Entenfarm

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 8,50 km
Höhenunterschied:
ca. 166 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ehrenberg - Alte Böhmische Glasstraße - gelber Strich - Hohnstein - Kleingartenanlage - Campingplatz Entenfarm - Hofehainweg - Apfellehrpfad - gelber Strich - Ehrenberg

Beschreibung:

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich unsere Kinder (Pferde-begeisterte Mädels, die in den Ferien in der Sächsischen Schweiz neuerdings reiten lernen) zum Reiten beim Anders-Hof (www.anders-hof.de) gebracht habe, aber keine Lust hatte, eine Stunde dort untätig rumzusitzen. Was also liegt näher, als in den seichten Hügeln bei Ehrenberg eine Wanderung zu unternehmen? Dass die Runde tatsächlich etwas mehr als 8 Kilometer lang und damit überhaupt nicht in einer Stunde zu bewältigen ist, deutet mal wieder auf eine schlechte Vorbereitung meinerseits hin. Dann muss man halt ein bisschen mehr Gas geben…
Der Startpunkt liegt also in der Mitte von Ehrenberg. Wenn man über die Hauptstraße wandert, dann biegt links neben der Hausnummer 43 eine Zufahrt zu einem Bauernhof ab. Ehrenberg liegt insgesamt in einem Tal und so ist jeglicher Start fast immer mit einem ersten Anstieg verbunden. Die Wanderung führt mit einem Schlenker zuerst an einem Schrottplatz vorbei und dann auf den südlichsten Bauernhof hoch. Auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht, aber die Wanderung passiert das Grundstück des Bauernhofes und es geht dann auf einem schnurgeraden Feldweg hinaus. Schon nach wenigen Metern hat man nach vorne eine sehr schöne Aussicht rüber zur Hinteren Sächsischen Schweiz und die Häuser von Ehrenberg verschwinden im Tal. Nach einem Kilometer auf dem Feldweg erreicht man die Alte Böhmische Glasstraße, auf der es nach rechts weiter geht. Sandsteinsaeule_1820_Ehrenberg_kleinAuch wenn es sich eigentlich um einen Feldweg handelt, so ist der Weg seltsamerweise asphaltiert. Nach einem kurzen Stückchen von 400 Metern passiert man eine nette Sandsteinsäule, die mitten auf der Kreuzung steht. Dabei handelt es sich um einen uralten Wegweiser, der ungewöhnlicherweise keinen Pfeil, sondern eine Hand als Richtungszeichen benutzt. Diese Kreuzung wird die Wanderung im weiteren Verlauf noch einmal passieren, aber jetzt geht es erst mal weiter geradeaus. Der Weg ist sehr angenehm zu wandern und der Blick über die Felder und Wiesen ist abwechslungsreich. Napoleonschanze_von_Alter_Glasstrasse_kleinNach links vorne sieht man die ganze Zeit einen bewaldeten Hügel. Dabei handelt es sich um die Napoleonschanze bzw. manchmal wird auch vom Schanzenberg gesprochen. Von diesem Berg wurde für eine kurze Zeit die Gegend von den napoleonischen Truppen beobachtet. Da man den unscheinbaren Berg von allen möglichen Seiten ganz hervorragend sehen kann, ist es andersherum natürlich auch so.
Die Wanderung soll aber diesmal nur zum Fuße des Berges führen und dazu geht es erst mal weiter bis zur richtigen Fahrstraße. Falabella-Pony_Hohnstein_im_Schatten_kleinNetterweise muss diese Straße nur überquert werden, um dann gegenüber zuerst ein paar Gärten und eine Koppel mit Falabella-Ponys zu passieren. Komisch, was stellt man wohl mit solchen Minipferdchen an? Wird diese Sorte nur als Rasenmäher benutzt, oder können Kinder noch darauf reiten? Die Wanderung führt weiter geradeaus und passiert eine Kleingartenanlage. Am Ende des Weges erreicht man eine weitere Fahrstraße, die auch nur überquert werden muss. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es nur ganz wenige Meter (ca. 20 Meter) hinein, um dann nach links auf einen unscheinbaren Pfad abzubiegen. Sandsteinsaeule_Entenfarm_kleinWem der Pfad zu schmal ist, der kann auch um das nächste Gebäude (Kretzschelei) herumgehen und über den breiteren Pfad dahinter nach links weiter wandern. Bei der Kretzschelei handelt es sich um die alte Kalkverarbeitung in Hohnstein. Da in diesem Bereich die Sandstein- und Granitschichten aufeinander stoßen, gibt es unterirdische Vorkommen von Kalk. Diese sind seit 1522 hier abgebaut und in der Kretzschelei gebrannt und weiterverarbeitet worden. Heutzutage sieht man es den Gebäuden nicht mehr an und vermutlich ist nur noch der Ortsname erhalten geblieben.
