechts hinunter in den Wald. Dieser Weg schlängelt sich ein bisschen durch den Wald und es geht immer weiter runter bis ins Sebnitztal. Der Waldweg endet auf dem Pfad,der an der Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz entlanggeht. Eigentlich könnte man jetzt direkt nach rechts gehen, aber viel netter ist der Bogen nach links. Markiert ist der Weg mit dem gelbem Strich gelber Strich und diesem folgt man bis zur Straße. Hier wird die Sebnitz auf einer kleinen separaten Brücke überquert und dann geht es nach rechts auf der Straße entlang. An der nächsten abknickenden Vorfahrtsstraße wandert man nach rechts und gleich darauf nochmal nach rechts. Der Weg führt zwischen den Mehrfamilienhäusern und der Sebnitz entlang und überquert nach 350 Metern die Bahntrasse. Dahinter erreicht man wieder die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich. winterliche_Nationalparkbahn_im_Sebnitztal_kleinHier gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu wandern. Entweder folgt man der gelben Wanderwegmarkierung nach links am Bahndamm entlang oder man geht unmarkiert geradeaus weiter. Falls der Weg geradeaus nicht gerade durch einen Weidezaun versperrt ist, würde ich diesen Weg empfehlen. Nach einem kleinen Bogen stoßen beide Wege wieder aufeinander und die Sebnitz wird über eine bogenförmige Eisenbrücke überquert. Hier sollte man sich immer ordentlich festhalten, da diese Eisenroste wirklich zu allen Zeiten elend rutschig sind. 

Der markierte Wanderweg verläuft noch ein paar hundert Meter am Fuße des Bahndamms entlang und dann geht es an einem ehemaligen Bahnwärterhaus mal wieder über die Gleise. Gleich hinter diesem Übergang erreicht man zwei Brückenauflager. Die ehemalige Brücke hier gehörte zur Trasse der Schmalspurbahn zwischen Kohlmühle und Hohnstein. An dem rechten Brückenkopf steigt ein Trampelpfad hoch und dann geht es weiter auf der ehemaligen Bahntrasse. Heutzutage fehlen die Schienen und die Bahnschwellen, aber auf dem Schotter kann man ganz gut wandern. winterliches_Viadukt_im_Sebnitztal_kleinNach wenigen Metern wird es etwas aufregender, da es mit einem Viadukt über die Sebnitz geht. Weil die Brücke schon etwas höher ist und nur auf einer Seite ein Geländer besitzt, ist ein leichter Nervenkitzel vorhanden. Aber nur Wandersleute mit richtiger Höhenangst werden hier scheitern, die restlichen sollten einfach mal drüber nachdenken, wie häufig sie schon von einem Bürgersteig gefallen sind und dann kommt man auch rüber. Auf der gegenüberliegenden unterer_Tunnel_Schmalspurbahn_kleinSeite wandert man ein paar Meter auf dem Bahndamm weiter, um dann einen 63 Meter langen Tunnel zu erreichen. Natürlich geht es durch diesen Tunnel und hier wachsen im Winter ordentlich lange Eiszapfen von der Decke. Einen riesigen Vorteil von einem kalten Winter kann man hier im Tunnel auch feststellen: Am Ende des Tunnels sammelt sich sonst immer Wasser und dadurch ist es dort dann auch ziemlich matschig. Wenn aber der Untergrund gefroren ist, hat sich das Thema erledigt. Die Wanderung geht weiter auf der Bahntrasse, auch wenn man sie auf der Rückseite des Tunnels (zumindest bei Schnee) nicht so einfach erkennen kann. Wenn man sich aber ins Bewusstsein ruft, dass Eisenbahnen nicht rechtwinkelig abbiegen, dann ist der Streckenverlauf sehr gut zu erkennen.

Als ich die Wanderung unternommen habe, hatte es am Vortag geschneit und überraschenderweise war noch kein Mensch hier unten durch das Schwarzbachtal gewandert. Vollkommen lustig war, welche riesigen Mengen an Tieren hier kreuz und quer gelaufen waren. Es hat wirklich viel Spaß gemacht zu rätseln, welche Spur zu welchem Tier gehören könnte. Verwunderlich ist die Menge an Spuren. Wenn man sonst durch den Wald wandert, dann freut man sich schon, wenn man mal ein Eichhörnchen oder ein Reh sieht, aber anhand der Spuren kann man erahnen, welche Mengen an Tieren hier innerhalb von ½ Tag herumflitzen.

150 Meter hinter dem Tunnel erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, auf der es aber auch nur ein paar Meter weiter geradeaus geht. winterliches_Schild_Schwarzbachtal_kleinNoch bevor der markierte Wanderweg den Schwarzbach überquert, wird er verlassen und es geht auf dem gut ausgebauten Waldweg weiter. Praktisch ist es immer noch die Bahntrasse der Schmalspurbahn und das stellt man auch sehr schnell durch den künstlichen Felseinschnitt und das dahinterstehende Eisenbahnschild Schwarzbachtal fest. Eiszapfen_im_oberer_Tunnel_kleinDer Weg steigt mit einer typisch für eine Bahnlinie angenehmen Steigung an und einen Kilometer hinter dem letzten Tunnel kommt ein etwas kürzerer (38 Meter). Das Besondere an diesem Tunnel ist, dass er in einem Bogen verläuft und einen eigentlich ziemlich kleinen Felsausläufer durchquert. Gleich hinter dem Tunnel stößt man wieder auf die bekannte gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich, der man nach rechts folgt. Der Wanderweg führt einmal um den Felsausläufer herum und dann über eine Fußgängerbrücke über den Schwarzbach. Das ist jetzt schon wieder der Rückweg und dieser erfolgt dann zwar durch das gleiche Tal, aber die Perspektive und der Weg sind vollkommen anders.

Am Ende der langen Geraden wird der Schwarzbach wieder über winterlicher_Schwarzbach_kleineine kleine Fußgängerbrücke überquert und dann wandert man etwas mehr als 100 Meter auf dem schon bekannten Forstweg entlang. Dann gabelt sich der Weg und man geht nicht wieder zum ersten Tunnel zurück, sondern nach links über eine breitere Brücke mal wieder über den Schwarzbach hinweg. Der Weg führt weiterhin gelb winterliche_Wiese_am_Raubschloss_kleinmarkiert um das Goßdorfer Raubschloss herum und dann unter der Bahnlinie Bad Schandau – Sebnitz drunter her. Diese Stelle kann bei langanhaltenden Minustemperaturen ganz amüsant werden, da dann hier der Schwarzbach von unten her zufriert und dann der Wanderweg auch mit Eis bedeckt wird.

Hinter dem Bahndamm wird die große Wiese überquert und mit der letzten Brücke, die diesmal die Sebnitz überquert, gelangt man auf das ehemalige Gelände der Buttermilchmühle. Leider ist diese Ausflugsgaststätte und auch das Ferienheim durch einen Blitzschlag abgebrannt und so kann man nur noch (und bei Schnee noch nicht mal das) ein paar Fundamente, einen Felsenkeller und den Mühlgraben entdecken, letzterer ist auch nur noch ein Tümpel. Nach ein paar wenigen Metern auf dieser Seite der Sebnitz kommt von links der Kohlbach heruntergelaufen und seit vielen Jahren (oder sogar Jahrzehnten) plätschert hier ein kleines Wasserrad. Das Ding ist schon einige Male ersetzt und am_Waldrand_vom_Muehlenweg_kleinrepariert worden und irgendwie erfreut es uns immer wieder. Ein paar Meter oberhalb dieser Stelle gabelt sich der Wanderweg und man geht nach links den Mühlenweg (roter Strich roter Strich) aufwärts. Auch wenn es bis nach Altendorf hinauf 130 Höhenmeter sind, so ist nur das erste Stück steil. Sobald man aus dem Wald heraustritt, lenkt der Blick über die Wiesen auf den Adamsberg und den Weinberg in Mittelndorf von der Steigung ab.

Auch wenn das jetzt keine besonders spektakuläre Runde war, ist sie zumindest auch ungefährlich und besonders schön ist, wenn man auf ganz frischem Schnee als erster entlang wandern kann. Mir hat die Runde viel Spaß gemacht, auch wenn sie viel anstrengender war, als wenn man im Sommer unterwegs ist.

Blümelpfad Sebnitz

Passend zum Wandertag in Sebnitz wurde auch ein Themenwanderweg eröffnet. Früher galt Sebnitz als die Kunstblumenstadt in der tausende von Arbeiter/innen in mehr als 100 unterschiedlichen Betrieben arbeiteten. Ganz besonders an diesem Handwerksbereich ist, dass auch noch riesige Mengen an Heimarbeitsplätze gab und einige der Produktionsstätten wirklich repräsentative Gebäude waren. Genau auf diesen Spuren verläuft der Blümelweg und steuert die meisten der Häuser an. Sehr überraschend ist, obwohl die Häuser zum Teil schon sehr alt sind und auch schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb sind, immer noch hervorragend aussehen.

Zu der Runde gibt es ein offizielles Faltblatt, das in der Touristeninformation ausliegt. Der Startpunkt ist das Rathaus mit der Stationsnummer 1. Als besonders guter Orientierungspunkt bietet sich die evangelische Kirche knapp oberhalb des Markts an. An jeder der Stationen hängt eine kleine silberne Tafel, die ein bisschen von der Geschichte des Haus erklärt und das jeweilige Produkt.

Blumenfachschule Sebnitz – Neustadt (Sa.)
Kirchstraße 5
1_bluemelpfad_schild_kirchstrasse_5_klein1_bluemelpfad_haus_kirchstrasse_5_klein1_bluemelpfad_haustuere_kirchstrasse_5_klein
Blumenfabrik Mey und Co.
Lange Straße 7
2_bluemelpfad_schild_lange_strasse_7_klein2_bluemelpfad_haus_lange_strasse_7_klein
Blick auf Blumenfabrik Curt Lönhardt & Co.
Lange Straße 36
3_bluemelpfad_schild_lange_strasse_36_klein3_bluemelpfad_haus_lange_strasse_36_klein
Blumenfabrik Kurt Morgenstern
Promenade 32
4_bluemelpfad_schild_promenade_32_klein4_bluemelpfad_haus_promenade_32_klein
Brautschmuck Franz Janich
Hammerstraße 4
5_bluemelpfad_schild_hammerstrasse_4_klein5_bluemelpfad_haus_hammerstrasse_4_klein
Drahtfabrik Rudolph Preißler
Hammerstraße 11
6_bluemelpfad_schild_hammerstrasse_11_klein6_bluemelpfad_haus_hammerstrasse_11_klein
Blätterfabrik Max Endler
Talstraße 1
7_bluemelpfad_schild_talstrasse_1_klein7_bluemelpfad_haus_talstrasse_1_klein
Blumenfabrik Richard Etscher
Talstraße 7
8_bluemelpfad_schild_talstrasse_7_klein8_bluemelpfad_haus_talstrasse_7_klein
Blumenfabrik Schiller & Koch
Talstraße 10
9_bluemelpfad_schild_talstrasse_10_klein9_bluemelpfad_haus_talstrasse_10_klein9_bluemelpfad_rueckseite_haus_talstrasse_10_klein
Blumenfabrik Moritz Andreas
Böhmische Straße 32
10_bluemelpfad_schild_boehmische_strasse_32_klein
Ehem. Gasthaus „Zum Rosenberg“
Böhmische Straße 14
11_bluemelpfad_schild_boehmische_strasse_11_klein
Blumenfabrik Goldbach und Henke
Weberstraße 30
12_bluemelpfad_schild_weberstrasse_30_klein12_bluemelpfad_haus-1_weberstrasse_30_klein12_bluemelpfad_haus-2_weberstrasse_30_klein
Blumenfabrik Oswin Dressel
Weberstraße 20
13_bluemelpfad_schild_weberstrasse_20_klein13_bluemelpfad_haus_weberstrasse_20_klein
Blumenfabrik Gustav Döring
Weberstraße 8
14_bluemelpfad_schild_weberstrasse_8_klein14_bluemelpfad_haus_weberstrasse_8_klein
Blumenfabrik Paul Klemm
Weberstraße 2-4
15_bluemelpfad_schild_weberstrasse_2-4_klein15_bluemelpfad_haus_weberstrasse_2-4_klein
Blumenfabrik Moritz Vollmann
Hertigswalder Straße 3
16_bluemelpfad_schild_hertigswalder_strasse_3_klein16_bluemelpfad_haus_hertigswalder_strasse_3_klein
Blumenfabrik Alwin Sturm
Hertigswalder Straße 9
17_bluemelpfad_schild_hertigswalder_strasse_9_klein17_bluemelpfad_haus_hertigswalder_strasse_9_klein
Blumenfabrik Ernst Weber
Hertigswalder Straße 25/27
18_bluemelpfad_schild_hertigswalder_strasse_25-27_klein18_bluemelpfad_haus_hertigswalder_strasse_25-27_klein
Palmenfabrik Gustav Kluge
Hertigswalder Straße 38
19_bluemelpfad_schild_hertigswalder_strasse_38_klein19_bluemelpfad_haus_hertigswalder_strasse_38_klein19_bluemelpfad_detail_hertigswalder_strasse_38_klein
Wachsblumen Wilhelm Petters
Schillerstraße 21
20_bluemelpfad_schild_schillerstrasse_21_klein20_bluemelpfad_haus_schillerstrasse_21_klein
Blumenfabrik Hugo Werner
Schillerstraße 13-15
21_bluemelpfad_schild_schillerstrasse_13-15_klein21_bluemelpfad_haus_schillerstrasse_13-15_klein21_bluemelpfad_gesamthausfront_schillerstrasse_13-15_klein
Kartonagenfabrik Robert Müller
Schillerstraße 3
22_bluemelpfad_schild_schillerstrasse_3_klein22_bluemelpfad_haus_schillerstrasse_3_klein
Blumenfabrik Alwin Müller
Schandauer Straße 26
23_bluemelpfad_schild_schandauer_strasse_26_klein23_bluemelpfad_haus_mit_kreisverkehr_schandauer_strasse_26_klein23_bluemelpfad_haus_schandauer_strasse_26_klein
Lampenfabrik Friedrich Hoffmann
Neustädter Weg 10
24_bluemelpfad_schild_neustaedter_weg_10_klein

