Alter und Neuer Wildenstein

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 5,00 km
Höhenunterschied:
ca. 330 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
empfohlene Karten:
Schrammsteine – Affensteine;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Beuthenfall - roter Punkt - Haidemühle - Lichtenhainer Wasserfall - Kuhstallstraße - Neuer Wildenstein - Kuhstall - roter Strich - Hinterer Kuhstallweg - Alter Wildenstein - Dieterichsgrund - grüner Punkt - Kirnitzschtal - Beuthenfall

Beschreibung:

Die Wanderung beginnt am Beuthenfall. Am Beuthenfall muss man leider an den Gebäuden feststellen, dass so manche schöne Überlegung zum Thema Tourismus nicht ganz so perfekt läuft. Die Gebäude vom Beuthenfall stehen mindestens schon 5 (wenn nicht sogar schon 10) Jahre leer und es macht auch nicht den Eindruck, als wenn sich irgendetwas in eine positive Richtung bewegt. Die Natur ist im Moment schwer damit beschäftigt, sich ihren Platz wieder herzustellen. Schade, aber so sieht es im Moment (Stand Herbst 2003) aus. Vom Beuthenfall geht es ein paar Meter auf der Kirnitzschtalstraße den Bach hoch bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Am Lichtenhainer Wasserfall kann man sehen, wie es auch am Beuthenfall aussehen könnte. Ich weiß nicht so genau, warum hier so häufig ein riesiges Touristenaufkommen ist, aber manchmal herrscht hier wirklich mehr Betrieb als auf der Bastei. Dabei kann man hier nur ein Wasserfällchen sehen, welches noch nicht mal dauerhaft läuft, sondern für die Touristen extra betätigt wird. Vielleicht bin ich noch nicht im richtigen Alten um das zu verstehen.
Zugang_SchneiderlochSchneiderlochAm Parkplatz vom Lichtenhainer Wasserfall geht es über die alte Steinbrücke auf dem Wanderweg mit der Markierung roter Punkt roter Punkt den Berg hoch. Diese Wegmarkierung führt über einen breiten Wanderweg direkt zum nächsten Touristischen Punkt der Sächsischen Schweiz, dem Kuhstall. Da aber der Anstieg schon etwas anstrengender ist, sind aber schon ein ganzer Teil der Gehandikapten im Tal geblieben. Dafür ist hier oben dann aber auch wieder eine bequeme Möglichkeit sich zu erfrischen. Der Kuhstall ist ein großes Felsentor mit einem fantastischen Ausblick in ein bewaldetes Tal, auf dessen anderer Seite die Affensteine emporragen. Balkon_SchneiderlochWenn man sich an diesem ersten Anblick satt gesehen hat, dann gibt es noch eine weitere Attraktion. Man kann durch einen schmalen Felsspalt, die so genannte Himmelsleiter, auf das Felsplateau hochklettern. Hier oben kann man noch Rest von Burg Wildenstein entdecken. Es geht über den Abstieg vom oberen Felsplateau wieder herunter. Auf der Höhe vom Kuhstall angekommen, kann man noch einen kurzen Abstecher zum Schneiderloch machen. Für mich war diese kleine Höhe eine wirkliche Überraschung. krumme_EmmaObwohl ich bestimmt schon 10 Mal auf dem Kuhstall gewesen bin, habe ich bis zu dieser Wanderung nicht festgestellt, dass man in die Höhle reinkriechen kann und man dann oben aus dem Balkon wieder rausschauen kann. Aus dem Loch wieder zurück, gibt es noch ein engeres Loch, dass aber noch witziger ist. Es geht auf der gegenüberliegenden Seite am Geländer entlang um die „krumme Emma“ herum. Man kommt in einen Innenhof mit ein paar verstreuten Felsen. Felsloch_hinter_krumme_EmmaHier hält man sich rechts und man kommt an ein wirklich schmales Felsloch. Auch wenn hier der Felsen schon etwas speckig aussieht, so sollte man doch mal in das Loch reinkriechen, der Ausblick ist auch hier hervorragenden und halt durch die Lage etwas ganz besonderes. Zurück geht es erstmal bis zum Gasthof Kuhstall. Jetzt ist der passende Zeitpunkt gekommen sich leicht zu erfrischen. Da der nächste Teil eigentlich nicht wirklich gefährliches mehr ist, dann man sich auch ohne weiteres einen leckeren Weizensaft gönnen.
