Breite Heide

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,25 h
Entfernung:
ca. 5,00 km
Höhenunterschied:
ca. 149 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg
empfohlene Karten:
Nikolsdorfer Wände;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Leupoldishain - Höllengrund - gelber Punkt - Schäfersteig - Breite Heide - Schillersteig - Leupoldishain

Beschreibung:

Die Wanderung Breite Heide ist eher ein Spaziergang im westlichen Teil der Nikolsdorfer Wände. Als Startpunkt bietet sich ganz hervorragend der Parkplatz in Leupoldishain zwischen dem Tennisplatz und dem Löschteich an. Von dort geht die Wanderung in Richtung Ortsausgang, also, wenn man vom Parkplatz kommt, nach links auf der Straße den Hang hoch. Schornstein_Leupoldishain_kleinDie Wanderung hat ihre eigene Wanderwegmarkierung. Es ist der gelbe Punkt mit einem großen „B“ gelber Punkt. Schon nach wenigen Metern verlässt die Wanderung die Straße und es geht geradeaus zwischen Wald und Wiesen entlang. Nach ungefähr 200 Metern steht links vom Weg ein Überbleibsel des Bergbaus: Zuerst weist ein Schild auf Glatteisgefahr hin und dann sieht man einen mächtigen aber kurzen Schornstein im Wald stehen. Durch solche Schornsteine wird die Luft wieder herausgeleitet, die an anderer Stelle in das Bergwerk hineingepumpt wird. Der Fachausdruck für diese unterirdische Luftführung ist, laut einem meiner Kollegen, Bewetterung. Was meinen Kollegen schwer verwunderte war, dass anscheinend die Luft in das Bergwerk hineingepumpt wird. Nach seinen Erfahrungen aus dem Ruhrgebiet würde normalerweise die Luft immer aus dem Bergwerk herausgesaugt.
Die Wanderung verläuft weiterhin am Waldrand entlang. An der nächsten Wegkreuzung ist in der Wanderkarte von Hr. Böhm eine Höhle eingezeichnet. Zuerst haben wir sie nicht gefunden, bis meine große Tochter auf die Idee kam, dass mit der Höhle der Bachlauf gemeint ist, der durch einen Felsen führt. Hier hat sich tatsächlich der Minibach einen Weg durch den Felsen gesucht. Der markierte Wanderweg folgt weiterhin dem gut ausgebauten Forstweg in die Richtung der Ortschaft Kirchberg. Auf der rechten Wegseite befindet sich ein kleinerer Tümpel, an dem im Frühjahr 2007 ein erstklassiges Quakkonzert stattfand. Auch die nächsten paar Meter wurden irgendwie unsere Geruchssinne durch tierische Dürfte beeinflusst. Wir waren uns nicht ganz sicher, aber vermutlich waren es Wildschweine. Das würde aber unterstreichen, wie ruhig diese Wanderregion (Nikolsdorfer Wände) ist, dass sich die Tiere selbst in der Hauptwandersaison nicht sonderlich gestört fühlen. Und bitte keine Panik, Wildschweine greifen normalerweise keinen an, sondern verstecken sich viel lieber im Unterholz, als sich zu prügeln.
Kletterwand_Leupoldishain_kleinAm Ende des Forstweges trifft man auf die Straße zwischen Kirchberg und Langenhennersdorf. Hier biegt im spitzen Winkel der markierte Weg wieder in den Wald ab und es geht wieder zurück. Der Weg steigt noch ein kleines bisschen an und dann geht es auf einem sehr angenehmen Waldweg der Wanderwegmarkierung hinterher. Die Baumsorten in dem Wald wechseln sehr auffällig, im ersten Teil ist es ein lichter Wald und dann wieder ein extrem dichter/dunkler Fichtenwald. Zwischendurch steht auch mal wieder eines dieser Stahlrohre am Wegesrand, die überall im Wald der Nikolsdorfer Wände zu finden sind. Wasserrad_Leupoldishain_kleinIch vermute, es sind irgendwelche Messpunkte von dem Bergwerk weit unter dem Waldboden, weil mindestens bei zweien von den Dingern drückte sich ein kräftiger Luftstrahl an dem Deckel vorbei. An der Wildwiese sollte man noch mal kurz von dem markierten Weg abweichen und 50 Meter weiter geradeaus bis zum Hochsitz wandern. Von dieser kleineren Kuppe hat man dann einen netten Blick über ein Wiesental und versteht auch, warum genau an dieser Stelle der Hochsitz steht. Das letzte Stück der Wanderung führt wieder runter in die Ortschaft Leupoldishain, welche man am neu gestalteten Spielplatz ziemlich in der Mitte des Dorfes erreicht. Der Spielplatz war sogleich ein richtig toller Magnet für unsere große Tochter, da sie bisher noch nie an einer Kletterwand herumtoben konnte. Ich konnte sie nur mit gutem Zureden und einem kleinen Wasserrad wieder von der Kletterwand weg bekommen.
vorwitziges_Huhn_Leupoldishain_kleinDie letzten Meter geht es wieder bis zum Ausgangspunkt zurück. Für uns gab es am Parkplatz noch eine nette Abwechslung, da ein Huhn um unseren Wagen herumspazierte und auch noch den Fußraum genau untersuchen musste. Vielleicht sollte ich unser Auto doch mal aussaugen.
Damit war eine kleinere Wanderung beendet, die nicht gerade mit wahnsinnigen Höhepunkten aufwartete, aber unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ ganz gut durchgeht. Außerdem sind die 5-jährige Beinchen meiner großen Tochter noch nicht darauf ausgelegt, Tagestouren zu unternehmen. So lässt sich die Wanderung ganz gut als Nachmittagsrunde empfehlen.

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