Bernhardstein

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 4,00 h
Entfernung:
ca. 11,00 km
Höhenunterschied:
ca. 380 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Nikolsdorfer Wände;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Langenhennersdorf - grüner Punkt - Kalbenhof - Kalbenberg - Eisenstraße - grüner Punkt - Bielatal - Bergstraße - gelber Punkt - Schulstraße - Nikolsdorfer Straße - blauer Strich - Brüderbuche - Bernhardstein - Taufstein - Labyrinth - Labyrinthweg - grüner Punkt - Gründeweg - Pferdelochweg - Schillersteig - gelber Strich - Schneise 39 - Napoleonstein - gelber Strich - Langenhennersdorf

Beschreibung:

Die Wanderung Bernhardstein beginnt in der Ortsmitte von Langenhennersdorf. Hier befinden sich gleich mehrere kleine Parkplätze, die alle irgendwie ohne jegliche Beschränkung bzw. Parkplatzgebühren sind. Anscheinend wird der Ort noch nicht so von den Besuchermassen bevölkert, dass man regulierend eingreifen müsste. Die Wanderung startet von der Schloss_und_Rittergut_Langenhennersdorf_kleinOrtsmitte in südlicher Richtung auf der Fahrstraße nach Bahra. Gleich an der zentralen Kreuzung liegt der riesige Gebäudekomplex des Schlosses Langenhennersdorf mit dem angeschlossenen Rittergut. Leider ist die beste Zeit dieser Gebäude vorbei. Früher wurden hier die Ausbildungen von Rinderzüchtern und Agrotechnikern des Volkseigenen Gutes Pirna durchgeführt. Diese Ausbildung erfolgte zwischen den Jahren 1951 und Ende der 90er Jahre. Danach wurde es um das Rittergut leider wieder still. Heutzutage fristet dieser riesige Hof ein trostloses Dasein, aber vielleicht findet sich ja in den nächsten Jahren noch eine sinnvolle Verwendung.
Markiert ist der Weg mit dem grünen Punkt grüner Punkt. Die Straße steigt leicht an und auf der rechten Straßenseite stehen kurz vor dem Ortsausgang ein paar riesige Häuser, die nicht wie verlassene Wohnhäuser, sondern eher wie ein ehemaliges Ferienheim aussehen. Es handelt sich um die Betriebsberufsschule (BBS) mit dem Lehrlingswohnheim (LWH). Hier konnte gleichzeitig praktische und theoretische Ausbildung mit Internatsunterbringung an einem Standort erfolgen. In den Hochzeiten waren hier rund 160 Plätze im Lehrlingswohnheim und es gab jeweils 4 Klassen Rinderzüchter und 2 Klassen Agrotechniker. Mit all diesen netten Informationen hat mich die letzte Heimleiterin des Lehrlingswohnheimes versorgt, die überraschenderweise immer noch ganz in der Nähe der ehemaligen Schule wohnt.
Die nächsten 1,1 Kilometer sind der hässlichste Abschnitt der gesamten Wanderung, aber trotzdem noch zu ertragen. Früher war es so, dass die Lehrlinge diese Strecke mehrmals (meistens 4mal täglich) wandern mussten. Nach diesem Stück auf der Straße biegt nach links der erste Weg ab. Der sogenannte Ebschenweg führt auf einem Feldweg leicht ansteigend aufwärts. Auf der rechten Wegseite befindet sich ein dichtes Gestrüpp, Kalbenhof_oberhalb_Langenhennersdorf_klein
das bestimmt von gigantisch vielen Tieren bewohnt wird. Nach ¼ Stunde auf diesem Weg erreicht man einen ehemaligen Kälberzuchtbetrieb bzw. den Sommerstall der Ausbildungsschule. Dieses Vorwerk, das auch Johannishof genannt wird, ist das erste Mal 1657 erwähnt worden und hier waren die Milchkühe von Frühjahr bis Herbst auf den Koppeln und wurden in dem Stall gemolken. Der Kalbenhof ist leider im Jahre 2008 nicht mehr in Benutzung, aber was diesem Ort nicht verloren geht, ist die gigantische Aussicht. Ganz besonders schön ist die Aussicht, wenn man links (östlich) vom Kalbenhof auf den Hügel spaziert. Von dem sogenannten Kalbenberg hat man einen ganz hervorragenden Blick in das Elbtal von Pirna und Dresden.
Die Wanderung geht hinter den Häusern und dem Stall weiter den Hügel hinauf. Anfangs ist dieser Feldweg mit Betonplatten ausgelegt, danach kann man den markierten Wanderweg überhaupt nicht mehr erkennen, da einfach nichts auf dem Feld ist, woran man eine Markierung anbringen könnte. Man erreicht aber bald einen normalen Feldweg, auf dem es nach links weiter geht. Hier ist die Wanderwegmarkierung auch wieder zu finden. Der Weg streift knapp die Panoramahöhe von Hermsdorf, man hat einen super Ausblick von hier oben. Als erstes gibt die Festung_Koenigstein_und_Lilienstein_kleinPanoramahöhe die Sicht auf den Pfaffenstein und einen ungewöhnlichen Blick auf die Barbarine frei. Darüber haben wir uns schon riesig gefreut. Auf den nächsten paar Metern tauchte dann der Lilienstein und dann noch die Festung_Koenigstein_von_der_Panoramahoehe_kleinFestung Königstein im Blickwinkel auf. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet und unsere Überraschung und Freude war wirklich groß. Kurz hinter dieser schönen Aussicht trifft der Wanderweg auf eine Fahrstraße. Auf dieser Straße geht es 300 Meter nach rechts, bis nach links die Bergstraße abbiegt. Diese Dorfstraße geht’s bergab, bis zur nächsten Vorfahrtsstraße. Hier biegt die Wanderung nach links auf die Schulstraße ab. Eine Informationstafel klärt darüber auf, dass die Schulstraße früher eine der vielen Eisenstraßen zwischen Berggießhübel und Bielatal war und eine weitere Informationstafel erzählt über die Schulgebäude auf der rechten Straßenseite. Jetzt folgt die Wanderung der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich. Die eigentliche Hauptfahrstraße biegt nach rechts ab, die Wanderung geht aber weiter geradeaus in die Richtung des Bernhardsteins. An der abbiegenden Fahrstraße klärt eine weitere Tafel über ein paar Eckdaten der Gemeinde Rosenthal-Bielatal auf. Zuerst geht es noch an ein paar Häusern vorbei, aber schon nach wenigen Metern geht es aus dem Ort hinaus. Bald erreicht man den kommunalen Friedhof mit einer Tafel über die Vergangenheit des Friedhofs. Der Friedhof liegt hier ziemlich idyllisch am Fuße des Bernhardsteins und der Vorplatz des Friedhofs verführt, weiter vor dem Friedhof entlang zu gehen. Der markierte Wanderweg steigt aber an der linken Seite vor dem Friedhofszaun bergaufwärts. Man wandert von der südlichen Seite erst mit einer leichten Steigung bis an den Felsfuß und dann über ein paar Stufen bis auf den Felsen. Die Aussicht Bernhardstein liegt ein wenig versteckt, ist aber nach kurzer Zeit gefunden und dann kann man ein sehr schönes Panorama genießen. Von der Aussicht kann man zwar nur nach Norden und Osten blicken, aber dort sind auch die interessantesten Felsen der Sächsischen Schweiz zu sehen. Was auch noch ganz hervorragend an dem Bernhardstein ist, ist die wunderbare Ruhe hier oben. Auf der Aussicht bzw. dem Zugang bis auf den Felsen trifft man ganz selten andere Wanderer und dadurch kann man die Landschaft ungestört genießen.

