Um die Richterschlüchte

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Karte:
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Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 11,00 km
Höhenunterschied:
ca. 332 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Großer Zschand;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Neumannmühle - gelber Strich - Zeughaus - Wolfsschlüchte - grüner Pfeil - Goldsteig - Richterschlüchte - Richtergrotte - Weberschlüchte - grüner Strich - Großer Zschand

Um die Richterschlüchte

Ein netter Leser hatte uns darauf hingewiesen, dass wir noch nie den hinter der Richtergrotte weiterführenden Pfad beschrieben haben. Stimmt, bis dahin war uns der Weg auch fremd und das durfte natürlich nicht so bleiben.

Der sinnvollste Start zu dieser Runde ist die Neumannmühle. Von hier geht es in den unterer_Grosser_Zschand_kleinGroßen Zschand mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Die ersten paar hundert Meter in der Schlucht des Großen Zschand sind wirklich fantastisch. Es sieht so schön aus, wie Moos auf Bäumen oder Felsen wächst, die Felseinschnitte von der eigentlichen Schlucht abgehen und wie große Bäume auf Felsvorsprüngen Halt finden. Teich_im_Grossen_Zschand_kleinDas ist immer wieder ein toller Start zu einer Wanderung im Bereich der Hinteren Sächsischen Schweiz. Nach einem Kilometer weitet sich das Tal und die Wanderung führt bis zum Zeughaus sehr angenehm weiter. Wenige Meter vor dem Gasthaus Zeughaus befindet sich auf der rechten Wegseite eine der Nationalparkinformationsstellen. Wie alle dieser Häuser ist auch dieses nur eine kleine Ausstellung und ist praktisch schnell angesehen. In diesem Fall läuft ein wirklich netter Film, wie es früher vielleicht im Wald des Nationalparks ausgesehen haben könnte.

Gleich neben dem Nationalparkhaus befindet sich das Zeughaus mit seinem kleinen Biergarten. Hier kann man zwar nett einkehren, aber schon nach so wenigen Minuten ist es vielleicht doch etwas zu früh. Da die Wanderung auch am Ende nochmal hier vorbeikommt, kann man dann auch etwas gegen die Unterhopfung tun. Gleich hinter dem Zeughaus beginnt auch der einzige ernstzunehmende Aufstieg auf dieser Wanderung. Der gelbe Strich steigt die Wolfsschlüchte in Richtung Großer Winterberg hoch. Nach einem ¾ Kilometer, noch bevor es auf die Bärenfangwände hoch geht, biegt nach links der Goldsteig ab. Da es sich um einem Bergpfad handelt ist er nur mit einem kleinen grünen Pfeil Bergpfad markiert. Dieser Weg schlängelt sich kontinuierlich am Pfad_am_Goldsteig_kleinFelsfuß entlang und man kann unterschiedlichste Felsformen und Verwitterung entdecken. Auch wenn es schon ziemlich voll in der Sächsischen Schweiz ist, so wandern über den Goldsteig nur wenige Leute, weil der Großteil der Besucher doch schnell von A nach B kommen möchte. Irgendwie sind nur wenige Mitmenschen mit dem Prinzip „Der Weg ist das Ziel“ unterwegs. Das ist sehr schön, so hat man einen angenehm leeren Goldsteig vor sich. Hoehle_am_Goldsteig_kleinAuf ungefähr der halben Strecke führt der Goldsteig an einer ziemlich großen Höhle vorbei, die früher bestimmt noch als Boofe genutzt wurde, aber heutzutage nicht mehr zu den offiziellen Übernachtungsstellen gehört. Zu feuchteren Zeiten dürfte das Getropfe in der Höhle aber auch ganz schön das Einschlafen behindert haben.

Nach insgesamt 2 ½ Kilometern endet der Goldsteig auf dem grün markierten Wanderweg grüner Punkt in den Richterschlüchten. Diesem Aufstieg folgt man nur ganz Richtergrotte_kleinwenige Meter, bis nach links der Zugang zur Richtergrotte abzweigt. In der Richtergrotte plätschert zu jeder Zeit ein Minibächlein aus riesiger Höhe herunter und im Winter bildet sich ein Eiszapfen, der aber, durch die große Höhe, niemals zusammenwachsen kann. Diese Stelle kannten wir bis zu dieser Wanderung schon ganz gut. Dass hier aber auch noch ein Pfad weiter an den Felswänden entlang führt, war uns bisher entgangen, obwohl der Pfad auf der Karte Großer Zschand (www.boehmwanderkarten.de) von Dr. Rolf Böhm und in der Natur gut zu sehen ist. Obwohl der Pfad durch die Kernzone des Nationalparks führt, ist mit der Kennzeichnung schwarzer Pfeil Kletterzugang ein legales Begehen möglich. Zwischendurch weisen zwar mehrere Schilder auf Kletterverbote zu bestimmten Zeiten hin, Felsfuss_am_Jortanshorn_kleinaber das Begehen ist überall erlaubt. Nur zweimal fächert sich der Pfad so weit auf, dass man ihn auf Anhieb nicht so richtig erkennen kann, aber Felsband_beim_Geierwaermer_kleines geht immer am Felsfuß entlang. Nach einem Kilometer an dem Hang entlang wird noch das Jortanshorn umrundet und dann erreicht man eine große sandbedeckte Felsplatte. Geierwaermer_und_Wegmarkierung_kleinDie Stelle kann man auch ganz gut daran erkennen, dass hier drei schwarze Pfeile an den Felsen gemalt sind, die in alle möglichen Richtungen zeigen. Gleich daneben ist eine Felsinschrift mit dem Wort Geierwärmer. Das finden wir bei unserem Nachnamen natürlich besonders lustig.

An dieser Stelle steigt die Wanderung den Hang hinunter und stößt auf den schon von oben gesehenen Weberschlüchteweg. Im Gegensatz zu den Richterschlüchten sind die Weberschlüchte eine Sackgasse und deshalb ein sehr ruhiger Wanderweg. Auf diesem Weg geht es nach links ganz leicht abfallend weiter. Ganz schön ungewöhnlich ist ein Strudeltopf, der auf der linken Strudeltopf_in_den_Weberschluechten_kleinWegseite in einer Felsmurmel zu finden ist. Eigentlich sieht die Vertiefung eher aus wie ein Unterstand für Hobbits, aber ich glaube, dass sie hier in der Sächsischen Schweiz nicht herumgeturnt sind. Die meisten Strudeltöpfe, die man so am Wegesrand findet, sind in den Boden eingegraben, aber hier hat sich ein Bächlein vertikal reingefräst.

Nach ungefähr einem ¾ Kilometer erreicht man den breiten Weg durch den Großen Zschand. Hier folgt man der roten Wanderwegmarkierung roter Strich nach links. Schon bald erreicht man das schon bekannte Zeughaus (Gegenmaßnahmen gegen die Unterhopfung nicht vergessen) und dann wandert man den bekannten Weg (gelber Strich gelber Strich) wieder abwärts bis zum Ausgangspunkt an der Neumannmühle.

Wir freuen uns immer wieder über unsere eigene Webseite, denn ohne sie würden wir ganz bestimmt niemals so gute Empfehlungen erhalten. Auch wenn diese Runde zwischendurch schon mal über einen fast unsichtbaren Weg geht, so hat es viel Spaß gemacht. Danke für die gute Empfehlung.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kirnitzschtal Neumannmühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Neumannmühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

Zätzschenhorn

Beim Durchstöbern des Internets ist mir auf Youtube ein Video zum Zätzschenhorn begegnet. Seltsamerweise waren mir der Name und die Lage des Zätzschenhorns überhaupt nicht bewusst gewesen und das muss doch gleich mal geändert werden. In dem Video stand gleich zum Anfang ein Hinweis, dem man spätestens nach der Wanderung zustimmt: „Wanderer, suchst du Stille und Keine Sicht, vergiss das Zschätzschenhorn nicht.“ Stille ist nicht schlecht und dabei noch einen unbekannten Felsen erobern noch besser, also geht es los vom Parkplatz Sturmbauers Eck. Gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Parkplatz beginnt der Wanderweg Neue Weg mit der Wegmarkierung des Malerwegs. Nach 400 Metern biegt nach rechts der Zugang zum Kleinstein ab. Dieser Aufstieg ist mit dem roten Strich roter Strich markiert und man sollte sich nicht die Kleinsteinhöhle und den Blick aus dieser Höhle in die Landschaft entgehen lassen. Gleich vor dem Kleinstein befindet sich das Zätzschenhorn, was aber nur als ein grüner Hügel auf der gegenüberliegenden Talseite auffällt.

Von der Kleinsteinhöhle bzw. ich würde es eigentlich eher Felsentor nennen, Gesicht_am_Neuen_Weg_kleingeht es wieder zurück auf den Neuen Weg und dann der roten Wanderwegmarkierung nach rechts hinterher. Der Waldweg ist sehr angenehm zu wandern und verläuft sehr lange parallel zur Fahrstraße im Kirnitzschtal. Erst nach zwei Kilometern biegt der rote Strich nach links ab und es geht runter bis auf die Fahrstraße. Blöderweise muss man die nächsten 350 Meter auf der Straße nach links abwärts wandern. Nachdem die Zufahrt und die Böschung der Kirnitzsch vor der Buschmühle wiederaufgebaut wurden, gibt es auch einen schmalen Bürgersteig. Totzdem muss man noch ein kleines Stück zwischen der Buschmühle und der Neumannmühle auf der Straße wandern. An dem großen Parkplatz der Neumannmühle wird die Straße verlassen und es geht in den Großen Zschand hinein. Markiert ist dieser Forstweg mit dem gelben Strich gelber Strich. Die Schlucht des Großen Zschands ist wirklich wunderbar und wirkt mit ihren moosbewachsenen Felsenwänden einen sehr natürlichen Eindruck. Im oberen Teil des Großen Zschands befindet sich eine Nationalparkinformationshaus und eine Gaststätte. Damit kann einem hier in der Schlucht schon mal ein Lieferfahrzeug oder ein Mitarbeiter im Auto begegnen.

