Dorfrundgang Hinterhermsdorf

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Karte:
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Dauer:
ca. 1,75 h
Entfernung:
ca. 5,00 km
Höhenunterschied:
ca. 144 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
asphaltiert
empfohlene Karten:
Hinterhermsdorf und die Schleusen;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Haus des Gastes - Schandauer Straße - Rand vom nordwestliches Hinterhermsdorf - Schandauer Straße - grüner Strich - Dorfbachweg - Beize - Buchenstraße - roter Strich - südöstliches Hinterhermsdorf - Birkenweg - Neudorfstraße - gelber Strich - Engelskirche - Oberdorf - Parkplatz

Beschreibung:

Wenn man in der Nähe von Hinterhermsdorf wandert, trifft man automatisch auf kleine Informationstafeln zum Heimatkundlichen Dorfrundgang. Der Startpunkt und die Übersichtstafel zu diesem Spaziergang befinden sich am Erbgericht im Zentrum von Hinterhermsdorf. Auf der größten Tafel zu diesem Dorfrundgang befindet sich auch ein Lageplan der einzelnen Tafeln/Stationen im Ort. Damit lässt sich der Rundgang ganz hervorragend nachvollziehen bzw. auch mit einem fehlenden Schild weiter führen. Deshalb gibt es den Plan auch hier noch mal zum Ausdrucken:

Plan_der_Stationen_Dorfrundgang_Hinterhermsdorf

Vom Parkplatz/Erbgericht geht es zuerst in Richtung Buchenparkhalle (südliche Richtung) und schon gleich an der ersten Hausecke hängt die Informationstafel Nr. 1. Auf der Tafel wird sehr überzeugend die Herkunft des Namens Hinterhermsdorf erklärt und kurz auf die historische Entwicklung des Erbgerichts eingegangen. Von dem großen Platz vor dem Erbgericht geht es nur um das Haus mit der Tafel Nr. 1 herum und dann gleich nach rechts auf der kleinen Gasse weiter. Schon nach wenigen Metern stößt die Gasse wieder auf die Fahrstraße (Schandauer Straße). Gleich am Gemeindehaus hängt die Tafel Nr. 2 mit einer Auflistung der ehemals in Hinterhermsdorf alte_Schule_neuer_Dorfplatz_Hinterhermsdorf_kleinangesiedelten Geschäfte und dass es sogar mal eine Tankstelle mitten im Ort gegeben hat. Für die nächste Tafel (Nr. 3) spaziert man ca. 25 Meter die Schandauer Straße weiter bis zu dem schön gestalteten Platz mit dem Brunnen. Mindestens zweimal im Jahr (Weihnachten und Ostern) wird dieser Brunnen super schön geschmückt und daran kann man auch immer wieder feststellen, dass es eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft gibt. Auf der Rückseite des Brunnens hängt die Tafel Nr. 3, die den Dorfplatz und das ehemalige Schulgebäude erklärt. Was auf der Tafel verschwiegen wird ist, dass das Schulgebäude vor ein paar Jahren durch ein Feuer ganz böse zerstört wurde und jetzt wieder so wunderbar aufgebaut worden ist.
Die nächste Tafel befindet sich gleich auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes. Auf der Tafel Nr. 4 wird das Verhältnis der Hinterhermsdorfer zum Wald in den vergangenen Jahrhunderten beschrieben. Heutzutage befinden sich zwar auch noch große Waldflächen um den Ort herum, aber nachdem jegliche Forstarbeiten weitläufig in mindestens ganz Sachsen ausgeschrieben werden, haben die Bewohner von Hinterhermsdorf kaum noch eine Chance auf Arbeitseinsätze in der Nähe ihres Wohnortes. Auch wird das dann gewonnene Holz nicht in der Nähe des Waldes verarbeitet, sondern mit riesigen LKWs kreuz und quer durch das Land gefahren.
