Genußwanderung

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 15,00 km
Höhenunterschied:
ca. 230 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
lang
Untergrund:
asphaltiert
Pfad
Treppen
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Lohmen - roter Strich - gelber Punkt - Doberzeit - Mockethal - Mockethaler Grund - Elbetal - Elberadweg - Pirna - Wesenitz - roter Punkt - Radeberger Straße - Hinterjessen - blauer Punkt - Liebethaler Grund - Daubemühle - Lochmühle - Lohmen

Beschreibung:

Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich mal wieder im kleinen Buchladen von Bad Schandau herumgestromert bin und mich nach neuen Büchern zur Sächsischen Schweiz umgesehen habe. Dabei fiel mir ein Buch mit dem Titel „Genusswandern Sächsische Schweiz“ auf. Der Titel hörte sich sehr gut an und so wurde es in die große Sammlung Wanderbücher der Familie Geier aufgenommen. Gleich die erste Wanderung in dem Buch machte uns neugierig, da wir bis dahin das Gebiet östlich von Pirna fast immer ausgelassen haben.
Der Startpunkt der Wanderung liegt in Lohmen an der Kirche. Hier bietet sich entweder der Parkstreifen oder das Parkhaus vor dem Lohmener Schloss an. Die Wanderung führt über die Dorfstraße von der Kirche weg und erreicht nach 400 Metern eine komische Kreuzung. Hier geht es auf der gegenüberliegenden Seite auf der Daubaer Straße weiter. Auf dieser Straße verläuft auch die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich, der man ein Stück von 800 Metern folgt. Die Wanderwegmarkierung biegt dann nach rechts ins Tal der Wesenitz ab, aber die Wanderung bleibt weiterhin auf der Straße. Nach ein paar hundert Metern stößt die nächste Wanderwegmarkierung zu der Wanderung. Diesem gelben Punkt gelber Punkt folgt man jetzt ein großes Stück. Rastplatz_mit_koeniglichen_Grenzsteinen_kleinAls erstes wird Lohmen über eine Fahrstraße verlassen, aber überraschenderweise sind hier nur sehr wenige Autos unterwegs. Sehr nett ist die Aussicht nach rechts über die Felder. Hier kann man fern unten im Tal Dresden entdecken. Auf der rechten Straßenseite befindet sich eine Sitzgruppe mit einer Vielzahl ehemals königlich-sächsischer Grenzsteine.
Muehlstein_in_Doberzeit_kleinDie Wanderung erreicht bald die kleine Ortschaft Doberzeit. Hier ist der Weg durch den Ort sehr unterschiedlich. Die ersten paar Meter führen auf einer sehr angenehmen Dorfstraße mit einem schönen Grünstreifen, aber dann muss man an der südlichen Seite des Ortes nach rechts auf eine richtig hässliche Landstraße abbiegen. Suehnekreuz_bei_Doberzeit_kleinZum Glück sind das nur 350 Meter, dann biegt der markierte Wanderweg nach links aufs Feld ab. Hier wandert man dann wieder ganz angenehm über einen Pfad weiter und nach kurzer Strecke erreicht man Zatzschke bzw. Mockethal. Hier biegt man nach links auf die Wehlener Straße ab, die aber auch schon 200 Meter später nach rechts verlassen wird. Strasse_Am_Rundling_kleinDie jetzt begangene Straße heißt Am Rundling und ist mit einem alten schönen Pflaster ausgelegt. Das Pflaster passt sehr gut zu den älteren Häusern im oberen Teil der Straße. Gleich mehrere von den Häusern sehen sehr gepflegt bzw. toll saniert aus und haben nach hinten hinaus eine wirklich schöne Aussicht. Der Straßenname Rundling kommt von der ursprünglichen Form des Dorfes. Um das Ende der Straße haben sich mehrere Bauerhöfe sternförmig angesiedelt und so eine runde Dorfform gebildet.
Auch hier ist der Weg immer noch mit dem gelben Punkt markiert und genau dieser führt die Wanderung im obersten Teil der Straße über einen Bauernhof. Lustige_Kaelberboxen_kleinAls wir die Wanderung im Sommer 2009 unternommen haben, standen neben den großen Ställen einige Kälbchen. Das Besondere daran war, dass jedes Kälbchen ein eigenes Gatter mit einer lustigen Hütte aus Plastik hatte. Vielleicht ist das gar nichts besonderes, aber als wir drauf zugingen, sah das doch für uns sehr lustig aus. Die Bäuerin kam gerade aus der Milchküche (oder wie immer das heißen mag) und hat sehr nett unsere wahrscheinlich dummen Fragen beantwortet. Die Wanderung führt auf der Rückseite von dem Hof aufs Feld hinaus. Schoener_Brunnenzulauf_Posta_kleinNach einem kurzen Stück zwischen ein paar Kuhweiden hindurch steigt der markierte Wanderweg runter in den Mockethaler Grund bzw. ins Elbetal. Hier merkt man gleich an den Häusern, dass es sich einerseits um ein nobleres Viertel handelt und andererseits auch ein paar künstlerisch begabte Menschen dort leben.
