Brand Spaziergang

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 9,00 km
Höhenunterschied:
ca. 120 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Brand – Hohnstein;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hohnstein - ehemaliger Bahnhof - Alte Brandstraße - Rathausstraße - Rathaus - grüner Strich - Bärengehege - Gautschgrotte - Halbenweg - Steinbruch - Räumichtweg - blauer Strich - Brandaussicht - blauer Strich - Waldbornplumpe - Wettinplatz - Brandstraße - Hohnstein - ehemaliger Bahnhof

Beschreibung:

Der Startpunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz am alten Schmalspurbahnhof von Hohnstein. Auch wenn der Bahnhof schon seit mehr als 50 Jahren kein Bahnhof mehr ist, so kann man ihn immer noch deutlich als solchen erkennen. Der Parkplatz ist neu eingerichtet worden, bis jetzt waren mir nur die Parkplätze an der Burg Hohnstein und an der Linde bekannt. Aber auch dieser Parkplatz ist kostenpflichtig. Vom Parkplatz geht es nach rechts auf der Straße ein paar Meter bis zur übernächsten Querstraße, die nach links abbiegt. seltsame_Beschilderung_Hohnstein_kleinDiese Straße ist mit einer ganzen Ansammlung Wanderwegmarkierungen gekennzeichnet. Man sollte dem blauen Strich folgen. Wirklich seltsam ist die Beschilderung auf dieser Straße. Gleich am Beginn der Straße ist auf der rechten Straßenseite das Schild für eine Spielstraße. Zwei Meter hinter diesem Schild ist auf der linken Straßenseite das Schild „Zeichen 282 Ende sämtlicher Streckenverbote“. Was auch immer dieses Schild in einer Ortschaft macht, hier ist es auf jeden Fall am falschen Platz. Stand Herbst 2005.

Der Weg führt über eine kleine Gasse bis zum Hohnsteiner Rathaus. Wenn man Glück hat, dann kann man hier einer der vielen Hochzeiten zusehen. Das Rathaus ist äußerst beliebt um in der Region der Sächsischen Schweiz zu heiraten, da es in einem sehr schönen Ambiente liegt. Der Wanderweg geht um das Rathaus herum, um dann nach links den Berg herunter zu führen. Der Weg ist noch ein kleines Stück mit dem blauen Strich gekennzeichnet. Am Ende der Ortschaft hat man auf der Ecke_Burg_Hohnsteiner_kleinrechten Wegseite die Möglichkeit auf die Burg Hohnstein aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu blicken. Nach ein paar Metern erreicht man die alte Mauer vom Bärengehege. Heutzutage ist sie zwar schon ziemlich eingefallen und sie fehlt an so mancher Stelle vollständig, aber den ursprünglichen Verlauf kann man noch sehr gut erkennen. Die blaue Wegmarkierung verlässt knapp hinter der Mauer unseren Wanderweg. Ab jetzt folgen wir dem grünen Strich.

Gleich nach dem ersten größeren Bogen um einen Felsen herum, erreicht man die Gautschgrotte_komplett_kleinGautschgrotte. Sie ist ein relativ großer Felskessel in dem ein kleiner Bach über den Felsen läuft. Im Sommer kann es sein, dass der Bach sogar vollkommen austrocknet, aber wenn im Winter die Temperatur unter dem Gefrierpunkt sinkt, bildet sich hier ein gewaltiger Eiszapfen. Leider habe ich es bis noch nie gesehen, aber es soll tatsächlich ganz besonders mutige Mitmenschen geben, die dann mit ganz seltsamen Eispickeln den Eiszapfen hochklettern. Für mich wäre das nichts, aber wem es Spaß macht, der sollte es doch machen. Ich wandere lieber auf dem markieren Weg weiter. Auch wenn der Weg bei weitem nicht gerade der kürzeste Weg zum Brand ist, so ist es doch ein sehr angenehmer Wanderweg, der sich die ganze Zeit auf einer Höhe oberhalb des Polenztales entlang schlängelt. Nach einigen Metern überquert man dann die roter Wanderwegmarkierung und nach ein paar weiteren Metern erreicht man dann den breiten Forstweg mit dem Namen Brandstraße. Von dem Namen sollte man sich nicht erschrecken lassen, die Straße ist nicht anderes als eine geschotterter Waldweg, der bis zur Brandaussicht vor führt. Normalerweise fahren hier nur die Autos, die auch wirklich zum Gaststätten/Hotelkomplex unterwegs sind. Als ich den Spaziergang durchgeführt habe, war aber leider dann doch ein Auto, welches sich mit der Geschwindigkeit vollständig vertan hatte. Es war der Postbote für die Brandaussicht. Ich verstehe ja, dass so ein Mann in Eile ist, aber wenn man sich Beschilderung genau ansieht, dann wurde er bestimmt auch nicht in Dresden in einer reinen Fußgängerzone mit weit über 50 km/h, wenn in höchsten 2 Metern Entfernung Fußgänger unterwegs sind, fahren. Hier sollte sich der Postbote ein kleines Stückchen zusammenreisen, da auch sein Arbeitsplatz von den Urlaubern abhängt, die er mit seinem Verhalten vergraulen könnte. Wie schon gesagt, normalerweise fährt hier jeder sehr zivilisiert und deshalb geht es über diesen Weg nach rechts bis zur Brandaussicht.