Um das nächste Schild zu entdecken, geht es von der Schandauer Straße weg und in östliche Richtung auf der Zufahrt weiter. Nach 30 Metern erreicht man einen der ursprünglich 13 Bauernhöfe von Hinterhermsdorf. Bauernhof_Tafel_5_Hinterhermsdorf_kleinPassend zu der eigentlichen Tafel Nr. 5 befindet sich noch gleich daneben eine Tafel mit den einzelnen Gehöften und den dazugehörenden Feldern. Es sieht auf der Tafel schon ziemlich seltsam aus, wie die riesig langen Felder in einem Bogen verlaufen, aber praktisch ist das einfach nur das Ergebnis der Landschaftsform. Noch heute kann man die ursprünglichen Felder sehr gut in der Natur erahnen, da mehrere Feldwege in der Bogenform aus dem Ort herausführen.
Die Wanderung führt noch ein paar Meter (ca. 30 Meter) in die Richtung der Felder, bis die erste Möglichkeit nach links abbiegt. Diese kleinere Dorfstraße führt parallel zum Feldrand und muss nur einmal, nach 50 Metern, kurz für die Tafel Nr. 6 nach links verlassen werden. Hier befindet sich ein wirklich sehr schön aussehender Bauernhof, der zwar über der Türe die Jahreszahl 1840 trägt, aber diese Steine sind nach einem Brand 1890 einfach nur wiederverwendet worden. Die nächste Tafel befindet sich wieder an der Dorfstraße, die parallel zum Feld verläuft und so geht es wieder bis zu dieser zurück und dann nach links. Die Tafel mit der Nr. 7 befindet sich auf der rechten Seite an einer Scheune und beschreibt sehr gut, was und in welcher Zahl sich früher in einem Bauernhof befand. Bevor man die nächste Tafel erkundet, bietet sich hier auch noch ein kurzer Abstecher in die Gaststätte Zum Wanderstübel (www.wanderstuebel.de) an. Hier kehren nicht nur die Wandersleute gerne ein, sondern auch die Einheimischen.
Für die nächste Tafel geht es noch ein kurzes Stück in der Verlängerung der Dorfstraße parallel zum Feld weiter. Hier befindet sich nur noch eine Wiese, aber mit einem deutlich zu erkennendem Trampelpfad. Bald erreicht man einen Garagenplatz und ein weiteres Gehöft. Die Tafel Nr. 8 befindet sich an der Zufahrt zum Grundstück und erklärt, dass eigentlich die Felder früher für eine wirtschaftliche Nutzung zu klein gewesen sind und erst durch eine spätere Erweiterung in westliche Richtung vergrößert wurden. Durch diese Maßnahme war auf einmal dieses Gehöft das größte von Hinterhermsdorf.
Der Spaziergang führt jetzt von der nordwestlichen Seite von Hinterhermsdorf weg und steigt runter zur Hauptstraße, der schon bekannten Schandauer Straße. Genau zu dieser Straße liefert die Tafel Nr. 9 dann auch die passenden Informationen. Es ist schon ziemlich verwunderlich, dass die heutige Hauptzufahrtsstraße erst im Jahre 1874 gebaut worden ist. Links neben der Tafel vom Heimatkundlichen Dorfrundgang hängt eine viel traurigere Tafel. Von diesen Steintafeln hängen so einige auf der Strecke von Neustadt über Sebnitz rüber nach Böhmen. Sie handeln vom Todesmarsch Schwarzheide und einem sehr dunklem Teil der deutschen Geschichte. Aber es soll auf dieser Wanderung eher zum Thema Hinterhermsdorf weiter gehen und so wird die nächste Tafel in Richtung Dorfmitte gesucht. Die Tafel Nr. 10 hängt am Gasthof Zur Hoffnung (www.gasthof-zur-hoffnung.de)  und erzählt die Geschichte dieser Gaststätte und Pension. Es ist schon ziemlich beeindruckend, Schild_Gasthof_zur_Hoffnung_Hinterhermsdorf_kleinwenn man überlegt, dass hier schon seit mehr als einem Jahrhundert Urlauber mit Stärkung und Unterkunft versorgt werden. Sehr nett ist auch das Schild gleich über der Haustür: „Gasthof zur Hoffnung. Schöner schattiger Garten. Freundliche Zimmer mit guten Betten. Warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit. Gutgepflegte Biere und Weine. Ausspannung. Hochachtend Wilhelm Richter.“ Das ist eine nette einladende Begrüßung und kann auch über 100 Jahre später noch begeistern.