Die Wanderung kann über zwei nette Wege weiter geführt werden. Entweder wandert man wie im oben genannten Wanderführer gleich an der Seite des Mockethaler Grundes auf dem gelben Punkt wieder hoch zur Schönen Höhe oder man geht unten an der Elbe in Richtung Pirna. Wir wollten lieber die schönen Häuser im Elbetal bestaunen und deshalb haben wir den Weg über die Postaer Straße gewählt. Blick_ueber_die_Elbe_auf_Pirna_Stadtkirche_kleinDie Häuser hier unten sind durch die Bank in einem wirklich tollen Zustand und der Blick rüber auf die andere Elbeseite mit der Stadt Pirna und dem Schloss Sonnenstein ist wirklich sehr schön. Nach einem Kilometer treffen die beiden Wege (Elbeweg und gelb markierter Schöne-Höhe-Weg) wieder aufeinander und es geht noch ungefähr ½ Kilometer weiter, bis man die Hauptstraße erreicht. Diese breite Straße kommt von der Elbebrücke herunter und man wandert auf dieser Straße nach rechts weiter. Hier haben wir uns ganz elend reingelegt, da leider ein grober Fehler in den Wanderführer eingebaut war. In der abgebildeten Karte für diese Wanderung ist ab hier vollständiger Mist eingetragen. Einerseits stimmt die Karte überhaupt nicht mehr mit der Beschreibung überein und im Bereich des Ortsteils Hinterjessen ist ein Wegverlauf eingezeichnet, der aber der Flussverlauf der Wesenitz ist. Hätten wir uns an die Beschreibung gehalten statt an die abgebildete Karte, dann wären wir besser zurecht gekommen, aber so sind wir ziemlich dämlich durch Wohngebiete und auf breiten Straßen herumgeirrt.
Die Empfehlung ist, auf der Hauptstraße nach rechts dem blauen Punkt blauer Punkt zu folgen. Insgesamt geht es ½ Kilometer auf dieser hässlichen Straße entlang und dann biegt der Wanderweg nach links (Pillnitzer Straße) ins Wohngebiet ab. Von Pirna zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung ist es so, je länger man unterwegs ist, desto schöner wird der Weg wieder. Nach der mehrspurigen Straße kommt die Wohngebietsstraße, dann die Wohngebietsstraße durch einen Wald und als Höhepunkt erreicht man dann den sehr schönen Liebethaler Grund. Nachdem die Fahrstraße (aber nicht unsere Wanderung) den Liebethaler Grund verlassen hat,  erreicht man zunächst die Trainingswand für die Kletterer. Hier kann man sehr schön sehen, wie sinnvoll die sächsischen Kletterregeln sind. An dieser Wand ist mit Magnesia geklettert worden und so sind einige hässliche weiße Stellen zu sehen. In der Sächsischen Schweiz ist dieses zum Glück verboten und das Landschaftsbild dank es den sehr voraus schauenden Regelerstellern.
Hinter dem Wendehammer kommt zuerst an der Wesenitz ein Wasserkraftwerk, das heutzutage eine relativ große Menge Strom in einer sehr ruhigen und unauffälligen Variante herstellt. Wesenitz_am_Copitzer_Elektrizitaetswerk_kleinAls nächstes passiert man die Ruine des Copitzer Elektrizitätswerks. Auch wenn die eigentliche Ruine traurig aussieht, so ist sie im Zusammenspiel mit der Wesenitz doch ziemlich romantisch. Muehlstein_in_Wesenitz_kleinGenauso ist der Mühlstein, der im linken (in Flussrichtung gesehen) Bachufer steckt. Wie viele Jahrzehnte wird diese schwere Steinscheibe schon den Bach abwärts bewegt? Die nächste größere bzw. auffälligere Stelle ist das riesige Richard Wagner Denkmal. Richard_Wagner_Denkmal_im_Wesenitztal_kleinIch finde es immer wieder überraschend, dieses gewaltige Denkmal hier unten in der unscheinbaren Schlucht zu finden. Aber vermutlich ist in weit vergangenen Zeiten hier unten auch viel mehr Betrieb gewesen. Wasserfall_an_der_Lochmuehle_kleinWenn man ein paar Meter weiter den Bach hoch wandert, dann erreicht man die Lochmühle und der gesamte Bereich sieht dann auch so aus, als dass hier früher große Mengen Gäste eingekehrt sind. Die Wanderung wechselt die Bachseite und folgt immer noch der blauen Wanderwegmarkierung. Hier und an der Lochmühle sind an den Felsen einige kleine Tafeln von Studenten der TU Dresden angebracht worden. Nach einem weiteren kurzen Stück durch das Wesenitztal erreicht die Wanderung die Daubemühle. Hier hält sich tapfer eine Gaststätte mit einem gemütlichen Gastraum und auch hier wird elektrische Energie durch die Wesenitz erzeugt. Ab der Gaststätte steigt die Wanderung aus dem Bachtal heraus und stößt wieder auf die bekannte Straße oberhalb des Tals. Das letzte Stück verläuft zuerst zwischen dem Tal und dem Wohngebiet und dann die letzten paar Meter über die Dorfstraße bis zur Kirche zurück.
Uns hat die Wanderung nicht so richtig gefallen, da es doch über sehr viele Fahrstraßen geht und die Strecke durch Pirna ist nur im Bereich der Elbe schön. Dadurch, dass wir dann auch noch, durch den falschen Streckenverlauf aus dem Wanderführer, in Pirna ziemlich durch die Gegend geirrt sind, hat sich der Eindruck zu dieser Wanderung nur noch verschlechtert. Ich hoffe, dass uns selber so ein Missgeschick mit den Wanderkarten nicht passiert, aber dann lässt sich eine Online-Ausgabe sehr schnell korrigieren (wenn wir denn drauf hingewiesen werden).

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Lohmen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Lohmen Kirche

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