Boofen Wildensteine

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 10,00 km
Höhenunterschied:
ca. 665 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
steiler Aufstieg
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Klettern
empfohlene Karten:
Kleiner Zschand;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Lichtenhainer Wasserfall - roter Punkt - Kuhstallstraße - Neuer Wildenstein - Kuhstall - Fremdenweg - Zeughausstraße - Quenenwiesen - grüner Strich - Quenengrund - roter Strich - Wettinplatz - Zeughausstraße - Alter Wildenstein - Dietrichsgrund - roter Strich - Beuthenfall

Beschreibung:

Die Wanderungsplanung fing damit an, dass uns gleich mehrere Leser unserer Internetseiten zum Thema Boofen angeschrieben hatten. Ich wusste, dass es diese Freiübernachtungsplätze an richtig vielen Stellen gibt, aber wo genau, war mir bis zum Start der einzelnen Wanderungen immer unbekannt. Auf schon sehr vielen Wanderungen sind uns immer mal wieder einzelne dieser Schlafplätze begegnet, aber eine Liste mit z.B. den Koordinaten habe ich im Internet nicht gefunden. Auf der Internetseite des Nationalparks gibt es eine Liste der offiziellen Boofen, aber leider nur mit dem Namen und einer sehr groben Karte. So sollte das eigentlich nicht bleiben und deshalb haben wir uns der Sache angenommen. Um möglichst viele Boofen zu finden, haben wir uns insgesamt vier Wanderrunden zu den Boofen in der Hinteren Sächsischen Schweiz ausgedacht und diese Runden nach den einzelnen Gebieten Schrammsteine, Schmilka, Wildensteine und natürlich der Bereich des Zschand sortiert. Die einzelnen Wanderungen sind aber nicht nur zur Boofensuche gut geeignet, sondern jede der Runden ist auch ganz hervorragend als eine selbstständige Wanderung durchzuführen und hat mal wieder zu neuen Plätzen bzw. Pfaden geführt. Für die Mitmenschen, die mit einem Navigationssystem durch den Wald flitzen, können die Wanderungen zu einer Abwandlung von Geocaching werden, da man mit dem Navigationssystem die einzelnen Boofen ganz hervorragend zu einer Art moderner Schatzsuche benutzen könnte.
Die Boofensuche im Bereich der Wildensteine startet am Beuthenfall und geht erstmal ein paar Meter über die Kirnitzschtalstraße bis zum Lichtenhainer Wasserfall, also bachaufwärts. Gleich hinter dem Parkplatz des Lichtenhainer Wasserfalls steigt nach rechts aus dem Tal die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt auf. leerer_Kuhstall_zum_Zugang_gesehen_kleinDer Weg steigt relativ angenehm in Richtung Neuer Wildenstein (der Großteil der Wanderer spricht vom Kuhstall) an. Nach 600 Metern erreicht man die ersten gut sichtbaren Felsen auf der rechten Wegseite. Der erste Felsen an der Spitze heißt Glocke und genau unterhalb von ihm liegt auch die erste Boofe auf dieser Runde. Die Wanderung führt weiterhin auf dem markierten Weg bis zum Felsentor am Neuen Wildenstein, dem sogenannten Kuhstall. Abstieg_vom_Neuen_Wildenstein_oben_kleinWenn man vom Felsentor in die Hintere Sächsische Schweiz blickt, dann Abstieg_vom_Neuen_Wildenstein_unten_kleinsieht man auf der gegenüberliegenden Seite den Kleinen Winterberg und die Felsen rundherum. In diese Richtung soll die Wanderung jetzt weiterführen und deshalb geht es kurz vor dem Felsentor abwärts der roten Wanderwegmarkierung weiterhin hinterher. Der markierte Weg folgt dem Fremdenweg einmal komplett durch die Senke, bis nach einem Kilometer die große Kreuzung mit der Zeughausstraße erreicht wird. Hier verlässt die Suche nach den Boofen den markierten Weg und biegt nach links auf die Forststraße ab. Der Weg fällt weiterhin deutlich merkbar ab, bis nach ca. 400 Metern die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich erreicht wird. Hier hat man das untere Ende der Quenenwiesen_kleinQuenenwiesen erreicht und es geht nach rechts auf der grünen Markierung hoch. Insgesamt steigt man 1 ¼ Kilometer einigermaßen angenehm durch den Quenengrund an, bis zur Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich. Hier biegt die Wanderung nach rechts ab, um auf dem angenehmen Pfad unterhalb der Felsen der roten Markierung zu folgen. Auf den ersten 400 Metern umrundet man den Heringstein, um dann das Gleitmannsloch zu erreichen. Genau vor einem befindet sich eine gewaltige Felswand, an deren Fuß sich die Boofe im Gleitmannsloch befindet. Auf den nächsten paar