Die Runde ist sehr nett und führt an Stellen und Gebäude die uns bisher noch nie aufgefallen waren. Einige der Gebäude sind wirklich riesig und der größte Teil ist, obwohl ihrem hohen Alten, in einem sehr gut gepflegten Zustand.

Gluto Steig

In dem Buch „Geheimnisvolle Wege im Sandstein“ Band 2 von Axel Mothes (www.stiegenbuchverlag.de) ist der Glutosteig beschrieben. Irgendwie ist es schon wirklich seltsam, wenn man in Altendorf wohnt und noch nie dort entlanggekommen ist. In den letzten Jahren ist gleich bei der Ochelbaude ein Klettersteig entstanden (der ganz sicher nichts für mich ist), aber dass dort auch noch ein normaler Aufstieg sein soll, ist bei den steilen Wänden nur schwer vorstellbar. Und schon mal direkt vorweg: diese Wanderung führt gleich mehrmals unmarkiert durch die Kernzone und deshalb sollten sich die Leser, die sich regelkonform benehmen wollen, bitte eine andere Wanderung aussuchen.

Natürlich habe ich den Startpunkt nach Altendorf gelegt, aber das bietet sich auch für alle anderen Wanderer an, da man dort auf zwei Parkplätzen kostenlos parken darf. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, für den bietet sich natürlich auch die Bahnlinie durch das Sebnitztal perfekt an. Von den beiden Parkplätzen geht es zuerst auf den Adamsberg. Man folgt der Blick_Adamsberg_Richtung_Tafelberge_kleinAusschilderung Feuerwehrhaus an der Rathmannsdorfer Straße und dann geht es dort auf den gut sichtbaren Adamsberg. Der Aufstieg ist sehr schnell geschafft und man wird mit einer wirklich tollen Aussicht belohnt. Man kann nicht nur in Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz, sondern auch rüber zu den Tafelbergen und auf der Rückseite der Waldkrone zur Vorderen Sächsischen Schweiz blicken.

Die Wanderung geht auf der östlichen (oder auch rechten) Seite den Berg wieder herunter und dann mit der Ausschilderung Kohlmühle Bahnhof ins Sebnitztal abwärts. Der Weg gabelt sich gleich mehrmals, aber man geht immer dem abfallenden Weg hinterher und so gelangt man an die Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz. Der Wanderweg neben den Gleisen ist mit dem roten Punkt roter Punkt markiert und führt zuerst in Richtung des großen Linoleumwerks. schoenes_Wohnhaus_Kohlmuehle_kleinÜber Jahrzehnte wurde in der Fabrik Fußbodenbelag hergestellt, aber leider ist auch dieser Betrieb dann irgendwann auf der Strecke geblieben. Dabei sollen es aber noch nicht mal die Personalkosten gewesen sein, sondern eher die Erhaltungs- und Unterhaltungskosten für das riesige Betriebsgelände. riesiger_Backsteinbau_Kohlmuehle_kleinIm Augenblick (Sommer 2016) ist eine wilde Diskussion über die weitere Verwendung entbrannt. Das Sonderbarste daran ist, das in dem Gebäude unbekannte Mengen an Altlasten und Schadstoffen lagern sollen. Ich finde es unverantwortlich, wenn die Maschinen aus der Fabrik verkauft, aber die Altlasten einfach dort stehen gelassen werden. Meiner Ansicht nach hätte man mit dem Geld die gröbsten Sachen dort entsorgen müssen.

Der rot markierte Wanderweg führt an der rechten Seite um das Gebäude und den alten Bahnhof Kohlmühle herum und dann in den Ochelgrund hinein. Eigentlich ist ein Wanderweg auf einer Straße immer negativ, aber hier kommen nur sehr wenige Autos entlang und durch die geringe Breite der Straße rast auch keiner durch das Tal. Nach etwas mehr als einem Kilometer passiert man die Ochelmühle. Sandstein_und_Getriebe_Ochelmuehle_kleinAm Straßenrand steht vor der Mühleneinfahrt ein Stahlklotz (ich würde mal auf ein Getriebe tippen) und oben drauf befindet sich ein Sandstein. In den Stein ist ein Wappen gemeißelt und der Spruch „Unser täglich Brot gib uns heute“. Hier unten war nämlich nicht nur eine Mühle, sondern auch ein Bäcker, der mit Pferdegespannen die Brote in den umliegenden Ortschaften verteilt hat.

Die Wanderung geht noch ein kleines Stück weiter, bis die Bahnlinie das nächste Mal unterquert wird. Gleich dahinter kommt auf der linken Straßenseite eine Wiese. Da genau hinter der Eisenbahnbrücke der Aufstieg beginnt, bin ich auf den Bahndamm gestiegen und dann über die Brücke gegangen. Wer nicht ganz taub ist, kann diesen Weg wählen, sonst muss man einen Bogen über die Ochelbaude nehmen. Aber es sollte jedem bewusst sein, dass diese Variante verboten ist.

Auf der gegenüberliegenden Seite geht es dann nach links an der Felswand aufwärts. Es ist immer wieder verwunderlich, wo man so alles Boofen entdecken kann. Auch hier hat es sich anscheinend jemand unter dem Überhang gemütlich gemacht. Der Aufstieg ist ein Trampelpfad, der aber gut zu erkennen ist. Schon nach wenigen Metern passiert man paar deutlich sichtbare Stufen und spätestens nach 100 Metern Aufstieg biegt der Weg nach rechts in die erste Schlucht ab. schwieriger_Aufstieg_Gluto_Steig_kleinBald sind ein paar Steinstufen erreicht und dahinter befindet sich ein Felsgang, der etwas steiler ist. Diese Stelle kann man trotz der Steigung ganz gut überwinden. Wem die Stelle aber zu steil ist, der kann sie auf der rechten Seite umgehen. Knapp dahinter hat man dann auch schon den Aufstieg gemeistert und man erreicht den Waldrand. Nach der Beschreibung von Axel Mothes hatte ich eigentlich mit einem schwierigeren Aufstieg gerechnet, aber praktisch war er gut zu bewältigen.

Rechts neben dem Aufstieg sind noch ein paar Felsen zu sehen und auf diese sollte man unbedingt einmal vorwandern. Blick_vom_Scheinenhorn_auf_Ochelbaude_kleinDazu geht es ein Stück auf der hinteren Seite um den Felsen herum, um dann hinaufzusteigen. Auf dem sogenannten Scheibenhorn wandert man 100 Meter in Richtung Ochelgrund, um dort eine sehr nette Aussicht zu erreichen. Seltsamerweise ist eine Feuerstelle im Waldboden am höchsten Punkt zu sehen. Irgendwie scheinen manche Mitmenschen durchzuknallen und auf so einem trockenem Riff ein Feuerchen zu machen. Knapp neben der Aussicht ist gut sichtbar ein Stern in den Felsen gemeißelt.

Für die weitere Wanderung geht es wieder über den Felsenausläufer zurück bis zum hinteren Ende und dann nach rechts weiter. Der Abstieg ist ganz gut zu sehen und man landet im Titzengraben. Irgendwie scheint das auch der Abstieg des gegenüberliegenden Klettersteigs zu sein. Der Grund wird deutlich von so einigen Leuten beschritten und es gibt viele kleine Pfade. Im oberen Teil ist quer über den Grund eine Art Seilbahn gebaut worden. Sehr vorbildlich ist, wie das Seil an den Bäumen befestigt wurde. Klettersteig_Ochelbaude_kleinKurz bevor man wieder im Ochelgrund angekommen ist, befindet sich auf der linken Seite der Zugang zum Klettersteig. Die Klammern und Seile sehen sehr gut aus, aber irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen, an einer senkrechten Wand hochzuklettern. Aber auch dies scheint doch so einigen Leuten Spaß zu machen, wenn man sich diese Stelle oder die Schäferwand bei Decin ansieht.

An der Ochelbaude angelangt, geht es nach links auf der Zufahrt bis zur Straße durch den Ochelgrund. Zugang_Ochel_Steig_kleinHier wird wieder auf der roten Wanderwegmarkierung roter Punkt für 100 Meter weiter gewandert. Kurz bevor man die Straße zwischen Bad Schandau und Hohnstein erreicht, steht auf der rechten Straßenseite eins dieser netten Kernzonenschild. Hier ging für viele Jahrzehnte und sogar Aufstieg_Oechel_Steig_kleinJahrhunderte der Ochel-Steig aufwärts. Heutzutage ist der Aufstieg nur mit sehr viel Fantasie zu erkennen. Die ersten Meter sind relativ steil, aber dann erreicht man einen Ueberhang_Ochel_Steig_kleinÜberhang, an dem ein Felsen mit der Jahreszahl 1785 liegt. Nachdem man den Aufstieg bis hoch auf die Ebene geschafft hat, hält man sich in dem Fichtenwald links und nach ungefähr 150 Metern erreicht man den Ochelweg. Auf diesem geht es erstmal zur Entspannung wunderbar angenehm nach rechts. Der Ochelweg ist so ein richtiges Stiefkind unter den Wanderwegen in der Sächsischen Schweiz. Obwohl der Weg sehr angenehm zu gehen ist, trifft man hier nur äußerst selten andere Wanderer. Insgesamt folgt man dem Weg 1 ½ Kilometer, bis mal wieder nach rechts eines der netten Kernzonenschilder steht. Es ist wirklich faszinierend, dass immer an den interessantesten Stellen diese Schilder aufgestellt wurden. Man kann sich wirklich gut daran orientieren. Zugang_Kalte_Kueche_kleinSchon vor ein paar Jahren ist genau an dieser Stelle eine Fichte in etwas mehr als Kopfhöhe abgebrochen und ebenfalls als Wegkennzeichen gut geeignet. Der gut sichtbare Waldweg geht hier sehr schön gerade in einen Bereich mit mächtigen Buchen. Insgesamt sind es 300 Meter, die man in Richtung Ochelgrund wandert. Dann erreicht man eine größere Fläche. Geradeaus würde es nach 50 Metern ordentlich abwärts gehen und deshalb empfiehlt es sich, nach links weiter über die Ebene zu wandern. Auch hier stehen gleich mehrere richtig dicke Buchen. In der hinteren rechten Ecke beginnt der Abstieg runter zur sogenannten Kalten Küche. Der Pfad führt immer auf dem Grat abwärts und ist eindeutig zu erkennen. schwierige_Stelle_Kalte_Kueche_kleinNur einmal macht der Abstieg einen kleinen Schlenker nach rechts und ein weiteres Mal muss man eine Stufe von einem Meter Höhe überwinden. Ein paar Kerben erleichtern diese Stelle aber. Bei dem Abstieg passiert man auch noch die Ruine einer alten Antenne, die hier im Wald vergessen wurde. Erst ganz kurz bevor man unten angekommen ist versperren ein paar umgefallene Bäume den normalen Pfad und so muss man über diese Baumstämme drüberklettern, um dann noch einen kleinen Bogen nach links einzulegen. Das Ende des Abstiegs führt parallel zu den beiden kleinen Häusern am Ortsrand von Kohlmühle. Auch hier hörte sich die Beschreibung von Axel Mothes schlimmer an, als es wirklich ist. Oder vielleicht ist es, wenn man es einmal geschafft hat (z.B. wie die Häntzschelstiege) auch alles nur noch halb so schlimm.