Nach sehr genau einem Kilometer biegt nach links die erste breite Forststraße ab. Es handelt sich um den E-Flügel, der sich mit angenehmer Steigung um die Rückseite des Heulenberg, Neunstelligen Hübel, Kanstein und Großen Teichstein schlängelt. Insgesamt sind es 3 ½ Kilometer auf diesem angenehm zu wandernden Forstweg, die aber auch nicht gerade ein Ausbruch an Spannung sind. Dafür kann man sich aber sehr gut mit seinen Mitwanderern unterhalten. Nach der schon beschriebenen Strecke, biegt nach links deutlich sichtbar der Malerweg und grüne Strich grüner Strich ab. Bruecke_Kirnitzsch_kleinDieser Abstieg runter ins Kirnitzschtal ist schon ein ganzes Stück abwechslungsreicher und nach Bachlauf_Kirnitzsch_klein100 Höhenmeter steht man wieder an der Kirnitzsch. Nachdem man den Bach überquert hat, geht es auf der gegenüberliegenden Talseite gleich wieder aufwärts. Genau die Höhenmeter, die man gerade ins Tal herunter gestiegen ist, muss man jetzt wieder hoch krabbeln. Dann endet der Pfad auf einem deutlich sichtbaren Waldweg, der nach links leicht abfallend weiter gewandert wird. Eigentlich ist das ein schöner, sehr angenehm zu wandernder Waldweg, aber praktisch trifft man auf diesem Weg nie jemanden.

Der Weg umrundet die vordere Spitze des Großen Pohlshorn und insgesamt ist man etwas weniger als einen Kilometer auf dem Weg unterwegs, bis vor einem ganz deutliche Felswände zu sehen sind. Nach rechts biegt ein Pfad ab, aber Vorsicht 100 Meter vorher ging auch schon ein Waldweg nach rechts rein. Der Pfad verläuft unterhalb der Felsen entlang und steuert auf einen Felskessel zwischen Amselstein und Zätzschenhorn. Dadurch, dass von dem ersten Waldweg anscheinend Forstfahrzeuge hineingefahren sind, kann man den Start sehr gut erkenne, im hinteren Teil der Schlucht ist es dann ein wenig schwerer aber trotzdem leicht zu gehen. Nachdem man ¼ Kilometer in die Senke hineingewandert ist, kann man relativ leicht nach links auf den Ausläufer des Zätzschenhorn hoch steigen. Oben angekommen ist es überraschend einfach den weiteren Weg zu finden. Zwischendurch muss man sich einmal rechts halten und sonst geht es immer weiter aufwärts. Der Weg ist einfach und man gelangt schnell zum Gipfel. Blöderweise hat der höchste Punkt schlechthin keine Aussicht und man steht auf einem Plateau im Wald.

Wenn man links (also westlich) den Hang hinabschaut, dann sieht man eine Felsengruppe, die wenigstens ein bisschen Aussicht bietet. Von hier kann man wenigstens ein bisschen in die Richtung Heulenberg und Blick_vom_Zaetschenhorn_zum_Teichstein_kleinGroßen Teichstein blicken. Von dieser Stelle bietet es sich an ein ganz kleines Stück zurück zu wandern und dann zwischen den Felsen abzusteigen. Das funktioniert überraschend gut, weil das Zätzschenhorn nicht wirklich hoch ist. Überraschend war, als ich am Felsenfuß ankam, stand dort ein ziemlich Ofen_unterhalb_Zaetschenhorn_kleinramponierter Ofen. Wie auch immer dieser Ofen dort hinkommt, ist mir wirklich ein Rätsel. Da haben auf jeden Fall irgendwelche Leute ordentlich gebuckelt, weil das Ding schon sein Gewicht hat. Die Wanderung geht ein wenig kreuz und quer den Hang hinunter und man gelangt auf den schon bekannten Waldweg aus dem oberen Teil. Es geht nach rechts weiter, bis die Fahrstraße durch das Kirnitzschtal erreicht wird. Auf der Straße wandert man ¼ Kilometer weiter aufwärts bis zum Ausgangspunkt der Runde.

Das Zätzschenhorn ist wirklich nicht besonderes und nur ein Punkt, der mal abgearbeitet wurde. Wenn den in Zukunft dort Aufforstarbeiten durchgeführt werden, dann dürfte die Runde mit einer Aussicht schon viel interessanter werden. Der Auf- und Abstieg auf das Zätzschenhorn war einfach zu bewältigen und besonders war die Stille der Wanderung.

Bärenfangwände Aussicht

Im Sommer 2016 ist ein neues Buch herausgekommen, in dem es sich ausschließlich um Wanderungen mit Hund im Elbsandsteingebirge dreht. Beim Durchstöbern des Buches ist mir eine Wanderung im Bereich der Bärenfangwände besonders aufgefallen, die sich sehr interessant anhörte. Leider hatte sich zu dem Wandertermin der sonst gerne mitwandernde Hund auf den Nachhauseweg gemacht und so sind wir die Runde ohne Hund gegangen. Der Startpunkt ist die Neumannmühle im Kirnitzschtal. Von dort geht es in den Großen Zschand mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in Richtung Zeughaus. Wir sind schon sehr häufig durch den Großen Zschand gewandert, aber es ist immer wieder ein Genuss. Die Natur hat hier wirklich etwas Tolles modelliert. Ziemlich weit unten ist auf der linken Wegseite ein weit überhängender Felsen zu sehen, auf dessen Spitze eine mächtige Fichte steht. Fichte_auf_Felsueberhang_Zschand_kleinDie große Tochter hat sich darüber schon köstlich amüsiert, da es sonst immer heißt, trete nicht so nah an die Felskante, denn die könnte abbrechen. Grundsätzlich stimmt das natürlich, aber in diesem Fall steht eine mehrere Tonnen schwere Fichte an der Felskante und da machen die paar Kilo eines Menschen bestimmt nichts aus.

Nach 1 ¼ Kilometern biegt nach rechts der erste größere Weg ab. Die sogenannte Zeughausstraße ist mit dem roten Strich roter Strich markiert und wird für 300 Meter entlang gewandert. Dann verlässt die rote Wanderwegmarkierung die Forststraße und man steigt für nochmals 300 Meter die Raubsteinschlüchte in Richtung des Hinteren Raubschlosses hoch. Auf der linken Wegseite fällt als erstes ein Kernzonenschild auf und wenn man aufmerksam an die Bäume blickt, erkennt man auch die Wanderwegmarkierung Bergpfad (grüner Pfeil Bergpfad). Dabei handelt es sich um den Weg hoch auf die Bärenfangwände, der hier im unteren Teil erstmal ganz harmlos anfängt. Je längeAufstieg_Baerenfangwaende_kleinr man der Markierung folgt, desto anspruchsvoller wird der Aufstieg. schwierige_Stelle_fuer_Hunde_kleinDer Pfad ist aber trotzdem für Hunde, zumindest für größere Exemplare, geeignet und so macht der Aufstieg wirklich Spaß und ist abwechslungsreich. An einer Stelle kann es schon mal sein, dass man dem mitwandernden Hund eine Hilfestellung geben muss, aber sonst sollte es überall klappen.

Nachdem man oben angekommen ist, geht es erstmal nach rechts auf einem Pfad entlang. Diese Stelle ist nicht in der ursprünglichen Beschreibung in dem Buch vorhanden, aber ich finde sie sehr empfehlenswert. Blick_von_Baerenfangwaende_auf_Hinteres_Raubschloss_kleinSchon nach wenigen Metern dürfte es allerdings für Hunde sehr schwer werden, da man einen kleinen Absatz unter Zuhilfenahme von zwei Eisenklammern überwinden muss. Der weitere Weg führt dann aber zu einer fantastischen Aussicht von der Vorderkante der Bärenfangwände auf das Hintere Raubschloss. Netterweise sind hier nur ganz selten andere Wanderer und so kann man die Landschaft in angenehmer Ruhe genießen.

Die Wanderung geht wieder von der Aussicht bis zum oberen Ende des Aufstiegs zurück und dann auf dem Bergpfad (grüner Pfeil Bergpfad) weiter. Der Pfad ist sehr angenehm zu wandern und nach etwas mehr als ½ Kilometer erreicht man eine Kreuzung, an der seltsamerweise der grüne Pfeil in alle drei Richtungen zeigt. Der empfohlene Weg ist der Waldweg nach rechts. Der Weg schlängelt sich in fast gleichbleibender Höhe über die Ebene und nach etwas mehr als kleiner_Kuhstall_mit_Groessenvergleich_klein300 Metern sieht man vor sich, etwas oberhalb vom Weg, den Kleinen Kuhstall. Es ist ein Felsentor, das hier am gehackten Weg (so der Name des Pfades) ein stiefmütterliches Dasein pflegt. Der Kleine Kuhstall ist zwar bei weitem nicht so beeindruckend wie der Kuhstall am Neuen Wildenstein, aber man kann ohne Probleme aufrecht hindurchgehen und er ist mehrere Meter breit.

Der markierte Bergpfad führt einmal um das Tor herum und damit geht es dann weiter (nochmals 300 Meter) bis zum Roßsteig. Dieser gut ausgebaute Wanderweg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert und wird nach rechts für den nächsten ½ Kilometer entlanggewandert. Dann erreicht man einen ganz freistehenden, nicht besonders hohen Felsen. Wenn man auf den Felsen draufzugeht, dann kann man ziemlich gut auf der linken Seite einen Katzenkopf erkennen (auch ohne Alkohol). Aus dem Grund heißt dieser Felsen Katzenstein. Der Minifelsen wird umrundet und dann geht es auf der grünen Wanderwegmarkierung grüner Punkt nach links weiter. Schon bald wandert man auf einen seltsamen „Besucherlenkungszaun“ zu, hinter dem ganz viele Bäume kreuz und quer liegen. Das war früher mal ein sehr breiter Waldweg, der bis zur deutsch-tschechischen Grenze führte. Damit aber nicht zu viele Besucher den uralten Fremdenweg entdecken, ist hier eine kleine Umleitung in den grünen Punkt eingebaut worden und so geht es nach links leicht abfallend weiter.