Bernhardstein_Panorama_klein

Die Wanderung führt gleich an der Aussicht wieder runter vom Bernhardstein und weiterhin auf dem blauen Strich in die Richtung des Labyrinths. Das Labyrinth ist eigentlich genau das Gegenteil vom Bernhardstein, da es hier keine Aussicht, keine Ruhe, aber dafür jede Menge Spaß für den Nachwuchs gibt. Wer einmal mit seinen Kindern am Labyrinth gewesen ist, wird immer wieder hören, dass man dort noch einmal hin muss. Die vielen Gänge und Höhlen sind ein wahres Paradies für die Zwerge. Die Wanderung verlässt an dem gut ausgebauten Forstweg die blaue Markierung und folgt nach rechts für ein kleines Stück von 300 Metern der grünen Markierung grüner Punkt. Der grüne Punkt ist eine Sondermarkierung in diesem Bereich, da er auch noch ein „L“ für Labyrinth beinhaltet. Der markierte Weg führt auf die gegenüberliegende Seite des Labyrinths und biegt hier vollkommen unscheinbar nach rechts ab. Die Wanderung geht aber weiter geradeaus auf dem breiten Forstweg, um nach weiteren 300 Metern wieder auf den grünen Punkt grüner Punkt zu stoßen. Auch diesmal folgt man dem bekannten Wegzeichen nach rechts auf dem Gründeweg. Die Wanderung verläuft sehr angenehm ca. 1,8 Kilometer (20 Minuten) auf dem markierten Weg, bis nach links ein breiter Waldweg abbiegt. Hier verlässt man den markierten Weg und wandert ein kurzes Stück unmarkiert weiter. Nach wieder mal 300 Metern stoßen von rechts die beiden gelben Markierungen Strich gelber Strich und Punkt gelber Punkt zur Wanderung dazu. Es geht weiter mit den beiden Markierungen, bis nach ¼ Kilometer nach links ein Weg mit dem Namen Schneise 39 abbiegt. Hier werden die Markierungen schon wieder verlassen und man wandert ½ Kilometer bis zur Zufahrtsstraße des Schacht 398. Der Schacht 398 ist einer der beiden größeren Schächte des ehemaligen Uranbergwerks. Die kompletten obertägigen Gebäude sind in einem Wald gelegen und bei weitem nicht so gut zu sehen wie die Anlagen bei Leupoldishain. Die Wanderung soll aber auch nicht zu diesen Relikten des Bergbaus gehen, sondern nach rechts in Richtung Landstraße zwischen Langenhennersdorf und Hermsdorf. Diese Straße wird aber nur überquert, um gegenüber dem Wegweiser zum Napoleonstein zu folgen. Diese kleine aber schöne Blick_von_Napoleonstein_auf_Langenhennersdorf_kleinAussicht liegt nur 200 Meter von der Landstraße entfernt im Wald versteckt. Von dieser Aussicht kann man einen ganz hervorragenden Überblick über Langenhennersdorf gewinnen. Von hier oben ist auch das Foto, weiter oben in der Beschreibung, vom Schloss bzw. Rittergut in Langenhennersdorf aufgenommen. Die Wanderung geht wieder ein kleines Stück auf dem gleichen Weg zurück, bis nach links ein unscheinbarer Pfad absteigt. Man steigt über ein paar Stufen von den Kaiserwänden ab, und nach ungefähr ½ Kilometer erreicht man einen breiteren Weg. Hier folgt man der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich den Berg weiter abwärts. Die Wanderung erreicht bald das Ortszentrum von Langenhennersdorf und damit den Anfangspunkt der Wanderung. Damit ist eine sehr schöne Wanderung zu Ende gegangen, die über den größten Teil der Strecke extrem ruhig ist und auch gleich mehrere Male eine spitzenmäßige Aussicht bietet.

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