Für die weitere Wanderung geht es nach links auf der schon bekannten Straße durch Kohlmühle. Damit nicht zu viel auf der bekannten Strecke gewandert wird, geht es gleich hinter der nächsten Kurve an den Garagen entlang. Ruine_Kohlmuehle_kleinDie Wanderung führt hinter einer Ruine mit der Aufschrift „Kolonial- u. Wurstwaren Verkauf“ vorbei. Sie ist von außen gesehen ein schönes, großes Haus, aber vermutlich wird es im Inneren verheerend aussehen. Auf jeden Fall steht es schon seit sehr vielen Jahren leer. Die Wanderung erreicht das Ufer der Sebnitz und dort geht es weiter bachaufwärts. Zuerst werden ein paar Mehrfamilienhäuser und eine Schrebergartenkolonie passiert und dann geht es über die Schienen der Bahnlinie Bad Schandau – Sebnitz. Dahinter folgt man der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach links. Es werden zwei größere Wiesen und eine nicht ganz so praktische Fußgängerbrücke passiert. Auf der Brücke muss man so einigermaßen achtgeben, da das Stahlgitter überhaupt nicht für nasse Wanderschuhe geeignet ist. Insgesamt ist man etwas mehr als einen Kilometer auf der Wanderwegmarkierung unterwegs, bis sie hinauf nach Altendorf abbiegt. Damit beginnt der letzte Aufstieg von immerhin 130 Höhenmetern und einem Kilometer Länge. Am Ende des Mühlenweges befindet sich die Hauptstraße (Sebnitzer Straße) von Altendorf, auf der man noch ein paar wenige Meter nach rechts bis zum Ausgangspunkt gehen muss.

Ich fand diese Runde überraschend schön, da sie selbst für einen Einheimischen aus Altendorf ganz viele neue Stellen ergab. Es ist doch zu seltsam, wenn man kreuz und quer fast jeden Weg in der Sächsischen Schweiz kennt, sich aber gleich vor der Haustüre drei unbekannte Pfade (Gluto-, Ochelsteig und Kalte Küche) verstecken.

Schwarzbachtal

Die Wanderung durch das Schwarzbachtal gehört schon seit wirklich vielen Jahren zu meinen Lieblingsstrecken. Das Schöne an ihr ist eine wunderbare Ruhe, selbst wenn im Nationalpark mal wieder Hochbetrieb herrscht. Der beste Startpunkt für diese Runde ist Altendorf. Hier findet man zu jeder Zeit einen Parkplatz und das netterweise sogar kostenlos. Adamsberg_vom_Fussballplatz_gesehen_kleinEs ist egal, auf welchem der beiden Parkplätze man sein Auto abgestellt hat, es geht zuerst mal über die Rathmannsdorfer Straße in Richtung Feuerwehrhaus und dann weiter zum Adamsberg. Der Adamsberg ist ein unscheinbarer Hügel, der sehr schnell bestiegen ist, aber dafür eine supertolle Aussicht auf fast die komplette Sächsische Schweiz liefert.

Auf der rechten (östlichen) Seite des Adamsbergs befindet sich der einzige Blick_vom_Adamsberg_ueber_Sebnitztal_kleinoffizielle Zugang auf den Berg und an dessen Ende weist ein Wegweiser mit der Aufschrift Kohlmühle Bf den weiteren Weg. Auch wenn sich der Weg gleich mehrere Male gabelt, so muss man einfach nur immer abwärts gehen. Der Waldweg endet an einem Rastplatz neben der Bahnlinie. Der Pfad neben der Bahnlinie ist markiert mit dem gelben Strich gelber Strich und man folgt ihm für diese Wanderung nach rechts. stabile_Fussgaengerbruecke_Kohlmuehle_kleinSchon nach ein paar Metern (weniger als 200 Meter) passiert man eine der tollen neuen Fußgängerbrücken, die nach dem Hochwasser 2013 gebaut worden sind. Diese Brücken sehen aus wie eine Eisenbahnbrücke im Verkleinerungsmaßstab und dadurch wirken sie unverwüstbar. Nach einem weiteren Teilstück von ½ Kilometer erreicht man eine andere Fußgängerbrücke, bogenfoermige_Fussgaengerbruecke_Sebnitz_kleindie viel filigraner wirkt, aber einen gravierenden Nachteil hat. Wenn man durch die feuchte Wiese gelaufen ist, sollte man sich auf der Brücke unbedingt am Geländer festhalten. Durch die Bogenform rutscht man sonst sehr schnell aus und das kann die Wanderung ordentlich verderben. Schon bald erreicht man ein altes Bahnwärterhäuschen und hier werden die Gleise des „Wildschweinexpresses“ (zumindest nennen die Altendorfer die Bahnlinie so) überquert. Gleich hinter dem kleinen Bahnübergang sieht man zwei Brückenauflager (komische Betonklötze links und rechts des Weges). Sie stammen von der Schmalspurbahn durch das Schwarzbachtal. Vor dem rechten Brückenauflager führt ein Trampelpfad hinauf. Man könnte zwar auch weiterhin dem gelben Strich folgen, aber dieser Streckenverlauf ist viel interessanter. Auf dem ursprünglichen Bahnkörper angekommen, wandert man ein paar Meter weiter, um dann eine besondere Überquerung der Sebnitz zu erreichen. Es handelt sich um ein Weg_ueber_das_Viadukt_Sebnitzbach_kleinViadukt aus Beton, das zwar schon seit vielen Jahrzehnten (stillgelegt am 27.5.1951) nur noch als Fußgängerbrücke benutzt wird, aber dessen Ursprung als Eisenbahnbrücke noch gut zu erkennen ist. Seltsamerweise haben mit dieser Brücke so einige Wanderer ein Problem, da es nur an einer Seite ein Geländer gibt. Zwar kann man sich noch so gut einreden, dass man auch nicht von einem drei Meter breiten Bürgersteig runterfallen würde, aber wenn das Gehirn verrücktspielt, dann muss man die paar Meter zurück und auf der gelben Wanderwegmarkierung weiter wandern.

Damit verpasst man dann aber auch die nächste Attraktion in weniger erster_unten_Tunnel_Schmalspurbahn_Schwarzbachtal_kleinals 100 Metern. Hier unterquert man mit einem 63 Meter langen Tunnel den Gratweg zwischen dem Goßdorfer Raubschloss und der Ortschaft Goßdorf. Das ist immer wieder unterhaltsam und besonders Kinder haben an dieser kleinen Erkundung einen riesigen Spaß. Besonders ungewöhnlich ist, dass es im Sommer in dem Tunnel viel dunkler ist als in der blattlosen Zeit. Hinter dem Tunnel erreicht man wieder die bekannte gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich, auf der es geradeaus weiter geht. An der nächsten Kurve fällt einerseits auf, dass hier die Bahnlinie durch einen Ausläufer des Berghanges gehauen wurde und andererseits der empfohlene Wanderweg nach rechts abbiegt. Die gelbe Wanderwegmarkierung führt über eine kleine Brücke und dann parallel zum Schwarzbach weiter. Schwarzbachueberquerung_kleinMan hätte auch auf der alten Bahntrasse weiter aufwärts wandern können, aber der schönere Weg ist tatsächlich der rechts (von unten gesehen) vom Bach. An der Bahntrasse steht lustigerweise ein riesiges Schild mit der Aufschrift Schwarzbachtal. Nach ein paar hundert Metern wird der Schwarzbach mal wieder überquert und schon bald geht es auf einem Stück Bahntrasse weiter. oeberer_Tunnel_Schwarzbachbahn_kleinDer Weg durch das Schwarzbachtal ist immer, egal ob im Hochsommer oder im tiefsten Winter, schön abwechslungsreich. Der breite Wanderweg verlässt die Bahntrasse auch mal wieder und man romantischer_Schwarzbach_kleinkann noch die Reste von weiteren Bahnbrücken neben dem Wanderweg entdecken. Ich bin mal sehr gespannt, ob der Schmalspurbahnverein Lohsdorf es schafft, die Bahntrasse im Schwarzbachtal zu reanimieren. Zumindest sind im Jahr 2015 aufwendige Rodungsarbeiten auf der Bahntrasse durchgeführt worden, aber es dürfte bestimmt noch ein Riesenaufwand sein, die notwendigen vorbereitenden Arbeiten durchzuführen.

Die Wanderung führt auf der rechten Seite einer großen Wiese herum und erreicht dann einen Wegweise (Ulbersdorf 30 min) nach rechts. Der Weg ist erst in den letzten Jahren mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich gekennzeichnet worden. Die ersten Meter sind etwas steiler, aber dann ist es ein sehr angenehmes Stück bis an den Ortsrand von Ulbersdorf. Auf der linken Wegseite ist in 5 Kilometern der Unger mit seinen beiden Türmen zu sehen. Blick_ueber_Ulbersdorf_kleinNachdem man die ersten Häuser und die erste Straße (Hutbergweg) von Ulbersdorf erreicht hat, geht es nach rechts auf der Dorfstraße mit der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich weiter. Hier reihen sich ein paar Häuser an der Straße entlang, die aber, je Blick_von_Rastplatz_Schirm_Richtung_Mittelndorf_klein weiter man wandert, desto weiter auseinander stehen. Schon bald hat man auf der linken Straßenseite einen sehr schönen Blick über die Ortschaft hinweg auf die Landschaft rund um Sebnitz. Hinter dem letzten Haus auf der rechten Straßenseite biegt die grüne Wanderwegmarkierung nach rechts ab und es geht ein paar Meter (½ Kilometer) bis zur Schutzhütte mit dem Namen Schirm. Von hier kann man angenehm ruhig in die Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken.

Von diesem Rastplatz geht es weiter auf der grünen Wanderwegmarkierung in Richtung Waldrand. Gleich am Waldrand angekommen, biegt die Wanderung nach links ab und folgt leicht abfallend der Wanderwegmarkierung. Insgesamt geht es auf diesem Waldweg einen Kilometer abwärts. Zwischendurch gabelt sich der Weg mehrmals, wenn man sich aber bewusst ist, dass es immer abwärts geht, dann sind selbst die fehlenden Wegmarkierungen gar nicht so schlimm. Man erreicht die Talsohle am ehemaligen Mittelndorfer Bahnhof. Sehr seltsam ist, dass diese kleine Haltestelle inzwischen komplett eingestellt worden ist. Bisher war es so, dass der Zug nur bei Bedarf angehalten hat, aber ganz stillschweigend ist der Haltepunkt ganz gestrichen worden. Natürlich ist diese Stelle mitten im Sebnitztal nicht gerade eine der viel benutzten Ein- und Ausstiege, wenn man aber irgendwann nur noch die großen Stationen bzw. Städte verbindet, dann fährt auch keiner mehr mit der Bahn.