Die Tafel Nr. 11 steht wieder ein paar Meter weiter in Richtung Dorfmitte, aber diesmal auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das ist ziemlich komisch, da gerade auf dieser Tafel das Haus Schandauer Straße 68 beschrieben wird. Ein zweites Thema dieser Tafel ist der Untergrund mit der Grenzlinie Lausitzer Verschiebung zwischen Granit und Sandstein.
Tja und ab dieser Stelle fing bei uns das Elend mit den Tafeln an. Von der Tafel Nr. 11 verlässt der Heimatkundliche Dorfrundgang die Schandauer Straße und führt über die Straße namens Dorfbachweg weiter. Blöderweise waren im Winter 2011/2012 hier alle Tafeln verschwunden und meistens haben wir nur noch die Pfosten mit den Anschraubspuren entdeckt. Ob die Tafeln nur zur Überholung im Winterschlaf waren oder irgendwelche Vandalen sie abgerissen haben, konnten wir bis jetzt nicht herausfinden, aber wir werden die Stelle ganz sicher noch ein paar Mal anschauen. Dann wird es natürlich eine Aktualisierung zu den Tafeln 12 – 15 geben.
Die nächste Tafel befindet sich dann, wenn man den Dorfbachweg in Richtung Dorfmitte spaziert, gleich am Anfang der Straße namens Beize. Geburtshaus_Wildschuetz_Jans_Carl_Gottlieb_Dietrich_kleinDas erste Haus auf der linken Seite ist richtig schön wieder hergerichtet worden und die Tafel Nr. 16 erklärt, dass in dem Haus der Wildschütz Carl Gottlieb Dietrich (auch Jahnslieb oder Jans genannt) geboren ist und gewohnt hat. Der Name Jans taucht im Bereich Hinterhermsdorf gleich an ganz vielen Stellen auf, so gibt es einen Janslochweg, ein Jansloch, einen Jans Fang usw. Von der Tafel geht es ungefähr 100 Meter auf der Straße namens Beize in Richtung Ortausgang, bis die erste Möglichkeit, nach links abzubiegen, kommt. Blick_auf_Ortsmitte_Hinterhermsdorf_von_der_Beize_kleinEs handelt sich um einen kleineren Pfad, der als Verbindungsweg zu den Häusern links der Straße dient. Sehr komisch ist, dass die dann erreichte Straße keinerlei Verbindung mit der vorhergehenden hat, aber auch Beize heißt. Kurz bevor man die Straße erreicht, befindet sich die Tafel Nr. 17. Auf ihr wird sehr schön aufgezählt, welche unterschiedlichen Berufsgruppen es im Jahre 1850 in Hinterhermsdorf gab. Sehr interessant ist, dass es insgesamt 148 Häuser gab und darin 1148 Einwohner lebten. Bauernhof_Beize_Hinterhermsdorf_kleinHeutzutage dürfte es, im Gegensatz zu damals, ungefähr die Hälfte oder sogar nur noch 1/3 der Bewohner pro Haus sein. Die Berufsbezeichnung Hausierer ist aus heutiger Sicht die seltsamste in der Aufzählung, aber sie beschreibt die Mitmenschen, die die Waren aus Hinterhermsdorf in das umliegende Land verteilten.
Die nächste Tafel befindet sich gleich an den Blumentopf_mit_Jahreszahl_1849_Hinterhermsdorf_kleinersten Häusern und erklärt die Herkunft des Namens Beize. Außerdem werden auf der Tafel Nr. 18 die beiden südlichsten Bauernhöfe erklärt. Beide befinden sich schon im Bereich des Sandsteins und kämpfen dadurch mit fehlendem Grundwasser und außerdem sind die Grundstücke für einen wirtschaftlichen Betrieb zu klein. Gleich unterhalb der Tafel steht ein Blumentopf, der ganz bestimmt vorher eine ganz andere Funktion hatte. Sehr interessant ist, dass eine Jahreszahl eingemeißelt ist: 1849.