Der Weg schlängelt sich an den ersten Felswänden entlang und hinter der ersten Grabstein_Richterschluechte_kleinSpitzkehre passiert man den Grabstein von Gotthard Krinitz. Dieser junge Mann ist im Jahre 1908 hier an der Felswand ermordet worden. Selbst heutzutage liegen hier noch oft Blumen und wird die Stelle von irgendjemandem dekoriert und gesäubert. Im Sommer 2016 hatten Kinder ein paar Meter weiter an der Felswand mehrere Gemälde (Mensch mit Hund, Schaf und Blume) hinterlassen. Auch wenn ich eigentlich auf Graffitis allergisch reagiere, so waren diese Kreidezeichnungen doch eher eine nette Abwechslung. Knapp hinter dem Grabstein erreicht man den ursprünglichen Weg durch die Richterschlüchte und es geht abwärts. Weg_durch_Richterschluechte_kleinBei unserer Wanderung kamen uns hier zwei Leute entgegen, die zu uns meinten, dass wir uns auf etwas gefasst machen sollten. Tja, wir kennen den Weg durch die Richterschlüchte schon ganz gut und gehen nicht von einem ebenen Weg mit gleichförmigen Stufen aus. Den beiden hat der Aufstieg aber anscheinend ganz schön zu schaffen gemacht, denn umsonst kommt so ein Spruch bestimmt nicht. Wer aber die Bärenfangwände hochgestiegen ist, den wird der Abstieg durch die Richterschlüchte nicht erschrecken.

Nach ¼ Kilometer durch die Richterschlüchte erreicht man einen unscheinbaren sommerliche_Richtergrotte_kleinPfad nach rechts, der zur Richtergrotte führt. Das ist eigentlich ein Talkessel mit einem kleinen Wasserfall. Das Wasser rieselt über die Felskante und trifft in der Mitte der Grotte auf. Das sieht im Winter bei ausreichend Minusgraden besonders schön aus, da sich dann dort ein großer Eiszapfen bildet. Meistens sieht dieses Gebilde wie ein Tannenzapfen aus und kippt dann unter seinem eigenen Gewicht zur Seite weg. Im Sommer ist es eher ein seichtes Geplätscher an einer angenehm ruhigen Stelle. Von der Grotte geht es wieder zurück auf den Weg durch die Richterschlüchte und dort nach rechts weiter abwärts. Zum Anfang ist der Weg noch ziemlich hubbelig, aber dazu ist man in der Natur und nicht in der Stadt. ueberhaengernder_Felsen_Grosser_Zschand_kleinDer Abstieg wird immer leichter zu gehen, je länger man abwärts steigt. Am Ende der Richterschlüchte (nach insgesamt 1 ½ Kilometern) erreicht man den Großen Zschand bzw. den Weg durch diesen. Hier geht es nach links weiter und man erreicht bald die Gaststätte/Biergarten Zeughaus und das Nationalparkinformationshaus. Um wieder zum Ausgangspunkt zu gelangen, muss man dem gelben Strich gelber Strich durch den Großen Zschand bis zur Neumannmühle im Kirnitzschtal folgen. Diese Runde ist wirklich eine sehr abwechslungsreiche Strecke, die viel Spaß gemacht hat. Die Empfehlung durch den Wanderführer war ganz hervorragend und was mich am meisten an dem Buch begeistert, sind die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen für den Hundebesitzer und den Hund. Das habe ich tatsächlich noch nie vorher gesehen und es hilft ganz hervorragend weiter. Wer seinen Hund so einigermaßen kennt, sollte damit wissen, ob die Wanderung noch möglich ist oder man sich doch lieber etwas Harmloseres aussucht.

 

Entenpfützenweg

Zuallererst der wichtigste Hinweis: Diese Wanderung führt über einen Weg, der offiziell nicht erlaubt ist. Dessen sollte sich jeder bewusst sein – nicht, dass sich im Nachhinein irgendjemand bei mir beschwert, weil er Kontakt mit einem Nationalpark-Ranger hatte.
Die Wanderung über den Entenpfützenweg steht seit mehr als 10 Jahren auf unserer Webseite und so eine spitzenmäßige Wanderung muss einfach von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Ganz besonders, wenn ein Leser schreibt, dass er den Weg gegangen und dieser so zugewuchert sei, dass man ihn nicht mehr gehen könne. Der Startpunkt liegt an der Neumannmühle. Von hier geht es über eine riesig lange Strecke durch den Großen Zschand. Der unterste Teil des Großen Zschands ist wirklich toll und würden hier nicht doch einige Fahrzeuge hin und her pendeln, dann wäre es ein Wohlgenuss. Der Weg ist mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet. Nach einem Kilometer kann man deutlich einen Anstieg der Temperatur feststellen. Dabei ist es vollkommen egal, welche Jahreszeit gerade ist. Das liegt ganz einfach daran, dass sich das Tal weitet und die Sonne es damit ein bisschen besser schafft, hinein zu scheinen. Neben dem Weg ist stellenweise sogar so viel Platz, dass kleine Teiche angelegt werden konnten. Im Winter lassen sich hier die Spuren der Wildtiere sehr gut erkennen und damit erahnen, dass hier nachts bzw. wenn keine Menschen mehr da sind dennoch ein „wildes“ Begängnis herrscht.
Nachdem man einen weiteren Kilometer durch den Großen Zschand gewandert ist, erreicht man zuerst das herbstliches_Nationalparkhaus_Zeughaus_kleinNationalparkhaus mit dem Themenschwerpunkt Jagd. Eigentlich soll es auch noch den Schwerpunkt Kernzone haben, aber irgendwie ist mir das bis heute noch nicht so richtig aufgefallen. Gleich hinter dem Nationalparkhaus befindet sich eine große Wiese mit einem sehr schönen Rastplatz, von dem man einen guten Blick von unten zum Großen Teichstein hinauf hat. Wer kein Selbstversorger ist und hier schon Hunger hat, kann sich gleich neben dem Nationalparkhaus in der Gaststätte Zeughaus sehr lecker stärken. In der Sächsischen Schweiz ist diese Lage schon etwas sehr Ungewöhnliches, denn die meisten Gaststätten liegen mehr am Rand des Nationalparks oder an irgendwelchen Straßen.
Hinter dem Bereich des Zeughauses geht es weiterhin durch den Großen Zschand. Die Wanderwegmarkierung ändert sich in den roten Strich roter Strich und die Anzahl der Mitwanderer nimmt rapide ab. Das Tal wird auch wieder enger und man wandert vom Zeughaus 2 ½ Kilometer durch den Großen Zschand auf der roten Wanderwegmarkierung. Dann biegt der rote Wanderweg nach links ab und vor einem steht eine seltsame Wegsperre. Weg_zur_Grenze_Grosser_Zschand_kleinIch verstehe ja so ungefähr, dass der Nationalpark alle Besucher aus der Kernzone heraus haben möchte, aber diesen historischen, 3 Meter breiten und zum Teil geschotterten Weg zu sperren widerspricht allen meinen Vorstellungen von Nationalpark. Früher (also zu DDR-Zeiten und kurz danach) gab es hier noch eine dichte Staatsgrenze und zu dieser Zeit war noch so ungefähr zu verstehen, dass der Weg gesperrt war, aber heute wäre es ein toller Übergang vom Großen Zschand nach Mezní Louka (Rainwiese) oder dem Prebischtor. Genauso wäre es natürlich anders herum für tschechische Wanderer eine besondere Möglichkeit, in den Bereich der Thorwalder Wände oder in Richtung Großer Zschand zu gelangen.
Für diese Wanderung wird das Kernzonenschild ignoriert und es geht in die Richtung des Grenzübergangs. Nach etwas mehr als ½ Kilometer erreicht man das Sammelsurium an Grenzschildern und die Felsenmurmeln als Durchfahrsperre. Auf der rechten Seite steht ein Kernzonenschild und praktischerweise kann man sich sehr gut an diesen Schildern orientieren. An jeder Stelle, wo so ein Schild herumsteht, gibt es auch irgendetwas Interessantes zu entdecken. In diesem Fall ist es der Zugang zum Grenzweg. Im Herbst 2013 waren hier so einige Sägespäne zu entdecken. Natürlich nimmt im Sommer auf einer Waldlichtung das Farnkraut explosionsartig zu, aber größere Hindernisse sollte es nicht geben. Netterweise stehen auf der Grenzlinie unzählige Grenzsteine, Grosse_Hoehle_Grenzweg_kleindie mit ihrer leuchtend weißen Farbe als perfekte Orientierung dienen. Die ersten paar hundert Meter steigen auf einem Pfad an, bis es so aussieht, als ob ein Talkessel den weiteren Weg versperrt. Hier hat sich eine größere Schichtfugenhöhle ausgebildet, die den Spuren nach zu urteilen, sogar zwischenzeitlich als Boofe genutzt wird.
Die hohe Felsstufe kann man an der rechten Seite sehr gut umgehen und dann geht es weiter aufwärts in dem sogenannten Raingrund. Nach ¼ Kilometer erreicht der Pfad einen Talkessel, in dem es eigentlich so aussieht, als ginge die Wanderung geradeaus, aber die Grenzsteine biegen nach rechts ab und auch hier steigt ein Pfad ganz gut sichtbar hinauf. Aussicht_am_Grenzweg_kleinDanach hat man die meisten Höhenmeter auch schon überwunden und es geht sehr angenehm auf dem Entenpfützenweg entlang. Gleich mehrere Male tauchen auf der linken Seite ganz knapp neben dem Pfad Aussichten auf, die man nicht auslassen sollte. So z.B. an den Grenzsteinen 8 und 8/10. Von hier hat man einen sehr schönen Blick in die Böhmische Schweiz und an der Seite entlang auf die Felsen der Flügelwand.
Am Grenzstein 8/12 biegt nach links ein deutlich sichtbarer Pfad ab. Dieser führt, mit einer kleinen Ausnahme, verstecktes_Prebischtor_kleinauf fast gleichbleibender Höhe bis auf die Oberseite des Prebischtors. Der Weg ist seltsamerweise super einfach und sonst stehen schon bei den kleinsten Attraktionen in der Böhmischen Schweiz Verbotsschilder, aber hier nicht. Aber schon aus Anstand würde ich nie auf das Wahrzeichen der Böhmischen Schweiz drauf gehen. Blick_Grenzweg_Boehmische_Schweiz_kleinIch glaube zwar kaum, dass man diesen riesigen Felsenbogen mit einem normalen Betreten beschädigen könnte, aber es muss einfach nicht sein. Außerdem würde man den Touristen auf der anderen Seite das Fotomotiv versauen. Auch könnte ich mir vorstellen, dass ein Ranger wirklich richtig sauer wird, wenn man auf dem Bogen herumturnen würde. Aber bis zum östlichen Ausläufer des Felsentors kann man im Schutze von ein paar Bäumen und Sträuchern wandern.
Für den weiteren Streckenverlauf muss man aber wieder zu den Grenzsteinen zurückgehen und dort nach links (nord-westliche Richtung) weiter wandern. Die Wanderung ist durch die vielen Grenzweg_mit_Grenzsteinen_kleinGrenzsteine perfekt markiert und so geht es ziemlich einfach in Richtung Großer Winterberg. Parallel zum eigentlichen Grenzweg verläuft der Fremdenweg, bei dem es sich um einen historischen Wanderweg handelt, der aber heutzutage durch eine Vielzahl gefällter Bäume unpassierbar ist. Der ursprüngliche Fremdenweg führte immerhin vom Kuhstall über den Kleinen und Großen Winterberg bis hinauf auf das Prebischtor. Leider ist das schönste Teilstück zwischen dem Großen Winterberg und dem Prebischtor heutzutage nicht mehr legal zu begehen. Nachdem man 1 ¾ Kilometer an der Grenze entlang gewandert ist, stößt man auf eine Weggabelung, an der der linke Weg zum Großen Winterberg hinauf führen würde und der Weg nach rechts seltsam blockiert aussieht. Der alte Wegverlauf ist aber noch deutlich zu erkennen und so wandert man einfach an der rechten Wegseite parallel weiter.
Insgesamt sind es 200 Meter, die etwas beschwerlicher verlaufen, aber dann erreicht man wieder einen Besucherlenkungszaun und damit die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. In der Verlängerung des verhauenen Waldweges sieht man schon in ungefähr 100 Meter Entfernung einen wakeliger_Felsenkleinen Felsen neben dem Waldweg stehen. Bis zu diesem Felsen, er heißt Katzenstein, folgt man der grünen Markierung, um dann nach rechts auf den Roßsteig abzubiegen. Dieser Waldweg ist gelb gelber Strich markiert und super angenehm zu gehen, aber irgendwie wird es dann doch ein bisschen langweilig. Zum Glück kommt nach etwas weniger als 1 ½ Kilometern die Goldsteinaussicht. Von ihr hat man einen wirklich schönen Blick in die Richterschlüchte und den hinteren Teil des Großen Zschands.
Von der Aussicht geht es wieder auf den gelb markierten Wanderweg gelber Strich und nach rechts weiter. Hier wird der Weg ein ganzes Huette_am_Zeughaus_und_Teichstein_kleinStück steiler und wenn viel Laub oder Schnee auf dem Boden liegt auch unterhaltsamer. dunkler_Grosser_Zschand_kleinDer Abstieg durch die Wolfsschlüchte passiert die Hütte am Zeughaus und endet dann auf dem bekannten Weg durch den Großen Zschand. Vom Zeughaus geht es das letzte Teilstück wieder durch den Großen Zschand abwärts. Diese Strecke ist schon vom Hinweg bekannt und verläuft wieder 1 ¾ Kilometer bis zur Neumannmühle bzw. dem Ausgangspunkt.
Damit ist eine super ruhige Wanderung zu Ende gegangen, bei der es wirklich schade ist, dass hier die beiden Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz sich so seltsam stur anstellen. Zum Anfang hieß es, der Grenzweg ist gesperrt, weil sich dort der Auerhahn wieder ansiedeln soll. Das Vieh ist aber seit 20 Jahren nicht gesehen worden und so schiebt jetzt jeder der beiden Nationalparks die Sperrung auf den anderen. Was ich überhaupt nicht verstehen kann ist, wie der Weg vom Großen Zschand nach Tschechien gesperrt sein kann. Hier würde ich mal vermuten, dass die Bremser mehr an den Parkplatzgebühren als an der Völkerverständigung interessiert sind und so wieder noch ein paar Autos mehr die Grenze passieren.

