Birkenberg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivnegativnegativnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 7,50 km
Höhenunterschied:
ca. 185 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ehrenberg - Steinberg - Raumberg - Krumhermsdorf - Schwarzbachtal - gelber Strich - Schmalspurbahntrasse - Ehrenberg

Beschreibung:

Zuerst mal das Wichtigste vorne weg: dies ist keine Wanderempfehlung, sondern ein Erfahrungsbericht zum Wandern im nördlichen Teil von Ehrenberg. Wer eine ordentliche Wanderempfehlung sucht, sollte lieber auf der anderen Seite von Ehrenberg wandern gehen.
Ich habe mal wieder die Mädels zum Reiten beim Andershof (www.anders-hof.de)  weggebracht und wollte die Wartezeit mit einer kleinen Wanderung im nordöstlichen Teil von Ehrenberg verbringen. Vor jeder Wanderung schaue ich mir erst die Runde auf einer Wanderkarte an und meistens erstelle ich mir sogar auch die GPS-Strecke. So brauche ich in der Natur nicht ganz so viel über die Strecke herumrätseln. Genau das habe ich auch bei dieser Wanderung zum Birkenberg gemacht und deshalb sollte diese kleine Runde überhaupt kein Problem sein. Der Startpunkt liegt im Zentrum von Ehrenberg und von dort geht es die ersten paar hundert Meter auf der Straße in Richtung Lohsdorf (also bergabwärts). Auf der rechten Straßenseite kann man immer noch den alten Bahndamm der Schmalspurbahn entdecken und als Bürgersteig benutzen. Zwischendurch führt die ehemalige Bahnstrecke an dem Bahnhofsgebäude vorbei, das witzigerweise auch heute noch der Bundesbahn gehört (zumindest deuten die Schilder so etwas an). Eigentlich sollte ein paar Meter hinter dem Bahnhofsgebäude nach links ein Feldweg abbiegen, in der Praxis ist an der Stelle ein ehemaliger Bauernhof, aber irgendwie kein Weg zu sehen. Selbst wenn man an den Gebäuden vorbei blickt, ist nichts Begehbares zu entdecken und deshalb muss die Wanderung noch ein paar hundert Meter weiter bis zur Fahrstraße nach Krumhermsdorf weiter gehen. Na ja, die Realität  kann sich schon mal im Verhältnis zum Zeitpunkt der Kartenerstellung ändern.
Auf der nächsten nach links abbiegenden Straße muss man ein kleines Stückchen von ¼ Kilometer wandern, bis nach links hinter den letzten Häusern ein Feldweg abbiegt. Der Weg steigt leicht an und führt über einige Felder und Wiesen. In diesem Bereich trifft man normalerweise kaum irgendjemanden. standard_Hochsitz_bei_Ehrenberg_kleinIch vermute mal, dass das abends anders ist, da mir noch nie eine Stelle begegnet ist, an der mehr Hochsitze als hier stehen. Die Wiesen und Felder sind eigentlich so gut überblickbar, dass viel weniger Hochsitze notwendig wären, aber vermutlich unterschätze ich die Gewehre oder die Sehfähigkeiten der Jäger. Auf jeden Fall geht es über die großen Wiesen leicht ansteigend aufwärts, bis der breite Feldweg in den Wald verschwindet. Genau an dem Waldrand sollte denn auch ein Feldweg abbiegen und tatsächlich war hier ein Weg gut sichtbar. Dieser Feldweg sollte laut Karte bis auf die andere Seite der Wiese bzw. noch ein kleines Stück durch den Wald gehen. Tja, nur leider sah auch hier die Praxis mal wieder ganz anders aus. Der vorhandene Feldweg endete blöderweise an einem Hochsitz. Da ich aber dachte, dass vielleicht der Feldweg durch die Ackerarbeiten eines Bauern verschwunden ist, bin ich gleich mal am Feldrand/Waldrand weiter gewandert. Blöderweise wurde der Untergrund hinter dem Feld aber nicht besser, sondern wechselte in eine ordentlich sumpfige Wiese. Aber zurückgehen ist was für Schwächlinge und so bin ich in die Pfad_neben_Schwarzbacharm_kleingeplante Himmelsrichtung weiter gewandert. Überraschenderweise tauchte dann tatsächlich ein Pfad neben einem