Gegenüber vom Gasthof geht der schon bekannte Wanderweg mit dem roten Punkt den Berg, durch die nasse Schlucht, runter. Unten angekommen erreicht man eine Wanderwegkreuzung. Es geht ab jetzt nach rechts auf dem Wanderweg mit der Markierung roter Strich roter Strich weiter. 300 Meter folgt man dem roten Strich, dann erreicht man eine Abzweigung nach links, die Ausgeschildert ist mit Beuthenfall. FreiuebernachtungsstelleDer Weg verläuft parallel zum gerade noch beschrittenen Wanderweg auf der anderen Seite der Senke. Einen 1/2 Kilometer hinter der letzten Abzweigung vom markierten Wanderweg geht es auf dem ersten möglichen Weg nach links. Dieser Weg führt gerade auf den alten Wildenstein zu. Kurz vor dem Felsen macht der Weg einen kleinen Knick nach links und führt dann um den Felsen herum. Nachdem man fast vollständig um den Felsen herum gewandert ist, sieht man vom Weg aus ein breites Felstor. Jetzt heißt es zum Felsen durch das Felstor aufzusteigen. Man kann natürlich auch schon vorher an den Felsfuß hochgehen, aber um auf einem normalen Weg hoch zu kommen, geht es nur zwischen bzw. hinter dem Felstor auf den alten Wildenstein. Obwohl ich schon einige Jahre durch die Sächsische Schweiz wandere, ist mir an diesem Felsfuß das erste mal ein offizieller Boofenplatz (sächsische Bezeichnung für Freiübernachtungsstelle) begegnet. Was ich leider überhaupt nicht verstehen kann, wie frische Spuren von einem mächtigen Lagerfeuer genau unter dem Verbotsschild für offenes Feuer sein kann. Wenn der Wald mal wieder abgebrannt ist, dann ist das Gejammer wie immer sehr groß. Die Leute kommen doch gerade wegen der schönen Natur in die Sächsische Schweiz, warum müssen sie dann ein Lagerfeuer entfachen, bei dem ganze Bäume versucht werden zu verbrennen. Ich glaube mache Leute spinnen einfach nur noch.
Blossstock_vom_alten_WildensteinSo genug gezetert. Es geht also zwischen den beiden Felsen hindurch. Nach ein paar Metern geht es den Felsen an einer gemäßigten Stelle hoch. Der Weg ist nicht gerade ein breiter Wanderweg, aber trotzdem ganz gut zu erkennen. Diese Tatsache deutet schon drauf hin, dass man hier oben vermutlich ein ruhiges Plätzchen vorfinden wird. neuer_Wildenstein_vom_alten_WildensteinDer alte Wildenstein wird auch Heidematz bzw. Heidematzenstein genannt, was einen nicht besonders wundern muss, wenn man sich den Bewuchs ansieht. Fast am höchsten Punkt angekommen geht es nach links. Wenn man dann bis an die östlichste Spitze des Felsen wandert, gibt es zwei wirklich schöne Plätze zum Ausruhen. Von dem einen Platz kann man hervorragenden zu den Affensteinen/Bloßstock und an dem anderen Platz zum neuen Wildenstein rüber sehen. Wirklich lohnenswert.
Vom alten Wildenstein geht es wieder zurück bis auf den Wanderweg. Auf diesem Weg geht es nach rechts in die Richtung Beuthenfall. Zuerst verläuft der Waldweg fast auf einer Höhe entlang, bis kurz vor den Dietrichsgrund. Hier soll, laut H. Böhm seiner Wanderkarte, ein Pfad den Hang heruntergehen. Ich habe diesen Weg nicht gefunden, da ich im Herbst diese Runde versucht habe und ein Berg an Laub den Weg versteckt hatte. Aber das ist auch kein Problem, da man diesen Hang auch ohne einen Weg runter kommt. Unten angekommen, geht es die letzten Meter auf dem breiten Forstweg bis runter zum Beuthenfall.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Straßenbahn bis zur Haltestelle Beuthenfall mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Beuthenfall
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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