Flößersteig

Zu der Flößersteigwanderung wird es keine Wanderbeschreibung geben, da es sehr einfach ist den Wanderweg zu finden. Man geht einfach an der Kirnitzsch entlang und lässt sich von den schönen Natureindrücken begeistern. Der Weg geht von der Neumannmühle runter zur Elbe:

obere Schleuse; nieder Schleuse; Flussrechen bzw. Schutze; Neumannmühle; großer Zschand; Salmonidengewässer Kirnitzsch; Tiefbrunnen; Felsenmühle; Kleiner Zschand; Großstein; Engtal der Kirnitzsch; Verkehr im Kirnitzschtal; original Flößersteig; Kühnbergschutz; Alte Straße; Lichtenhainer Mühle; Försterwiesenbrücke; die Münze; Kuhstallaufstieg; Kirnitzschtalbahn; Lichtenhainer Wasserfall; Meilenstein; Haidemühle; Pestwurz; Dietrichsgrund; Richters Born; Beuthenfall; Metzschutz; Felssturz; Metzbloßen; Kroatenhau; Schwefelflechte; Wuchsbedingungen; Hintere böse Graben; Fichte; Flößerquelle; Wild; Nationalpark; Pflanzen an der Kirnitzsch; Kuttelhof; Postelwitzer Gehau; Nasse Grund; Wasserarbeit; Nasse-Grund-Wand; Schweinskopf; Lausitzer Störung; Granitsteinbruch; Kupfer Bergwerk; Kohlichtsteig; Kohlichthang; Fliegende Tierwelt; Richters Graben; Flößersteig; Kirnitzsch; Johanniswedel; Fischerei; Felsiger Prallhang; Mittelndorfer Mühle; Mittelndorfer Bauernbüsche; Teiche im Kirnitzschtal; Bergahorn; Mühlweg; Beschreibung Nationalpark; Ostrauer Mühle; Lausitzer Granodiorit; Hartung- Promenade; Wabenverwitterung; Steinbruchschutz; Kladderadatsch; Wanderwegmarkierungen; Altendorfer Dorfbachklamm; Wechselnde Biotope; Altendorfer Steinbrecherweg; Waldhäus´l; Kirnitzschtalbahndepot; Baumarten; Todwiese; Grotten; Felsenverwitterung; Pflanzengarten; Neupark; Schandauer Gesundbrunnen; Badehaus der Kirnitzschtalklinik; Theodor Körner; Kriegsdenkmal; Fische in der Kirnitzsch; kleinste Straßenbahnbetrieb; Heimatmuseum; Kneipp Gesundheitsanlage; Basalt; Millionenbau; Niederhauptschutz; Lage von Schandau, An der Bindung; Lehrpfad Flößersteig

