Elbleiten

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 9,00 km
Höhenunterschied:
ca. 330 Meter
beste Reisezeit:
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bad Schandau;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Krippen - Elbehang - Bad Schandauer Bahnhof - Tappichtsteig - Elbleitenweg - Lindigtschlüchteweg - Kleinhennersdorf - Hauptstraße - gelber Punkt - Kellerfels - Krippen

Beschreibung:

Diese Wanderung ist nicht auf unserem Mist gewachsen, sondern uns von einem aufmerksamen Leser unserer Internetseite empfohlen worden. Ausgerechnet die Lieblingsstrecke dieses Lesers aus Reinhardtsdorf war nirgends in unserer Webseite zu finden. Deshalb haben wir gleich mal die Strecke abgelaufen. Da wir schon Karfreitag 2009 festgestellt hatten, dass in der Sächsischen Schweiz außergewöhnlich viel Betrieb herrschte, haben wir für den Ostersamstag diese Runde ausgesucht, da in dieser Region normalerweise nicht ganz so große Besuchermassen zu erwarten sind. Den Startpunkt hatten wir an den kleinen Parkplatz am neuen Pumpenhaus in Krippen gelegt. Die Wanderung steigt dort gleich nach ca. 50 Metern auf der Hauptstraße nach rechts auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt aus der Ortschaft heraus. Der Weg geht ein paar Meter am Hang hoch, bis nach rechts ein unmarkierter Pfad abbiegt. Hier wird die gelbe Wegmarkierung verlassen und die Wanderung verläuft auf der Ebene vor den ehemaligen Steinbrüchen entlang. Zum Anfang geht es über einen schmalen Pfad, der aber mit zunehmender Wanderzeit immer breiter wird. Die ganze Strecke ist sehr angenehm zu gehen. Links vom Wanderweg kann man die typischen Hügel bzw. Zugänge zu den Steinbruchwänden sehen. ehemlaige_Zufahrt_Steinbrueche_kleinDie Hügel sind Reste von den Steinbruchtätigkeiten, und damit die geschlagenen Sandsteinklötze ins Elbetal transportiert werden konnten, sind in diesen Abraumbergen Durchgänge angelegt worden. Anscheinend sind die Sandsteinklötze aber nicht nur den Hang geradewegs hinunter geschickt, sondern auch über den Weg, den wir jetzt gehen, transportiert worden. Zwischendurch wird der Weg sogar so super breit, dass selbst heutige LKWs hier fahren und sich sogar begegnen könnten. Damit man auch damals von hier oben herunter kam, ist oberhalb des heutigen Bundespolizeihauses eine Abfahrt ins Elbetal. Besonders auffällig an diesem Weg sind die Straßenbeleuchtungen, die zwar schon ziemlich alt aussehen, aber komischerweise alle noch in einem gut erhaltenen Zustand sind. Dieser Waldweg geht aber auch nach oben auf die Ebene von Kleinhennersdorf. Für den weiteren Wanderverlauf muss man nur ein kurzes Stück von weniger als 100 Metern dem Weg aufwärts folgen, um dann nach rechts auf einen deutlich sichtbaren Weg abzubiegen.
Auch dieser Weg ist ein Zugang zu einem Steinbruch gewesen. Nach etwas mehr als 300 Metern fällt ein leuchtend gelbes Schild mit dem Text „Privatgrundstück; Betreten verboten“ auf. Handschriftlich steht noch darunter, dass dieses elektronisch überwacht wird. Für was auch immer dieses Schild gilt, waren wir uns nicht ganz einig. Vermutlich betrifft dieser Hinweis nur das Haus links oben. Wir sind jedenfalls noch bis in den ehemaligen Steinbruch hineinspaziert. Auch hier sind die Eingriffe in die Natur noch deutlich zu sehen, aber im Moment gewinnt die Natur schon wieder die Oberhand. Die Wanderung geht weiter entweder vor dem gelben Schild auf dem ausgeschilderten Pfad nach Kleinhennersdorf, oder rechts neben dem Steinbruch die paar Stufen hoch. Beide Pfade stoßen nach sehr kurzer Strecke wieder aufeinander und man erreicht die Senke des Tappichtsteigs. Hier steigt die rote Wanderwegmarkierung aus dem Elbetal heraus. Dieser Weg wird aber nur überquert und die Wanderung verläuft weiterhin am Hang entlang. Auch wenn es laut den Wanderkarten in diesem Bereich angeblich richtig viele Pfade gibt, die irgendwie kreuz und quer verlaufen, so ist es sehr einfach, den richtigen Weg zu finden, wenn man sich daran orientiert, dass man auf fast gleichbleibender Höhe entlang wandert. Spätestens ab hier heißt der Weg am Hang Elbleitenweg_Kleinhennersdorf_kleinElbleitenweg. Bevor mir der Leser unserer Webseite die Mail zu seiner Lieblingsstrecke geschrieben hatte, war mir überhaupt nicht bewusst, dass es auch auf der linken Elbeseite einen Elbleitenweg gibt. Den Weg unterhalb der Schrammsteine bin ich schon sehr häufig gelaufen, aber dieser hier ist mir erst jetzt bekannt geworden. Im Gegensatz zu dem Weg an den