Berggottesdienst

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 4,00 km
Höhenunterschied:
ca. 233 Meter
beste Reisezeit:
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
empfohlene Karten:
Schrammsteine – Affensteine;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Beuthenfall - roter Strich - Räumichtweg - Hinterer Kuhstallweg - roter Strich - roter Punkt - Neuer Wildenstein - Kuhstall - Kuhstalltor - Kustallstraße - Lichtenhainer Wasserfall - Beuthenfall

Beschreibung:

Ich hatte schon mehrmals etwas von einem Berggottesdienst am Kuhstall/Neuen Wildenstein gehört, aber irgendwie konnte ich mir nur schlecht vorstellen, wie so etwas abläuft. Also musste dies gleich bei der nächsten Gelegenheit mit einem Spaziergang erkundet werden. Da wir davon ausgingen, dass am Lichtenhainer Wasserfall an einem Sonntagnachmittag der Parkplatz ziemlich voll ist, haben wir den Startpunkt an den Beuthenfall gelegt. Von hier folgt die Wanderung der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt den Berg hinauf. Die Wanderung steigt aus dem Kirnitzschtal ca. 200 Meter und damit 50 Höhenmeter in die Richtung Affensteine/Kleiner Winterberg auf, bis die erste Möglichkeit nach links abbiegt. Hier verlässt man schon den markierten Wanderweg und es geht unmarkiert weiter in Richtung Neuer Wildenstein. Wildensteinwand_kleinDer Wanderweg führt in einem Bogen um den Alten Wildenstein und ist sehr angenehm zu begehen. Nach einer Strecke von 1 ¼ Kilometern erreicht man den Hinteren Kuhstallweg, der mit dem roten Strich roter Strich markiert ist. Dieser Markierung folgt man nach rechts wenige Meter, bis nach links ein breiter Waldweg abbiegt. Dieser Aufstieg auf den Kuhstall ist mit dem roten Punkt roter Punkt markiert. Die ersten paar Meter bis zum Felsfuß sind leicht ansteigend. An der Felswand angekommen, geht es ein paar Stufen über eine steile Treppe (manche nennen es auch Leiter) aufwärts. Danach hat man die Nasse Schlucht erreicht. Durch diesen Grund geht es zuerst über ein paar künstlich eingebaute Stege und Treppen aufwärts. Das hört sich komplizierter an, als es wirklich ist. Die Stege sind ziemlich breit und links und rechts befindet sich der schützende Felsen. Die Treppenstufen sind gerade neu angelegt und insgesamt müssen 50 Höhenmeter überwunden werden. Dann hat man die untere Ebene des Neuen Wildensteins erreicht. Vielleicht noch eine kurze Erklärung zu den beiden unterschiedlichen Bezeichnungen Neuer Wildenstein und Kuhstall. Der Felsen wird Neuer Wildenstein genannt und das riesige Felstor ist der Kuhstall. Im normalen Sprachgebrauch wird sehr häufig nur vom Kuhstall gesprochen und eigentlich weiß auch jeder in der Sächsischen Schweiz, welcher Ort damit gemeint ist.
Besucher_Berggottesdienst_Kuhstall_kleinAm 04. Mai 2008 fand hier oben in der riesigen Öffnung des Kuhstalls der 5. Berggottesdienst statt. Ich war sehr überrascht von den Besuchermassen hier oben. Angekündigt wurde der Berggottesdienst Besucher-Posaunenchor_vor_Himmelsleiter_bei_Berggottesdienst_kleingleich in mehreren Medien mit den folgenden Höhepunkten: Bergsteigerchor, Posaunenchöre aus unterschiedlichen Kirchgemeinden und anlässlich seines 250. Geburtstages als Ehrengast Pfarrer Wilhelm Leberecht Götzinger. Veranstalter des Gottesdienstes waren die Kirchgemeinden Lohmen und Sebnitz, der Sächsische Bergsteigerbund und das Nationalparkhaus Bad Schandau. Insgesamt dürften ein paar Hundert Besucher dem Gottesdienst beigewohnt haben. Ziemlich überraschend war der Auftritt von Herrn Götzinger und Goetzinger_Dr_Stein_Berggottesdienst_kleinDr. Jürgen Stein vom Nationalpark Sächsische Schweiz. Sehr gewitzt haben die beiden sich während des Gottesdienstes einen Schluck aus dem Flachmann von Dr. Stein genehmigt. Ganz besonders hat mir dabei gefallen, dass Dr. Stein vor seinem Auftritt neben mir auf dem Boden gesessen hat und irgendwie nervös vor seinem Auftritt wirkte. Damit war er auf einmal ziemlich menschlich für mich und nicht mehr der Nationalparkleiter, der all diese seltsamen Verordnungen durchsetzt.
Nach dieser sehr netten Wanderungs-Bereicherung geht es wieder herunter vom Wildenstein. Damit es nicht langweilig über den gleichen Weg wie schon der Aufstieg geht, empfiehlt sich die breiten Zufahrt des Kuhstalls. Dieser Wanderweg ist weiterhin mit dem roten Punkt markiert und führt sehr angenehm bis zum Lichtenhainer Wasserfall hinunter. Erst auf den letzten paar Metern vor der Kirnitzsch wird der Weg schmaler und hier fällt auf, dass auf diesem Weg zu jeder Zeit größere Menschenmengen unterwegs sind. Dabei ist es egal, ob gerade der Berggottesdienst zu Ende ist oder es sich nur um einen ganz normalen Besuchertag handelt. Nachdem man den Lichtenhainer Wasserfall erreicht hat, kann man natürlich auch an diesem zweiten Punkt (die erste Gaststätte war auf dem Neuen Wildenstein) einkehren. Was man sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen sollte, ist das halbstündliche Ablassen des Wasserfalls (der Bach wird oberhalb des Wasserfalls angestaut und alle halbe Stunde abgelassen). Es ist zwar eigentlich nur eine gute Show, aber für den Großteil der Besucher eine nette Attraktion. Die letzten paar Meter der Wanderung gehen über die Kirnitzschtalstraße flussabwärts, vorbei an der Haidemühle, bis zum Ausgangspunkt beim Beuthenfall. Damit ist ein ganz netter Spaziergang beendet, der mit dem Berggottesdienst richtig gut aufgewertet worden ist. Was mich sehr erfreute war, dass der Besuch des Berggottesdienstes auch für Kinder gut geeignet ist, da der eigentliche Gottesdienst mit der Wanderung zum Kuhstall ausreichend abwechslungsreich ist.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Straßenbahn bis zur Haltestelle Beuthenfall mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Beuthenfall
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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