Amerikaner

Die Wanderung ist dadurch zustande gekommen, dass ich von einem Amerikaner angeschrieben wurde, der gerne ein paar Wandervorschläge für die Sächsische Schweiz haben wollte. Da ich doch sehr stolz war, dass man meine Wanderseiten auch in den USA liest, wollte ich diese netten Vier gern auf mindestens einer Wanderetappe begleiten. Die erste große Überraschung war, dass ich es nicht etwa mit Studenten zu tun hatte, wie mir die E-Mail-Adresse der Universität von San Franzisco suggerierte, sondern mit einer Gruppe von Rentnern im Alter zwischen 60 und 73. Wir trafen uns am Lindenhof in Bad Schandau und von dort startete die Wanderung. Netterweise war auch noch ein Dresdener bei der Gruppe, der mir später sehr geholfen hat.
StrassenbahnZuerst fuhren wir mit der Straßenbahn komplett durch das Kirnitzschtal. Am Lichtenhainer Wasserfall startete die eigentliche Wanderung. Von der Straßenbahn-Endhaltestelle ging es erstmal den normalen Weg zum Kuhstall hoch. Der Wanderweg ist mit dem roten Punkt roter Punkt markiert und beginnt am Parkplatzende. Kuhstall_kleinMan läuft zuerst auf einem normalen Wanderweg, aber bald auf einem etwas breiteren Forstweg weiter, der so ziemlich direkt zum Kuhstall bzw. Neuen Wildenstein hochführt. Aus dem Kuhstalltor hat man einen wunderbaren Blick über ein vollkommen bewaldetes Tal. Hier bietet sich die Möglichkeit, über die Himmelsleiter, die zwar Leiter heißt, eigentlich aber eine Treppe ist, auf das Plateau oberhalb des Kuhstalls zu gelangen. Wir haben diesen Abstecher ausgelassen, da es uns eher darauf ankam, noch eine weitere Attraktion der Sächsischen Schweiz zu erreichen.
Weiter ging es mit dem roten Punkt durch die Felsenschlucht runter auf den Fremdenweg. Der Weg führt ziemlich gradlinig auf die andere Seite des Talkessels. Am Fuße des Kleinen Winterbergs haben wir den roten Punkt verlassen und sind der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach links gefolgt. Der Pfad schlängelt sich die ganze Zeit am Bergfuß entlang und dadurch wird selbst aus einer kurzen Luftlinie eine etwas länger andauernde Wanderung. Diese Strecke hat den gleichen Charakter wie die beiden Wanderungen Goldsteig und Thorwalderwände, die mir besonders gut gefallen, und auch bei meinen Begleitern ist das Teilstück sehr gut angekommen.
Der Weg führt direkt am Hinteren Raubschloss entlang. Obwohl die Wanderung bis hierhin für meine Mitwanderer schon anstrengend war, wollten zwei der Amerikaner und der Dresdener noch hoch auf die wirklich lohnenswerte Aussicht. Wir kletterten über den abwechslungsreichen Aufstieg auf das Felsplateau. Hier war ich wirklich froh, dass außer mir noch jemand mit Erfahrung zum Thema Klettern in der Sächsischen Schweiz dabei war. So konnten wir zusammen die Amerikaner sehr gut betreuen. Danke an Klaus aus Dresden.
Vom Hinteren Raubschloss liefen wir auf der schon bekannten Wegmarkierung roter Strich weiter in die Richtung großer Zschand bzw. Zeughaus. An diesem haben wir die zwei anderen dann wieder getroffen, die nicht mit auf das Hintere Raubschloss wollten. Im Biergarten vom Zeughaus haben wir eine sehr nette Mittagszeit verbracht. Ich war wirklich überrascht, wie vielseitig die Gruppe war, die Unterhaltungen waren wirklich abwechslungsreich. Vom Zeughaus ging es dann wieder den großen Zschand bergab auf der Wegmarkierung gelber Strich gelber Strich. An der Neumannmühle sind die vier Amerikaner in einem Bus nach Hinterhermsdorf/Sebnitz weitergefahren. Klaus, der Dresdener, und ich haben die Runde vervollständigt und sind über den Flößersteig bis zum Lichtenhainer Wasserfall zurück gewandert. Na ja, eigentlich sind wir sogar noch ein ganzes Stück weiter gelaufen. Da die Straßenbahn erst in 25 Minuten kam, dachten wir, wandern wir auf dem Flößersteig noch ein Stück die Kirnitzsch abwärts. Leider haben wir am Nassen Grund die Straßenbahn verpasst, dadurch bin ich bis nach Altendorf weitergewandert und Klaus ist an der Mittelndorfer Mühle in die nächste Bahn eingestiegen.
Die Wanderung war eigentlich eine normale Runde durch den Nationalpark, aber durch die doch sehr interessanten Mitwanderer gehört sie für mich in die Kategorie der Wanderungen, die ich nicht so schnell vergessen werde. Dankeschön!

Arnstein

Eigentlich ist die Wanderung aus einem Missgeschick heraus entstanden. Ich hatte am Pfingstmontag Nachmittag vor, die Wanderung Krinitzgrab durchzuführen. Leider hatte ich vollkommen unterschätzt, was für ein wahnsinniger Betrieb unten im Kirnitzschtal los war und dass an einen einigermaßen normalen Parkplatz überhaupt nicht zu denken war. Also bin ich wieder aus dem Tal heraus in Richtung Ottendorf gefahren und dabei fiel mir ein, dass ich gerne mal wieder auf den Arnstein gehen wollte. Meine Hoffnung war, einerseits einen Parkplatz irgendwo auf der Straße zu finden und dass sich andererseits nicht ganz so viele Wanderer da oben herumtreiben, da der Arnstein ein nicht ganz so bekannter Felsen ist. Arnstein_Aufstieg_kleinAlle diese Hoffungen haben sich erfüllt und es ist noch zu einer sehr schönen Runde gekommen. Geparkt habe ich auf dem kleinen Parkplatz oberhalb der Sägemühle Pietsch.
Arnstein_Aufstieg_2_kleinDie Wanderwegbeschreibung ist super einfach. Es geht immer auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt entlang. Fertig. Na gut, mache ich es mir nicht ganz so einfach. Hinter dem Parkplatz geht die Wanderwegmarkierung gelber Punkt den Berg hoch. Der Weg führt schon nach wenigen Metern hoch oberhalb der Straße parallel zu dieser entlang. Es ist ein relativ breiter Forstweg und die ersten Meter sind sehr einfach zu gehen. Je näher man aber an den Arnstein herankommt, desto mehr wird aus dem gut ausgebauten Forstweg ein normaler schmaler Wanderweg. Arnstein_Zisterne_kleinCa. 400 Meter nachdem auch noch der gelbe Strich zu dem Wanderweg dazu gestoßen ist, weist ein kleines Hinweisschild darauf hin, dass es auf einen Pfad nach links den Berg hoch zum Arnstein geht. Es führt über ein paar Treppen und Stufen zum Einstieg des Arnsteins. Der Arnstein wird manchmal auch Ottendorfer Raubschloss genannt. Wenn man sich durch den schmalen Durchgang gequetscht hat und dann den letzten kleinen Aufstieg geschafft hat, gibt es auch heute noch mehre alte Zeugnisse des Raubschlosses zu entdecken. Arnstein_Kopf_kleinDas offensichtlichste Relikt von dem alten Raubschloss ist die alte Zisterne. Sie steht immer voller Wasser. Weitere Hinterlassenschaften von den Raubrittern sind eine leicht versteckte Höhle und mehrere Felsenbilder. Arnstein_Hoehle_kleinWas beim Arnstein aber noch toll ist, ist der gigantische Ausblick in die hintere Sächsische Schweiz. Das alles bekommt man normalerweise sogar ohne die Gesellschaft riesiger Mengen von Mitmenschen geboten. Der Arnstein bzw. die rechte Seite der Kirnitzsch sind bei weitem nicht so stark frequentiert wie der Hauptkern der Sächsischen Schweiz.
Vom Arnstein geht es auf dem schon bekannten markierten Wanderweg runter bis zur Fahrstraße durch das Kirnitzschtal. Aber zum Glück sind nur ein paar Meter auf dieser asphaltierten Straße zu bewältigen. Gleich hinter der Gaststube der Neumannmühle geht es wieder den Berg hoch in Richtung Ottendorf. Das erste Stück ist ein steiler Aufstieg, der aber sehr schnell zu einem angenehmen Weg wechselt. Dieser sehr ruhige Weg führt durch ein paar Wiesen direkt auf Ottendorf zu. Endlerkuppe_Vorderansicht_kleinAuf der linken Seite steht das ehemalige Jugenderholungsheim Endlerkuppe. Wenn man diesen Gebäudekomplex aus der Ferne sieht, dann ist es ein imposanter Komplex an einer sehr schönen Stelle mit einem gigantischen Ausblick. Je näher man dem Gebäude kommt, desto mehr erkennt man, in was für einem desolaten Zustand der Kasten ist. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat es schon mehrere Male den Versuch gegeben, dieses Gebäude zu retten, aber es scheitert unter anderem daran, dass es unter Denkmalschutz steht und auch der Nationalpark relativ hohe Forderungen stellt. Schade, so wird das Objekt trotz dieser schönen Lage wohl die nächsten Jahre ein Schandfleck bleiben.
Endlerkuppe_DenkmalUnterhalb der Endlerkuppe geht es an dem pyramidenförmigen Gedenkstein für die Kriegsopfer nach rechts auf dem unmarkiertem Weg weiter. Dieser schlängelt sich oberhalb von Ottendorf entlang. Auf dem Weg sind mehrere sehr liebevoll gemachte kleine Täfelchen aufgehangen, in der Form eines kleinen Naturlehrpfades. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das Projekt der Initiative einer Privatperson zu verdanken. Sollte das so sein, dann wäre es umso schändlicher, diese kleinen Kunstwerke zu demolieren oder zu klauen. Ca. 500 Meter hinter dem Denkmal für die Kriegsopfer geht es rechts den Berg hoch, direkt auf ein einzelnes Haus am Waldrand zu, vor dem Grundstück des Hauses nach links am Waldrand entlang und schon ein paar Meter hinter dem Grundstück nach rechts auf einem schmalen Weg in den Wald hinein. Dieser Pfad führt runter zur Pietschmühle. An einer Weggabelung sollte man den rechten Weg weitergehen. Man kommt oberhalb der Pietschmühle wieder auf die Fahrstraße zwischen Ottendorf und Kirnitzschtal, auf der man die letzten paar Meter bergaufwärts bis zum Parkplatz zurückläuft.