Nachdem man die Bahnlinie unterquert hat, geht es nach rechts weiter auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt. Der Wanderweg führt zwischen dem Sebnitzbach und dem Bahndamm entlang und man hat sehr gut die Möglichkeit, den Bach zu beobachten. Es ist sehr interessant, wie der Bach immer mal wieder seinen Verlauf ändert und noch besser wäre es, einen der neuen Bewohner des Bachs zu sehen. Leider habe ich bisher nur die Spuren der Biber an wirklich vielen Stellen entdeckt, aber die Tiere selber habe ich noch nie gesehen. Vermutlich sind sie eher in den Abend- und Nachtstunden unterwegs und das ist nicht meine bevorzugte Wanderzeit. Schon bald erreicht man eine große Wiese, an deren linker hinterer Ecke der Wanderweg die Sebnitz überquert. Direkt hinter der Brücke befand sich die Buttermilchmühle, die  am 28. Mai 1985 durch Blitzeinschlag abgebrannt ist. Zuerst war es tatsächlich nur eine Mühle, wandelte sich aber schnell zu einer Gaststätte mit Übernachtungsmöglichkeit. Jetzt ist nur noch das Areal mit ein paar Fundamentresten, Teilen des Mühlgrabens und einem kleinen Felsenkeller zu entdecken. Heutzutage hätte eine Gaststätte hier unten im Tal aber wohl überhaupt keine Chance, auch nur andeutungsweise wirtschaftlich zu arbeiten. Es ist schon wirklich verwunderlich, wie das früher klappen konnte.

Was ich immer wieder toll finde, ist das kleine Wasserrad, wenn man ein paar wenige Meter weitergewandert ist. Das Ulkige ist, dass der Kohlbach, der von links den Hang herunterläuft, auch im heißesten Sommer immer reichlich Wasserrad_an_der_Buttermilchmuehle_kleinWasser führt und damit das Wasserrad antreibt. Hier hat irgendjemand immer Detail_Wasserrad_Buttermilchmuehle_kleinwieder Spaß und baut kleine Wasserräder. Da ist man selbst als erwachsener Mann drüber erfreut und muss ein bisschen dran herumspielen. Und wenn es nur ein paar Stöckchen oder Laub sind, die entfernt werden, aber ein paar kleine Spielereien müssen einfach sein.

Der Wanderweg erreicht kurz hinter dem Buttermilchmühlengrundstück eine Wegkreuzung, an der es nach links  auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich den Berg nach Altendorf hoch geht. Ziemlich am Ende des Aufstiegs passiert man den unscheinbaren Pinsenberg und dann geht es die letzten Meter (¾ Kilometer) bis nach Altendorf. Im Ort angekommen muss man noch ein paar Meter auf der Hauptstraße (Sebnitzer Straße) nach rechts wandern, um dann den Ausgangspunkt zu erreichen. Damit ist eine sehr nette Runde zu Ende gegangen, die ich persönlich sehr gerne unternehme, wenn es mal wieder so richtig in der Sächsischen Schweiz brummt und man jede Aussicht mit ein paar dutzend anderen Wanderern teilen müsste.

Ausweichgleis Schwarzbachtal

Nachdem ich auf der Internetseite von Dr. Böhm (www.boehmwanderkarten.de) etwas zur Ausweichstelle im Schwarzbachtal gelesen habe und mir selber auch schon das große Schild aufgefallen war, wollte ich mir die Stelle doch gleich noch mal genau ansehen. Damit es kein langweiliger Spaziergang wird, ist noch ein kleiner Schlenker mit ein paar Höhenmetern zum Hankehübel eingebaut. Der Start liegt, wie bei sehr vielen Wanderungen im Bereich des Sebnitztales, in Altendorf. Durch die Ortschaft geht es erst ein paar Meter auf der Hauptstraße bis zum oberen Ortsausgang. Hinter dem Ortsausgangsschild startet auf der rechten Straßenseite der Panoramaweg (Wanderwegsymbol gelber Punkt gelber Punkt). Netterweise ist der Weg ein bisschen abseits von der Staatsstraße zwischen Bad Schandau und Sebnitz. So kann man den ersten Vorgeschmack bekommen, warum der Weg Panoramaweg heißt und man wird nicht ganz so Blossstock_vom_Panoramaweg_kleinvom Straßenverkehr belästigt. Der Weg stößt auf die Zufahrt zur Schäfertilke. Hier geht es ein paar wenige Meter nach rechts, um dann den kleinen Wald nach links zu umrunden. Hinter dem Wäldchen kommt ein schöner Rastplatz mit zwei Bänken und einer fantastischen Aussicht. Von den Bänken blickt man über ein Feld auf die Felsenkette der Schramm- und Affensteine. Das Besondere an dieser Aussicht ist die vollkommene Ruhe.
Die Wanderung führt noch ein Stück um das Wäldchen herum, weiterhin auf dem Panoramaweg. Auch der nächste Abschnitt des Panoramaweges verläuft wieder parallel zur Staatsstraße. Wenn man über das Feld und die Straße hinweg sieht, dann entdeckt man sehr schnell eines der auffälligsten Gebäude der hinteren Sächsischen Schweiz. Apartmenthaus_Weinberg_vom_Panoramaweg_kleinEs handelt sich um das Apartmenthaus Weinberg (www.weinberghaus-saechsische-schweiz.de), Affensteinkette_vom_Panoramaweg_kleindas mit seiner roten Farbe von allen möglichen Stellen der Hinteren Sächsischen Schweiz aus sehr gut sichtbar ist und so als Orientierungspunkt dienen kann. Auf der anderen Wegseite versteckt sich das Kirnitzschtal und darüber befindet sich die Hintere Sächsische Schweiz mit ihren imposanten Felsengebilden.
Nachdem man in Mittelndorf auf der Dorfstraße angekommen ist, geht es nach links hoch. Hier fallen die vielen Tafeln vom aufwendiges_Schild_in_Mittelndorf_kleinDörflichen Rundweg auf. Die Hinweistafeln sind unterschiedlich groß, aber jede ist mit besonderer Mühe hergestellt worden und ein echter Hingucker. Nach 300 Metern auf der Dorfstraße stößt man wieder auf die Staatsstraße, die aber nur überquert werden muss, um dann hinter der Gaststätte Am Weinberg (www.pension-weinberg.de) weiter zu wandern. Nach weniger als 200 Metern biegt an dem Parkplatz/Wendehammer nach rechts ein unscheinbarer Feldweg ab. Dieser führt zwischen einem Gebüsch und der Weide abwärts in Richtung des ehemaligen Freibades von Mittelndorf. Leider kann so ein kleines und abseits liegendes Freibad von keiner Gemeinde mehr unterhalten werden und so wuchert auch der Weg langsam aber sicher zu. Zum Glück gehen immer mal wieder ein paar Wanderer den Weg herunter, so dass die Natur noch nicht ganz so schnell überhand nehmen kann. Das Freibad ist noch ganz deutlich zu erkennen, schon, weil in dem Jahr der Stilllegung noch die Gebäude ordentlich hergerichtet und dann gesichert wurden.
Die Wanderung führt quer über das Gelände des Schwimmbades, um dann auf der gegenüberliegenden Seite weiter ins Sebnitztal abzusteigen. Der Weg bis an den Bach hinunter ist ziemlich angenehm zu wandern und wird mit einer Informationstafel zur ehemaligen Sputmühle bereichert. Auf dem Weg nach unten stößt die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt mit auf den Waldweg. Kurz vor dem Bach befindet sich auf der linken Wegseite eine alte Sandsteinsäule, an der im Sommer 2011 ein ziemlich ausgetretener Pfad vorbeiführte. Dazu konnte ich mir in dem Moment noch nicht den richtigen Reim machen, aber ein paar Meter später wusste ich, wo dieser Pfad hinführte. Jetzt ging es erst mal auf dem Wanderweg weiter bis zum Bach, aber fehlende_Bruecke_unterhalb_vom_Mittelndorfer_Bad_kleindie kleine Brücke über die Sebnitz ist beim August-Hochwasser 2010 zerstört und seitdem auch nicht mehr aufgebaut worden. Tja, da ich dachte, dass ein Entlangwandern auf der falschen Seite der Sebnitz über eine weite Strecke nichts bringt (da erst in 600 Metern die nächste Brücke kommt), habe ich die Wanderschuhe ausgezogen und bin durch die Sebnitz gewatet. Der Bach ist selbst im Sommer ziemlich kalt und die Tiefe habe ich auch unterschätzt. Das Wasser ging mir in der Mitte des Baches bis an die Knie. Auf jeden Fall war es ein erfrischendes Erlebnis und eigentlich sogar ein kleines Abenteuer.
Auf der anderen Seite geht es dann neben dem Bachlauf auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt bachabwärts. Der Pfad führt zwischen dem relativ hohen Bahndamm der Bahnlinie Bad Schandau – Sebnitz und dem Sebnitzbach entlang. Nach ein paar Metern (ca. 160 Meter) macht die Sebnitz einen provisorische_Bruecke_Sebnitzbach_kleinkleinen Schlenker und hat hier schon seit Jahren eine Insel gebildet. Genau an dieser Stelle lag im Sommer 2011 tatsächliche eine kleine provisorische Brücke aus zwei Stämmen und ziemlich vielen Latten. Jetzt wusste ich endlich, wo der Trampelpfad neben der Sandsteinsäule hinführte. Hier hätte ich also auch den Bach mit einem kleinen Abenteuer überqueren können.
Die Wanderung erreicht bald die große Wiese an der ehemaligen Buttermilchmühle. Von dieser ehemals beliebten Gaststätte ist fast nichts mehr übrig geblieben, der Platz hier unten im Tal strahlt aber heutzutage eine wunderbare Ruhe aus. Hier verlässt die Wanderung das Sebnitztal und biegt nach rechts unter der Bahnlinie ins Schwarzbachtal ab. Der Weg ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und wirklich äußerst angenehm zu wandern. Nach einem Bogen um das Goßdorfer Raubschloss erreicht man auf der Rückseite knapp hinter der Brücke die vollkommen unauffällige ehemalige Bahntrasse der Schmalspurbahn zwischen Kohlmühle – Ehrenberg – Hohnstein. Auf diesem Waldweg geht es das Tal leicht ansteigend aufwärts, Basaltdurchbruch_Schwarzbachtal_kleinbis der markierte Wanderweg nach rechts um einen Hügel herumgeht. Hier folgt die Wanderung aber der alten Bahntrasse, für die an der Stelle ein Durchbruch durch den Berghang geschaffen wurde. Ganz deutlich ist dort zu erkennen, dass das Gebirge kein Sandstein mehr, sondern Granit ist und damit die Bauarbeiter damals bestimmt ordentlich zu kämpfen hatten.
Gleich hinter dieser Stelle erreicht man den Platz, nach dem diese Wanderung benannt ist:  eine langgezogene Wiese auf der linken Seite, die ganz besonders auffällt. So eine große, ganz ebene Fläche ist schon sehr ungewöhnlich. Ausweichsgleis_Schwarzbachtal_kleinDass sich hier eine Wiese befindet, liegt daran, dass der Verein der Schwarzbachbahn (www.schwarzbachbahn.de) die ehemalige Bahntrasse aufgeräumt und die ganzen Bäumchen auf dieser Ebene entfernt hat. Dr. Böhm hat sehr nett über diese Fläche spekuliert und ihm ist aufgefallen, dass im Gegensatz zur gesamten Schmalspurstrecke (zwischen 2,85% und 3,33%) die Steigung hier (1,25%) geringer ist. Damit lässt sich vermuten, dass es sich entweder um ein Ausweichgleis oder sogar einen weiteren geplanten Bahnhof (Goßdorf) gehandelt hat. Bahnhofsschild_Schwarzbachtal_kleinHeutzutage sieht die Stelle ganz besonders lustig aus, da hier auf einmal ein Bahnhofsschild mit der Aufschrift Schwarzbachtal steht. Über den Verein Schwarzbachbahn muss ich immer wieder staunen. Als wir das erste Mal (2006) bei einem Bahnhofsfest in Lohsdorf gewesen sind, waren wir uns sicher, dass sich hier ein paar Männer eine groß geratene Spielzeugeisenbahn zugelegt haben und die Wiederherstellung der Schmalspurbahn ein Traum bleiben wird. Nach dem Bahnhofsfest 2011 glauben wir nun, dass die Realisierung doch ein großes Stück näher gerückt ist, da in dem Verein anscheinend einige sehr tatkräftige Mitglieder sind, denen man den Wiederaufbau einer längeren Strecke im Schwarzbachtal durchaus zutrauen könnte.
Von der Ausweichstelle geht es noch ein paar hundert Meter (400 Meter) weiter, bis nach links der erste gut sichtbare Waldweg abbiegt. Der Aufstieg ist mit dem Namen Schwarzweg und Goßdorf ausgeschildert. Obwohl es einige (110) Höhenmeter aufwärts geht, ist die Steigung noch ganz angenehm. Auch wenn man auf der Wanderung schon die Granitfelsen gesehen hat, kann man an der Form der Schluchten rechts vom Weg noch einmal erkennen, dass man jetzt nicht mehr Sandstein, sondern Granit im Untergrund hat. Eine Granitschlucht ist V-förmig, eine Sandsteinschlucht viel mehr wie ein U. Das kann man hier und genauso wie im oberen Teil des Kirnitzschtales bei z.B. dem Knechtsbachtal entdecken.
Die Wanderung führt nach ½ Kilometer aus dem Wald heraus und es geht über ein paar Felder und Wiesen in Richtung Goßdorf. Hankehuebel_bei_Gossdorf_kleinNach ein paar Metern stehen auf der rechten Wegseite einige uralte Obstbäume, ich glaube es waren Apfelbäume. Sehr komisch ist, wie die Bäume da in zwei Reihen stehen. Es sieht so aus, als ob im Ursprung der Feldweg zwischen den Bäumen entlang gegangen wäre. Blick_vom_Hankehuebel_auf_Weinberg_und_Blossstock_klein150 Meter vor Goßdorf biegt nach links der Weg zum Hankehübel ab. Dieser wirklich unscheinbare Hügel ist schon mit nur ein paar Höhenmetern erklommen, aber dafür, dass man so einfach hinauf kommt, hat man einen super schönen 360° Panoramablick. Hier steht wirklich kein Baum störend im Sichtfeld.
Eigentlich bin ich schon häufig auf dem Hankehübel gewesen, aber dass hier ein Weg in südliche Richtung weggeht und tatsächlich bis zur Kohlmühle runter führt, ist erst bei der Planung der Runde aufgefallen. Auf der Wanderkarte von Dr. Böhm ist hier auch ein Feldweg eingezeichnet, aber da sieht er so aus, als wenn er irgendwie mittendrin aufhört. Das ist aber in der Realität nicht so und deshalb geht es vom Hankehübel die paar Meter herunter und dann nach links auf die große Wiese. In der Mitte der Wiese verläuft ein Feldweg, den man vielleicht schon von oben gesehen hat. Traktorgespann_am_Hankehuebel_kleinEhrlich gesagt ist mir der Weg erst aufgefallen, als ich auf dem Hügel war und ein Traktor mit Anhänger auf dem Weg vorbei fuhr. Im Anhänger stand eine Frau und, obwohl es ein ziemliches Hin- und Hergeschüttel war, machte sie eine wirklich gute Figur. Es sah so aus, als wenn sie dieses Transportmittel nicht zum ersten Mal benutzte.
Der Feldweg führt in Richtung Süden und zwischendurch ist nur noch ein schmaler Wiesenstreifen zwischen dem linken und rechten Waldteil vorhanden. Hier steht vollkommen überraschend auf einmal sogar ein Wegweiser runter in die Kohlmühle und zum Bahnhof. Hinter dem Wegweiser stößt man dann auf eine größere Wiese, auf der tatsächlich der Feldweg ein wenig verloren kommt. Zumindest im Sommer 2011 konnte man aber doch ein paar Trampelspuren erkennen, die nach links zum Waldrand führten. Gleich neben dem Hochsitz führt ein breiter, aber super gut versteckter Waldweg abwärts zur Ortschaft Kohlmühle. Der Weg führt ziemlich steil den Hang hinunter und man kann gut sehen, dass er nur mit größerem Aufwand und ordentlichen Erdbewegungen angelegt werden konnte.
Nachdem man unten im bewohnten Gebiet angekommen ist, geht es auf der einzigen Straße nach rechts ein Stückchen talabwärts, bis auf der linken Seite die Schranke und die Zufahrt zum Werksgelände der Firma Likolit (www.likolit.de) zu sehen sind. Die Wanderung geht nach links über den Bahnübergang und gleich dahinter wieder nach links über die Fußgängerbrücke der Sebnitz. Zwischen der Bahntrasse und den Schrebergärten führt der rot markierte Wanderweg roter Strich ein paar Meter (200 Meter) bis zum Abzweig nach Altendorf. Hier beginnt der unmarkierte Aufstieg bis hoch zum Adamsberg. Das größte Stück führt durch einen dichten Wald und erst ganz kurz vor dem Adamsberg tritt man auf eine Wiese heraus. Auf der linken Seite kann man schon das Blick_von_Adamsberg_auf_Schrammsteine_kleinZiel/Ende der Wanderung sehen, aber wir empfehlen auf jeden Fall noch einen Abstecher auf den Adamsberg. Wer die Strecke aus dem Sebnitztal bis hier hoch geschafft hat, den können die paar Höhenmeter (15 Meter) ganz sicher nicht mehr abhalten, zu dieser doch sehr schönen Aussicht zu gelangen. Vom Adamsberg hat man zwar keinen 360° Blick wie beim Hankehübel, aber dafür kann man sehr schön auf die Felsenkette der Schrammsteine und die restlichen Berge der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken. Diese Aussicht ist auch ganz besonders in den Abendstunden beliebt, wenn die Sonne von hinten über den Adamsberg auf die Schrammsteine leuchtet.
Nach diesem sehr schönen Platz auf dem Altendorfer Hausberg geht es zurück zum Ausgangspunkt nach Altendorf. Die Wanderung wäre noch schöner gewesen, wenn nicht der Weg runter zum Mittelndorfer Schwimmbad so übel mit Brennnesseln zugewuchert wäre. Aber vielleicht wird das ja wieder etwas, wenn die kleine Fußgängerbrücke über die Sebnitz aufgebaut wird.