Bachlauf (ein Ausläufer des Schwarzbaches) auf. Na also, dann geht es halt auf diesem unbekannten Weg weiter. Seltsamerweise passierte ich schon nach wenigen Metern eine wilde Müllkippe, aber praktisch kann das ja nur ein gutes Zeichen sein, dass Zivilisation nicht mehr weit entfernt ist und tatsächlich standen links oben am Hang die ersten Häuser von Krumhermsdorf/Neuhäuser. Ich hätte mich auch auf dem Weg rüber zur Dorfstraße machen können, aber der Pfad führte immer noch am Waldrand und dem Bachlauf entlang und so bin ich weiter hier entlang gewandert. Nach 600 Metern hörte der Pfad tatsächlich mal wieder im Nichts vor einem Weidezaun auf. Die Straße war aber sehr gut sichtbar ein paar wenige Meter entfernt und so ging es quer über die Wiese runter zur Straße. Ich habe diese Straße genau am letzten Haus betreten und gestaunt, dass hier unten im Tal so eine ordentlich asphaltierte Straße lang läuft. Die eigentliche Dorfstraße ist vorher den Hang auf der gegenüberliegenden Talseite hoch gestiegen.
Nach einem angenehmen Stück von etwas weniger als ½ Kilometer stößt die Wanderung auf die bekannte Fahrstraße zwischen Ehrenberg und Krumhermsdorf. Der Weg verläuft parallel zum Schwarzbach und ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Der markierte Wanderweg führt nur ein kurzes Stück von 100 Metern über die Fahrstraße und biegt dann gleich nach rechts ab. Der Weg sieht eigentlich so aus, als wenn es sich nur um die Zufahrt zu dem ersten Haus von Krumhermsdorf handelt, aber tatsächlich führt der Wanderweg rechts neben dem Haus weiter am Schwarzbach entlang. Noch vor dem nächsten großen Haus geschlaengelter_Schwarzbach_kleinbiegt der markierte Wanderweg nach rechts ab und es geht weiter am Schwarzbach. Der Bachlauf ist wirklich interessant, weil er sich hier immer mal wieder einen neuen Verlauf ausdenken darf. Natürlich sind die Rahmenbedingungen durch die Hänge gegeben, aber trotzdem werden immer mal wieder neue Schleifen gebildet.
Nach ein paar Metern durch das Tal stößt man auf gleich mehrere gelbe Warnschilder mit so interessanten Inhalten wie: „Privatgrundstück; Betreten auf eigene Gefahr!“ oder noch besser: „Vorsicht!! freilaufender Bulle! LEBENSGEFAHR.“ Da aber der Weidezaun hier offen stand, machte ich mir keine weiteren Sorgen, auch wenn meine Jacke leuchtend rot war. Der Weg ist sehr angenehm zu wandern und zwischendurch lädt auch noch eine Bank zu einer Rast ein.
Nachdem man den Wald erreicht hat, sollte eigentlich nach rechts ein Weg auf den Birkenberg abbiegen, aber der gesamte Hang zeigt noch nicht mal eine Andeutung an Pfad und so bin ich den bekannten kleine_Bruecke_von_Schmalspurbahn_kleinund markierten Weg weiter gewandert. Bald erreichte der Waldweg die Bahndamm_Schmalspurbahn_Ehrenberg-Lohsdorf_kleinFahrstraße zwischen Ehrenberg und Lohsdorf, auf der es ein paar Meter in Richtung Lohsdorf weiter geht. Auf so einer Straße mit Leitplanken links und rechts macht das Wandern überhaupt keinen Spaß, aber zum Glück waren es auch nur 200 Meter, bis nach rechts der markierte Weg abbog. Hier geht es noch ein paar wenige Meter auf der gelben Wanderwegmarkierung weiter, bis nach rechts der ehemaligen Bahndamm der Schmalspurbahn abbiegt. Auf diesem sehr angenehmen Weg geht es jetzt wieder zurück nach Ehrenberg.
Ich bin überrascht, dass mich eine Wanderkarte auf einer so kurzen Strecke gleich drei Mal so ordentlich hereinlegen kann und damit ist ein ganz bestimmter Wanderkartenverlag mal wieder sehr unangenehm aufgefallen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Ehrenberg Schule mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Ehrenberg Ortmitte

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