Bastei mit Nationalpark - Ranger

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 4,50 km
Höhenunterschied:
ca. 55 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Basteiparkplatz - blauer Strich - Gansweg - Aussicht Pavillonwächter - blauer Strich - gelber Strich - Wehlstraße - Steinerner Tisch - Fremdenweg - roter Punkt - Bastei - Aussicht - blauer Strich - Basteiparkplatz

Beschreibung:

Vom Nationalpark Sächsische Schweiz werden einige geführte Wanderungen angeboten und so habe ich im Juni 2006 auf der Internetseite des Nationalparks folgende Beschreibung gefunden:

Die Bastei aus anderer Sicht
Die kurze, wenig anstrengende Wanderung öffnet den Blick für den Reiz der Wildnis und den Weg bis dahin. Ihr „inneres Auge“ sieht mehr als nur Felsen und Bäume. Viele Besucher und unberührte Natur schließen sich nicht aus. Kommen Sie mit „Natur schauen“?
Termin:            immer
Donnerstag von April – Oktober, jeweils 10.30 Uhr
Treffpunkt:        Bastei, Haltestelle Buswendeschleife
Durchführung:   Nationalpark – Ranger

Die Anzeige hatte mich neugierig gemacht und so habe ich mich zur Bastei aufgemacht. Der Buswendeplatz befindet sich gleich hinter dem großen Parkplatz der Bastei. Zum angegebenen Termin war der Nationalpark Ranger und ein weiterer Mitarbeiter der Nationalparkwacht da gewesen. Dieser weitere Mitarbeiter stellte sich im Nachhinein als Ranger heraus, der aber noch lernen wie man eine Führung durchführt. Außer mir war zuerst kein anderer Teilnehmer zu sehen, aber noch wenigen Minuten erschienen noch zwei Frauen, die sich als Praktikanten des Nationalparkhauses in Bad Schandau vorstellten. Für mich war es eine Überraschung, dass das Nationalparkhaus und der Nationalpark Sächsische Schweiz (www.nationalpark-saechsische-schweiz.de) nichts mit einander zu tun haben. Das Nationalparkhaus gehört zur Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (www.lanu.de) und hat damit nicht mit dem Nationalpark zu tun.
Die Führung startete in die Richtung der Schwedenlöcher auf dem Wanderweg blauer Strich blauer Strich hinter dem Parkplatz entlang. Gleich nach ein paar Metern war der erste informative Zwischenstopp, auf dem der Nationalpark Ranger erstmal kurz sich und die Funktionen des Nationalparks Sächsische Schweiz vorstellt. Ganz interessant fand ich, dass von 20 Nationalpark Ranger in den Wintermonaten die Hälfte im Forst arbeitet und die Hauptaufgabe der Ranger die Besucherinformation ist. Bis jetzt hatte ich eher das Gefühl, dass die Ranger die Polizei sind des Nationalparks, aber dieses Bild hat sich nach dieser Führung gravierend geändert. Noch dieser kurzen Vorstellung hat der Ranger die unterschiedlichen Zonen der Sächsischen Schweiz erklärt. So werden in der Sächsischen Schweiz folgende die Bereich unterschieden: Landschaftsschutzgebiete (Rand der Sächsischen Schweiz), Nationalpark und die Kernzone im Nationalpark. Der Nationalpark unterscheidet noch einmal in drei unterschiedliche Zonen: Naturzone A und B und einer so genannten Pflegezone. Die Naturzone A ist für mein Verständnis die eigentliche Kernzone, in die Natur sich selber überlassen wird und der Mensch nur noch zur Wegesicherung eingreift. Die Kernzone ist aber ein ganzes Stück größer als die Naturzone A (zumindest heute noch) und ist eigentlich mehr dazu gedacht, die Besucher auf dem Weg zu halten.
Nach dieser Exkursion ging die Wanderung weiter auf der blauen Wegmarkierung bis zur Aussicht gegenüber der Bastei. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber die Aussicht müsste Pavillonwände Aussicht heißen. Hier hat der Nationalpark Ranger ein paar Worte zur Felsenbühne und einem Raubvogelhorst oberhalb der Bühne erzählt. Leider weiß ich nicht mehr welche Vogelart es ist, die sich an dieser Stelle niedergelassen hat, aber dass diese Vogelart normalerweise möglichst viel Ruhe braucht und dass an dieser Stelle nun wirklich nicht gegeben ist. Außerdem hat der Ranger sehr eindrucksvoll rüber gebracht, dass ein toter Baum zu einem normalen Wald dazu gehört. So konnte man sehr gut in der Schlucht zwischen der Aussicht und der Bastei mehrere abgestorbene Bäume erkennen. Ein sehr netter Ausdruck des Rangers war, dass ein Baum mit dem Tot sein zweites Leben beginnt.