Bad Schandau

Um mal eben in Bad Schandau eine Kleinigkeit zu erledigen, fährt man normalerweise von Altendorf mit dem Auto oder dem Bus hinunter ins Elbtal. Es gibt aber auch die Alternative, auf einem schönen Fußweg sowohl hinunter als auch wieder herauf zu kommen. Hier ist sie:

Als erstes folgt man in Altendorf dem Wiesenweg (erste Straße rechts hinter dem Heiteren Blick), bis dieser erst einen Knick nach rechts und dann gleich wieder nach links macht. Dort führt geradeaus der Panoramaweg hinaus auf die Felder. Dieser Weg liefert einen wunderschönen Blick auf die Schrammsteine und die Tafelberge der Vorderen Sächsischen Schweiz und ist mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich markiert. Zuerst geht der Panoramaweg als Feldweg über die Ebene bis an den Waldrand und dort mit ein paar Stufen durch eine kleine Senke (Goldgründel). Dem Panoramaweg folgt man bis zum großen Parkplatz an der Kleingartenanlage Kiefricht. 

Wenn man sich hier ein wenig links hält, kommt man zu einer netten kleinen Sehenswürdigkeit, die im Wald versteckt steht. An der Stirnseite des Parkplatzes steht, 20 Meter in den Wald hinein, eine Sandsteinsäule mit Schillerdenkmal_Kiefricht_kleineinem Portrait von Friedrich Schiller. Am Sockel befindet sich eine Inschrift  „Zum 10. November 1859“, die erklärt, dass die Säule zum 100. Geburtstag des Dichters Grotte_am_Schillerdenkmal_kleinaufgestellt würde. Gleich unterhalb der Säule befindet sich eine kleine versteckte Grotte, die anscheinend sehr dazu geeignet ist, seine Sachen dort liegenzulassen. Bisher habe ich dort eine Wanderkarte (die gute Schrammsteinkarte von Herrn Böhm), eine seltsamen Hut und ein Paar Wanderstiefel gefunden. Ich kann mir zwar nicht erklären, wie man seine Wanderstiefel vergessen kann, aber irgendwie hat derjenige hat es geschafft.

Es geht in die Richtung der Kleingartenanlage, aber nicht hinein, sondern nach links auf dem breiten betonierten Weg den Berg hinunter. Dieser Weg hat heutzutage keine Funktion mehr, früher war er die Zufahrt zur Gaststätte „Schlossbastei“. Die gibt es aber schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Auf diesem Weg geht es 450 Meter bergab, bis nach links ein kleinerer Weg, zuerst mit ein paar Stufen, zum Bad Schandauer Stadtpark hinunterführt. Unten angekommen überquert man die Straße, die ins Kirnitzschtal führt. Auch wenn die Straße nicht allzu stark befahren ist, so empfiehlt es sich, auf der anderen Straßenseite im Hochwassermarke_Bad_Schandau_kleinBad Schandauer Stadtpark weiter zu gehen und zwar nach rechts. In Bad Schandau kann man an einigen Häusern Hochwassermarken entdecken, die zeigen, dass die Elbe und die meistens sehr unscheinbare Kirnitzsch schon mal gewaltig ansteigen können. Am Ende des Stadtparks hinter dem Hotel Lindenhof überquert man die B172 und geht nach links an dieser entlang bis ungefähr zum Aufzug nach Ostrau. Dort biegt man nach rechts ab und geht durch den Park neben dem Parkhotel bis an die Elbe. Dort angekommen geht es wieder nach rechts am Elbufer entlang und dort ist die schicke Front_von_der_Elbresidenz_Bad_Schandau_kleinFront des 5-Sterne-Hotels Elbresidenz besonders herausragend. Links von der Elbresidenz geht es von der Elbe  wieder zurück über den Markt, hoch zur Poststraße. Auf der Poststraße angekommen geht es nach links, bis die Straße nach Sebnitz nach rechts abbiegt. Auf dieser relativ viel befahrenen Straße geht es nur 50 Meter entlang, um dann sofort wieder nach Torhaus_Friedhof_Bad_Schaudau_kleinlinks auf den Zaukenweg abzubiegen. Diese sehr ruhige Straße steigt gemächlich an und endet nach 1,3 Kilometern. Nach links würde es nach Rathmannsdorf gehen, damit die Runde aber vervollständigt wird, geht es die nächsten 50 Meter nach rechts. Auf diesem kleinen Teilstück hält man sich nicht an die richtige Fahrstraße, sondern links, um dann auf die untenliegende Straße zu kommen. Hört sich schwieriger an, als es wirklich ist. Ich hätte auch sagen können: Gehen Sie in der Verlängerung zum Friedhofs-/Zaukenweg weiter geradeaus. Man sieht die Straße schon über die Wiese. Auf der Straße geht es weiter, bis man an eine Straßenkreuzung kommt. Nach links würde es nach Rathmannsdorf gehen, gerade aus geht es ins Tal der Kohlmühle. Damit man wieder zum Startpunkt zurück kommt, geht es nach rechts in Richtung Altendorf. Diese Straße ist zwar eine normale Fahrstraße, aber normalerweise nur gering befahren und deshalb sind die letzten 1,3 Kilometer keine besonders große Belastung.