Schrammsteinen ist dieser Elbleitenweg vollkommen ruhig und auch der Untergrund sieht so aus, als wenn der relativ breite Weg nur sehr selten begangen würde. Vermutlich ist er in vergangenen Zeiten viel häufiger benutzt worden, da früher oberhalb des Bad Schandauer Bahnhofs ein Weg zum Blohmers Eck hoch führte. Heutzutage ist der Eingang von unten zu diesem Weg nur noch sehr schwer zu finden, aber von oben ist der Pfad durch die Laternen und Geländer immer noch sehr gut zu erkennen. Der Elbleitenweg führt weiter in einem großen Bogen um das Rietzsch Hörnel und dann wieder auf dem Lindigtschlüchteweg zurück. Auf dem Elbleitenweg kann man die Ruhe schon sehr genießen, aber durch die Straße unten im Elbetal und die Elbebrücke kommen immer noch vereinzelte Geräusche durch. Dies ist auf dem Lindigtschlüchteweg nicht mehr vorhanden. Obwohl man eigentlich noch ziemlich nah an bewohnten Gebieten bzw. befahrenen Straßen ist, kommt zu diesem Weg kaum noch ein Geräusch durch. Insgesamt verläuft die Wanderung vom Wendepunkt wieder einen Kilometer zurück und dann erreicht man den Waldrand ganz knapp vor Kleinhennersdorf. Es geht zwischen der Kleingartenanlage und dem Feld entlang und dann erreicht man die Hauptstraße am Buswendeplatz. Auf der Straße geht es nach links in Richtung Ortsmitte. Die Wanderung folgt dieser Straße immer schön weiter geradeaus. FFW_Kleinhennersdorf_Schuetzenkonigin_2002_und_2008_kleinZuerst passiert man die alte Eiche (1910) vor der ehemaligen Schule und auch an der abknickenden Vorfahrtsstraße geht es einfach immer weiter geradeaus. Sehr nett sind gleich mehrere Plaketten an unterschiedlichen Häusern, die auf Schützenkönige bzw. -königinnen hinweisen. Dabei handelt es sich aber um Armbrustschützen.
Wenige Meter nachdem man auf die abknickende Vorfahrtsstraße gestoßen ist, biegt nach rechts eine unauffällige Gasse ab. Als Straßenschild ist ein sehr dekoratives Schild mit der Aufschrift Liethenhäuser angebracht. romatischer_Teich_bei_der_Liethenmuehle_kleinNach ein paar Metern Abstieg stößt die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt zum Wanderweg dazu. Die Gasse geht relativ steil den Berg hinunter in Richtung der Gaststätte Liethenmühle (www.liethenmuehle.de). Wenige Meter vor der Gaststätte ist noch ein sehr schöner Teich mit gleich mehreren Zuflüssen und einem künstlichen Fischreiher, der hier den Fischdiebstahl verhindern soll. Nachdem die Wanderung mitten zwischen den Gebäuden der Gaststätte durchführt, geht es dahinter auf einem fast horizontalen Weg weiter, bis die Fahrstraße zwischen Kleinhennersdorf und Schmilka erreicht wird.
Auf der Straße geht es nach links über den riesigen Damm und dahinter biegt nach rechts die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt ab. Rastplatz_unterhalb_Kellerfelsen_kleinDieser Wegmarkierung folgt die Wanderung jetzt bis zum Startpunkt. Auf der Strecke geht es meistens ganz angenehm hoch und runter und nur am Aufstieg zum Kellerfels muss man ein paar Stufen hochsteigen. Rastplatz_Kellerfelsen_kleinEigentlich könnte der Kellerfels eine tolle Aussicht sein, und vermutlich ist es mal eine gewesen, aber leider ist sie heutzutage vollkommen zugewuchert und so ist es nur ein netter Rastplatz am Wegesrand mit einer Bank und einer Gedenktafel an den Erfinder des Holzschliffs Friedrich Gottlob Keller. Auch wenn der Kellerfelsen keine tolle Aussicht bietet, so kann man doch an mehreren Stellen am Weg durch den Wald auf Krippen herunterblicken. Holzhaus_Krippen_kleinAuf diesem Wege kann man das Wohnhaus von Friedrich Gottlob Keller, das große Haus der Gemeinde und ein sehr schönes Holzhaus auf der gegenüberliegenden Talseite entdecken. Vom Kellerfels geht es die letzten paar Meter (ca. ½ Kilometer) Zaunsaeulen_Bertheltpromenade_kleinüber die Bertheltpromenade. Sitzplatz_Bertheltpromenade_kleinRechts neben dem Weg fallen eine große Anzahl steinerne Zaunsäulen auf, die heutzutage keine Funktion mehr haben, aber anscheinend früher eine Abgrenzung zum Wald waren. Die Wanderung steigt erst ganz knapp vor Krippen auf den bekannten Treppen wieder runter ins Tal.
Damit ist eine unwahrscheinlich ruhige Wanderung zu Ende gegangen, die sich ganz hervorragend anbietet, wenn es mal wieder so richtig in der Sächsischen Schweiz brummt und die Autos auf den Wanderparkplätzen gestapelt werden.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Krippen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Krippen

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