Dom

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 5,50 km
Höhenunterschied:
ca. 380 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Kletterabschnitte
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Klettern
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Parkplatz Gamrig - Waltersdorfer Berg - roter Punkt - Rathen - Touristeninformation - roter Strich - Feldsteine - Honigstein - Lokomotive - Dom - Pionierweg - grüner Strich - Knotenweg - Koppelsgrund - roter Strich - Gamrigweg - Gamrig - Rathener Straße - roter Punkt - Parkplatz Gamrig

Beschreibung:

Diese Wanderung zum Kletterfelsen Dom in der Sächsischen Schweiz ist im Grunde aus einem Missgeschick entstanden. Eigentlich wollten wir zu einer geführten Wanderung, die in Rathen starten sollte. Blöderweise hatten wir uns nicht angemeldet, da wir davon ausgingen, dass bei so vielen Besuchern in der Sächsischen Schweiz die Wanderung ganz bestimmt auch stattfinden würde. Tja, falsch gedacht. Da wir aber jetzt schön früh morgens in dem Kurort Rathen standen, musste eine Alternativwanderung aus dem Ärmel geschüttelt werden. Und weil das Felsenriff um die Honigsteine immer wieder toll ist, war das Ziel schnell bestimmt.
Als Ausgangspunkt der Wanderung ist aber der Kurort Rathen nicht zu empfehlen, da man hier keinerlei öffentliche Parkplätze findet und so startet die Wanderung oberhalb von Rathen an dem Parkplatz neben dem Gamrig. Hier findet man eigentlich immer einen Parkplatz. Zuerst geht man ein Stück auf der Zufahrtsstraße von Rathen. Dazu biegt man vom Parkplatz nach links ab und folgt der Straße. Der Wanderweg ist hier mit dem roten Punkt roter Punkt markiert. Insgesamt folgt man der Straße etwas weniger als einen Kilometer, wobei man eine schöne Aussicht namens Margaretenhöhe passiert, bis man das Feuerwehrhaus bzw. dahinter die Touristeninformation erreicht. Der Weg über die Zufahrtsstraße ist zwar nicht so angenehm wie eine Waldwanderung, aber zu den meisten Zeiten hält sich der Autoverkehr auf der Straße in Grenzen.
An dem besagten Gebäude wird die Straße verlassen und es geht nach rechts ein paar Meter auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich entlang. Zuerst wird ein Parkplatz und dann eine Vielzahl alter Garagen passiert. Gleich hinter den Garagen wird der offizielle Wanderweg nach links verlassen. Hier geht es an den eigentlichen Aufstieg. Auf der rechten Pfadseite kann man auch schon die ersten Felsen erkennen und deshalb folgt man nach 200 Metern Aufstieg dem Pfad nach rechts. kleine_Klettereinlage_Honigsteine_kleinHier wird die Bergbesteigung noch ein kleines bisschen steiler, aber so einige Stufen helfen, auf die Felsen zu kommen. Die Felsen an den Feldsteinen und Honigsteinen sind sehr beliebt bei den Kletterern und so ist der Weg nach oben ganz gut ausgebaut. Der Pfad erreicht einen Bergsattel zwischen den Feldsteinen und Honigsteinen. Für die weitere Wanderung geht es mit ein paar kleineren Klettereinlagen nach rechts aufwärts. Diese Klettereinlagen sind aber wirklich einfach und sollten eigentlich keinen abschrecken.
Nachdem man die erste Kletterei erfolgreich absolviert hat, hält man sich leicht links und es geht an einem großen abgebrochenen Felsstück vorbei. Die Wanderung folgt einem gut sichtbaren Pfad auf der westlichen (linken) Seite der Felsen. Am zweiten möglichen (sichtbaren) Felseneinschnitt sollte man nach rechts aufsteigen. Man könnte zwar auch den verführerischen Pfad weiter wandern, aber dann geht es an einer brenzligen Stelle entlang. Hier müsste man unter einem Felsen neben einer Felskante entlang kriechen. Da ist der Weg über die Felsen viel einfacher. Für die Miniklettereinlage gibt es sogar zwei unterschiedliche Aufstiege, Basteibruecke_von_Honigsteinen_kleindie beide gleich leicht sind. Lokomotiv-Dom_von_Honigsteinen_kleinZwischendurch bieten sich mehrere Aussichten entweder rüber zu den Besuchermassen auf der Bastei oder zum Hauptziel der Wanderung, der Lokomotive, an. Nach der leichten Klettereinlage geht es auf einer kleinen Ebene auf den nächsten Felsen zu. Dieser kann auf beiden Seiten umrundet werden, um dann den Abstieg zu erreichen.