Auerhahnsteig

Schon mal vorneweg: diese Wanderung verläuft teilweise auf Pfaden, die der Nationalpark gesperrt hat. Deshalb sollte jedem bewusst sein, dass man Ärger bekommen kann. Die Gründe, warum wir diese Wanderung trotzdem gemacht haben, sind ein maximales Maß an Ruhe und die Neugierde, was sich hinter dem Wanderkarteneintrag Auerhahnsteig verbirgt.
Der Start der Wanderung ist die Neumannmühle im Kirnitzschtal. Von hier geht es erstmal ein riesiges Stück auf der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich durch den Großen Zschand. Die ersten paar hundert Meter der Strecke sind ganz besonders, da hier die Felsen sehr nah beieinander stehen und dadurch die Sonne unterer_Teich_Grosser_Zschand_kleinnur schlecht dazwischen scheinen kann. Damit herrscht hier immer ein sogenanntes Kellerklima. Dieses ändert sich erst dort, wo das Tal breiter wird und dort ist auch gleich die Möglichkeit, die das breitere Tal bietet, genutzt und ein kleiner Tümpel angelegt worden. Die darauf folgenden 800 Meter sind schnell bewältigt und schon erreicht man die Nationalparkinformationsstelle Zeughaus. Hier kann man sich ein Bild über die Jagd und den Gedanken der Kernzone machen. herbstlicher_Grosser_Teichstein_kleinIm Garten bzw. hinter dem Haus befindet sich eine schöne Wiese, auf der ein paar tolle Liegen und ein netter Rastplatz den Blick hinauf zum Großen Teichstein ermöglichen. Gleich neben der Nationalparkinformationsstelle steht das historische Zeughaus, in dem eine Gaststätte für das leibliche Wohl sorgt (nicht im Winter).
Anschließend führt die Wanderung weiter in den Großen Zschand hinein und damit in eine sehr ruhige Ecke des Nationalparks Sächsische Schweiz. Der Weg durch den hinteren Großen Zschand ist mit dem roten Strich roter Strich gekennzeichnet. Nach etwas mehr als einem Kilometer verlässt auch noch die grüne Wegmarkierung das Tal und dadurch wird es noch mal ein Stück ruhiger. An mehreren Stellen biegen nach rechts Pfade ab. Einer davon ist mit dem grünen Pfeil gekennzeichnet und würde in die Weberschlüchte hineinführen. Ein Stück weit nach diesem dann passiert man einen schwarzen Pfeil, der den Kletterzugang am Kampfturm, oder auch Runder Stein genannt, kennzeichnet. Kurz darauf (200 Meter) beginnt eine kleine Wiese/Freifläche auf der rechten Wegseite. Gleich auf dieser Fläche steht eine einzelne Fichte am Wegesrand. An dieser Fichte sind zwei Pfade zu erkennen, die beide mit einem schwarzen Kreuz gesperrt gekennzeichnet sind. Der rechte Pfad würde hoch zum Zschandborn führen und der linke steigt zum Auerhahnsteig auf. Wer diese Stelle verpasst, wird nach 150 Metern feststellen, dass die rote Wegmarkierung nach links abbiegt. Damit müsste man für diese Wanderung die 150 Meter wieder zurück wandern und den Zugang suchen.
Der Aufstieg erfolgt auf einem Trampelpfad kreuz und quer durch so ein paar hundert Minifichten (30 – 50 cm hoch). Nach den ersten 100 Metern wechselt der Bewuchs und auf einmal ist ein breiter Pfad zu sehen. Das macht schon ziemlich stutzig. Der Aufstieg wird ein Stück steiler, aber dafür kann man sogar Stufen entdecken. kleiner_Kletterzugang_Auerhahnsteig_kleinDer Pfad schlägt so einige Haken und kurz vor den eigentlichen Felsen hält man sich leicht links, was aber eindeutig zu sehen ist. Dort erkennt man sofort eine Felsspalte als einzige Aufstiegsmöglichkeit. Die große Überraschung ist, dass hier beiderseits ganz deutlich Balkenlager zu sehen sind. Diese Stelle ist in Dr. Böhms Großer Zschand Wanderkarte (www.boehmwanderkarten.de) mit zwei Ausrufezeichen gekennzeichnet. Das deutet normalerweise auf eine schwierige Stelle hin, aber in der Realität ist die Stelle mit ein ganz klein bisschen Klemmen schnell bewältigt. Lustig war, dass hier oben mindestens noch zwei Mitmenschen lautstark unterwegs waren und erst durch meine Anwesenheit den Lärmpegel drosselten. Wenn man schon durch die Kernzone kriecht, dann sollte man sich doch wenigstens ein bisschen ruhig verhalten.
Nach dieser etwas herausfordernden Stelle erreicht man eine Pfad_vom_Auerhahnsteig_kleinleicht ansteigende Fläche und links davon befindet sich eine Schlucht. Blick_vom_Auerhahnsteig_Richtung_Grosser_Zschand_kleinEs geht weiter aufwärts und durch das Blaubeerengestrüpp (oder sind es Heidelbeeren?) (Anm. d. Ehefrau: Mann, das ist das selbe!!!) ist ein deutlich sichtbarer Pfad vorhanden. Auf der rechten Seite hat man zwischendurch auch mal einen sehr netten Blick über den Großen Zschand und auf den Bergfreundschaftsstein. Blick_vom_Auerhahnsteig_zum_Rosenberg_kleinAuf der linken Seite befindet sich eine Aussicht bis weit in die Böhmische Schweiz und rüber zum Rosenberg. ueberhaengender_Felsen_Auerhahnsteig_kleinDer Auerhahnsteig verläuft ziemlich unspektakulär durch die Vorderen Partschenhörner und auch wenn auf der Wanderkarte mehrere abzweigende Pfade eingezeichnet sind, so ist in der Realität die Hauptrichtung sehr einfach zu entdecken. Nach einer Strecke von ziemlich genau einem Kilometer erreicht der Pfad einen überhängenden Felsen mit einer kleinen Grotte, die anscheinend auch als Feuerstelle genutzt wird. Wer hier erwischt wird, bekommt bestimmt die doppelte Dosis für Feuer im Wald und Betreten der Kernzone. Oder gibt es dabei vielleicht Mengenrabatt?
Wenige Meter hinter dieser Stelle biegt nach links eine Schlucht ab, durch die man mit einem netten Zickzackweg in die Weberschlüchte hinunter kommt. Im Tal angekommen geht es nach rechts ein kurzes Stück die Weberschlüchte abwärts. Felsinschrift_Brand_1842_Weberschluechte_kleinNach ¼ Kilometer fällt eine große Felsmurmel gleich neben dem Weg auf. Hier erinnert eine Inschrift an einen großen Waldbrand im Jahre 1842. Genau an dieser Stelle biegt nach links der Weg Jortan ab. Der Aufstieg ist relativ leicht und nach wenigen Metern gabelt sich das Tal. Hier hält man sich rechts auf dem Pfad, was nicht besonders schwierig ist, da im linken Tal eine riesige Buche in den Aufstieg gefallen ist. Der Weg nach oben ist deutlich zu erkennen und überraschenderweise sind sogar schwarze Pfeile Kletterzugang an den Bäumen zu entdecken. Diese Symbole markieren Kletterzugänge, aber in Deutschland wird nicht zwischen Kletterern und Wanderern unterschieden. Jeder darf diese Pfade begehen.
Nach ¼ Kilometer ist der eigentliche Aufstieg beendet und man kommt in einen Buchenwald. Waldweg_oberhalb_Jortan_kleinHier oben ist der schwarze Pfeil verschwunden, aber irgendwie ist mir auch keine Wegsperrung in Form eines schwarzen Kreuzes begegnet. Durch den Buchenwald führt ein deutlich sichtbarer und breiter Weg, der bis zu einer Senke weiter geht. Um den oberen Ausläufer wandert man ziemlich geradlinig herum. Das hört sich bescheuert an, aber der Aufstieg von den Weberschlüchten und die Strecke bis zum Grenzweg ist wirklich fast schnurgerade. Auf dem Grenzweg angekommen, geht es nach rechts sehr angenehm und gut sichtbar weiter. Nach etwas weniger als einem Kilometer gabelt sich der Weg und man wandert rechts. Hier ist der ursprüngliche Waldweg mit einer Vielzahl gefällter Bäumen blockiert worden, aber auf der rechten Seite hat sich ein neuer Trampelpfad gebildet. Bald erreicht die Wanderung einen Besucherlenkungszaun und die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. Hier wandert man ein kurzes Stück (100 Meter) nach links bzw. eigentlich sogar mehr geradeaus bis zum Katzenstein. An diesem kleinen Felsen folgt man der gelben Markierung gelber Strich nach rechts auf dem Roßsteig. Auf diesem Waldweg könnte man bis hinunter zum Zeughaus gehen, aber eine viel nettere Strecke biegt nach genau einem Kilometer nach links ab. Der Zugang zu den Bärenfangwänden ist mit dem grünen Pfeil Bergpfad für einen Bergpfad gekennzeichnet. Blöderweise ist dieses Kennzeichen einige Meter (mindestens 10 Meter) neben dem Roßsteig angebracht, sodass man schon ziemlich aufmerksam die nach links abzweigenden Wege betrachten muss. Nach 200 Metern auf dem Bergpfad gabelt sich der Weg und seltsamerweise Blick_von_Baerenfangwaende_auf_Hexenspitze_kleinführt der grüne Pfeil in alle drei Richtungen. Für die weitere Wanderung wählt man den rechten Weg. Nach einem kurzen Geschlängel und einer netten kleinen Aussicht beginnt der Abstieg von den Bärenfangwänden. Abstieg_von_Baerenfangwaenden_kleinDer Weg hinunter ist nicht besonders luxuriös ausgebaut, aber es handelt sich auch nur um einen Bergpfad, bei dem man jedoch zur Bewältigung keinerlei Hilfsmittel benötigt. Es geht über einige unterschiedlich hohe Felsstufen abwärts, was aber ganz gut funktioniert. Am Ende des Hauptabstieges biegt der Bergpfad nach links in die Richtung zum Hinteren Raubschloss ab. Hier kann man aber auch gut geradeaus in die Westelschlüchte weiter wandern. Knueppelweg_Westelschluechte_kleinAuch dieser Weg ist mit dem schwarzen Kreuz gesperrt gekennzeichnet, was ziemlich verwunderlich ist, wenn man den Untergrund der Schlucht sieht. Dieser sehr schöne Grund ist mit riesig vielen Stämmen ausgekleidet und damit kann man gut sehen, dass er vor gar nicht so langer Zeit noch als Waldweg genutzt wurde. Der Weg durch die Westelschlüchte ist auf jeden Fall viel schöner als über die gerodeten Raubsteinschlüchte. Aber auch in den Westelschlüchten kann man schon erkennen, dass sich der Borkenkäfer weiter an den Fichten zu schaffen macht. Mindestens auf der linken Wegseite sind einige Fichten stark geschwächt oder auch schon abgestorben.
Die Westelschlüchte enden auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich, der man nach rechts weiter abwärts folgt. Nach 150 Metern erreicht der Waldweg den Großen Zschand. Hier geht es nach links auf der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich für etwas mehr als einen Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurück.
Diese Wanderung hat gleich einige Stellen passiert, die aus Sicht des Nationalparks eigentlich nicht betreten werden sollten. Irgendwie rätsele ich immer wieder, ob ein Betreten der Kernzone wirklich so einen großen Schaden zufügt, obwohl das über Jahrhunderte möglich war. Die Partschenhörner, der Grenzweg oder die Westelschlüchte würden von den paar wenigen Wandere, die sich in diese Ecke der Sächsischen Schweiz verirren würden, nicht wesentlich anders aussehen.