Metern passiert man die Sammlerwand, an deren Fuß sich wiederum die Boofe Sammlerwand befindet. Die Wanderung folgt weiterhin dem Pfad und umrundet den nächsten Felsen. Diesmal handelt es sich um das Gleitmannshorn und dahinter erreicht man dann die Hirschleckschlüchte. Hier befindet sich in der Mitte der Schlucht (vom Pfad aus gesehen nach oben) eine mächtige freistehende Felsmurmel, unter der sich anscheinend die Boofe befindet. Zumindest deutet verbranntes Holz drauf hin, aber das offizielle Schild einer Boofe ist uns weit und breit nirgends aufgefallen. Das wilde Geschlängel um die Felsen geht weiter. Die letzte offizielle Boofe an diesem Pfad erreicht man nach ungefähr 300 Metern. Diese Boofe liegt nördlich des Gleitmannsturms und ist im Verhältnis zu anderen Boofen eher ein kleiner Freiübernachtungsplatz. Ganz seltsam ist, dass wenige Meter hinter dieser Boofe ein großer Felsüberhang unterhalb der Winterbergscheibe kommt, der deutlich sichtbar als Freiübernachtungsplatz genutzt wird, aber nicht zu den offiziellen Plätzen gehört. Vielleicht sollte der Gedenkstein für eine erfolgreiche Jagd durch diese Einstufung als illegale Boofe geschützt werden.
Wenige Meter hinter diesem deutlich sichtbaren Platz erreicht die Wanderung wieder die bekannte Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt. trockener_Eichenborn_kleinHier geht es nach rechts den Hang hinunter. Der Waldweg passiert die Quelle mit dem Namen Eichenborn. An dem Namen kann man deutlich erkennen, dass er schon ziemlich alt ist, da in dem gesamten Wald nur noch äußerst wenige Eichen zu sehen sind. Eigentlich haben wir sogar nur noch abgestorbene Eichen entdeckt, aber wenigstens haben heutzutage hier die Buchen Oberhand gewonnen. Nach dem leichten Abstieg über den schnurgeraden Weg erreicht man die schon bekannte Kreuzung mit der Zeughausstraße. Hier wird wieder die Wanderwegmarkierung roter Punkt verlassen und geht es nach links, womit man alle vier Wege dieser Kreuzung einmal benutzt hat. Die Zeughausstraße fällt sehr angenehm in östliche Richtung ab. Nachdem man an der linken Wegseite erst einen Holzsammelplatz passiert und dann eine Böschung erreicht hat, biegt nach ca. 1,3 Kilometern nach rechts ein unauffälliger Weg im spitzen Winkel ab. Der Waldweg steigt leicht im Vorderen Wildensteiner Wald an, bis nach ¼ Kilometer eine Kreuzung erreicht wird. Hier geht es nach links weiter in Richtung des Alten Wildensteins. Zuerst wird noch ein dichterer Nadelwald passiert, um nach einer Strecke von ungefähr 300 Metern den Blick nach rechts auf die Felsen des Wildensteins freizugeben. Warum auch immer, aber der Blick_vom_Altem_Wildenstein_auf_Blossstock_kleinAlte Wildenstein hat wirklich die höchste Dichte an Boofen in der gesamten Hinteren Sächsischen Schweiz. Der Felsen kann ohne sonderliche Probleme umrundet werden und dabei kann man mindestens 5, wenn nicht sogar 6, Boofen entdecken. Wenn man die Runde um den Felsen entgegen des Uhrzeigersinns unternimmt, dann stößt man auf der Rückseite an den gut sichtbaren Aufstieg auf den Felsen. Heidematz_kleinDie Aussicht von dem Felsen ist wirklich berauschend und wird nur sehr selten durch andere Wanderer oder Kletterer gestört. Beim Aufstieg stellt man schon fest, dass der Boden flächendeckend mit Heidelbeeren überwuchert ist. Deshalb wird der Alte Wildenstein sehr häufig auch Heidematz bzw. Heidematzenstein genannt.
Das letzte Stückchen der Wanderung führt über den Waldweg vor dem Alten Wildenstein nach rechts (vom Felsen aus gesehen). Der Weg wird zusehend schmaler und endet an einem ziemlich steilen Abstieg in den Dietrichsgrund. Hier geht es die letzten paar Höhenmeter dann nach rechts auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich bis zum Beuthenfall und damit zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.
Damit ist eine ganz nette Runde zu Ende gegangen, auf der doch einige Boofen aufgetaucht sind, die wir bis dahin noch nicht kannten und die hoffentlich auch noch für einige andere Wanderer als Zwischenstop dienen könnten.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Straßenbahn bis zur Haltestelle Lichtenhainer Wasserfall mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Lichtenhainer Wasserfall
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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