Bevor es aber abwärts geht, sollte man unbedingt noch ein Stückchen weiter nach vorne wandern. Zu allererst erreicht man die Lokomotive mit der Esse und dem Dom. Zwischen den beiden befindet sich der Kesselgrat, der zur Sommersonnenwende 2010 zu einem lustigen Foto herhalten musste. Normalerweise ist der Honigstein bzw. die Lokomotive eine ruhige Stelle, aber in diesem Fall sitzen mindestens 17 Kletterer auf dem Grat. Ich weiß, dass die Bezeichnung Dom für die Wanderung leicht irreführend ist, aber als alter Kölner finde ich, dass auch die Sächsische Schweiz einen Dom verdient hat. Die genaue Bezeichnung in den Kletterkreisen ist: Lokomotiv-Dom. Amselsee_von_den_Heonigsteinen_kleinAn der Lokomotive kann man auch noch dran vorbei wandern und noch bis zum Fuß des nächsten Felsens weiter gehen. Von der Vorderseite des Felsens und auch von der Lokomotive hat man eine tolle Aussicht in das Tal des Amselsees. Von der Theorie her soll man eigentlich auch noch auf der Felskette weiter gehen können, aber irgendwie hat uns dazu der Mut gefehlt. Deshalb geht es wieder zurück in die Richtung der Lokomotive. Im Fuße der Lokomotive befindet sich auch ein kleiner Durchgang und ein sehr netter Platz davor. Hier bietet sich eine Rast mit toller Aussicht an.
Jetzt geht es die paar Meter wieder zurück, bis zum schon vorher gesehenen Abstieg. Dieser Weg runter von den Honigsteinen ist sehr einfach zu bewältigen, da der Pfad mit einigen ordentlichen Stufen angelegt ist. Am Ende des Pfades erreicht die Wanderung einen breiten Forstweg mit dem Namen Pionierweg. Dieser Weg ist im Jahre 1895 von dem Königlich Sächsischen Pionier Bataillon 12 gebaut worden. Da hier Geschütze hoch bzw. runter bewegt werden sollten, ist die Steigung sehr angenehm zu wandern. Die Wanderung folgt dem grün markierten Wanderweg grüner Strich für ein Stück von ¼ Kilometer nach rechts, bis der markierte Weg einen scharfen Knick nach links macht. Hier wird der breite Forstweg geradeaus verlassen. Tja und jetzt wird die Wanderbeschreibung richtig schwierig, da es über ein paar unterschiedliche Pfade weiter geht. Hier würde die Wanderkarte Bastei von Dr. Böhm extrem weiterhelfen, aber wir versuchen, die Strecke möglichst gut zu beschreiben.
Nach ungefähr 100 Metern auf dem unmarkiertem Weg biegt nach rechts ein Weg ab, den es weiter aufwärts geht. Der Weg macht den Eindruck, als wenn man über einen Bergsattel wandert, den es auf der gegenüberliegenden Seite wieder herunter geht. Auf der rechten Wegseite befinden sich die Felsen der Honigsteine. Nach 300 Metern auf dem Pfad abwärts erreicht man einen Forstweg (Verlängerung vom Knotenweg), den es nach rechts weiter abwärts geht. Am Ende dieses Weges ist die Wanderung im Koppelsgrund angekommen und es geht ein Stück auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach links weiter. Der Weg durch den Grund wird auch Füllhölzelweg genannt und ist ziemlich angenehm zu wandern. Nach ½ Kilometer befindet sich auf der rechten Seite eine kleine Brücke, die der Start für den Gamrigweg ist. Die ersten paar Meter gehen noch durch den Koppelsgrund und dann steigt nach rechts der Weg deutlich merkbar an. Da das nächste Ziel der Gamrig sein soll, muss es einen eigentlich nicht wundern, dass es aufwärts geht. Der Zugang zum Felsen ist ausgeschildert und sollte auch unbedingt unternommen werden. Um auf den Gamrig hoch zukommen, müssen ein paar Stufen bewältigt werden und schon ist man auf einem freistehenden Felsen mit einer netten Rundumsicht. Blick_von_Gamrig_auf_Elbetal_kleinGanz besonders auffällig ist, dass fast kein Baum die Panoramaausicht behindert und der Felsen eine ganz besondere Form hat. Troepfelburg_Gamrig_kleinWir vergleichen diese Felsenform immer mit einer „Tröpfelburg“ vom Strand. Der Sandstein ist am Gamrig in vielen Schichten, die nach oben immer schmaler werden, abgetragen worden. So hat der Felsen hier eine ganz markante Form erhalten. Obwohl der Gamrig sehr einfach zu erreichen ist, haben wir bis jetzt immer Glück gehabt und es waren relativ wenige andere Besucher auf dem Gipfel.
Die Wanderung führt jetzt für das letzte kleine Stück die paar Höhenmeter wieder vom Gipfel herunter bis auf den Wanderweg. Hier geht es nach links und schon nach ein paar Metern ist die bekannte Zufahrtsstraße von Rathen erreicht. Damit ist die Wanderung wieder am Anfangspunkt angekommen und obwohl der Start der eigentlich geplanten Wanderung schon schief gelaufen ist, ist doch noch eine sehr schöne Runde herausgekommen. Die Wanderung war angenehm ruhig, es gab ein paar interessante Felsen und Aussichten und durch die Miniklettereinlagen an den Honigsteinen ein bisschen Abwechslung. Das einzige Manko der Runde war die Streckenfindung in dem Teilstück zwischen den Honigsteinen und dem Gamrig.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Waltersdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Gamrig
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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