Bärenfangwände

Die Wanderung startet an der Neumannmühle und geht von dort erstmal den Großen Zschand hinaus. Markiert ist der Weg mit dem gelben Strich gelber Strich. Der Weg durch den Großen Zschand ist immer wieder sehr schön, da er leicht zu wandern ist und man schon beeindruckende Felsen links und rechts des Weges sieht. Gasthaus_Zeughaus_kleinErst kurz vor dem Zeughaus weitet sich das Tal bzw. die Schlucht und ist immer noch super angenehm zu gehen. Am Zeughaus hätte man die Chance, sich zu erfrischen, aber das ist meiner Ansicht nach noch nicht notwendig, da ja erst zwei Kilometer ohne nennenswerte Höhenmeter absolviert sind. Hinter dem Zeughaus wandert man an der zweiten Möglichkeit nach rechts, um auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt zu den Richter-Schlüchten zu kommen. Auch dieses Stück des Großen Zschands und das erste Stück der Richter-Schlüchte sind sehr bequem zu gehen. Nach ungefähr 1 ½ Kilometern durch die Schlucht geht es dann über ein paar Stufen und kleinere Felsen den Berg hoch. Rinnsal_Richtergrotte_kleinNach den ersten paar Metern Aufstieg befindet sich links die Richtergrotte. In dieser Grotte ist es genauso wie in der Gautschgrotte, dass ein kleines Rinnsal an Bach vom Felsen herabplätschert und im Winter einen erstklassigen Eiszapfen bildet. Der Weg geht weiter den Berg hoch. Früher verlief der Weg bis an die Grenze. Heutzutage biegt der markierte Wanderweg knapp hinter dem Krinitzgrab rechts ab und steigt über einen relativ langweiligen Weg bis hoch zum Katzenstein.
Der nächste Kilometer der Wanderung verläuft über ein sehr flaches Stück Waldweg. Warum auch immer der Roßsteig, so heißt dieses Teilstück, so breit ausgebaut ist, auf jeden Fall ist er sehr angenehm zu wandern. Kurz vor der Kreuzung, zwischen Großem Winterberg, Schrammsteinweg und Roßsteig, geht es nach rechts runter in den Heringsgrund. Dieser Abstieg ist jetzt mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Dieser Wanderwegmarkierung folgt man aber auch nur durch die Schlucht, um nach ca. 600 Metern wieder nach rechts auf den roten Strich roter Strich abzubiegen. Dieser Pfad schlängelt sich am Fuß der Bärensteine entlang und ist sehr einfach zu finden, nur an einer Stelle führt er an einer Spitzkehre nach rechts weiter. Wachposten_Hinteres_Raubschloss_kleinHier ist man sehr schnell dazu verführt, weiter geradeaus zu wandern, was aber dazu führen würde, dass man gleich zwei besondere Attraktionen der Wanderung verpassen würde. Die erste Attraktion ist gleich ½ km hinter der Spitzkehre. Leiter_Winterstein_kleinDie Aussicht vom Winterstein, bzw. eigentlich sagen fast alle Hinteres Raubschloss zu dem Felsen, ist wirklich sehenswert. Der Aufstieg ist nicht besonders schwierig, aber es geht in einer Höhle über eine lange Leiter aufwärts. Diese 8 Meter lange Leiter ist sehr stabil und schaukelt kein bisschen, so dass man auch als Normalwanderer hoch kommt. Oben geht es dann über eine schmale Treppe durch eine Felsspalte und mit ein paar kleineren Felstreppen auf den Felsen hoch. Oben angekommen kann man noch ein paar Spuren der Raubritterburg entdecken, was aber im Verhältnis zu der Aussicht nur unwesentlich ist. Hier oben hat man eine der tollsten Aussichten der ganzen Sächsischen Schweiz. Auf der einen Seite sieht man die zerklüfteten Felsen der Bärenfangwände und auf der anderen Seite blickt man in das weite Tal des Kleinen und Großen Zschands. In dem Tal sieht man die Lorenzsteine, den Neuen Wildenstein/Kuhstall und den bewaldeten Hausberg. Nachdem man sich dann irgendwann mal satt gesehen hat, geht es wieder vom Winterstein herunter. Die Wanderung verläuft ein kleines Stück wieder auf dem roten Strich zurück in die Richtung, aus der man gekommen ist (also nach rechts), um dann nach ungefähr 170 Metern die erste Möglichkeit wahrzunehmen, nach rechts abzubiegen. Auch wenn der Weg auf der Wanderkarte von Hr. Dr. Böhm nur gestrichelt eingezeichnet ist, ist es ein breiterer Forstweg. Der Weg geht ganz leicht abfallend vom Winterstein weg. Ganz besondere Aufmerksamkeit gehört der rechten Wegseite nach 350 Metern. Hier geht ein wirklich unauffälliger Pfad rein. Am Hang kann man ein paar Stufen erkennen. Wachposten_Hinteres_Raubschloss-1_kleinDiese Stufen führen zu einer seltsamen Stelle, für die es gleich mehrere Erklärungen gibt. Die erste und auch ältere Erklärung ist, dass dieses Loch eine Bärenfanggrube ist. Damit ist das rechteckige Loch auch in mehreren Wanderkarten eingezeichnet. Aus meiner Sicht ist die Erklärung in Dr. Rölkes (www.bergverlag-roelke.de) Wanderführer „Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf“ viel besser. Wachposten_Hinteres_Raubschloss-2_kleinHier geht man davon aus, dass es sich um die Reste einer mittelalterlichen Wach- und Kontrollstelle des Hinteren Raubschlosses handelt. Wenn man die Bärenfanggrube neben dem großen Teichstein mit diesem rechteckigen Loch hier vergleicht, dann ist mir die Erklärung mit dem Wachposten viel plausibler. Nach diesem kleinen Ausflug neben den normalen Wanderweg geht die Wanderung weiter den Berg hinunter bis zur nächsten Kreuzung. Hier geht es nach rechts ungefähr 100 Meter entlang, um dann gleich wieder nach links abzubiegen. Ausgeschildert ist hier die Neumannmühle. Dieser Weg führt an der rechten Seite der Lorenzsteine vorbei. Knapp vor den Lorenzsteinen teilt sich der Weg. Wenn man links weiter wandert, dann geht es über ein paar Stufen runter in die Spitzsteinschlüchte, auf dem rechten Weg geht es ohne Stufen, aber nicht ganz so angenehm ebenfalls in die Spitzsteinschlüchte. Die Schlucht ist relativ eng, aber deshalb ganz gut passend zum Großen Zschand, in dem die Schlucht kurz vor dem Parkplatz endet.