Nachdem man in die östliche Richtung weiter gewandert ist, passiert man zuerst einen Bauernhof und dann kann man nach links vorne, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, schon den Campingplatz Entenfarm (www.camping-entenfarm.de) sehen. Ganz besonders fällt das neu erstellte Sozialgebäude auf. Die Wanderung geht aber zuerst noch ein ganzes Stück weiter geradeaus, da ein direkter Weg nach links fehlt und die Senke dazwischen ein erstklassiges Sumpfgebiet ist. Wenn man dem Feldweg geradeaus folgt, dann passiert man zuerst noch ein kleines Waldstück und erreicht dann die Gaststätte Grundmühle (www.grundmuehle-hohnstein.de).
Mit dem Erreichen der Straße beginnt ein Stück von etwas weniger als einem Kilometer, dass man mit dem Straßenverkehr nach links wandern muss. Dann erreicht man die ausgeschilderte Zufahrt zum Campingplatz. neues_Sanitaergebaeude_Entenfarm_kleinObwohl ich doch schon sehr häufig an diesem Abzweig vorbeigefahren bin, war mir noch nie bewusst, dass hier auch noch ein Weg an dem Campingplatz vorbei in Richtung Ehrenberg weiter führt. Zuerst passiert man aber die Bushaltestelle einer privaten Buslinie (www.frank-nuhn-freizeit-und-tourismus.de) und eine alte Sandsteinwegsäule. Auf der Sandsteinsäule ist auch schon das nächste Ziel (Ehrenberg ½ Stunde) eingetragen. Die Wanderung führt an der östlichen Seite des Campingplatzes vorbei. Auch wenn ich nicht gerade der Experte für Campingplatzbeurteilung bin, Blick_von_oben_auf_Entenfarm_kleinso sehen die riesigen Rasenflächen und die Hecken dazwischen sehr einladend aus. Von der Wegseite wirkt der Campingplatz gar nicht so groß, aber dabei handelt es sich auch nur um die schmalere Seite. Nach hinten geht es noch ein riesiges Stück parallel der Fahrstraße entlang. Der Name Entenfarm beruht darauf, dass hier früher tatsächlich mal eine echte Entenfarm gewesen ist. Heutzutage habe ich von dem watschelnden Federvieh keine mehr gesehen.
Die Wanderung führt vom Campingplatz in nördliche Richtung auf einem sehr angenehmen Feldweg weiter. Auf der rechten Wegseite befindet sich ein breiter Grünstreifen, der so manchem Piepmatz Schutz bietet. Vermutlich werden sich hier noch einige andere Tiere sehr gut verstecken können, aber die Vögel kann man wenigstens hören. Nach einem Kilometer erreicht man ein Hinweisschild zum Pomologischen Lehrpfad Ehrenberg und die bekannte Wegkreuzung mit der alten Sandsteinsäule. Apfelbaum_Ehrenberg_Sorte_Adersleber_Kalvill_kleinDamit es nicht langweilig wird und man alle vier Wege der Kreuzung mal ausprobiert hat, geht die Wanderung weiter geradeaus. Hier stehen links und rechts neben dem Weg eine Vielzahl Apfelbäume. Besonders nett ist, dass jeder dieser neu gepflanzten Bäume auch noch eine Erklärungstafel mit verschiedenen Informationen (Pflückreife, Geschmack, Farbe, Schale, Verwendung, Krankheiten, Standort, Herkunft usw.) hat. Da doch auf einigen Tafel stand, dass die Äpfel im Oktober reif werden, werde ich dann ganz sicher noch einmal über den Weg wandern und mal testen, ob die Tafeln so einigermaßen Recht haben (zumindest mit dem Geschmack).
Die Wanderung führt sehr angenehm über die Felder und Wiesen und erst wenige hundert Meter vor beeindruckende_Rinder_bei_Ehrenberg_kleinEhrenberg fällt der Feldweg merklich ab. Wenige Meter vor der Ortsgrenze passiert man ein Weide mit überraschend großen Rindviechern. Die sehen schon ziemlich respekteinflößend aus. Nachdem man die ersten Häuser von Ehrenberg passiert hat, bietet sich nach rechts eine Dorfstraße für die letzten paar Meter an. Forellenteich_in_Ehrenberg_kleinSeltsamerweise heißen fast alle Straßen in Ehrenberg „Hauptstraße“ und so ist es auch mit dieser. Nach ziemlich genau 100 Metern befindet sich auf der linken Straßenseite ein Teich mit richtig großen Fischen drin. Aus der Entfernung hätte ich sie für Forellen gehalten. Damit erreicht die Wanderung auch wieder den Ausgangspunkt.
Insgesamt war diese Runde eine sehr schöne ruhige Erkundungstour. Nur das Stückchen zwischen der Grundmühle und der Entenfarm auf der Straße war nicht so angenehm. Ganz besonders dadurch, dass die Straße zwischen Porschdorf und Waltersdorf gesperrt war und sich so mehr Verkehr durch den Tiefen Grund schob. Was natürlich überhaupt nicht geklappt hat, war, die Wanderung innerhalb von einer Reitstunde zu absolvieren. Zum Glück mussten die Pferde noch geputzt werden und so war ich nur ganz unwesentlich zu spät.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Ehrenberg Schule mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Ehrenberg Ortmitte

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