Aussicht Rosenthal

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 4,00 h
Entfernung:
ca. 14,50 km
Höhenunterschied:
ca. 305 Meter
beste Reisezeit:
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bielatalgebiet;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ottomühle - Kaiser Wilhelm Feste - gelber Punkt - Schweizermühle - Vorwerkweg - Rosenthal - Brandweg - Sommerhübelweg - Fuchsbachstraße - gelber Strich - Grenzübergang Eulenthor - Steinbornweg - Dürrebielegrund - Bielatal - Ottomühle

Beschreibung:

Die Wanderung zu den Aussichten von Rosenthal startet am tiefsten Punkt der Wanderung, dem Parkplatz vor der Ortschaft Ottomühle. Der Parkplatz ist so groß und die Wanderregion so abseits der großen Wandergebiete, dass man hier immer ein Plätzchen findet. Man startet die Wanderung auf einem kleinen, unscheinbaren Pfad, der an der Seite des Parkplatzes beginnt, an der der überdachte Rastplatz steht. Der Weg führt auf die Felsen zu, um dann kurz vor dem Felsen links abzubiegen und an der Rückseite des Parkplatzes langzugehen. Der Pfad geht zwischen dem Bächlein Biela und den Felsen entlang. Ungefähr an der anderen Seite des Parkplatzes stößt die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Punkt hinzu und es geht weiter auf dem schon eingeschlagenen Pfad. Zwischendurch macht der markierte Weg einen sehr netten Abstecher nach rechts hoch zu einer wirklich schönen Aussicht. Man könnte diesen Schlenker auch auslassen und einfach nur weiter geradeaus wandern, aber wir empfehlen den keinen Aufstieg zu unternehmen. Felsendurchgang_an_der_Herkulessaeule_kleinEs geht ein paar Stufen und einen kleineren Aufstieg hoch, um dann oben an einer Aussicht namens Herkulessäulen einen grandiosen Ausblick auf die Felsnadeln dieses Namens zu genießen. Die Große und Kleine Herkulessäule scheinen bei Kletterern ziemlich beliebt zu sein, auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann, an so einer Herkulessaeule_kleinwackligen Nadel hochzusteigen. Trotzdem finde ich es immer wieder faszinierend, dieser besonderen Gruppe Besucher der Sächsischen Schweiz beim Sport zuzusehen. Der markierte Weg führt wieder herunter auf den ursprünglichen Pfad. Das macht zwar einen ziemlich dämlichen Eindruck, da es gleich wieder aus dem Bielatal heraus geht, aber an der Herkulesaussicht haben wir keinen Aufstieg aus dem Tal entdeckt. Dieser Abstecher hat sich auf jeden Fall, alleine schon für den Durchstieg unter dem umgefallenen Felsen, gelohnt. Nach weniger als 100 Metern geht es, wie schon gesagt, nach rechts den Hang wieder hinauf. Der Aufstieg erfolgt über ein paar Stufen, und nachdem man dieses kleine Stück geschafft hat, geht es an der Felskante nach links. Nach ein paar Metern erreicht man ein kleines Haus, das direkt an der Felskante steht. Diese sogenannte Kaiser-Wilhelm-Feste ist noch nicht so alt, wie man vermuten könnte. Das letzte Mal ist sie 1992 neu saniert bzw. rekonstruiert worden. Es ist immer wieder schön, aus den Fenstern runter ins Tal zu blicken. Ein Gebäude bietet immer mehr den sichereren Eindruck, als wenn man nur an einem Geländer in die Tiefe schaut. Als wir im Sommer 2007 mal wieder aus dem Fenster blickten, lag auf dem Fensterbrett eine kleine tote Fledermaus. Dass sie wirklich dort auf dem Fensterbrett gestorben ist, konnten wir uns nicht vorstellen, aber es war super interessant, so einen kleinen Flattermann aus der Nähe zu sehen. Leider haben wir unseren Fotoapparat nicht so gut beherrscht, dass wir von dem Zwerg ein scharfes Bild hinbekommen hätten.