Diese Wanderung ist bei uns dadurch entstanden, dass wir mit unserer Kleinsten (ca. 1 Jahr) spazieren gehen wollten, aber keiner Lust hatte, den Zwerg schon wieder im Tragegestell auf dem Rücken rumzuwuchten. Also sollte es der Kinderwagen sein und dann bleiben nicht so besonders viele Strecken in einer Landschaft wie der Sächsische Schweiz. Die Runde war sehr gut mit Kinderwagen zu bewältigen und nur an einer Stelle war es mit 15 Stufen etwas unbequem.

Bahnhof Lohsdorf

Die Wanderung ist aufgrund einer freundlichen Mail entstanden, weil ich mich im Gästebuch des Vereins Schwarzbachtal e.V. (http://www.schwarzbachbahn.de) eingetragen habe. In der Mail wurde auf das kommende Bahnhofs- und Ortsfest Lohsdorf hingewiesen. Der Besuch des Bahnhofs Lohsdorf ließ sich mit einer kleinen Wanderung durch mein Lieblingstal namens Schwarzbachtal verbinden. Auch wenn gerade kein Bahnhofsfest ist, ist das Tal immer eine Wanderung wert, und wenn sich inzwischen sogar am Wendepunkt ein neu angelegter Bahnhof befindet, dann ist es noch interessanter. Hier kommt die Wanderbeschreibung für diese Runde:
Der Startpunkt für die Wanderung ist, wie so häufig bei Wanderungen im Bereich des Sebnitz- und Schwarzbachtales, einer der beiden Parkplätze in Altendorf. Diesmal würde ich den Parkplatz am Altendorfer Feuerwehrhaus empfehlen. Von hier geht es ein paar Meter um das Fußballfeld und dann in Richtung Altendorfer Hausberg namens Adamsberg. Der Aufstieg auf den Adamsberg ist leicht geschafft und von hier oben hat man einen wunderbaren Blick über die Schrammstein- und Affensteinfelsen. Genauso kann man in den Bereich der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken, und auch die Tafelberge der Vorderen Sächsischen Schweiz kann man von hier aus sehr schön sehen. Vom Adamsberg geht es auf dem gleichen Weg wieder herunter, wie man hoch gekommen ist. Jetzt geht der Weg runter ins Sebnitztal, indem man an drei Schrebergärten vorbeigeht und dann in den Wald eintaucht. Der Weg geht mit einem angenehmen Gefälle runter bis ins Tal. Auch wenn dieser Waldweg keinerlei Markierungen hat, so ist der Streckenverlauf sehr einfach zu finden. Nur an einer Stelle gibt es überhaupt eine Möglichkeit falsch zu wandern, und wenn man sich an dieser einzigen Weggabelung rechts hält, dann erreicht man schnell die Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz/Neustadt.
An der Bahnlinie erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, die man jetzt nach rechts weiter verfolgt. Zuerst geht es ein paar Meter neben den Bahngleisen entlang und kurz hinter der ersten Überquerung der Sebnitz biegt der markierte Weg nach rechts ab. Über eine Wiese verläuft der Wanderweg in einem großen Bogen bis zur nächsten Flussüberquerung. Die nächste Wiese wird von Zeit zu Zeit von ein paar Kühen bevölkert und deshalb verläuft der markierte Weg zwischen dem Weidezaun und dem Bahndamm. Am Ende der Wiesen erreicht man ein altes Bahnwärterhäuschen. An ihm überquert man die Bahntrasse und noch vor den beiden alten Brückenwiderlagern der Schmalspurbahnbrücke verlässt man nach rechts den markierten Wanderweg. Die nächsten paar Meter verlaufen auf der alten Bahntrasse der Schmalspurbahn. Als nächstes kommt ein sehr schönes Überbleibsel der Schmalspurbahn in Form eines Viadukts. Obwohl diese Brücke schon weit über 100 Jahre alt ist, zeugt der Zustand der Brücke von sehr solider Bauarbeit. Auch der Tunnel-1_SchwarzbachtalbahnTunnel, der als nächstes quer durch den Hang des Goßdorfer Raubschlosses führt, ist noch in einem sehr guten Zustand. Dieser 63 Meter lange Tunnel führt auf der anderen Seite die Wanderung in das Schwarzbachtal. Hier trifft man wieder auf die schon bekannte gelbe Wegmarkierung gelber Strich, der man aber auch nur 100 Meter folgt bis der markierte Weg nach rechts abbiegt und auf der anderen Seite des Schwarzbaches weitergeht. Die Wanderung geht nach links auf der alten Bahntrasse weiter. Hier ist für die Bahnlinie extra ein Durchbruch durch einen kleinen Felsenausläufer geführt worden. Nach ca. 900 Meter erreicht man den zweiten Tunnel der Schmalspurbahn. Dieser Tunnel ist mit 38 Metern Länge ein kleines Stück kürzer als der erste Tunnel. Auf der Rückseite trifft man mal wieder auf den gelben Strich gelber Strich. Dieser Wegmarkierung folgt man jetzt endgültig das letzte Stück bis nach Lohnsdorf. Links des Weges kann man an mehreren Stellen den alten Bahndamm und mehr oder weniger gut erhaltende Brücken sehen. Aber die werden erst auf dem Rückweg erkundet. Die Wanderung erreicht am unteren Ende des Dorfes den Bahnhof von Lohsdorf.
Dampflock_Schmalspurbahn_991590-1_kleinDas ganze Gelände des ehemaligen Bahnhofes ist heutzutage das Vereinsgelände des Schwarzbachtal e.V. Erst in den letzten Jahren bzw. ich würde sogar sagen im letzten Jahr (2005/2006) hat sich Gewaltiges in dem ganzen Bereich getan. Früher haben hier, seit ich den Platz kenne, immer irgendwie Reste der Schmalspurbahn gestanden, aber erst in der letzten Zeit sind einzelne Eisenbahnwagen saniert worden, ein Bahnhofsgebäude ist abgerissen worden, ein anderes ist ganz neu aufgebaut worden und zu guter Letzt sind sogar Eisenbahnschienen mit einer Weiche eingebaut worden. Hier sieht es so aus, als wenn sich einige fleißige Hände des Bahnhofs und der Erinnerung an die Schmalspurbahn angenommen haben. Im August war zu den so schon vorhandenen interessanten Sachen auch noch eine ganz besondere Attraktion hinzugekommen: Weiche_Bahnhof_Lohsdorf_kleinAuf den neu verlegten 40 Meter Gleisen durfte doch tatsächlich eine echte Dampflok hin und her fahren. Ich glaube, das war für groß und klein ein echter Kracher. Auf jeden Fall haben unsere Kinder staunend vor dem Ding gestanden und waren sichtlich begeistert. Leider gehört diese Lok nicht dem Verein, sondern war nur eine Leihgabe des Vereins Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V. Aber auch ohne diese Attraktion und dem Bahnhofsfest ist das Gelände und die alten Eisenbahnwagons eine Zaunbesichtigung wert. Vielleicht hat man auch das Glück, dass ein Vereinsmitglied auf dem Gelände ist und man auf das alte Bahnhofsgelände darf.
Nach diesem schönen Ziel der Wanderung geht es wieder zurück ins Schwarzbachtal. Die ersten 1,35 Kilometer wandert man auf der gelben Wanderwegmarkierung entlang. Auf der rechten Wegesseite kann man schon die ganze Zeit den alten Bahndamm der Schmalspurbahn sehen und sogar zwei Reste von Brücken über den Schwarzbach finden. mutige_Frau_auf_ehemaliger_Eisenbahnbruecke_kleinDie erste Brücke besitzt noch den eisernen Ursprungsgrundkörper, bei der zweiten stehen leider nur noch die Brückenwiderlager, sonst hätte man das Teilstück sogar auf der alten Trasse entlang wandern können. Nach den schon besagten 1,35 Kilometern sieht man vor sich ein weiteres Teilstück des Bahndamms mit einer alten Brücke. Diesmal ist es möglich, dieses Teilstück zu wandern, zumindest, wenn man sich traut, über ein breites Eisenfachwerk zu balancieren. Siehe Bild rechts. Ich finde es faszinierend, dass Eisenträger, die seit mindestens 60 Jahren nicht mehr benutzt werden, noch in einem solch gut erhaltenen Zustand sind. In Zukunft ist es aber so, dass sich der Verein Schwarzbachtal e.V. dieser Bauwerke annehmen wird und versuchen wird, sie zu erhalten. Im Jahre 2006 weisen mehrere Schilder des Vereins drauf hin, dass das Betreten der Brücken auf eigene Gefahr erfolgt. Der Verein sorgt anscheinend sogar dafür, dass der Bahndamm nicht vollständig mit Bäumen zuwuchert.
Nach dem kleinen Ausflug über den Bahndamm erreicht man wieder mal den breiten Wanderweg mit der gelben Markierung gelber Strich. Diesmal folgt man der Wanderwegmarkierung und geht nicht durch den Tunnel. Der Weg macht einen Bogen um eine Bergausläufer und geht auf der Rückseite dann über eine kleine Fußgängerbrücke über den Schwarzbach. Nach einem ¾ Kilometer auf der linken Bachseite wechselt der markierte Weg wieder über eine kleine Brücke auf die andere Seite. Das nächste Stück der Wanderung verfolgt den markierten Wanderweg bis kurz hinter die ehemalige Buttermilchmühle. Hier verlässt man den gelb markierten Weg und folgt jetzt dem roten Strich roter Strich nach links in Richtung Altendorf. Der Weg steigt aus dem Sebnitztal mit einer angenehmen Steigung aus dem Tal heraus. Nachdem man oben aus dem Wald wieder heraus tritt, hat man auf einmal freie Sicht auf den Altendorfer Hausberg namens Adamsberg. Die letzten paar Meter bis nach Altendorf geht es über ein paar Felder und dann erreicht man auch schon die Hauptstraße bzw. eigentlich heißt sie Sebnitzer Straße. Auf dieser geht es nach rechts bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Ich finde die Wanderungen im Schwarzbachtal immer wieder schön und so war auch diesmal das Geschlängel auf den beiden unterschiedlichen Wegen sehr nett. Eine Wanderung in dem Tal lohnt sich immer, auch ohne das Lohsdorfer Bahnhoffest.