Die nächsten beiden Tafeln Nr. 19 und 19a stehen an der Buchenstraße und beschreiben, dass diese Straße schon wirklich uralt ist und womöglich Behmerweg_heutzutage_Buchenstrasse_Hinterhermsdorf_kleinsogar schon vor der Entstehung von Hinterhermsdorf vorhanden war. Am unteren Ende der Straße (Buchenparkstraße Nr.10) befindet sich ein kleines Haus, das früher zur Kontrolle der Einreisenden diente. Genau darüber klärt die Tafel Nr. 19a auf. Die Wanderung passiert das Haus eigentlich nicht und wenn man doch bis zu ihm herunter gewandert ist, muss man wieder 100 Meter die Buchenparkstraße hoch wandern. Die Wanderung sollte nämlich eigentlich nur ein paar Meter die Buchenparkstraße herunter gehen, um dann vor dem ersten Haus auf der rechten Straßenseite (von oben kommend) wieder abzubiegen.
Schon nach ein paar Metern auf dem Feldweg erklärt die Tafel Nr. 20, dass sich dieses Anwesen nicht ganz in der Nähe der dazugehörenden Felder befindet, da dort kein Brunnen gebaut werden konnte bzw. kein Wasser fließt. ehemaliger_Loeschteich_Hinterhermsdorf_kleinEin paar Meter unterhalb des Hauses befindet sich heutzutage ein schön angelegtes Biotop, das früher als Löschteich und zur Gewinnung von Eisklötzen für das Kühlhaus einer Fleischerei genutzt wurde. Solche Löschteiche findet man heutzutage immer noch in allen Ortschaften, aber zum Glück gibt es heutzutage auch noch unterirdische Wasserleitungen, die bei einem Brand große Wassermengen zur Verfügung stellen können. Heutzutage dürfen sich alle möglichen Lebewesen in den alten Teichen vergnügen.
Die Tafel Nr. 21 befindet sich an der Kreuzung zwischen dem Feldweg und der Neudorfstraße und erklärt, dass die Straße ein uralter Zugang zu den Kalkbrüchen im Weißbachtal ist. Wer denn die Tafel Nr. 21 verpasst hat, weil er geradeaus dem Feldweg gefolgt ist, wird diese Tafel auf dem Rückweg über die Neudorfstraße entdecken. Die östlichste Tafel Nr. 22 befindet sich auf dem Lehmhübelweg mit der roten Wanderwegmarkierung roter Strich gleich hinter dem letzten Haus Windbruchflaeche_Neudorf_Hinterhermsdorf_kleinauf der linken Wegseite. Hier hat man einen freien Blick auf eine Wiesenlandschaft östlich von Hinterhermsdorf und auf der Tafel wird erklärt, dass diese freie Fläche durch einen gewaltigen Windbruch entstanden ist. Die Bewohner in diesem Bereich waren Kleinbauern und Waldarbeiter und haben die Einwohnerzahlen von Hinterhermsdorf innerhalb kurzer Zeit ordentlich ansteigen lassen.
Zu der nächsten Tafel geht es wieder ein paar Meter zurück in das bewohnte Gebiet, um dann gleich an der ersten Möglichkeit (70 Meter hinter der Tafel Nr. 22) nach rechts leicht abfallend herunter zu wandern. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite von der Pension Zum Wildschütz (www.wildschuetzhaus.de) befindet sich in der Stützmauer ein Brunnen, der auf der Tafel Nr. 22a erklärt wird. Die Pension Zum Wildschütz sieht wirklich toll aus und wenn man sich vorstellt, dass es sich um eines der ersten Häuser vom Neudorf handelt, ist die Sanierung eine wirklich hervorragende Leistung. An dem Haus kann man in den typischen Wanderjahreszeiten jederzeit vorbeikommen und es herrscht immer Trubel im Garten.
Die Wanderung führt über die Neudorfstraße in Richtung Ortsmitte zurück. Ziemlich genau 400 Meter von der letzten Tafel entfernt fällt auf der rechten Straßenseite ein ziemlich großes Backsteingebäude auf, an dessen Zaun die Tafel Nr. 23 über die Historie dieses Hauses aufklärt. Es ist schon sehr interessant, dass sich das Haus von einer Forstverwaltung (deshalb auch das riesige Geweih an der Hauswand) über eine Schule zum Kindergarten entwickelt hat. Die nächste Tafel steht an der Kreuzung der Neudorfstraße mit der bekannten Buchenstraße. Es handelt sich um die Tafel Nr. 24, die auf den unscheinbaren Wegweiser an der Kreuzung hinweist. Es ist schon wirklich verwunderlich, dass die Sandsteinsäule über 180 Jahre an so einer Stelle überlebt hat. Tafel Nr. 25 befindet sich ein paar Meter Museum_Waldarbeiterstube_Hinterhermsdorf_kleinauf der Buchenstraße in Richtung Dorfmitte gleich an der Waldarbeiterstube. Diese Tafel weist nur darauf hin, dass man einen kurzen Abstecher in das alte Umgebindehaus unternehmen soll. Dieser Abstecher ist nicht besonders zeitaufwendig und es ist immer wieder interessant, wie liebevoll der Heimatverein von Hinterhermsdorf (www.heimatverein-hinterhermsdorf.de) hier einige Werkzeuge der Waldarbeiter austellt und einen bunten Garten angelegt hat.