Die Wanderung geht weiter an der Kante des Bielatals entlang und ist immer noch mit dem gelben Punkt markiert. Auf der linken Seite bieten sich noch mehrere Aussichten an, von denen man ins Bielatal hinuntersehen oder die Felsen auf der anderen Seite bestaunen kann. Kurz bevor der markierte Wanderweg zur Fahrstraße zwischen Schweizermühle und Rosenthal absteigen würde, empfehlen wir einen Ausflug nach rechts. Hier steht an der Felskante ein runder Turm, der einen kleinen Ausblick liefert. Das schönste, das man von der Aussicht sehen kann, ist ein wunderbar saniertes Wohnhaus. Hier hat irgendjemand ein altes Gebäude so erstklassig wieder neu aufgebaut, dass ich großen Respekt davor habe. Ich bin, kurz bevor die Sanierung begann, durch die Ruine geschlichen und habe es nicht für möglich gehalten, dass man dieses Gebäude noch retten könnte. Aber der jetzige Besitzer hat es gewagt und ein sehr schönes Ergebnis erzielt. Für den weiteren Weg bieten sich im Moment zwei unterschiedliche Varianten an. Die offizielle Variante ist, dass man wieder bis zum markierten Weg zurück geht und dort bis zur Fahrstraße absteigt und auf der Vorderseite des Hauses auf der Straße in Richtung Rosenthal entlang wandert. Die Variante, die wir gewählt haben, ist von dem kleinen Turm weiter auf einem unscheinbaren Pfad zu wandern. Man erreicht bald das ehemalige Ferienheim der Bundesbahn. Dieser große Komplex wird seit mehreren Jahren versucht zu verkaufen, aber irgendwie scheint es in dieser hinteren Ecke von Deutschland sehr schwierig zu sein, einen Käufer zu finden. Man erreicht den ganzen Gebäudekomplex auf der Rückseite und dann führt der Weg vor dem größten Gebäude, vermutlich das ehemalige Bettenhaus, entlang. Auch wenn die Zufahrt auf der Vorderseite zum Gelände ziemlich verschlossen aussieht, das rechte Fußgängertor ist normalerweise unverschlossen. Nachdem man entweder auf der Fahrstraße oder durch das Ferienheim den Waldrand erreicht hat, geht es über die Straße hinüber und dort am Waldrand weiter. Kurz hinter der Straße verlässt die Wanderung die Wanderwegmarkierung und es geht noch ein paar Meter am Waldrand entlang, um dann nach rechts aufs freie Feld abzubiegen. Es geht auf Rosenthal bzw. das altes_Vorwerk_von_oben_kleinAlte Vorwerk zu. Das Alte Vorwerk ist eine riesige Scheune, die früher mal zum „Großen Gut“ von Rosenthal gehörte. Heutzutage ist in das Gebäude ein Fensterbaubetrieb eingezogen. Von diesem Gebäude geht es nach rechts am Ortsrand entlang, bis die erste Möglichkeit nach links auf die Hauptstraße führt.
Hier überquert man die Straße, um dann gegenüber neben dem ehemaligen Großen Gut schon wieder aus Rosenthal heraus zu wandern. Der Weg führt rechts neben der Schule unmarkiert aufs Feld hinaus. Der Weg steigt mit einer sehr angenehmen Steigung aufwärts. Zwischendurch passiert man mindestens zwei Tümpel, die mit dem Buschwerk drumherum ein rechtes Vogelparadies sind. Nachdem man den kleinen Bachlauf überquert hat, geht es auf dem Hohlweg bis zum nächsten Forstweg weiter. Auf dem sogenannten Brandweg wandert man jetzt nach rechts. Der Weg geht bald am Waldrand weiter, bis als nächstes eine größere Waldkreuzung kommt. Auf der Wanderkarte sieht die Kreuzung und damit der weitere Wanderweg sehr einfach aus, aber in der freien Natur haben wir schon ziemlich gerätselt. Auf jeden Fall geht es in der Verlängerung zu der bisherigen Richtung weiter. Man wandert nur ein paar Meter (höchstens 50 Meter) auf dem grün markierten Weg nach rechts, um dann links auf dem unmarkierten Weg weiter zu wandern. Der Weg macht einen unscheinbaren Knick, da er weiterhin parallel zum Waldrand verläuft. ehemaliges_Gemeindeamt_Rosenthal_kleinNach ungefähr 800 Metern überquert man den Wanderweg mit dem roten Strich und dem grünen Punkt als Markierung. Nach noch mal 1,2 Kilometern erreicht man die Wanderwegmarkierung grüner Strich. Genau an dieser Wegkreuzung befindet sich eine besonders schöne Aussicht. An dieser Aussicht ist ein überdachter Rastplatz. Von hier hat man einerseits einen hervorragenden Ausblick über ganz Rosenthal und bei klarem Wetter kann man runter bis ins Dresdener Elbetal blicken. Ich finde diese Aussicht immer wieder sehr schön und ich habe bis jetzt immer eine mehr oder weniger lange Rast hier oben eingelegt.
