Bärenfangwände

Abstimmung:

Ø 3,5 (108 Stimmen)
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 4,25 h
Entfernung:
ca. 12,00 km
Höhenunterschied:
ca. 510 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
schwindelfrei
festes Schuhwerk
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern Leiter
empfohlene Karten:
Kleiner Zschand;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Neumannmühle - Großer Zschand - gelber Strich - Zeughaus - Großer Zschand - roter Strich - Richterschlüchte - grüner Punkt - Richtergrotte - Krinitzgrab - Katzenstein - Roßsteig - Heringsloch - grüner Strich - Bärenfangwände - roter Strich - Winterstein - Hinteres Raubschloß - Buchschlüchte - Bärengrube - Zeughausstraße - Knorreweg - Spitzsteinschlüchte - Neumannmühle

Beschreibung:

Die Wanderung startet an der Neumannmühle und geht von dort erstmal den Großen Zschand hinaus. Markiert ist der Weg mit dem gelben Strich gelber Strich. Der Weg durch den Großen Zschand ist immer wieder sehr schön, da er leicht zu wandern ist und man schon beeindruckende Felsen links und rechts des Weges sieht. Gasthaus_Zeughaus_kleinErst kurz vor dem Zeughaus weitet sich das Tal bzw. die Schlucht und ist immer noch super angenehm zu gehen. Am Zeughaus hätte man die Chance, sich zu erfrischen, aber das ist meiner Ansicht nach noch nicht notwendig, da ja erst zwei Kilometer ohne nennenswerte Höhenmeter absolviert sind. Hinter dem Zeughaus wandert man an der zweiten Möglichkeit nach rechts, um auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt zu den Richter-Schlüchten zu kommen. Auch dieses Stück des Großen Zschands und das erste Stück der Richter-Schlüchte sind sehr bequem zu gehen. Nach ungefähr 1 ½ Kilometern durch die Schlucht geht es dann über ein paar Stufen und kleinere Felsen den Berg hoch. Rinnsal_Richtergrotte_kleinNach den ersten paar Metern Aufstieg befindet sich links die Richtergrotte. In dieser Grotte ist es genauso wie in der Gautschgrotte, dass ein kleines Rinnsal an Bach vom Felsen herabplätschert und im Winter einen erstklassigen Eiszapfen bildet. Der Weg geht weiter den Berg hoch. Früher verlief der Weg bis an die Grenze. Heutzutage biegt der markierte Wanderweg knapp hinter dem Krinitzgrab rechts ab und steigt über einen relativ langweiligen Weg bis hoch zum Katzenstein.
Der nächste Kilometer der Wanderung verläuft über ein sehr flaches Stück Waldweg. Warum auch immer der Roßsteig, so heißt dieses Teilstück, so breit ausgebaut ist, auf jeden Fall ist er sehr angenehm zu wandern. Kurz vor der Kreuzung, zwischen Großem Winterberg, Schrammsteinweg und Roßsteig, geht es nach rechts runter in den Heringsgrund. Dieser Abstieg ist jetzt mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Dieser Wanderwegmarkierung folgt man aber auch nur durch die Schlucht, um nach ca. 600 Metern wieder nach rechts auf den roten Strich roter Strich abzubiegen. Dieser Pfad schlängelt sich am Fuß der Bärensteine entlang und ist sehr einfach zu finden, nur an einer Stelle führt er an einer Spitzkehre nach rechts weiter. Wachposten_Hinteres_Raubschloss_kleinHier ist man sehr schnell dazu verführt, weiter geradeaus zu wandern, was aber dazu führen würde, dass man gleich zwei besondere Attraktionen der Wanderung verpassen würde. Die erste Attraktion ist gleich ½ km hinter der Spitzkehre. Leiter_Winterstein_kleinDie Aussicht vom Winterstein, bzw. eigentlich sagen fast alle Hinteres Raubschloss zu dem Felsen, ist wirklich sehenswert. Der Aufstieg ist nicht besonders schwierig, aber es geht in einer Höhle über eine lange Leiter aufwärts. Diese 8 Meter lange Leiter ist sehr stabil und schaukelt kein bisschen, so dass man auch als Normalwanderer hoch kommt. Oben geht es dann über eine schmale Treppe durch eine Felsspalte und mit ein paar kleineren Felstreppen auf den Felsen hoch. Oben angekommen kann man noch ein paar Spuren der Raubritterburg entdecken, was aber im Verhältnis zu der Aussicht nur unwesentlich ist. Hier oben hat man eine der tollsten Aussichten der ganzen Sächsischen Schweiz. Auf der einen Seite sieht man die zerklüfteten Felsen der Bärenfangwände und auf der anderen Seite blickt man in das weite Tal des Kleinen und Großen Zschands. In dem Tal sieht man die Lorenzsteine, den Neuen Wildenstein/Kuhstall und den bewaldeten Hausberg. Nachdem man sich dann irgendwann mal satt gesehen hat, geht es wieder vom Winterstein herunter. Die Wanderung verläuft ein kleines Stück wieder auf dem roten Strich zurück in die Richtung, aus der man gekommen ist (also nach rechts), um dann nach ungefähr 170 Metern die erste Möglichkeit wahrzunehmen, nach rechts abzubiegen. Auch wenn der Weg auf der Wanderkarte von Hr. Dr. Böhm nur gestrichelt eingezeichnet ist, ist es ein breiterer Forstweg. Der Weg geht ganz leicht abfallend vom Winterstein weg. Ganz besondere Aufmerksamkeit gehört der rechten Wegseite nach 350 Metern. Hier geht ein wirklich unauffälliger Pfad rein. Am Hang kann man ein paar Stufen erkennen. Wachposten_Hinteres_Raubschloss-1_kleinDiese Stufen führen zu einer seltsamen Stelle, für die es gleich mehrere Erklärungen gibt. Die erste und auch ältere Erklärung ist, dass dieses Loch eine Bärenfanggrube ist. Damit ist das rechteckige Loch auch in mehreren Wanderkarten eingezeichnet. Aus meiner Sicht ist die Erklärung in Dr. Rölkes (www.bergverlag-roelke.de) Wanderführer „Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf“ viel besser. Wachposten_Hinteres_Raubschloss-2_kleinHier geht man davon aus, dass es sich um die Reste einer mittelalterlichen Wach- und Kontrollstelle des Hinteren Raubschlosses handelt. Wenn man die Bärenfanggrube neben dem großen Teichstein mit diesem rechteckigen Loch hier vergleicht, dann ist mir die Erklärung mit dem Wachposten viel plausibler. Nach diesem kleinen Ausflug neben den normalen Wanderweg geht die Wanderung weiter den Berg hinunter bis zur nächsten Kreuzung. Hier geht es nach rechts ungefähr 100 Meter entlang, um dann gleich wieder nach links abzubiegen. Ausgeschildert ist hier die Neumannmühle. Dieser Weg führt an der rechten Seite der Lorenzsteine vorbei. Knapp vor den Lorenzsteinen teilt sich der Weg. Wenn man links weiter wandert, dann geht es über ein paar Stufen runter in die Spitzsteinschlüchte, auf dem rechten Weg geht es ohne Stufen, aber nicht ganz so angenehm ebenfalls in die Spitzsteinschlüchte. Die Schlucht ist relativ eng, aber deshalb ganz gut passend zum Großen Zschand, in dem die Schlucht kurz vor dem Parkplatz endet.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kirnitzschtal Neumannmühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Neumannmühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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