Die Gaststätte wird seit diesem Jahr von einem neuen Aussicht_Brand_Richtung_hintere_Saechsische_Schweiz_kleinPächter/Besitzer betrieben. Auch wenn sich von den Äußerlichkeiten noch nichts geändert hat, so kann man in der Gaststätte schon deutlich frischen Wind merken und es ist ein Vergnügen von den freundlichen Bedienungen versorgt zu werden. Aussicht_Brand_Richtung_vordere_Saechsische_Schweiz_kleinDie eigentliche Aussicht liegt gleich zwischen der Gaststätte und dem Hotel. Von hier oben hat man einen erstklassigen Blick runter ins Polenztal, auf die Steine der vorderen Sächsischen Schweiz und ein kleines Stück hintere Sächsische Schweiz. Den zweiten Namen für die Aussicht kann ich nur bestätigen „Balkon der Sächsischen Schweiz“.

Nachdem man sich ein bisschen gestärkt hat und an der wunderbaren Natur satt gesehen hat, geht es wieder auf der Brandstraße zurück nach Hohnstein. Die gesamte Brandstraße ist mit dem blauen Strich gekennzeichnet und wird von meiner Schwiegermutter mit den Wort beschrieben: „Solche Wege liebe ich.“ Damit meint sie die fehlenden Höhenmeter und den schönen geraden Weg. Nach 1 ¼ Kilometern auf dem Weg erreicht man auf der rechten Seite die Forstbergsäule. Die Säule ist ein Nachbau einer Säule die dran erinnern soll, dass 1795 im dem Bereich ein Geistlicher vom Weg nach Bad Schandau abgekommen war und in den Felswänden tödlich verunglückt ist. Bei den heutigen Wegmarkierungen kann man sich das kaum noch vorstellen, aber 1795 war die Brandstraße bestimmt nur ein kleiner Pfad ohne jegliche Hinweisschilder und vielleicht ist der Herr ja solange herumgeirrt, bis es dunkel war und dann ist jegliches Bewegen in einer Felslandschaft wie die Sächsische Schweiz gefährlich. Weiter geht es auf der Brandstraße bis man nach ungefähr einem ½ Kilometer die Quelle mit dem Namen Waldborn erreicht. Damit überhaupt sichtbares Wasser läuft, muss man an einer Schwengelpumpe pumpen. Brandstrasse_kleinIrgendwie scheint die Quelle aber nur manchmal Wasser zu führen, da die letzten Male, als ich an der Pumpe herumgespielt habe, höchstens Luft gepumpt wurde. Der weitere Weg verläuft auf der Brandstraße bis in die Ortschaft Hohnstein. An der Grenze zwischen Wald und Ortschaft passiert man die Ruine einer Schrankenanlage, die schon seit einigen Jahren so trostlos dort herumsteht. Eigentlich sollte sie verhindern, dass irgendwelche Knaller bis zur Brandaussicht vorfahren. Heutzutage sollte das aber nun wirklich jeder wissen und deshalb ist diese Einrichtung ziemlich unnütz. Ganz besonders nicht, wenn der Wald zu einem Nationalpark gehört. Die letzten paar Meter gehen auf der breiten Straße bis zum Ausgangspunkt.

Für einen Spaziergang ist die Runde schon relativ weit, aber da sie fast nicht anstrengend ist, habe ich sie als Spaziergang klassifiziert. Auf jeden Fall ist es eine sehr nette Runde, die man ohne weiteres so mal eben in einem halben Tag absolvieren kann.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hohnstein Eiche mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hohnstein Bahnhof
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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