Gleich gegenüber von der Waldarbeiterstube geht es ein paar wenige Meter hoch zur Engelskirche von Hinterhermsdorf und noch vor dem eigentlichen Eingang auf das Grundstück steht die Tafel (Nr. 26) , die einerseits die Entwicklung der Kirchgemeinde und den eigentlichen Kirchenbau und die Namensentstehung Engelskirche erklärt. Der Dorfrundgang führt über den Friedhof mit seinen beeindruckend alten Grabsteinen und dem schönen Blick über das Dorfzentrum, um dann auf der linken (nördlichen) Seite durch die Friedhofsmauer das Grundstück wieder zu verlassen. Am Ende des Pfades befindet sich gleich an der Grundstücksecke die nächste Tafel (Nr. 27), die das Gebiet Schäferräumicht und Langk kurz erklärt. Der Weg rechts neben der Tafel, mit dem Namen Viehbigt, ist vor der Reformation der Weg der Hinterhermsdorfer zu ihrer Kirche in Brtníky (Zeidler) gewesen. Es ist schon sehr beeindruckend, welche riesigen Strecken die Gläubigen früher für ihren Weg zum Gottesdienst in Kauf genommen haben. Aber damit ist dann auch erklärt, warum in Brtníky (Zeidler) und Mikulášovice (Nixdorf) so riesige Kirchen standen bzw. stehen.
Gleich ein paar ganz wenige Meter links neben der letzten Tafel befindet sich auch schon die Tafel Nr. 28. Auf ihr wird der Name Viehbigt und das Pfarramt von Hinterhermsdorf erklärt. Es ist aus der heutigen Sicht schon sehr ungewöhnlich, dass zu einem Pfarramt auch noch eine Bauernwirtschaft gehört, aber vermutlich fällt einem heutzutage das einfach nur nicht mehr auf, welchen Besitz die Kirche hat. Der Dorfrundgang geht weiter in die Richtung der großen Halle auf der linken Seite. ehemaliger_LPG-Stall_Hinterhermsdorf_kleinDie Tafel Nr. 29 befindet sich an der linken Seite/Zufahrt der Halle und erklärt, dass es früher eine Milchviehanlage war und jetzt als Pferdestall benutzt wird. Es ist schon wirklich beeindruckend, welche kräftigen Pferde hier im Stall stehen, aber es sind halt auch keine Ponys, auf denen ein paar Mädels reiten, sondern richtige Nutzpferde, die große Pferdekutschen ziehen oder im Wald Holz rücken.
Die letzte Tafel (Nr. 30) befindet sich gleich am Wohnhaus unterhalb der großen Halle. Dieses Haus war der Wohnsitz des Floßmeisters, der früher dafür verantwortlich war, dass die gefällten Bäume in Richtung Elbe bewegt wurden. Anscheinend war es ein gut bezahlter Job, da er sich immerhin einen relativ großen Dreiseitenhof bauen konnte. Damit ist eine sehr interessante Dorfrunde zu Ende gegangen, die nicht nur für die Erwachsenen mal wieder einige Neuigkeiten bot, sondern auch die kleineren Mitwanderer hatten großen Spaß, die vielen Tafeln zu finden. Der Heimatkundliche Dorfrundgang hat allen Teilnehmern ausreichend Abwechslung geliefert und es ist schön, dass sich der Heimatverein Hinterhermsdorf so viel Mühe gemacht hat. Umsonst wird das Dorf eben nicht so häufig ausgezeichnet.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Ortsmitte
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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