Boofen Zschand

Die Wanderungsplanung fing damit an, dass uns gleich mehrere Leser unserer Internetseiten zum Thema Boofen angeschrieben hatten. Ich wusste, dass es diese Freiübernachtungsplätze an richtig vielen Stellen gibt, aber wo genau, war mir bis zum Start der einzelnen Wanderungen immer unbekannt. Auf schon sehr vielen Wanderungen sind uns immer mal wieder einzelne dieser Schlafplätze begegnet, aber eine Liste mit z.B. den Koordinaten habe ich im Internet nicht gefunden. Auf der Internetseite des Nationalparks gibt es eine Liste der offiziellen Boofen, aber leider nur mit dem Namen und einer sehr groben Karte. So sollte das eigentlich nicht bleiben und deshalb haben wir uns der Sache angenommen. Um möglichst viele Boofen zu finden, haben wir uns insgesamt vier Wanderrunden zu den Boofen in der Hinteren Sächsischen Schweiz ausgedacht und diese Runden nach den einzelnen Gebieten Schrammsteine, Schmilka, Wildensteine und natürlich der Bereich des Zschand sortiert. Die einzelnen Wanderungen sind aber nicht nur zur Boofensuche gut geeignet, sondern jede der Runden ist auch ganz hervorragend als eine selbstständige Wanderung durchzuführen und hat mal wieder zu neuen Plätzen bzw. Pfaden geführt. Für die Mitmenschen, die mit einem Navigationssystem durch den Wald flitzen, können die Wanderungen zu einer Abwandlung von Geocaching werden, da man mit dem Navigationssystem die einzelnen Boofen ganz hervorragend zu einer Art moderner Schatzsuche benutzen könnte.
Eigentlich wollte ich diese Suche der Boofen im Bereich des Zschand auf dem Parkplatz der Neumannmühle starten, aber irgendwie war der Parkplatz schon besetzt. So bin ich weiter das Kirnitzschtal hoch gefahren und musste mit Überraschen feststellen, dass der große Parkplatz unterhalb des Sturmbauers Eck noch vollkommen leer war. Da die geplante Wanderung hier auch dran vorbeiführt, liegt der Parkplatz optimal und man muss das unangenehmste Stück der Wanderung gleich zum Anfang unternehmen. Thorwalder_Bruecke_Kirnitzschtal_kleinEs geht auf der Kirnitzschtalstraße bergab, bis nach links die Kirnitzsch an der Thorwalder Brücke abbiegt. Zum Glück ist der Straßenverkehr im oberen Teil der Kirnitzschtalstraße relativ gering und so muss man diesen Kilometer Straße ertragen. Der Weg entlang der Kirnitzsch ist dann schon wieder viel angenehmer, auch wenn er von unterschiedlichsten Fahrzeugen benutzt wird. So kann man hier Forstfahrzeuge, Nationalparkfahrzeuge und die Bundespolizei antreffen. Nach ein paar Metern befindet sich im Bachlauf ein ziemlich großer und sehr stabil gebauter Flussrechen. Dieser Flussrechen ist auch dringend notwendig, da einige Baumstämme kreuz und quer in der Kirnitzsch liegen, die bei einem Hochwasser in das bewohnte Gebiet der Kirnitzsch treiben würden. Ganz besonders unangenehm dürfte das für die Mühlen im Kirnitzschtal werden. mrgendliche_Kirnitzsch_Dreisteigensteg_kleinDie Wanderung geht weiterhin dem Bachlauf entgegen, bis nach etwas mehr als einem Kilometer nach rechts die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich über die Kirnitzsch abbiegt. Hier ist es erstmal vorbei mit dem angenehmen Wanderweg. Der markierte Pfad steigt ziemlich steil über einen holprigen Weg bis zum sogenannten E-Flügel an. Bei dem E-Flügel handelt es sich um einen breiteren Forstweg, der nicht zu übersehen ist. Genau auf diesem Weg geht es nach rechts ohne Wanderwegmarkierung weiter. Dadurch, dass es sich um einen Forstweg handelt, ist das Weiterwandern auch wieder viel angenehmer. Aber nur für den nächsten ½ Kilometer, weil dann die Wanderung vollkommen unmarkiert und nur auf einem kleinen Pfad nach links in Richtung des östlichen Ausläufers des Kansteins abbiegt. Die Stelle, an der es vom Forstweg runter geht, ist die erste gut sichtbare Kurve nach rechts. Die erste Boofe befindet sich gleich am Fuße des Kansteins und ist sehr einfach zu finden.
Damit der Weg nicht langweilig wird, geht es jetzt mit einem sehr interessanten Verlauf auf dem kürzesten Weg weiter. Die nächste Boofe ist an der gegenüberliegenden Seite des Kansteins und deshalb empfiehlt sich nur ein kleiner Abstieg von der Boofe bis in die Senke zwischen dem Kanstein und dem Teichstein. Durchgang_Teichstein_Kanstein_kleinZwischen den beiden Felsen kann man hindurch wandern, aber es ist gar nicht so einfach zu finden. Wenn man in der Senke entlang wandert, dann sieht man auf der rechten Seite einen ziemlich tiefen Einschnitt in den Felsen und wenn man den überwindet (was sich schwieriger anhört und aussieht, als es wirklich ist), dann findet man nach wenigen Metern Abstieg auf der rechten Seite den Zugang zur Kansteinboofe. Aussicht_Kansteinboofe_kleinDiese Boofe ist wirklich riesig und bietet eine fantastische Aussicht auf die Felsen der hinteren Sächsischen Schweiz und natürlich den Großen Teichstein. Von der Boofe geht es durch die westliche Senke zwischen dem Kanstein und Teichstein runter auf die Forststraße im Großen Zschand. Dieser Straße folgt man nur 100 Meter nach rechts, um dann nach links auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich in die Richtung des Hinteren Raubschlosses weiter zu gehen. Die ersten paar Meter (ca. 300 Meter) verlaufen mit einer leichten Steigung auf der Zeughausstraße und dann geht es auf einem Waldweg weiter. Kurz vor dem Raubschloss bzw. eigentlich heißt der Felsen Winterstein wird der Weg wieder ein Stück schmaler und es geht bis zum Felsfuß auf einem Pfad weiter. Der Aufstieg auf das Hintere Raubschloss ist nicht nur wegen der tollen Aussicht und dem abwechslungsreichen Zugang lohnenswert, sondern hier befinden sich gleich drei Boofen. Die erste Boofe befindet sich auf der westlichen Seite gleich am Felsfuß. Für die nächste Boofe muss man schon bis auf das erste Band des Felsens hoch klettern und dann über das Felsband auf die östliche Seite herum gehen. Die letzte Boofe des Wintersteins befindet sich ganz oben in der künstlichen Aushöhlung des ehemaligen Raubschlosses.
Die weitere Suche nach Boofen im Bereich des Zschand führt natürlich jetzt wieder vom Hinteren Raubschloss herunter und das nächste Ziel der Wanderung sind die Lorenzsteine. Um zu den Lorenzsteinen zu kommen, bieten sich mehrere Weg an, ich würde den Weg gegen den Uhrzeigersinn um das Hintere Raubschloss empfehlen. Dazu geht es wenige Meter (100 Meter) auf dem markierten Weg zurück in Richtung Zeughausstraße, um dann nach links abzubiegen. Dieser sehr unauffällige Weg führt an der südöstlichen Seite des Felsens vorbei und erreicht bald die Zeughausstraße. Diese wird nur überquert und es geht auf dem Knorreweg in Richtung der Lorenzsteine weiter. Nach einer Strecke von ca. 400 Metern, am Forstgrenzstein Nr. 86 auf der rechten Wegseite, biegt die Wanderung nach links ab. Hier folgt man dem schon sehr ruhigen Waldweg ungefähr 200 Meter, bis der nächste Forstgrenzstein mit der Nummer 85 auffällt. Es ist die erste Möglichkeit, an der man nach rechts in die Richtung der Lorenzsteine abbiegen kann. Die Wanderung steigt durch eine kleine Kerbe aufwärts und nach dem ersten Stück durch einen ziemlich ausgewaschenen Pfad geht es zuerst mal nach rechts, um an die südliche Seite des Großen Lorenzsteins zu gelangen. Hier befindet sich am Fuße des Felsens die Boofe Nr.1. Die nächsten Boofen befinden sich südöstlich des Kleinen Lorenzsteines und deshalb geht es wieder zurück zu dem ausgewaschenen Pfad. Dieser wird nur überquert und hier kann man von oben in die Boofe westlich des Rabentürmchens Nr.1 blicken. Auch wenn die nächste Boofe westlich des Rabentürmchens Nr.2 heißt, so ist diese Boofe von Nr.1 200 Meter entfernt. Dazu muss man oberhalb der Felskante entlang wandern und beide Boofen sind so riesig, dass man sie ganz sicher nicht übersieht. Nachdem man die beiden Boofen entdeckt hat, geht es wieder zurück bis zum Zugangspfad und über ihn weiter nach oben. Zwischen den beiden Lorenzsteinen führt ein Pfad hindurch, der an einer Stelle etwas pikant ist. Hier muss man auf die Knie gehen und auf einer Felskante unter einem Felsüberhang drunterher kriechen. Hört sich aber gefährlicher an, als es wirklich ist. Der Pfad führt auf der anderen Seite schon wieder ein Stückchen herunter, bis man dort eine Hühnerleiter als Kletterzugang erreicht. Hier geht es ein paar Meter aufwärts und auf der östlichen Terrasse des Kleinen Lorenzsteins befindet sich die nächste Boofe. Blick_auf_Hausberg_von_Boofe_am_Kleinen_Lorenzstein_kleinAuch diese Boofe bzw. Terrasse ist ziemlich groß und bietet eine sehr schöne Aussicht in die bewaldete Senke und auf den Kanstein und den Teichstein. Über die Hühnerleiter geht es jetzt abwärts, um die letzte Boofe dieser Felsen an der nordöstlichen Seite des Kleinen Lorenzsteins zu suchen. Der Kletterzugang führt an den Felsfuß und diesem folgt man ungefähr 100 Meter. Dann erreicht man auch diese letzte Boofe. Bei dieser Boofe ist besonders auffällig, dass sie sich an einer riesigen Felswand befindet und selbst im Sommer ziemlich frisch ist.
Die Wanderung verlässt den Bereich der Lorenzsteine und es geht bis auf den Lorenzweg runter. Dem Weg wandert man nach rechts ein paar Meter hinterher, bis nach links ein Pfad in die Spitzsteinschlüchte abbiegt. Über diesen sehr schönen Abstieg erreicht man relativ schnell den Großen Zschand und diesem folgt man bis zum Ende an der Kirnitzsch. Hier muss man mal wieder ein paar Meter nach rechts der Kirnitzschtalstraße folgen. Markiert ist die Straße bzw. die Wanderung mit dem roten Strich roter Strich und über die Straße geht es ca. 350 Meter. Auf den paar Straßenmetern passiert man die Gaststätte Buschmühle (www.die-buschmuehle.de) und dann erreicht man die Straße nach Ottendorf. Genau an dieser Kreuzung geht auch der markierte Weg in Richtung Arnstein hoch. Auf einer kurzen Strecke werden 60 Höhenmeter überwunden und dann erreicht man einen breiteren Waldweg, dem man weiter auf der roten Markierung in Richtung der Kleinsteinhöhle folgt. Dieses letzte Teilstück der Wanderung ist sehr angenehm zu gehen und seltsamerweise wird dieser Waldweg auch nur von wenigen Wanderern benutzt. Nach etwas weniger als 2 Kilometern passiert man den Goldbach und hier befindet sich an der rechten Hangseite (von unten nach oben gesehen) die Goldbachboofe. Um auch noch die letzte Boofe auf dieser Boofensuchrunde zu entdecken, geht die Wanderung noch ein kleines Stückchen (100 Meter) unterhalb des Kleinsteins entlang, um sich dann durch den flachen Wald bis zum Felsfuß hoch zu machen. Biwak_unterhalb_Kleinhennersdorferhoehle_kleinDiese Stelle war bei meiner Boofensuche ziemlich peinlich, da hier im Wald ein paar Kinder ein erstklassiges Biwak aus Ästen gebaut hatten. Das hat mich so abgelenkt, dass ich nicht zum Felsen geblickt habe und damit locker an der Boofe vorbei gelatscht bin. Damit habe ich dann eine Extrarunde bis zum offiziellen Zugang zur Kleinsteinhöhle unternommen und von dort bin ich dann am Felsfuß bis zur besagten Stelle der Boofe zurück gewandert. Damit konnte ich mir das lustige Biwak auch noch von der anderen Seite ansehen. Die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung erfolgen über den markierten Weg bis zum Parkplatz hinunter.
Damit ist eine nette Runde zu Ende gegangen, die zwar „nur“ 12,5 km lang ist, aber bei manchen längeren Boofensuchen schon mal eine Wanderzeit von einem ganzen Tag in Anspruch nehmen kann. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht und den Erfahrungsschatz ein riesiges Stück erweitert.