Eiswanderung in Böhmen

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivnegativnegativnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 4,00 h
Entfernung:
ca. 14,00 km
Höhenunterschied:
ca. 450 Meter
beste Reisezeit:
nicht im Winter
Schwierigkeitsgrad:
leicht
witterungsbedingt schwierig
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Haus des Gastes - grüner Punkt - Buchenparkhalle - Höllstraße - Alte Böhmer Straße - Kirnitzschtal - Grenzübergang Hinterdittersbach - grüner Strich - Jankenwaldweg - Jungferntanne - blauer Strich - Brückengrund - Unterer Weg - Wolfstafel - Grenzübergang Hinterdaubitz - gelber Strich - Liebschenräumicht - Hinterdaubitzer Straße - Hinterhermsdorf - Neudorf - Neudorfstraße - Haus des Gastes

Beschreibung:

Gleich etwas vorne weg, als ich die Wanderung durchgeführt habe, war der Grenzübergang Rabenstein noch nicht geöffnet. Seit dem 28.10.2003 ist der Grenzübergang Rabenstein für Wanderer und Radler geöffnet.
Die Wanderung startet wie fast alle Wanderungen im Bereich Hinterhermsdorf auf dem großen Parkplatz von Hinterhermsdorf. Von dort geht es ins Dorf und man folgt immer der Ausschilderung „Bootsstation“ oder „Obere Schleuse“. Man folgt erst mal bis zur Buchenparkhalle den Wegmarkierungen grüner Punkt grüner Punkt, blauer Strich blauer Strich oder roter Strich roter Strich. An der Buchenparkhalle kann man auch ganz hervorragend parken. Die Parkplatzgebühren sind die gleichen wie im Ort, nur hier steht das Auto ziemlich im Wald. An der Buchenparkhalle folgt man weiterhin dem grünen Punkt. Die beiden anderen Wegmarkierungen gehen runter in Richtung Schleusen. Ungefähr 400 Meter hinter der Buchenparkhalle biegt der grüne Punkt nach rechts ab. Da man aber ins Kirnitzschtal hinunterkommen möchte, geht es den Weg geradeaus ins Tal runter. Die Wanderung geht über die alte Böhmerstraße immer weiter nach unten, durch mehrere Hohlwege, bis ins Kirnitzschtal. Am Ende der alten Böhmerstraße geht es nur noch links oder rechts. Auch wenn es nicht so aussieht (ich zumindest hatte das Gefühl, auf dem falschen Weg zu sein) geht es hier nach rechts. Nach 250 Metern erreicht man die Wegmarkierungen blauer blauer Strich und grüner grüner Strich Strich. Diesen beiden Wegmarkierungen folgt man nach links. Beide Wanderwege biegen nach kurzer Strecke wieder nach links ab, man selber geht aber weiter geradeaus.
Grenzuebergang_Rabenstein_kleinVor einem liegt jetzt die Brücke über die Kirnitzsch. Die Brücke ist, aus welchem Grund auch immer, unpassierbar gemacht worden, indem man die Betonplatten entfernt und davor aufgestapelt hat. Die Nationalparkverwaltung plant für dieses Jahr (2003) einen Neubau dieser Brücke und ich schätze mal, dass es dann auch einen Grenzübergang für Fußgänger an dieser Stelle geben wird. Leider ist dieser Grenzübergang schon in mehreren Wanderkarten als offizieller Grenzübergang eingetragen und ich hatte mir diese Wanderung in den Kopf gesetzt. Also musste ich jetzt über diese seltsame Brücke.
An dieser Stelle befand sich bis 1945 der Ortsteil Hinter- Dittersbach. 1833 wurden 4 Häuser, um 1900 7 Häuser erwähnt. Die Böhmerstraße bildete die Grenze zwischen der Binsdorfer und der Böhmisch-Kamnitzer Herrschaft. Hier stand die alte Kirnitzschschänke und die beiden herrschaftlichen Forsthäuser. Ab dem letzten Jahrhundert war hier ein Knotenpunkt mehrerer Wanderwege. (Dies stand so auf einer Informationstafel dort.)
Auf einem dieser Wanderwege geht es jetzt weiter. Man geht also über die Brücke und dann gleich links den Berg hoch. Oben angekommen, geht es einen sehr angenehmen Gratweg entlang. Ganz interessant ist, mit was für einer Mühe die Böhmen versuchen, einen natürlichen Mischwald wieder herzustellen. Es ist erfreulich und bewundernswert. Am Wegesrand sind zig Schonungen zu sehen, die mit wirklich schicken Holzzäunen umschlossen sind. Die Wanderung geht ab der Grenze über den böhmischen Wanderweg mit der Markierung grüner Strich grüner Strich. Nach drei Kilometern kreuzt der böhmische blaue Wanderweg blauer Strich. Diesem Weg folgt man nach links. Jetzt wird es wirklich romantisch. Es geht mehrere Male durch Hohlwege den Berg hoch und runter. Diese Schluchten sind so eng, dass mein Navigationssystem leider keine Satelliten mehr gefunden hat. So gibt es keine aufgezeichneten Höhendaten. Ich schätze, dass zu den aufgezeichneten Höhendaten 150 – 200 Meter dazukommen, da es in den Hohlwegen einige Male hoch und runter ging.
Eisweg_Boehmen_2_kleinLeider waren die Wege für die Sonne so unerreichbar, dass es so 6 – 7 Kilometer auf blankem Eis entlangging. Zum Teil waren die Wege unpassierbar, weil auch noch Regenwasser (ich hatte ein bisschen Pech mit dem Wetter) über die Eisfläche lief und damit ein Begehen fast unmöglich machte.
Irgendwann kommt dann der Wanderweg mit dem blauen Strich am Fußgängergrenzübergang an. Hier kann man mal wieder feststellen, dass Hr. Böhm seine Wanderkarten die besten sind. Es gibt mehrere andere Wanderkarten, da ist der Grenzübergang an der falschen Stelle eingezeichnet. Die Abweichung liegt im Bereich von einem halben Kilometer. Der Grenzübergang ist nicht gleich an der Niedermühlen, sondern ein Stück weiter nördlich.
Über den Grenzübergang geht es den Weg bis zu den nächsten zwei Wegmarkierungen: gelber gelber Strich und roter Strich roter Strich. Diesen beiden Wegmarkierungen folgt man aber nur die nächsten 150 Meter. Jetzt geht ein direkter Forstweg nach links nach Hinterhermsdorf. Nach einem Kilometer erreicht man die ersten Häuser von Hinterhermsdorf. Von hier aus geht es wieder dem gelben Strich gelber Strich über die asphaltierte Straße nach, bis man den Parkplatz wieder ereicht.

Fazit:
Die Wanderung ist eine sehr schöne Wanderung, aber im Winter leider unbrauchbar.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Ortsmitte
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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