Beuthenfall

Bei der Wanderung Beuthenfall handelt es sich um eine kleine Runde, die ganz hervorragend als Bogen nach z.B. einem ordentlichen Mittag-/Abendessen unternommen werden kann. Damit verbraucht man ein paar Kalorien und bekommt dazu auch noch ein paar tolle Aussichten geboten. Wir haben den Startpunkt zu dieser Runde auf den Parkplatz zwischen Mittelndorf und Birkenberg gelegt. Selbst vom Parkplatz aus hat man schon eine schöne Aussicht rüber auf die Affensteine bzw. die Hintere Sächsische Schweiz. Von dem Parkplatz geht es auf dem einzigen Feldweg leicht abfallend in die Richtung der Felsen. Nach ein paar Metern stößt der Panoramaweg mit der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt von rechts dazu. Die Wanderung geht einfach geradeaus weiter, bis man nach 800 Metern (vom Startpunkt aus) mit dem gelb markierten Panoramaweg nach links abbiegt. Hier müssen ein paar Höhenmeter (15 Meter) bis zum Waldrand und der ersten schönen Rastmöglichkeit überwunden werden. Dem Panoramaweg wird weiter gefolgt und jetzt geht es durch ein kurzes Waldstück und eine kleine Senke. Bald erreicht die Wanderung einen kleinen Teich, der ganz besonders die Kinder auf der Wanderung anzieht. Dadurch, dass der Teich sehr schön abseits liegt und anscheinend von irgendeinem guten Geist gepflegt wird, kann man hier so einige Kleinlebewesen beobachten. Nach noch einem weiteren kurzen Stück erreicht man eine asphaltierte Straße, die aber nur sehr selten befahren wird.
Auf dieser Straße geht es nach rechts den Hang weiter hinunter. Jetzt wandert man auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt direkt auf die Felswände der Affensteine drauf zu. Blick_auf_Blossstock_von_Lichtenhain_kleinDadurch, dass neben der Straße nur Wiesen sind, hat man einen breiten Blickwinkel auf die Felsen auf der gegenüberliegenden Seite des Kirnitzschtals. Am Rande der Wiesen stehen ganz vereinzelt ein paar Häuser. So sind auf der linken Seite zwei Häuser in einer Senke versteckt und rechts kommen erst im ganz hinteren Teil ein paar kleinere Häuser. Hier hat man als Bewohner wirklich vollkommene Ruhe und abends kommen hier bestimmt Hase und Igel gute Nacht sagen. Blick_vom_Folgenweg_auf_Affensteine_kleinDer asphaltierte Weg wechselt im hinteren Teil der Wiesen in einen Waldweg und biegt ganz leicht nach links ab. Mit dem Erreichen der ersten Bäume, beginnt eine ganze Ansammlung an Bänken und Rastplätzen. Von jeder der Bänke hat man eine andere tolle Aussicht und durch die vielen Plätze kann sich die Wanderzeit schon ziemlich verlängern. Der Wanderweg fällt mit dem Näherkommen des Kirnitzschtals immer steiler ab. Kurz bevor der Weg ein zweites Mal im Wald verschwindet, Aussicht_Folgenweg_auf_Kuhstall-Neuer_Wildenstein_kleinbefindet sich auf der linken Seite eine versteckte Aussicht, die einen überraschenden Blick auf den Kuhstall (Neuer Wildenstein) bzw. den dahinterliegenden Hausberg freigibt. Diese Aussicht ist vermutlich auf der gesamten Wanderung der romantischste Platz, da die Bank vom Wald umrahmt wird und man einen eingeschränkten Sichtkorridor hat.
Jetzt kommt das anstrengendste Stück der Wanderung. Es geht auf dem markierten Wanderweg bis fast ganz runter ins Kirnitzschtal. Kurz bevor die Wanderung auf der Höhe des Daches des Beuthenfalls ist, biegt die Wanderung nach rechts auf den Wanderweg grüner Strich grüner Strich ab. Eigentlich ist es schon ziemlich gemein, eine Wanderung Beuthenfall zu nennen und dann noch nicht mal bis zu den Gebäuden zu wandern. Ich hoffe immer noch, dass irgendwann mal der Beuthenfall und die Gebäude wieder aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Heute (Anfang 2010) sind die drei Hauptgebäude zwar noch in einem ganz guten Zustand, aber außer dem Parkplatz wird hier nichts mehr genutzt.
Beuthenbach_oberhalb_Beuthenfall_kleinDie Wanderung biegt also auf die grüne Wanderwegmarkierung ab. Wenn Kinder mit auf der Wanderung unterwegs sind und bei dem Tümpel am Panoramaweg noch nicht nass geworden sind, dann bietet sich jetzt gleich die nächste Möglichkeit. Ueberquerung_Beuthenbach_kleinDer kleine Bach (Beuthenbach), der den Beuthenfall mit Wasser speist, muss über ein paar Steine überquert werden. Danach geht es mit leichter Steigung ein Stück weiter, bis eine Bank mit einer Sichtschneise erreicht wird. Hier beginnt der eigentliche Aufstieg aus dem Kirnitzschtal wieder. Der Wanderweg ist immer noch grün markiert. Komischerweise ist uns der Aufstieg viel angenehmer gewesen als der Abstieg und so erreicht man bald wieder die Wiesenflächen zwischen Kirnitzschtal und Mitteldorf. Blick_von_Schaarwaendeweg_auf_Hohe_Liebe-Schrammsteine-Falkenstein_kleinDer Weg hier hoch heißt Schaarwändeweg und es empfiehlt sich, immer mal wieder zu verschnaufen und einen Blick nach hinten zu werfen. Auf dieser Wiesenfläche stehen auch wieder ein paar wenige vereinzelte Häuschen, die über versteckte Zufahrten erreicht werden können. Obwohl der Hin- und Rückweg zum Beuthenfall ziemlich nah nebeneinander verlaufen, so sieht man die beiden Wege nicht bzw. erst ganz am Ende. Auch hier stehen immer wieder einzelne Bänke, die zum Verweilen einladen und von denen man eine tolle Aussicht auf die Felsen der Affensteine genießen kann. Der Feldweg steig leicht an und dann erreicht man wieder den Panoramaweg und das letzte Stückchen bis zum Parkplatz muss noch absolviert werden.
Als ich die Wanderung mit unserer großen Tochter gestartet habe, hätte ich nicht gedacht, dass es sich um so eine schöne Runde handelt. Falls irgendwann in der Zukunft sogar der Beuthenfall wieder öffnen sollte, dann könnte man sogar noch die letzten paar Meter bis ins Kirnitzschtal absteigen und sich dann für den Rückweg stärken. Das Besondere an dieser Wanderung ist, dass mehr Bänke und Rastplätze am Wegesrand stehen als auf jeder anderen Runde.

Adamsberg

In dem Wanderführer Genusswandern Sächsische Schweiz vom Bruckmann Verlag (www.bruckmann.de) ist eine nette Wanderung von Bad Schandau zum Altendorfer Adamsberg beschrieben. Das hat mich darauf gebracht, dass ausgerechnet unser Altendorfer Hausberg bei uns noch keine eigene Wanderung erhalten hat und das musste gleich mal geändert werden.
Der Startpunkt liegt also in Bad Schandau, an der Poststraße bzw. am Anfang des Panoramawegs. Kletterwand_oberhalb_Bad_Schandau_kleinDieser Wanderweg, der sich bis hinauf nach Saupsdorf hinzieht, hat die eigene Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. Der Zugang ist sehr einfach zu finden und gleich auf den ersten paar Metern steht auch eine Wanderkarte mit dem kompletten Verlauf des Panoramawegs. Zuerst geht es ein paar Stufen aufwärts, bis man einen Ministeinbruch erreicht. Hier sind einige Klettergriffe im Felsen montiert und so lassen sich sogar in kleiner Höhe ein paar Kletterversuche unternehmen. Natürlich sollte man nicht zu übermütig werden und möglichst in der Nähe des Bodens bleiben. Sehr interessant sind auch die Inschriften an den Felsen. So kann man ein paar Namen dort lesen und die dazugehörenden Jahreszahlen (1882 und 1889) deuten darauf hin, dass hier schon seit langer Zeit Wanderer vorbeikommen.
Aus dem Steinbruch führt eine Blick_Schlossberg_Bad_Schandau_klein Eisentreppe ein Stück aufwärts und schon bald erreicht man die Zaukenpromenade. Auf diesem Waldweg könnte man nach links zum Zaukenhorn wandern, aber die Aussicht nach rechts (ehemalige Schloßbastei) ist einfach viel schöner. Von den Terrassen der ehemaligen Gaststätte hat man einen hervorragenden Blick über Bad Schandau.
Gleich gegenüber vom Zugang der Schlossbastei führt die gelbe Wanderwegmarkierung den Hang weiter aufwärts. Ruine_Schomberg_Bad_Schandau_kleinNach wenigen Metern Aufstieg steht man auf einmal vor der Ruine Schomburg. Auch wenn der Turm den Eindruck macht, dass er uralt wäre, ist er erst 1883 erbaut worden. Trotzdem ist die Stelle schon in frühen Jahren (vor 1419) als Strom- und Straßenwarte genutzt worden. Gratweg_Schomburg_Kiefricht_kleinWenn denn die Bäume heutzutage nicht ganz so hoch gewachsen wären, dann könnte man sich das von der Spitze des Turms ganz hervorragend vorstellen. Heutzutage sind noch zwei Sichtachsen, in Richtung der Elbebrücken und zum Schneckenbad, vorhanden. Die Wanderung führt über den Gratweg weiter bis zur Kleingartenanlage Kiefricht. Im Gegensatz zu relativ vielen anderen Schrebergärten sehen hier die meisten Parzellen noch genutzt aus. Aber auch hier ist festzustellen, dass es einen Wandel von Gemüsebeten hin zu Erholungsgärten gibt.
Wenn man auf dem rechten Weg durch die Gärten wandert, dann kann man in der Verlängerung schon den Namensgeber der Wanderung, den Adamsberg, entdecken. Am anderen Ende der Kleingartenanlage erreicht man einen großen Parkplatz. Rechts von dem Parkplatz befinden sich gleich drei besuchenswerte Stellen. Zuerst ist es die auffällige Stele, die an Schiller erinnert. Dann befindet sich gleich unterhalb der Säule eine kleine Grotte mit einem Tonnengewölbe und kurz vor dem Abstieg (der hier aber nicht begangen wird) eine nette, ruhige Aussicht in Richtung Ostrau und zu den Schrammsteinen. Die Wanderung führt diagonal über den Parkplatz hinweg, um der gelben Wanderwegmarkierung weiter zu folgen. Zuerst schlängelt sich der Panoramaweg am Waldrand entlang und dann runter ins Goldgründel. Blick_Panoramaweg_Adamsberg_kleinDer Grund ist nur eine kleine Senke, die schnell passiert ist und dann geht es auch schon wieder aus dem Wald heraus. Nach einem kurzen Stück über die Felder weiß man sehr schnell, warum der Weg Panoramaweg heißt. Blick_Panoramaweg_Vordere_Saechsische_Schweiz_kleinNach links sieht man den eher unauffälligen Adamsberg und rechts ein fantastisches Bild vom Falkenstein und den Schrammsteinen. Auch wenn eigentlich ein schnurgerader Weg über Felder sonst eher langweilig ist, ist das mit dieser Aussicht überhaupt nicht der Fall und so erreicht man bald den südwestlichen Rand von Altendorf. Auf dem Wiesenweg geht es nach links in Richtung Adamsberg. Nach ein paar hundert Metern ist die Durchgangsstraße (Sebnitzer Straße) erreicht, der ein sehr kurzes Stück nach links gefolgt wird, und dann führt die Alte Rathmannsdorfer Straße nach rechts. Gleich hinter dem Sportplatz führt ein Feldweg bis zum Adamsberg. Blick_vom_Adamsberg_auf_Schrammsteine_kleinDer Aufstieg ist schnell geschafft und schon wird man mit einer sehr schönen Aussicht belohnt. Blick_vom_Adamsberg_auf_Altendorf_kleinIn dem kleinen Wäldchen auf dem Gipfel führt ein Rundweg entlang, an dem gleich mehrmals Blicke in alle möglichen Himmelsrichtungen möglich sind. Es ist immer wieder verwunderlich, dass auf dem doch sehr einfach zu erreichendem Berg nur wenige Besucher anzutreffen sind. Ganz besonders, wo man so knapp vor der Aussicht sogar einen immer freien Parkplatz findet.
Der Rückweg führt zunächst auf dem gleichen Weg erstmal bis zur Durchgangsstraße (Sebnitzer Straße) zurück. Diese wird nach links gewandert, ein Ministück weiter als beim Hinweg (insgesamt 120 Meter). Hier biegt die Untere Dorfstraße nach rechts ab. Auch wenn diese Straße einmal komplett durch den unteren Teil der Ortschaft führt, so halten sich der Verkehr und die Geschwindigkeit der Autos im erträglichen Rahmen. Die Straße und der Lemmebank_Altendorf_kleindarauffolgende Wanderweg sind mit dem roten Strich roter Strich markiert. Kurz hinter dem Dorfrand passiert man eine Bank mit dem Gedenkstein an den Heimatforscher und Felsmurmel_am_Loewenkopf_kleinDorflehrer Hermann Lemme und dann geht es auch schon in die Richtung der Altendorfer Dorfbachklamm. Bevor es die ersten Stufen in den Grund hinein geht, bietet es sich an, kurz geradeaus zu wandern und an der Felsmurmel namens Löwenkopf einen Blick über das Kirnitzschtal zu genießen. Dadurch, dass an dieser Stelle das Kirnitzschtal am engsten ist, hat man natürlich auch einen sehr guten Blick auf die gegenüberliegende Felswand.
Der Abstieg in der Gitterrosttreppe_Altendorfer_Dorfbachklamm_kleinDorfbachklamm erfolgt über Holzstufen, Felsmurmeln und zwei relativ lange Gitterrosttreppen. Obwohl der Malerweg über diese Stufen ins Kirnitzschtal absteigt, trifft man hier relativ selten andere Wanderer an. Wenn man die lange Stahltreppe hinuntersteigt, dann sieht man zwar, dass dort der Dorfbach aus den Felsen austritt, aber dass es eine relativ lange Höhle (33 Meter lang und 19 Meter tief) ist, sieht man nicht. Praktisch lässt sie sich auch nur schwer und schmutzig erkunden. Der Weg durch die Dorfbachklamm ist noch gar nicht so alt (1938), was bei einem solchen Verbindungsweg sehr ungewöhnlich ist. Im Ursprung führte ein kleinerer Pfad, der Steinbrecherweg, auf der linken Seite vom Löwenkopf hinunter, der aber bei weitem nicht so angenehm zu gehen ist wie der heutige Weg.
Der Abstieg endet auf der Hartungpromenade, der man nach rechts weiter auf der roten Wanderwegmarkierung folgt. Dieser Waldweg ist wirklich super angenehm zu gehen und man hat immer mal wieder etwas anderes zu entdecken. So kann man die Kirnitzsch beobachten, die uralten Einbuchtungen für eine kurze Rast nutzen, die Gaststätte Waldhäusl umrunden oder auch einkehren und natürlich die Straßenbahnen mit ihrem Depot sehen. Im Sommer 2014 (02. September) ist kurz hinter dem Straßenbahndepot ein Felssturz passiert, der schon ziemlich gewaltig war. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen, obwohl die größte Murmel (30 Kubikmeter und 70 Tonnen schwer) mitten auf die Fahrstraße gepurzelt ist. Heutzutage erinnert nur noch der neu errichtete Fangzaun an dieses Ereignis.
Die Hartungpromenade endet am ersten Haus auf der rechten Straßenseite. Kneippbecken_im_Kurpark_Bad_Schandau_kleinVon dort geht es am besten auf der linken Straßenseite weiter bachabwärts. Schon bald wird die Kirnitzschtal-Klinik erreicht und unterhalb von ihr beginnt auch der Kurpark. Durch diesen kann man sehr schön schlendern und das Spiel des Baches beobachten. Am unteren (südlichen) Ende des Parks ist dann auch schon die Poststraße erreicht und damit der Anfangspunkt dieser sehr netten, kleinen Runde.