Nach einer sehr netten kleinen Erholung geht die Wanderung weiter auf dem Weg, der parallel zum Waldrand verläuft. Auch wenn es nach ein paar Metern nicht mehr so aussieht, aber der Waldrand ist tatsächlich höchstens 100 Meter nach rechts entfernt. Was wirklich immer wieder verwunderlich ist, dass auf dem Weg am Waldesrand eigentlich nie irgendjemand unterwegs ist. Hier wandert man fast immer alleine. Das ändert sich auch nicht, wenn man am Ende des Weges ankommt und dann nach rechts auf die Fuchsbachstraße abbiegt. Hier ist der Weg mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Als wir die Wanderung unternommen haben, hat es ziemlich angefangen zu schütten und so haben wir uns in einer kleineren Schutzhütte an der nächsten Wegkreuzung untergestellt. Hier saß schon eine Dame, die mit dem Fahrrad aus Rosenthal hoch gekommen war. Wir unterhielten uns über die faszinierende Qualität der Waldwege. So ist die Fuchsbachstraße, obwohl es nichts anderes ist als ein normaler Waldweg, im Sommer 2007 nagelneu asphaltiert worden. Die Dame meinte, dass damit die Waldwege in einem viel besseren Zustand sind als die Straße nach Rosenthal hoch. Damit hat sie vollkommen recht.
Von dieser Wegkreuzung geht es weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung in die Richtung des Grenzübergangs Eulenthor. Da die Wanderung aber nicht Deutschland verlässt, geht es genau vor dem Schlagbaum nach rechts weiter. Der Weg verläuft ziemlich knapp neben der Grenze entlang, bis der Wanderweg an einer alten Wegsäule nach rechts ins Bielatal abbiegt. Der Weg führt durch den Dürrebielegrund abwärts. Ganz besonders interessant sind die Felsnadeln am rechten Wegesrand. Irgendwie sehen gleich mehrere Felsen so aus, als wenn sie jeden Moment umfallen würden und ganz bestimmt nicht schon mehrere hundert Jahre so seltsam da herum stehen könnten. Duerrebielenadel_kleinGanz besonders fällt einem beim Vorbeiwandern die Dürrebielenadel auf. Ich finde immer, dass dieser Felsen so aussieht, als wenn ihn der nächste Windstoß in den Grund schubsen wird. Der Weg runter ins Tal ist sehr angenehm zu wandern, und was wirklich verwunderlich ist, dass man auf dem Weg durch den sehr schönen Dürrebielegrund fast nie irgendjemanden antrifft.
Am Ende des Grundes verlässt man an der Steinsäule den gelb markierten Weg und es geht nach rechts im eigentlichen Bielatal weiter. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann heißt der Bach auch erst ab der Wegkreuzung Biela. Der Bach, der von rechts kommt, heißt bis dahin Hammerbach und der Bach, an dem man gerade durch den Grund entlang gewandert ist, heißt Dürre Biela. Den Namen Dürre Biela kann ich sehr gut verstehen, da sich selbst bei einem normalen Regen in dem Bachlauf kein Wasser befindet. Das letzte Teilstück der Wanderung führt durch das Bielatal immer in der Nähe des Baches entlang. Der Weg ist ein sehr großzügig ausgebauter Forstweg, der leider nur ein paar wenige Ausblicke auf die Felsen ermöglicht. Aber das liegt einfach daran, dass hier der Wald noch sehr ordentlich dicht ist. Nach einer Strecke von ca. 1,8 Kilometer erreicht man die ersten Häuser der Miniortschaft Ottomühle und damit ist diese Wanderung schon fast beendet. Entweder wandert man jetzt gleich die letzten paar Meter quer durch die Ortschaft bis zum Ausgangspunkt der Wanderung oder man lässt die Wanderung in der Gaststätte oder dem Kiosk der Ottomühle nett ausklingen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Rosenthal Schweizermühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Ottomühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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