Von der Aussicht ging es dann wieder zurück in die Richtung des Parkplatzes. Am Parkplatz angekommen sind wir dann ein kleines Stück auf dem gelben Strich gelber Strich weiter bis zur Basteistraße gewandert. Diese Straße haben wir nur überquert und sind dann auf der unmarkierten Wehlstraße, die nur ein Forstweg ist, bis zum Steinernen Tisch weiter gewandert. Am Steinernen Tisch war dann der nächste Halt, an dem kurz der Name und die Herkunft der Sitzgruppe erklärt wurde. Obwohl die Führung an einem Donnerstagmorgen durchgeführt wurde, waren doch schon einige Touristen im Bereich der Bastei unterwegs. Da auch einige der Besucher ihre Hunde dabei hatten und diese unangeleint auf den Wegen herumwuselten, war ich überrascht wie freundlich, aber durchsetzungsstark, die beiden Ranger die Besitzer der Hunde auf diesen Missstand hinwiesen.
Der weitere Weg führte dann über den Fremdenweg mit der roten Punktmarkierung roter Punkt wieder in die Richtung der Bastei. Für mich war es sehr interessant, dass die beiden Wege Griesgrund und Rahmhanke quer durch die Kernzone gehen, aber beide als alte Bergpfad gelten und damit auch weiterhin begangen werden dürfen. Ich selber hatte bei meiner Wanderung über die Rahmhanke so meine Bedenken, aber hiermit sind diese zerstreut worden.
Die Wanderung geht bis zur Bastei.  Schweizerhaus_auf_der_Bastei_kleinHier wird ein kleiner Zwischenstopp zwischen dem Schweizerhaus und dem Panoramarestaurant eingelegt, um nach links in den Talkessel zu blicken. Von der kleinen Aussicht unterhalb des Restaurants kann man sehr gut die Aussicht, auf der man eben noch gestanden hat, auf der anderen Seite des Tals sehen. Hier hat der Nationalpark Ranger kurz ein paar Worte zur neue Informationsstelle des Nationalparks im alten Schweizerhaus gesagt. Dieses Haus wird gerade renoviert/saniert und soll ab dem Herbst 2006 für Besucher offen stehen. Es wird überlegt, ob dann dort eine Gemäldeausstellung mit Bildern vom Malerweg stattfinden soll.
Kleine_Gans_von_Wehlsteinaussicht_kleinVon dieser Aussicht ging es dann zur Aussicht an der Vorderseite der Bastei. Hier knubbelten sich zwar wie immer die Menschenmassen, aber irgendwie haben wir es tatsächlich geschafft einen Platz am Geländer zu ergattern. Hier hat der Nationalpark Ranger zuerst einen Hinweis und ein paar Hintergrundinformationen zum Felssturz am Wartturm geben. Danach haben wir auf der linken Seite der Aussicht an der Felswand noch ein paar Kletterern zugesehen und dabei bot sich natürlich für den Nationalpark Ranger die Gelegenheit die grundlegenden Regeln des Kletterns in der Sächsischen Schweiz zu erklären.  Kleine_und_Grosse_Gans_von_Bastei_kleinNach diesen Informationen war diese Führung beendet.
Ich habe mich sehr über diese Führung gefreut, da sie mir sehr viele interessante Informationen und Eindrücke zum Thema Nationalpark und Nationalpark Ranger gebracht hat. Leider finde ich es sehr schade, dass nur so wenige Besucher der Sächsischen Schweiz dieses Angebot annehmen. Deshalb habe ich gleich ein paar Tage später noch zwei weitere Führungen mit Nationalpark Ranger durchgeführt: Waldkundliche Führung und Waldhuschenführung.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Bastei mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Bastei
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 5,50€

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