Alte Ulbersdorfer Straße

Als ich mal wieder mit dem Finger über die Wanderkarte Bad Schandau von Dr. Böhm (www.boehmwanderkarten.de) gefahren bin, ist mir ein Eintrag „Alte Ulbersdorfer Straße“ zwischen Altendorf und Mittelndorf aufgefallen. Wenn man als Ausgangspunkt Altendorf hat, dann muss so etwas untersucht werden und deshalb haben wir uns das in den Osterferien das erste Mal angesehen. Der Startpunkt liegt also in Altendorf und es geht auf der Hauptstraße (bzw. die Straße heißt offiziell Sebnitzer Straße) in Richtung Mittelndorf/Sebnitz. Schrammsteine_vom_Panoramaweg_bei_Altendorf_kleinKurz hinter dem Ortsausgang biegt nach rechts der Panoramaweg ab, von dem man selbst in diesem vorderen Teil schon einen netten Blick rüber auf die Felsenkette der Schrammsteine und Affensteine hat. Dem Weg folgt man ein Ministück von 300 Metern, um dann wieder zurück nach links auf die Landstraße zu gehen. Folgenweg_bei_Altendorf_kleinAuf der gegenüberliegenden Straßenseite führt ein Feldweg auf die Ebene in nördliche Richtung. Dabei handelt es sich schon um die Alte Ulbersdorfer Straße bzw. ein weiterer Name ist Folgenweg. Von diesem Weg hat man einen guten Blick nach rechts auf den Mittelndorfer Weinberg und damit auf das leuchtend rote Ferienwohnungshaus (www.weinberghaus-saechsische-schweiz.de).
Nachdem man 400 Meter auf dem Feldweg gewandert ist, macht dieser einen deutlichen Schlenker und auf der rechten Seite kommt der Wald dem Weg am nächsten. Alte_Ulbersdorfer_Strasse_bei_Altendorf_kleinGleich in dem Zipfel beginnt die eigentliche Alte Ulbersdorfer Straße. Auch nach Jahrzehnten des Nichtbenutzens ist der Weg noch deutlich zu erkennen. Als wir den Weg das erste Mal zu Ostern hinunter gegangen sind, war er etwas leichter zu wandern, da er noch nicht mit Farn und Brombeerranken zugewuchert war und wir durch die tieferen Temperaturen mit langen Hosen unterwegs waren. Das war auf der nächsten Erkundung im Sommer natürlich ganz anders und erschwerte den Abstieg ein wenig. Diese zugewucherten Teilstücke sind aber nur auf ganz wenigen Abschnitten, wodurch man die Richtung sehr gut erkennen kann. Der Weg führt immer weiter runter ins Sebnitztal und am Ende im Tal wechselt der Untergrund in einen dichten grünen Teppich an kleinen Pflänzchen.
Im Tal angekommen, hält man sich rechts auf einem deutlich sichtbaren Pfad, der nach ¼ Kilometer einen Wegweiser_aus_Sandstein_im_Sebnitztal_kleinuralten Wegweiser passiert. Hier stößt man auf die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich, der nach links weiter gefolgt wird. Schon nach wenigen Metern kam im Jahre 2012 fehlende_Bruecke_unterhalb_Mittelndorfer_Bad_kleineine Hürde, die zumindest im Winter überhaupt keinen Spaß mehr macht. Hier ist durch das Hochwasser 2010 die Brücke über die Sebnitz weggespült worden und wir hatten keine Lust, durch das bibberkalte Wasser zu waten. Damit haben wir den ersten Versuch abgebrochen und es kam zum zweiten Anlauf im Sommer. Bei angenehmeren Temperaturen ist es kein großes Problem mehr, die Wandertreter auszuziehen und die Füße ein paar Meter zu kühlen. Grundsätzlich soll aber im nächsten Jahr (2013) die Brücke wieder aufgebaut werden und dann ist die Bachüberquerung wieder vollkommen unkompliziert möglich.
Mit der Wanderwegmarkierung grüner Strich erreicht man dann Saechsisch-Boehmischen_Nationalparkbahn_Sebnitztal_kleinbald die Haltestelle Mittelndorf der Sächsisch-Böhmischen Nationalparkbahn. Die Bahnlinie wird nur unterquert und dann beginnt der Aufstieg nach Ulbersdorf. Ziemlich ungewöhnlich an dem Waldweg ist, dass er zum Teil in einer tiefen Furche verläuft. Nach einem Kilometer und Gipfel_Schirm_bei_Ulbersdorf_klein120 Höhenmetern erreicht man den Waldrand und vor einem befindet sich rechts vorne eine Schutzhuette_auf_dem_Ulbersdorfer_Schirm_kleinAllee und ein Miniwäldchen. Der kleine Wald ist ein unscheinbarer Gipfel mit einer Schutzhütte, bei der man sehr ungewöhnliche Fundamente entdecken kann. Es handelt sich um ausrangierte Grabsteine. Der Gipfel wird Schirm genannt und bietet eine nette Fernsicht auf die Hintere Sächsische Schweiz.
Die weitere Wanderung führt in Richtung Ulbersdorf und gleich am Ortsrand stehen mehrere Bänke, die zum Verweilen und Genießen der Landschaft einladen. Sehr auffällig an der Ortsstraße ist, dass die vereinzelten Häuser mit riesigen Grundstücken alle auf der linken Straßenseite stehen. Brieftraegersteig_bei_Ulbersdorf_kleinNach den ersten vier Häusern auf der linken Seite biegt nach links ziemlich versteckt der gelb markierte Briefträgersteig gelber Strich ab. Dieser Weg führt sehr angenehm runter ins Schwarzbachtal und erreicht dort den gut ausgebauten Waldweg an der großen Schutzhütte. Hier führt die Wanderung nach links das Schwarzbachtal weiter herunter. Schon nach wenigen Metern gabelt sich der Weg. Entweder geht man auf dem kleineren Wanderweg nach links weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung oder man folgt rechts dem breiteren Weg auf der ehemaligen Schmalspurbahn. Beide Wege haben schon etwas Besonderes, 38_Meter_Tunnel_Schmalspurbahn_Schwarzbachtal_kleinder linke führt gleich zwei Mal über den Schwarzbach und ist kleiner und abwechslungsreicher, der rechte führt gleich zum Anfang durch einen Tunnel (38 Meter lang) und ist einfacher zu gehen. Beide Wege stoßen nach einem Kilometer wieder aufeinander und es geht weiter auf der ehemaligen Bahntrasse. 63_Meter_Tunnel_Schmalspurbahn_Schwarzbachtal_kleinSchon nach 100 Metern verlässt die Wanderung die markierten Wanderwege und man wandert geradeaus auf einen weiteren Tunnel drauf zu. Dieser Tunnel ist ein Stück länger (63 Meter) als der erste und dadurch auch schon ein ganzes Stück dunkler. Netterweise ist der Untergrund in dem Tunnel aber ziemlich eben und so kommt man auch ohne Beleuchtung ganz gut durch. Auf der anderen Seite geht es gleich mit einem Viadukt über die Sebnitz weiter. Über dieses Viadukt staune ich immer wieder. Einerseits finde ich es sehr verwunderlich, dass so ein Bauwerk mehr als ein halbes Jahrhundert dort steht und immer noch unbeschädigt ist und andererseits noch kein Sicherheitsfanatiker auf die Idee gekommen ist, dort Warnschilder (z.B. Benutzen auf eigene Gefahr) aufzustellen oder sie sogar zu sperren. Das wird bestimmt bald kommen, denn in einem Land, wo man Schilder aufstellt, dass es dort, wo geputzt wird, nass ist, in solch einem Land kann es doch nicht sein, dass man über eine Brücke wandert, die nicht jährlich geprüft wird und auf beiden Seiten ein genormtes Geländer hat.
Eigentlich müsste die Wanderung auf der Bahntrasse weiter gehen bis kurz vor die Ortschaft Kohlmühle, aber leider fehlen ein paar Streckenteile dazu. Deshalb geht es ein paar Meter hinter dem Viadukt von dem Bahndamm herunter (hier fehlt die ehemalige Brücke) und nach links über die Bahngleise der Sächsisch-Böhmischen Nationalparkbahn. Hier ist der Wanderweg wieder mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet und führt weiter zwischen ein paar großen Wiesen und der Bahntrasse. Die Sebnitz wird ein weiteres Mal auf einer neu aufgebauten Bogenbrücke überquert und dann ist auch schon der Ortsrand von Kohlmühle erreicht. Wenn man denn dann dem gelb markierten Wanderweg weiter folgt, wird man die nächste Brücke entdecken, die beim Hochwasser 2010 zerstört wurde. Es ist eine kleine Fußgängerbrücke, die sich gleich neben der Eisenbahnbrücke befand. Ich möchte keinen dazu auffordern, die 10 Meter auf der Eisenbahnbrücke zu bewältigen, aber die Bahn verkehrt hier nicht gerade mit einer besonders hohen Taktrate und praktisch ist der Zug auch kaum zu überhören.
Hinter dieser Brücke geht es auf einem kleinen Pfad am Bahndamm entlang, bis die erste Möglichkeit kommt, nach links den Berg aufwärts abzubiegen. Hier befindet sich ein Rastplatz und außerdem ist hier das letzte Ziel mit Altendorf ausgeschildert. Der Waldweg steigt schon so einigermaßen steil an und kurz nachdem man aus dem Wald wieder herauskommt, ist auch der Ausgangspunkt der Wanderung in Altendorf erreicht. Diese Wanderung ist keine der besonderen Touren in der Sächsischen Schweiz, aber immerhin eine der sehr abseits gelegenen Wanderungen, auf der nur ganz wenige andere Wanderer anzutreffen sind.